Mittwoch, 30. Januar 2013

Comic meets Acryl-Malerei : vom Finden eines eigenen Stils

Was treibt einen Menschen an etwas zu tun? Nun wir gehen arbeiten, damit wir nicht verhungern (in früheren Zeiten rannten wir leicht befellt und geschürzt irgend welchen großen Tieren hinterher, um sie zu erlegen, heute rennen die meisten großen Tieren hinterher um sie zu bespeicheln), wir treffen Freunde um uns an der Gesellschaft und dem Austausch zu erfreuen, wir machen einiges,weil es uns Spaß macht und mit Freude erfüllt und anderes, weil wir es müssen.
Und dann gibt es dieses Wort: Beruf. Es hat etwas mit Berufung zu tun, berufen sein etwas zu tun,etwas ruft uns.
Mich rufen Comics. Ich liebe Comics. Wenn ich Comics schmökere, tauche ich in ein Universum ein, welches vielen Mitmenschen verschlossen bleibt und wir Nerds bleiben unter uns (nicht wahr Hans, Jean Patrique u.n.p.a). Ein Freund nennt mich ja immer Nerdine/Nerdinchen ....
( Bilal, Moebius, aber aber auch Hergé, Franquin, als Zeichner oder aber auch die Marvel und DC Welt)
So wie manche ernst zu nehmende Menschen glauben man müsse Musik in E und U Musik unterteilen, so gibt es auch ernst zunehmende Menschen, die Kunst unterteilen wollen -das funktioniert aber nicht. Keine Ahnung vom Ursprung des Wortes Kunst - für mich ist es der Sammelbegriff für kreatives Gestalten. Kunst ist Geschmacksache und Freude am Tun.
Mich rufen nicht nur Comcis. Mich rufen Farben, Bleistifte, Papier, mich rufen die Tasten meines Laptops, Wörter, Buchstaben, aber auch Wolle, Stoff, Stick-, Strick- und Häkelnadeln.Und da ich im Moment aufgrund schwerwiegender gesundheitlicher Probleme viel Zeit habe folge ich diesem Ruf -wenn es mein Gesamtzustand zulässt. Wenn nicht schreibe ich.
Meine Leidenschaft ist aber das Malen, das Zeichnen.
Nun Malen und Zeichnen sind nicht dasselbe. Zwar stellt man etwas zweidimensional dar, aber es ist wie Tag und Nacht,Sonne und Mond, Frau und Mann.
Ich mag beides.Und will beides.Und ich wollte und will beides unter einen Hut bringen. Ich möchte malen und zeichnen und manchmal beides in einem.
Nachdem ich fast zwanzig Jahre nicht mehr,oder so gut wie nicht mehr malte und zeichnete und mir dafür auch einiges anhören musste von Freunden ( Du wirfst dein Talent weg! Aber ich fand immer Entschuldigungen nicht zumalen: keine Zeit ect) - nun dann kam dieser Tag in Moskau (2010) an dem mich etwas wach küsste - bzw den Wunsch wieder zu malen.
Und so fing ich (wieder) an zu malen.
Seit letztem Mai male ich ständig.Und sehr unterschiedlich. Ich probiere viel aus.Vieles verwerfe ich auch wieder.Ich zeichne auch wieder.Und da fing es an, dass ich irgendwie diese zwei grundverschiedene Techniken verbinden wollte.
Und es scheint so als hätte einen Weg für mich gefunden:
Girl&Cat by Marianne Kreichgauer

Mehr zu diesem Bild und anderen findet ihr hier:
https://www.facebook.com/media/set/?set=a.142700942552693.31631.106913119464809&type=3

