Donnerstag, 28. Februar 2013

Killercats und Killer Dusche

Killer Cats 
Zuhause!  Zuhause! Katzen knuddeln, verstopfte Toilette, Pizza und Limo --- erst einmal ankommen und schon wieder Chaos. Nach anfänglichem Fremdeln war die Freude der beiden Kater groß, so groß, dass sie ihren halben Pelz an mir verteilten, mir nicht von der Seite wichen, sogar die Gehhilfen anschmusten. Ich bin früh ins Bett. Das Bein tat weh, ich war erschöpft und die beiden Fellnasen einfach nur anhänglich, Soleil legte sich links an den Hals und fing an zu schnarch-schnurren, treppelte   (der sogenannte Milchtritt), was er sehr selten macht und Grey kuschelte sich in die rechte Armbeuge und schnurrt-seufzte wohlig. Als ich heute morgen aufwachte lagen wir drei immer noch in genau der gleichen Position. Verschlafene Augen blinzelten mich an und langsam wurden wir wach, Das heißt die Kater waren es. Sie schlichen durch die Zimmer, erwarteten dass ich mit schlich und weil ich es ihnen nicht gleich tat kamen sie zurück und begannen mir ein Ständchen zu singen. Die Lasermaus verschaffte mir noch ein paar Minuten Ruhe, dann stürmten sie  das Bett und schmusten mich fast zu Tode. Alles war gut bis einer der Beiden - ich hatte die Augen zu und lag auf der linken Seite - ein Satz tat und....
Mein Schmerzensschrei muss das halbe Viertel geweckt haben, Es war wie eine Explosion im  Bein und Kopf gleichzeitig. Mir blieb der Atem weg, und ich heulte los ohne es zu wollen. . Bewegungsunfähig lag ich auf der Seite und atmete flach und schnell - bis die Schmerzwellen nach ließen.
Einer der beiden war mit vollem Gewicht auf der geklammerten Naht gelandet (die verborgen unter der Decke lauerte) - der Schmerzimpuls kam zeitgleich im Hirn an und ließ mich schreien - es tut jetzt noch weh. Und nach anfänglicher Scheu schaute ich nach. Da lag die geklammerte Naht in ihrer ganzen Schönheit - unschuldig unter der glänzenden Schutzfolie. Ich schaffte es irgendwie aus dem Bett, krückte ins Bad, dort lauerte die nächste Herausforderung: als nur Wannenbesitzerin und *Ich-möchte-jetzt-duschen-Frau* hatte ich ein Problem: wie über den Wannenrand kommen?
Den Klappstuhl hatte mir Rosemarie gestern schon ins Bad gestellt. Also ausziehen und erst einmal setzen. Das verletzten Bein über den Wannenrand heben. Kurze Verschnaufpause. Schmerzwelle ahoi.
Dann das zweite Bein in die Wanne  - dann sich an der Duschvorrichtung hochziehen und endlich duschen --- fröhlich trällerte ich ein Liedchen als -
als beide Kater plärrend vor der Dusche auftauchten. Ein Schwenk mit der Brause und ein doppelstimmiger Protestschrei hallte durch die Wohnung. Ich summte fröhlich weiter und die Kater ließen mich in Ruhe fertig duschen.
Jetzt kann ich beobachten wie beide vorsichtig ins Bad schielen und die Ursache des Regenschauers suchen. Und dann bekommen sie ihr Leckerli - Frau muss sich ja tarnen ...

=^.^=

Mittwoch, 27. Februar 2013

Wenn der Abfluss mal verstopft ist......

Ich selbst habe ein loses Mundwerk, weiß aber auch, wann Schluß ist und wo die Grenzen sind. Manche Mitmenschen verlieren aber manchmal jeden *Anstand* bzw selbst dann, wenn man sie durch die Blume abmahnt gehen sie ab wie eine Rakete und ich im Anschluss durch die Decke.
Mit zwei älteren Brüder und auf einem Dorf groß geworden - also habe ich in manchen Bereichen ein wirklich dickes Fell, aber wie erklärt man jemanden, der ständig daneben langt, über Grenzen hüpft, das er eben dies tut? Und wenn man es versucht wird gezickt - und das dann gerne ziemlich damenhaft.
Stammtischgerede mag ich eh nicht, und zwischen intelligenten Wortwitz und derben Bauernwitz liegen Welten..... Oh, warum ich mich gerade so blähe?... nun denn:
Meine Altbautoilette ist zur Begrüßung gleich mal ---- ich konnte gerade noch das überlaufen verhindern und fragte auf meiner Pinnwand bei FB, ob jemand ne günstige Rohrreinigungsfirma kennen würde und schon waren die hilfreichen Geister da. Erst ernst gemeinte Tips, dann Gefrotzel, so weit so gut - dann drehten zwei auf. Die Idee mit dem TNT fand ich noch ganz witzig, aber als es dann abdriftete und ich die Herren der Schöpfung zur Ordnung rief (Mann hatte mir vorgeschlagen die Ärmel hochzukrempeln und es per Hand zu reinigen, als ich dann meinte frisch operiert sei das ja ne super Idee - und ich das eh nicht machen würde - , kam die Antwort ich solle ja nicht das Bein benutzen. Nun Humor ist unterschiedlich. Ich sagte noch einmal sehr deutlich STOP sagte und das ich das jetzt lieber mit den Mädels machen würde kam prompt: *wie, du ziehst die Mädels da durch?*
#FAIL#
Wenn jemand um Hilfe fragt, dann will er/sie bestimmt nicht blöde, nicht ernst gemeinte Tipps und blöde Witze hören, schon gar nicht in meiner Situation... und jemanden der sich nur an Krücken bewegen kann aufzufordern per Hand die Toilette zu entstopfen... nun ja,
Ich rufe die Rohrreinigungsfirma um die Ecke an  (der Tip kam von den Mädels), auch die Seite mit den Tips zum Selberbeheben war nicht schlecht und per Private Message bekam ich dann auch noch einen guten Tip.
Frau lernt nie aus....
und meine zwei Kater scharren in ihrer Kiste


*Pömpel zück*



... i muss die Stroßeboa no kriega.....

ne, muss ich nicht. Dora holt mich mit einem schicken Mercedes ab, ganz stilvoll, Sabine vom Liebstöckel hat meine Kater beschmust und gefüttert, über sie geblogt (sehr lesenswert, ich wurde sogar etwas eifersüchtig), und ich sitze hier auf gepackten Koffer und warte. Die *Entlassungspapiere* schon in der Tasche, der Station die Kaffeekasse gefüllt, lümmle ich mich noch ein wenig auf dem Bett und harre der Dinge.
Lili, meine Zimmergenossin, die eigentlich am Montag den Abflug hätte machen sollen, muss noch bleiben. Die Wunde will nicht so wie die Ärzte es wollen. Es tut mir wirklich leid für sie, sie ist so eine Liebe, aber nach drei Tagen würde ich auch die Vollkrise bekommen.
Auch Petrus hat erfahren, dass ich gehen darf, der Schnee ist weg - oder fast und ich habe tatsächlich heute ganz früh eine vorwitzige Amsel gehört und ein rotes Baumhörnchen mit gebauschten Puschelschwanz turnte in den Ästen vor unserem Fenster, als wolle es die Olympiade im Hüftschwung mit Gold abschließen.
Ich kann es kaum erwarten das Plärren meiner Pelztierchen zu hören. Mal sehen, ob sie mich freudig begrüßen, oder zickig sind.
Grey & Soleil, meine beiden,
lang vermissten Fellschätze

Heute Abend mehr. Bis dene ....
 


=^.^=

Dienstag, 26. Februar 2013

Scheiden tut weh....

Blick aus Zimmer 307
so, vorläufig das letzte mal aus dem Krankenhaus. Und auch nur kurz. Und schmerzlos. Na ja. Die abendliche Spritze steht noch aus  >.<  aber die muss ich mir die nächsten acht Wochen jeden Tag selbst setzen *örgs*.
Alles ist organisiert, ich warte nur noch auf die Laborwerte.
Heute hatte ich das Vergnügen einen Physiotherapeuten zu *haben* der mich sehr stark an den jungen Dave Gahan erinnerte. Wenn ich doch nur noch einmal 20 wäre *seufz* Aber kein Vergleich zu ... nun ja, lassen wir das.(ich zwinkere mal nett jemand zu und hoffe der versteht den Spaß).
Zeit Danke zu sagen.
Ich bin nun in der Zwischenzeit das dritte mal hier in der Klinik und kann mich nicht beklagen, sondern bin voll des Lobes. Nicht ein einziges Mal habe ich erlebt, dass mit den Patienten nicht fürsorglich und freundlich umgegangen wurde. Man ist vorsichtig, behutsam, hat immer ein Lächeln, selbst in Stresssituationen.
Wenn auch nur der kleinste Verdacht einer Entzündung wird sofort reagiert.
Man hört den Patienten zu.
Das Essen ist erstaunlich gut (aber man bekommt auch Pizza organisiert - aber das habe ich natürlich erst heute erfahren) (besser ist es), die Krankenschwestern und Pfleger sind der Hammer - wir Mädels von Zimmer 307 schwören auf Swen.
Die angeschlossene Physio-Praxis hat einen Stab junger Mitarbeiter ( aus meiner Perspektive ) - die eben auch auf dieser Schiene fahren.
Hier hängen keine Kreuze aber das *Füreinander* wird groß geschrieben und gelebt.
Ich werde mir zwar jetzt nicht absichtlich etwas brechen, um wieder herzukommen, und ich bin froh heim zu dürfen, aber ich kann diese wirklich empfehlen.