Dienstag, 29. Januar 2013

Kunstprojekt der Rammsteinfans - ein Buch für Till

Fallen Angel
Das World Wide Web bringt Menschen aus der ganzen Welt zusammen. Musik bringt Menschen aus der ganzen Welt zusammen. Kunst bringt Menschen aus der ganzen Welt zusammen.
Rammstein spaltet die halbe Welt. Was muss Mann/Frau sich nicht alles anhören, wenn man Rammsteinfan ist. Faschomusik ect. Seltsam: Rammstein ist der Musikexportschlager Deutschlands. Überall auf der Welt feiern die Fans wie verrückt.
Nun - ich bin ich eine der Verrückten. Ich mag die Musik. Ich mag die Texte. Ich mag die Videos. Ich mag die Band. Ich mag die Show.
Ich hyperventiliere, wenn ich den Sänger sehe .....
Soweit so gut.
Und die Rammstein Fans auf der Welt sind irgendwie eigenartig - und etwas ganz besonderes.
Es gibt einen offiziellen Fanclub. Ich bin nicht Mitglied. Es gibt eine offizielle Fangruppe auf Facebook. Ich bin nicht Mitglied.
Und trotzdem erreichte mich eine Tages eine Message;
*Du Marianne, wir haben da ein Projekt, wir wollen Till Lindemann zum Geburtstag ein Buch gestalten, machst du mit?*
Kurz einmal in Ohnmacht fallen und Zusagen im nächsten Moment war Ehrensache.
Der Kontakt wurde hergestellt und ich fand mich in einer FB-Gruppe wieder, in der ein internationales Treiben herrschte. Russen, Amerikaner, Lateinamerikaner - aus allen Herren Länder waren hier Menschen zusammengekommen, um an einen einem Buch für ihr Idol zu basteln, Till Lindemann etwas zurück zugeben - für all das was er und die Band uns gegeben hat.
So aufgeregt war ich selten. Die Bilder für das Buch waren schnell ausgewählt, und mein Nachbar Martin alias Dora Asemwald musste mit seiner Proficam herhalten, ich schleppte die Bilder auf die Straße, damit wir gutes Licht hatten, er fotografierte und ich schickte die Bilder an die angegebene Adresse von Esme Richards.Wahnwitz pur.
Und ich durfte niemanden etwas sagen, und ich war so aufgeregt. Und dann kam die Nachricht: deine Bilder kommen in das Buch, wir finden sie klasse.
Und ich bekam fast einen Herzinfarkt.
Listen to the Musik

Aber es zog sich. Die Beiträge kamen ja aus der gesamten Welt, wurden gebündelt, das Geld für den Druck wurde zusammen getragen, über die Postings in der Gruppe blieben wir in Kontakt, manche hatten sich auch angefreundet und sich auf Facebook *geaddet*, man tauscht sich auch so aus und die Spannung stieg-
Dann kam Esmes Post:
Ladies and Gentlemen: THE BOOK.
http://www.youtube.com/watch?v=2troWuVQbf4
Als ich mir den Video ansah blieb mir einfach die Spucke weg.
So viele unterschiedliche Menschen weltweit haben sich, ohne sich zu kennen, zusammengetan und haben etwas wunderschönes und einmaliges geschaffen.Und ich durfte ein Teil davon sein.
Danke Sabine Ludwig, dass du an mich gedacht hast und den Kontakt vermittelt hast und Danke Esme Richards für die tolle Zusammenarbeit und ein Riesendank an die Admins, die alles koordinierten und es möglich gemacht haben.
Letztendlich erreichten uns dann noch die Bilder von der *Übergabe*, aber diese Bilder werden hier nicht erscheinen, die sind für die Macher des Buches.
Ich habe Esme gefragt, ob es okay ist, wenn ich darüber schreibe. Sie gab mir das Go. Und ich bin immer noch etwas fassungslos, dass ich dabei sein durfte.
Jedesmal wenn ich das Video ansehe habe ich Gänsehaut und bei 3:10 quietsche ich.
love it -

Montag, 28. Januar 2013

Grey's Anatomie in Cannstatt

So. Wieder zuhause. Bei den Katzen. Die nach den ersten Freudenattacken mich misstrauisch betrachteten. Bzw meine Gehhilfen. Umgangssprachlich auch Krücken geschimpft. Wenn sie bis jetzt nur zwei Beinen ausweichen mussten müssen sie jetzt vier Beine im Auge behalten. Das ist aber eine andere Geschichte.
Krankenhäuser sind nicht unbedingt der Ort an dem man zu sein wünscht, außer man ist Masochist, Hypochonder oder Ärztegroupie. In Stuttgart gibt es eine Klinik, bei der man fast glauben könnte in einer amerikanischen TV-Serie gelandet zu sein:
Die Sportklinik in Cannstatt.Die Ärzte dort sind nicht nur fähig - die sehen ALLE auch noch gut aus. Und sind freundlich. Und Charmant. Und witzig. Irgendwie möchte man dann nicht mit orange angepinselten Bein mit Eddingzeichen darauf malad im Bett hängen, blass und mit zerstörter Frisur.
(Es soll ja Frauen geben die, wenn sie krank sind, hinreißend aussehen. Ich gehöre NICHT dazu. Ich sehe krank aus. Sonst nichts. Aber das ist nicht das Thema.)
Fangen wir mit Dr B. an. Mindesten 1,85 groß, milchkaffeefarben, schlacksig und mit dem hinreisendensten  Lächeln, dass ihr je gesehen habt, Sein Kollege Dr. Bx nicht ganz so hinreisend, dafür mit einem mitreisenden Humor und zartfühlenden Händen.
(Stoßseufzer).
Was sie mir zu vermitteln hatten, war NICHT schön (2 Operationen am Knie), aber ich erwischte mich dabei, selbst das hinreisend zu finden so lange diese Beiden um mich sein würden.
Waren sie leider nicht. Dafür etliche andere und - es nahm kein Ende: irgendwann fing ich an nach einem Kamerateam Ausschau zu halten. Ich kam mir vor wie bei Grey's Anatomie, Emergency Room und Dr. House in einem... selbst die kauzige Nachtschwester fehlte nicht.
Leider galt diese Starbesetzung nicht für meine Zimmergenossinen, eine sehr lieb, die andere garstig, die immer mit einer Krücke, Kapitän Ahab gleich (tock-tock-tock) aus dem Zimmer humpelte um sich ihre Lungen mit Rauch zu füllen und uns dann in den Genuss ihres verschleimt klingenden Husten zu unterhalten.
Und wie oft kommt es vor das der Chirurg am Bett auftaucht und sagt: *Sie habe ich doch vor zwei Jahren schon am Kreuzband operiert, was haben Sie denn angestellt?*, dabei aber so freundlich lächelt und keinen Vorwurf in der Stimme hat, dass ich mich genötigt sehe fast zu zerfließen und es mir entschlüpfte: *ich wollte Sie unbedingt wieder sehen!*
Gut, der Mann hat Humor und lachte mit. (Oder er hat Erfahrung mit Stalkerinnen) (Nein, ich bin keine Stalkerin, aber die Ärzte dort sehen echt verdammt gut aus).
Nun, Krankenhausaufenthalte sind nicht witzig. Überall lauern Keime, peinliche Situationen, Blutbeutel und Spritzen. Aber irgendwie schaffen die es in der Sportklinik, dass es einem nicht ganz so schlimm vorkommt.
Das was mich am meisten verblüffte, auch schon bei meine ersten Aufenthalt dort war die *Durchreiche*: Wenn man in den OP-Saal kommt wird man mit dem Transportbett an eine Durchreiche gefahren, die sehr, sehr stark an eine Essensdurchreiche in einer Kantine erinnert. Im Fahrstuhl hatten die Stationsschwester und ich noch gequatscht und darauf gekommen, dass wir beide beim Depesche Mode Konzert am 3.6 in Stuttgart beide FOS (Front of Stage Karten) haben. Wann klatscht schon mal ein Patient einer Schwester die Hand ab? 5High im Fahrstuhl zum OP? Und dann diese Durchreiche. Irgendwie kam ich mir vor wie eine Hafermastgans auf dem Weg zum Küchenchef und sagte das auch. Ich muss wohl nicht betonen, dass selbst hier gelacht wurde.Und Beim Durchgeschoben werden vermisste ich irgendwie ein Kressebett.
Die sind toll dort. Das gesamte Personal. Bis auf den einen piefigen OberOber-Oberarzt. Aber der behandelt ja auch nur Privatpatienten. Und das bin ich ja auch nicht (Wofür ich in diesem Fall sehr dankbar bin).. Die Putzfrauen sind freundlich, die Schwestern bemühen sich die Launen der Patienten zu ertagen ohne zurück zu hauen, das Essen ist okay, die Praktikanten jung, hübsch und süß - und: irgendwie fehlt diesem Krankenhaus der Mief und die Tristess der öffentlichen Klinken und das Bigotte der christlich geführten.
In einem Monat muss ich noch einmal hin. Nein, ich freue mich zwar nicht, dass ich noch einmal operiert werden muss, aber ich weiß, dass ich was zu gucken haben werde.
Hm. Ärztefrau......
die Tabletten müssen mir das Hirn vernebelt haben.