DANKE

Kostenloses *Intim Waxing* Berichte aus dem Krankenhaus

Ich wäre jetzt gerne Mäuschen in euren Köpfen, was ihr wohl denkt? *Kicher*. Ich kann euch beruhigen, nichts Unanständiges (HALT! Hiergeblieben und es wird weiter gelesen!).
Der Tag meiner Entlassung rückt näher, nur noch heute Antibiotika, Schmerzmittel bekomme ich seit Sonntag Mittag nicht mehr intravenös, alle sind begeistert zufrieden (und ein bisschen erstaunt, wie mir scheint. "Sie haben wirklich keine Schmerzen mehr, echt?" So als würden sie es sich anders....).  Da man mir den Zugang für den Schmerzmittelkatheter in die Leiste gelegt hat war es etwas unkomfortabel - störte beim  Sitzen und fing jetzt nach gut fast einer Woche auch an zu jucken.
Es ist eben so: solange Katheter solange nix duschen.... *schnüff schnüff, was riecht denn hier?* , zwar versucht Frau sich irgendwie frisch zu machen, aber mit etwas zweifelhaften Erfolg.
Heute morgen bei der Visite bettelte ich - wer mich kennt, weiß, dass ich wie der Kater bei Schreck gucken kann, ich bekomme dann kreisrunde Augen, die feucht glänzen, und der gesamte Gesichtsausdruck ist ein Hilfeschrei und bekam das Go für das Ziehen des *Zugangs*.
Unsere heutige Schwester *machte mich erst einmal wieder zu* - für die Visite werden wir *ausgepackt*. Also Beinschiene runter, Verbände aufgeschnitten und so weiter.
Was das alles mit Intim-Waxing zu tun hat? Geduld, Geduld.
Bei einer Beinangleichung wird ja der Knochen zersägt und da dieses etwas schmerzhafter ist bekommt man einen Schmerzmittelzugang direkt in der Leiste gelegt. Außerdem überprüft man mit einer Nadel, die dann unter Strom gesetzt wird, ob man den Nerv auch erwischt hat. Man ist der Narkosearzt, von dem ich nur die wunderschönen, braunen, Augen mitbekommen habe, der Rest war züchtig hinter der OP Maske versteckt.
Mit wunderschön meine ich: er hatte einen humorvollen, warmen Ausdruck und ich habe mich sofort verliebt.
(Lag aber vielleicht auch an den Drogen unter die man mich gesetzt hatte) (Und ja ich komme irgendwann zum Punkt).
Da stocherte er also mit der Nadel in meinem Bein herum und jagte Stromstösse durch dasselbige, immer  mit den Worten *Spüren Sie was?* und ich artig *ja, es kribbelt*. Ich hörte ein gemurmeltes *komisch?!* und dann: *Hätten Sie die Freundlichkeit, die Muskulatur locker zu lassen?* Ups, ich hatte alle Muskeln angespannt und als ich locker ließ tanzte das Bein über den Tisch....
Was das mit dem Waxing zu tun hat? Gemach, Gemach.
Also wurde der Katheter gelegt, ich spürte wie jemand sanft an meiner rechten Leiste *rumdoktorte* und ab da weiß ich nichts mehr.
Heute kam dann die Befreiung, und nicht nur vom Katheter. Ich brauche keine Verbände mehr, nur noch Folie und auch dieser verflixte Katheter wurde entfernt.
JETZT sind wir am Punkt. Dieser wundervolle Narkosearzt mit diesen rehbraunen Augen hat - der Mistkerl hat den Katheter mit Folie befestigt - auf meinem Schamhaar!!!! Wisst ihr wie das tut, wenn man das ausgerissen bekommt????? (okay, nur ne kleine Ecke, aber mir hat es gereicht) Ich gab ein Jodelkonzert erster Güte bis die Folie entfernt war und dann wurde ich kreidebleich als die Nadel gezogen wurde.
Jetzt bin ich zwar die Nadel los, aber auch etlicher meiner Haare.....