Samstag, 26. Januar 2013

Katerliebe -die Geschichte vom Arbeiten mit Katzen

Grey & Soleil
Katerliebe


Nun ja, eine virtuelle Freundin, Dora Asemwald , (ihren Blog findet ihr unter gern gelesen, ihr FB Profil https://www.facebook.com/dora.asemwald?ref=ts&fref=ts ) hat einmal behauptet Facebook sei nur erfunden worden, damit begeisterte Katzenbesitzer und Fans eine Möglichkeit haben ihre Bilder unters Volk zu bringen. Diesen Gedanken wies ich immer weit von mir, auch wenn ich Katzenbilder, dir mir unter die Tasten kamen immer wieder einmal gerne teilte, aber trotzdem.... nun, bis zu dem Tag an dem ich mich beschloss zwei dieser Fellknäule in meine Wohnung, mein Leben und mein Herz zu lassen.
Seitdem ärgere ich mich jedesmal, wenn die Kamera mal wieder unauffindbar ist, der Akku nicht geladen oder ich nur nicht zu schnell bin, um die beiden abzulichten.
Grey und Soleil sind zwei Kater - Eunuchenkater - im besten Flegelalter, 4, Brüder wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, sowohl in der Erscheinung als auch charakterlich.
Meine Rolle in der Beziehung ist geklärt - Kraulerin, Fütterin, Raumpflegerin, Bettanwärmerin, Schlafunterlage, Beschäftigungstherapeutin, Kratzbaum, Sportgerät.. bis zu dem Einzug der beiden ahnte ich nicht im Geringsten das alles über Katzen gehörtes nur die Spitze des Eisbergs war.
Und welche Talente in mir, unentdeckt, schlummerten...
...unter andere zu jeder denkbaren ( und undenkbaren) Tages- und Nachtzeit Futter zu kredenzen, egal wie hoch das Fieber oder der Alkoholpegel ist
....jede Arbeit sofort zu unterbrechen, wenn es die Herren wünschen ( bei Zuwiderhandlung überlebt es das Sofa oder die Lieblingstasse oder die letzte über gebliebene Pflanze nicht)
.....halbverdautem Katzenfutter selbst in stockfinsterer Nacht auszuweichen (nicht immer erfolgreich).
Hierzu kann ich nur sagen:
https://www.facebook.com/simonscat?fref=ts
Hier findet ihr auch die Links zu den Videos über Simon's cat.
Wenn meine Kleidung einmal ohne Katzenhaare ist fühle ich mich in der Zwischenzeit nackt - aber das passiert eigentlich nicht mehr.
Total verkatzt und manchmal auch verkatert.

love it

=^.^=

Mittwoch, 23. Januar 2013

Malen nach Zahlen



Frau mit Katze I
Frau mit Katze III
Frau mit Katze II

Malen nach Zahlen ist es natürlich nicht. Aber es gibt verschiedene Möglichkeiten ans Ziel zu kommen.
Ein Glücksfall ist es, wenn mir eine Idee kommt, die passende Leinwand, Pinsel und Farben da sind, ich auch noch Zeit habe und das Licht günstig ist.
Dann skizziere ich kurz das Motiv und fange an die Acrylfarbe aufzutragen.
Nur kann es dann sein, dass sich mit der Zeit meine Stimmung ändert und dadurch auch die Farbenwahl oder das Ergebnis gefällt mir nicht. Dann kann es passieren, dass ich ein Bild komplett übermale. Warum auch nicht?
Bei der Frau mit Katze hatte ich eine Frau mit Katze im Kopf und wollte das Bild in den Farben Rot/Blau halten. Aber irgendwie war ich nie zufrieden. Und so stellte ich das Bild immer wieder zur Seite, meine Kater  Soleil und Grey schnüffelten auch daran, Grey versuchte sogar einmal seine Krallen daran zu schärfen - ich nahm die Kritik an und stellte es ganz weg. Aber es ließ mir keine Ruhe. Wenn ich bei einem Bild nicht weiter komme nehme ich manchmal einfach eine kleine Lackwalze, tauche sie in eine ganz andere Farbe und *übertünche* einen Teil des Bildes. Wie ich auf den Ocker/Gelb Ton kam? Nun: ich hatte die Farbe vorrätig.
Damit platzte auch der Knoten : jetzt konnte ich jeden Tag daran arbeiten und hatte nicht mehr das Gefühl es sei nicht gut.
Auch wenn es mache nicht glauben mögen: die Bilder bestimmen, wann sie fertig sind und sie lassen mich so lange nicht in Ruhe bis sie zufrieden sind.
Bei diesem Bild gibt es noch eine kleine Besonderheit: der Rahmen ist schief, minimal, aber doch so, dass es irritiert. Mich störte es, weil ich sehr geometrisch-symmetrisch veranlagt bin - hier war es aber so, dass dieses Bild einfach nicht gerade sein wollte und ich mich zuerst damit anfreundete und es jetzt gar nicht mehr anders haben möchte




Dienstag, 22. Januar 2013

Kalter Kult - vom Leben mit einer Legende

Coole Cucksträger tragen Cucks auch bei -20°C

Nein, ich bin keine Markenfetischistin. Und auch kein Fashionvictim. Oder Fashionista. Aber immer noch irgendwie nicht im Erwachsensein angekommen. Jedenfalls was meine Cucks angeht.

Wer kennt das nicht: die fürsorglich nörgelnde Stimme seiner Mutter Oma, Tante: bist du auch ordentlich angezogen, Kind? (Man ist auch in fortgeschrittenem Alter immer noch Kind)

Und damit mal etwas klar ist: Hatte man Unterhemd, Pulli, Jacke, Schal, Hose, Unterhosen, Socken, Schuhe, Handschuhe und Mütze an war man trotzdem

a) so gut wie nackt

b) bestimmt nicht ordentlich und

c) garantiert NICHT cool

Schon gar nicht ohne Cucks. Egal welches Wetter gerade war.