*Autsch*

Montag, 25. Februar 2013

Der wunderbare Massenselbstmord

.....um den es heute nicht geht. Aber um ein anderes Meisterwerk des Autoren des oben genannten Buch, der auch das Buch *Der Traktor meines Vaters* schrieb. Der Schriftsteller ist Finne und hat ein wirklich finnischen Humor, bzw eine etwas schräge Sicht auf die Welt und ein besonderes Gespür für Sinn und Unsinn. Wenn ihr ihn noch nicht kennen sollte empfehle ich euch zum Einstieg folgendes Buch:
*Im Jenseits ist die Hölle los*-

Und es gibt doch ein Leben nach dem Tode und Jesus ist auf der Flucht vor seinen Jüngern, Gott wurde nicht gesichtet, Mondausflüge und Gefühle. Absurd  und wunderbar erzählt wird die Geschichte eines durchschnittlichen Mannes, einem Reporter der auf dem Weg ins Büro vom Auto überfahren wird und für den es dann locker flockig und voller Überraschungen weitergeht.
Auch eine Rothaarige taucht auf (nein ich nicht, eure Hoffnung war vergebens, ich bin quietschfidel an meinen Krücken unterwegs) und verdreht dem Helden den nicht mehr vorhandenen Kopf.
Mehr erzähle ich euch über dieses Buch nicht- oder vielleicht doch: ein Papst und ein *Höhlenmensch*, ein Pudel und noch mehr Tote treiben ihr *Unwesen*-
Mit Arto Paasilinna würde ich gerne mal einen Kaffee trinken gehen-
so ich stecke meine Nase wieder ins Buch, ich weiß nämlich noch nicht wie es ausgeht :)

Antibio-bio-tika und co

Alle sind immer begeistert, wenn mein Bein des Verbandes entblößt in allen Farben des Regenbogen schimmert. Sehr apart glitzern die Metallklammern (27 Stück, und die lasse ich mir in Harz gießen als Erinnerung) - leicht bogenförmig schwingen sie sich in ein langgezogenen Kurve um das rechte Knie. Der Oberschenkel ist noch etwas geschwollen, aber ansonsten scheint alles fein zu heilen.
Seit gestern Mittag bin auch die Schmerzpumpe los. *hüpf*
Mit allen meinte ich natürlich Stationsärzte, Krankenschwestern und was so noch um uns herum fleucht.
Kartoffeltaler in Rahmgemüse, Eierstichsuppe, Salat & Eis
Sogar das Essen ist passabel!
Lily, die liebenswerte Russin die sich mit mir das Zimmer teilt, nachdem Patze uns gestern verließ, hätte heute nach Hause dürfen. Hätte, wenn das Bein nicht geschwollen wäre, wenn die Naht nicht rot geworden wäre, wenn.... es tut mir so leid für sie. Auf der anderen Seite ist es nett sie hier zu haben- sie hat so ein schönes, mädchenhaftes lachen und wenn sie mit ihrer Enkelin telefoniert - auf russisch, ich verstehe kein Wort - schwingt so viel Liebe mit in ihrer Stimme, dass davon auch was für mich abfällt.
Ich kann mich nicht beschweren, jeden Tag huschen ein bis zwei Freunde herein, kuscheln auf meinem Bett und unterhalten mich - ich wäre also rund herum begeistert, wenn..
Wenn das Wörtchen wenn nicht wäre.
Ich vertrage die Antibiotikainfusionen nicht. Die muss ich aber bekommen, da es eine ziemliche große Sache war. Man könnnte mir etwas gegen die Übelkeit geben, wenn...
Wenn das Wörtchen wenn nicht wäre:
Aufgrund meines Asthmas vertrage ich das Mittel gegen die Übelkeit nicht. Also muss ich - unter den mitleidigen Blicken der Schwestern und Pfleger da durch. Ich hänge dann etwas grün um die Nase im Bett, atme in kurzen Stößen und versuche mich nicht zu übergeben, so heftig ist es.
Und dann kam gestern unser Lieblingspfleger -immer einen schlechten Witz auf den Lippen, aber sehr gewisssenhaft und fragte: *Wie wäre es mit ner Cola?*
Cola ist Gift!!! Aber manchmal kann Gift eine heilende Wirkung haben. Wenn jetzt die Infusion läuft nuckle ich an der Flasche, mir ist zwar immer noch übel - aber es hält sich dann in Grenzen.
Ich sag ja: die Sportklinik Cannstatt rockt!