Meine Hassliebe zu Chucks entwickelte sich recht spät. Wobei ich eh ein spätes Mädchen bin, in fast allen Dingen. Aber je später eine Liebe kommt desto heftiger wird sie. Und ich liebe meine Cucks fast immer; fast bedeutet fast. Nicht, wenn sie nass wurden und anfangen zu riechen wie ein totes Tier. Wenn euch das einmal geschehen sollte: einfach pro Cuck ein Päckche Backpulver einstreuen, über Nacht stehen lassen, ausschütteln. Nein die Cucks werden nicht größer, aber sie stinken nicht mehr.
Wie gesagt: ich liebe meine Chucks fast immer. Heiß und innig. Bis sie mir fast von den Füssen fallen, und wenn ich sie dann in den grauen Endsorgungstonnen (auch zerfallene Chucks sind kein Müll) auf ihr letzte Reise schicke - burn Baby, burn - dann trauere ich um sie und um die nächsten 60€ die ich für ein neues Paar bezahlen muss.

Es gab eine Zeit - in der ich nie das Haus ohne Chucks verließ. Ich hatte nur Chucks an. Ich war praktisch süchtig nach Chucks. Das legte sich irgendwann wieder. und dann kam die Zeit ohne Chucks. Noch gar nicht so lange her. Ich hatte mir geschworen: nie wieder. Nein. Und irgendwie ging es auch ohne.

Bis.... bis mich eine Freundin fragte, was sie mit ihren praktisch ungetragenen Chucks machen solle. Ein Blick auf ihre zierlichen Füße (Gr. 41) ließ mein Herz los bummern. Ich muss nicht extra erwähnen, dass ich auf ähnlich großem Fuß lebe, oder? *Schwarz?* Mein hoffnungsvoller Blick wurde mit ein Nicken belohnt. Das war vor zwei Tagen.

Im Moment befinden sich meine Füße in einem Wasserbad bei milden 36°C und tauen langsam aber sicher und sehr schmerzhaft wieder auf. Mit Chucks kann man klasse über zugefrorene Straßen schlittern. Der Nachteil ist nur; trotz zwei Paar Socken fallen einem spätestens nach zwei Stunden die Füße ab.

Macht aber nichts. Das ist Kult. Und ein klein wenig Punk.


love it.

Sonntag, 20. Januar 2013

Network at it's best


Dream
Dream II
Viele, viele sehen Facebook, auch gerne Fratzenbuch genannt, sehr kritisch. Allerdings kann man Facebook sehr unterschiedlich nutzen und für mich ist Facebook eine Tür zur Welt. Nach zwei-drei Jahren habe ich internationale Kontakte, teils sind Freundschaften entstanden, aber auch gewinnbringende Zusammenarbeiten. Nicht im finanziellen Bereich, aber in einem Bereich der mir viel mehr bedeutet:
Kreativität. Durch FB Freunde von FB Freunden über deren FB Freunde bekam ich auch Kontakt zu Künstlern aus anderen Ländern und landete auch wieder einmal bei einer sogenannten FB Veranstaltung.
Ein amerikanischer Künstler hat ein weltweites Kunstaustauschprojekt ins Leben gerufen und ich dachte mir
*Hm, zu verlieren hast du nichts*, schrieb ihn an und gab die angeforderten Daten weiter.
Dann kam Weihnachten, Sylvester und das normale Leben tröpfelte auch mal wieder so weiter wie gehabt bis - ja bis ich einen etwas größeren Briefumschlag aus meinen Briefkasten zog. Etwas gehässig dachte ich: jaja, die Post liefert die Weinachtskarten wieder im Januar aus, wunderte mich aber dann doch über den Absender: San Francisco- zwar bekomme ich jedes Jahr aus Harrisburg/USA Weihnachtspost und habe  auch Bekannte in San Francisco, aber die Karte aus Harrisburg war schon am 2. Januar eingetrudelt und die Westküstenbande schreibt nie.
Selten hatte ich es so eilig einen Briefumschlag zu öffnen. Ich hatte den Namen gelesen und mich erinnert.
Carl Heyward  http://highbrowmagazine.com/1618-art-carl-heyward hat die Veranstaltung *KUNST TAUSCH RAUSCH* ins Leben gerufen, die über eine Veranstaltung bei FB
 https://www.facebook.com/events/311538705559253/ verbreitet wird und nun bin ich ein Teil davon. Ganz unerwartet, unverhofft, plötzlich mittendrin.
Dieser Ausschnitt eines Bildes stellte mich vor die Aufgabe: welches Bild bringe ich in Zusammenarbeit ein. Meine Wahl fiel auf eine Bild, das auch *nur* noch ein Fragment ist, da ich einen Teil entfernt habe.
Es war das zweite mal, dass ich bewusst dieses Bild zerschnitt. Es wird nie wieder so sein wie ich es malte. Aber nun ist es Teil einer anderen Geschichte. Und diese Geschichte wird von anderen weitergesponnen.