*yeah*

ach ja - Donnerstag darf ich wahrscheinlich heim zu den Tigern  =^.^=


Sonntag, 24. Februar 2013

Drogen ahoi -

Nein es gibt nicht wirklich viel Neues. Aber gestern durfte ich zum ersten einmal die OP Wunde sehen. Nein kein Foto, keine Angst ...
.
Ein geschwungener, ca 20 cm langer Schnitt ums rechte Knie, auf der Außenseite, hübsch mit ca 25 Metallklammern zusammen gehalten, umschwärmt von blauroten Flecken, dazu das malerische orange des Desinfektionsmittels----
Die Drainageschläuche (da fließt das Blut ab) sind gezogen, für mich nicht schmerzhaft, da das Bein zwischen Hüfte und Knie narkotisiert ist: die Schmerzmittelpumpe läuft und piept - und alle acht Stunden bekomme ich einen Antibiotikatropf: danach ist mir 2 Stunden schlecht, aber wozu bin ich denn im Krankenhaus? Da darf es einem ja nicht gut gehen...
Gestern hatte ich das erste mal Krankengymnastik und der Physiotherapeut (ich habe jetzt mal seine Größe zensiert, er hat Wind von meinem Blog bekommen *hust*) - war bzw ist ein Schnuckel vor dem Herrn. Meine Zimmernachbarin Patricia wäre wegen ihm gerne noch geblieben (sagt ja wohl alles.) Da habe ich heute wieder einen Termin und werde mit den Krücken flitzen was das Zeug hält. Auch das Röntgen habe ich bewältigt, ganz alleine zog ich los, die Tasche mit der Schmerzpumpe um den Hals, mit dem Fahrstuhl in das Erdgeschoss und alles ging gut - so meine Lieben, es ist etwas langweilig hier, also gibt es nicht so viel zu berichten und der Netzzugang kostet mich 5 Euro für sechs Stunden, ich bin dann mal wech,
Ich wünsche euch allen einen schmerzfreien Tag und passt auf euch auf, sonst liegt ihr morgen vielleicht auch hier ....

*seufz*

Samstag, 23. Februar 2013

Bilderrätsel

ein BEIN!!!!


.Wessen Bein ist das:
a) Kokelores
b) Fury
c) die kleine Hexe?

Was ist in den Schläuchen:
a) Kaffee und Bloody Mary
b) Doping für Vampire
c) nur Blut?

Richtige Antworten werden mit einem Lächeln belohnt :)

Bei der Visite der Arzt: *Implatation und Beinanpassung?*  Und dann: *RESPEKT!*
Das gab mir dann doch zu denken. Mir geht es heute morgen nicht ganz so gut. Das Fiepen der Schmerzmittelpumpe nervt und ich habe trotzdem Schmerzen. Und dann habe ich erfahren. dass ich noch bis mindestens Mitte nächster Woche hier bleiben darf----
Nun ja, die Ärzte sind echt hübsch, aber wir vermissen schon unseren Lieblingspfleger, der uns immer zum Lachen gebracht hat. Er hat frei und ich wünsche ihm ein super schönes Wochenende, das hat er und die anderen hier echt verdient.

Falls ihr mal was am Knie, Fuß oder Schulter habt:
Sportklinik Cannstatt - dir sind echt Klasse.
Ich will trotzdem heim-
und ich vermisse meine Kater.


*fiep*




Freitag, 22. Februar 2013

Erst der Kater, dann der Kaffee....., aber den bitte heiß!

Kater lieben Baldrian, aber keinen Kaffee
Nein, nicht der Kater am Morgen danach, aber meine beiden Mitbewohner, jeweils auf vier Pfoten und mitunter etwas stimmgewaltig lassen sie morgens nicht locker bis ich ihren Hunger bediene. Während die beiden in die Küche flitzen tapse ich ihnen natürlich folgsam hinterher, aber der erste Griff geht an den Wasserkocher zum Einschalten. Mit der Zeit bekommt Frau mit den kleinen Bestien (das sind sie, wenn sie Hunger haben) Routine und sie sind schnell abgefüttert.
wie zu Omas Zeiten,
old fashioned aber lecker
Auch wenn es old fashioned klingt: mein Kaffee wird noch *handgebrüht*. Ein ererbter, echter Keramikfilterhalter von Melitta leistet mit seit Jahren treue Dienste und hat jede Kaffeemaschine überlebt. Also Kanne auf's Stöffchen, Papierfilter in den Halter und den stark gerösteten Kaffee portioniert. Meine Lieblingssorte von der kleinen Kaffeerösterei *Hochland* ist *Ratsherren*. Hier spare ich nie, lasse mir lieber kleinere Mengen mahlen. Nichts geht für mich über den Duft einer frisch gemahlenen Kaffeebohne. Mein Lieblingsparfüm sozusagen.Und das steigt mir auch wieder beim Aufbrühen des Kaffees in die Nase.
Während die beiden Fellnasen zufrieden ihr Frühstück verdrücken, kann ich in aller Ruhe den ersten Kaffee des Tages genießen. Heiß, stark und schwarz.  Die erste Tasse trinke ich meistens im Stehen, an die Küchenanrichte gelehnt.
Wenn es allerdings schnell gehen muss trinke ich auch einmal einen ganz profanen Schwarztee, allerdings eine englische Sorte *English Breakfast* und ich trinke ihn so stark und dunkel, mit Milch (in meinem Fall Reismilch, da ich als Fastveganer keine Milch trinke) und Zucker, wie es mir meine schottischen Kollegen beigebracht haben. Zugegeben: hier benutze ich Teebeutel, im *Piccadilly* hole ich mir immer einen Vorratspack, meistens von Twinings.
Und wenn es einmal ganz schnell gehen muss, dann gehe ich auch schon mal ohne irgendwas aus dem Haus. Aber die Kater werden immer gefüttert. Egal wie spät ich dran bin. Ich bin ja nicht lebensmüde.
Allerdings stürme ich an solchen Tagen entweder eine Filiale von Star**** oder CoffeeFe****, weil ich einfach ohne Koffein oder Teein nicht funktioniere.
Da darf es dann auch gerne eine Caramel Macchiatto sein, mit aufgeschäumter Sojamilch. Leider haben sich Milchalternativen noch nicht zu allen Kaffeebars rumgesprochen...... Ich hatte ja einen Thermokaffebecher aus Moskau mitgebracht, mit einer Matruschkapuppe darauf (ja ich weiß, Touristenkitsch ^^) , und der hat mir lange die Treue gehalten bis ich ihn einmal fallen ließ. Ein undichter Thermobecher ist etwas unpraktisch. Es tat mir richtig weh ihn wegzuwerfen. *seufz* Allerding habe ich in einem kleinen Teeladen einen sehr hübschen Becher entdeckt, den ich mir wohl gönnen werde-

Küchen-Blogparade bei KüchenAtlas: Heißgetränke
Küchen Atlas Blog
Ansonsten gibt es ab Mittag nur noch Espresso, auch für meine Freunde, wenn sie nach dem Essen zufrieden auf der Couch herum lümmeln. Dafür habe ich eine Weiterentwicklung des typischen italienischen Espressokochers im Schrank. Es funktioniert eins zu eins wie das Original, wird aber wie ein Wasserkocher mit Strom betrieben. Allerdings verlasse ich immer die Küche, wenn das Wasser anfängt zu brodeln: bei einer Freundin flog uns einmal das italienische Original um die Ohren, samt brühend heißem Espressopulver und Wasserdampf. Wir blieben wie durch ein Wunder unverletzt, aber die Küche mussten wir komplett neu streichen. Ich betrete die Küche immer erst wieder, wenn ich das Klicken der Ausschaltautomatik höre und mich der unwiderstehliche Duft des Espressos ruft.

Zur Zeit gibt es leider keine Kater, keinen handaufgebrühten Kaffee und noch nicht einmal Espresso - sondern eine Plörre erster Sahne - ich bin im Krankenhaus und freue mich auf meinen Kaffee, meine Katzen und meine Couch.

*seufz*




Der Tag danach....