Love it -

Donnerstag, 17. Januar 2013

Kokelores, Kunst, Kitsch & Katzen

Kater Grey : Living in a box
Wer den Titel des Blogs gelesen hat, dem werden vielleicht mehrere Dinge aufgefallen sein. Kokelores ist falsch geschrieben. Oder doch nicht? Eben: volle Absicht. Als ich meine Facebookseite anlegte, war die Frage nach der Namensgebung etwas schwierig. Der Name sollte etwas ausdrücken, ich mag das Wort und die Bedeutung des Wortes, mag aber auch Kanten. Die Reaktion auf das falsch geschriebenes *Kokolores* war verblüffend. 
Es hagelte PNs (Privat Nachrichten auf FB) mit dem Hinweis, dass mein Seitenname einen Rechtschreibfehler enthalte. Die meisten waren sehr vorsichtig und mitfühlend verfasst, was ich als sehr angenehm empfand und mir in den meisten Fällen ein Schmunzeln entlockte.
Was ist Kunst? Diese Frage kann ich nicht beantworten, denn jeder definiert es anders. Ich male, dichte, schreibe, fotografiere gerne, aber mache ich *Kunst*?
Kitsch: ich liebe Kitsch. Kitsch as Kitsch can. Aber dann doch bitte nicht überall, aber gerne in Form von *handwerklichen Gegenständen*. Meine Smartphonehülle ist gehäkelt. Mit einem Filztotenkopf. Genau St. Pauli. Und von einer Oma liebevoll gehäkelt. Das ist Kitsch in Reinform.
Katzen. Das vierte K. Irgendjemand sagte einmal man könne ohne Katzen leben, aber warum sollte man? Meine Wohnung teile ich gerne mit meinen beiden Katern und mir ist sehr wohl bewusst, dass ich das Servicepersonal verkörpere. 
Mir ist auch bewusst, dass es nicht nur Katzenliebhaber gibt. Was völlig okay ist. Ich habe nicht den Anspruch Weltwahrheiten zu verbreiten, mit meinen *Werken* nur Zuspruch zu erhalten.
Wenn ich aber jemanden mit den Bildern und Geschichten Freude bereite, nun, dann habe ich schon einen Teilerfolg erreicht.

Mittwoch, 16. Januar 2013

2013 Neues Jahr, neue Bilder

Der Dunkler Buddha ist das zweite Bild mit Acylfarben, an dem ich 2013 gearbeitet und es auch fertiggestellt habe. Eine Freundin hatte sich einen Buddha in "Aubergine" gewünscht, es sich dann aber anders überlegt. Nun hatte ich aber schon angefangen und keine Lust die Skizze zu übermalen. Das Format 70x50 und das Thema liegen mir und ich male, weil es mir Spaß macht  Aus dem Aubergine wurden andere Farben und der Buddha wurde weicher, femininer und der Mund fast kokett, bis ich zufrieden war und das Bild mir sagte: Du kannst aufhören - ich bin wie ich sein soll. Also ließ ich das Bild mehrere Tage auf der Staffelei und und als auch ich nicht mehr das Gefühl hatte weiter daran herum pinseln zu müssen blieb nur die Frage: wo hänge ich das jetzt auf ....
Der dunkle Buddha Acyl auf Leinwand