..... nein ich konnte nicht flüchten. Trotz der Drogen die mir verpasst werden tut das Bein weh, aber ich kann schon wieder alleine auf Krücken mich zur Toilette schleppen, meine Zimmer Kolleginnen sind nett und wir haben Hammer hübsche Pfleger :).
Noch hängen die Drainageschläuche aus dem Bein, bei dem Medikamnetencocktail, der in meinem Körper tobt könnte ich glatt ne Dopingbar für Vampire aufmachen - ein Schluck aus dem Schlauch und Dracula schwebt unter der Decke.
Wermutstropfen: alle anderen dürfen vor mir raus.
Warum ich eigentlich hier bin? In der Sportklinik---
Beinanpassung-- der liebe Doc hat mir einen Keil aus dem Oberschenkel gesägt, alles zusammengeklappt, ne Metallplatte drauf und das ganze mit drei Schrauben mit dem Knochen verbunden.
Letzte Nacht waren wir drei Frischoperierten Mädels immer zur gleichen Zeit wach und mussten auch zur gleichen Zeit Pippi - nennt man so etwas Schwarmverhalten? Weiß ich nicht. Aber die Nachtschwester meinte wir hätten auch alle immer gleichzeitig selig geschnarcht -hihi..
Ich bin sehr müde, deswegen nur kurz heute - und die Schmerzmittelpumpe piepst alle zwei Minuten, ich bin voll auf Drogen, und das ganz legal....
Fotos gibt es erst morgen, ihr müsst euch gedulden :) aber dann!

Donnerstag, 21. Februar 2013

Flucht!!!!!

Jetzt sitze ich hier: in der Zwischenzeit nicht mehr alleine- das Dreibettzimmer voll belegt - heute Morgen schneiten noch zwei weitere weibliche Wesen hier rein, eine Fränkin und eine ältere Dame aus Rottweil. Alle drei sitzen wir im Flügelhemdchen, Papierhöschen, mit bunten Zeichen auf den Beinen auf unseren Betten, die Medikamente in Greifweite. Mir bleibt noch Zeit einen Artikel zu schreiben und dann werde ich schlafen gelegt, um elf werden sie mich aufschneiden.
Jetzt ist meine letzte Chance. Abhauen!!! Wenn dann Jetzt.
Jetzt,
JETZT!
MIST -
 Chance vertan: sie haben mich am Aufzug wieder eingefangen, mit fröhlichen Lächeln.
Hier sitze ich nun und warte auf den Mann mit dem Skalpell - nein, ich werde jetzt nicht Rammstein hören, das würde meinen Puls nur hochtreiben.
Angst habe ich eigentlich nicht - ich kenne die Prozedur ja etwas (wenn es euch interessiert hier nach zu lesen: Greys Anatomie. Das war vor vier Wochen.
Die Tablette der letzten Nacht wirkt noch, die morgendliche Hektik auf der Station lenkt etwas ab. Der witzige Dr. Burk**** war heute morgen nicht gut drauf, aber der schnippelt auch an jemanden anderen rum ;) -
seufz.
Am rechten Knie werden sie mir an der Außenseite einen ca 20 cm langen Schnitt machen und dann den den Oberschenkelknochen zersägen...... huui - ritscheratsche... erinnert mich etwas an Marx und Moritz und das Kettensägenmassaker als Mix.
Bevor ich jetzt weiter in blutigen Gedanken bade mache ich mich in das Land der Träume.
Ich vermisse jetzt schon meine beiden Kater, ich will heim.

Oh, sie haben gerade die Fränkin geholt. Der Paniklevel steigt rapide an.


*schnüff*


Mittwoch, 20. Februar 2013

Reportage aus dem Krankenhaus

*Morgen sind Sie dran!* ......und ich weiß, ich werde ihnen nicht entkommen.
Im Moment bin ich alleine, das fahle Neonlicht hinter mir scheint auf mein Laptop, im Flur sind noch Stimmen  und Geklapper zu hören, beide Nachbarbetten sind leer und noch mit Schutzhüllen aus stumpfen, semi-transparenten Plastik überzogen, vor dem Fenster lauert die Nacht.
Dabei ist es erst sieben Uhr.
Ich bin müde, meine Stimmung schwangt zwischen kaltschnäuzigen Trotz und angstvollen Panikattacken.
Man hat mir mit einem Lächeln und blauem Stift das rechte Knie mit unleserlichen Zeichen bemalt - und einen kleinen Smilie hinzugefügt. Das letztere fand ich ja schon wieder nett.
Da ich weiß, was man morgen eben mit diesem Knie machen wird ist mir etwas mulmig und man hat mir etwas zum Schlafen gebracht. Aus den anderen Zimmern höre ich den Klang des Rufzeichens. Krankenhausgeräusche. Schritte von gummibesohlten Schuhen auf rutschfesten PVC Boden.
Der schnuckelige Stationsarzt, mindestens 20 Jahre Jünger als ich, also praktisch noch ein Kind, klärte mich heute nachmittag gut auf. Zu gut in meinen Augen.
Ich wollte nicht wissen, wo man wann was in mich stechen , was wo aufgeschnipelt, und was wie zersägt wird.  Auch nicht, dass man mit einer Nadel einen Nerv suchen, denn man im Anschluss betäuben würde.
"Wir lassen dann ihre Kniescheibe tanzen - hahahahaha." Ich lachte - etwas gequält-  mit.
Dann noch die Wörter Metallplatte und Stahlschrauben und meine erste Panikattacke steppte fröhlich durch mein Hirn und der Puls schoss durch die Decke, ohne zu vergessen den Blutdruck mit sich zu reisen.
In meiner Fantasie flüchtete ich in Richtung Ausgang, dass OP Hemdchen flatterte wild im Wind und der kalte Wind der Freiheit wehte mir schon um die blasse Nase - als mich, nicht blutrünstige Zombiepfleger, aber die Stimme der Narkoseärztin,  in die Wirklichkeit zurückholte.
Alle sind so nett hier. Und sehen so gut aus. Alles ist so sauber.
Fast wie in der Schwarzwaldklinik, ich frage mich nur wo der Haken ist.
Wenn ich mich bis übermorgen nicht melde schickt ihr bitte einen Suchtrupp aus, ja?

*bibber*

Die Lasermaus - wie man Katzen in den Wahnsinn treibt

Welcher Katzenbesitzer kennt das nicht - Mann/Frau coucht und dann heften sich diese Blicke aus unergründlichen Augen an einen. Wenn man Pech hat, haben die Besitzer dieser Augen auch noch kräftige Stimmen. Oder haben die Angewohnheit, alles was nicht niet- und nagelfest ist zu der nächstliegenden Kante zu schieben um dann ganz erstaunt zu gucken, wenn das beförderte Objekt der Schwerkraft nachgibt. In meinem Fall habe ich alles zusammen. Zwei Kater, liebenswerte Clowns mit Macken.
Soleil &Grey
stimmgewaltig und clever

Die Lasermaus
The Master of Cats
Die Rettung: eine Lasermaus. Jeder kennt die Laserpointer - gerne in Seminaren benutzt um den Zeigestock zu ersetzen, selbst aus den hintersten Winkel kann der Seminarleiter an der Schaukarte zeigen was er gerade unterstreichen möchte. Günstig erstanden beim Fressnapf (unter anderem aber auch noch etliches was des Katers Herz begehrt ). Ihr bekommt die Pointer aber eigentlich überall und es ist ein kostengünstiger Spaß. Für die Katzen und euch :)
Allerdings gibt es einiges zu beachten. Da die Tiger die kleine rote Maus nicht erlegen können drehen sie fast durch. Bei Soleil geht es soweit, dass er schon aufspringt, wenn ich nur die Hand hebe, da er es mit *spielen* in Verbindung bringt. Sind die Katzen im Wahn toben sie ohne Grenzen, knallen im vollen Lauf gegen alles was im Weg ist, denn sie fokussieren komplett auf den kleinen rote Teufel. Also heißt es Geschwindigkeit anpassen und nicht zulange die Fellnasen scheuchen (Soleil keucht manchmal als wenn er gleich umkippen würde, deswegen: Vorsicht und lieber öfters mal eine Pause einlegen.) Und Laser sind nun mal Laser! Also Augen auf und nicht in die Augen leuchten, wenn ihr nicht wollt, dass eure Haustiger irgendwann nichts mehr sehen können.
Was ihr aber unbedingt beachten solltet: nie, nie, nie direkt nach der Fütterung : sonst ergeht es euch wie mir und sie kotzen euch in den nächsten Schuh.


=^.^= 









Dienstag, 19. Februar 2013

Von der Maus die aus der Kälte kam....

Die gerettete Babymaus
Wie süß sie aussehen, mit ihren kleinen,schwarzen Knopfaugen, ihren süßen kleinen Ohren und den langen Barthaaren!
Wie flink sie sind!
Und wie mächtig!
Frauen springen kreischend und aus dem Stand auf Tische, Elefanten nehmen Reißaus. Nur in der Wohnung möchten wir sie nicht haben. Auch ich nicht. Meine Kater schon. Wenn Frau in einer Altbauwohnung wohnt, renoviert aber nicht saniert, dann finden diese kleinen, pelzigen Monster meistens einen Weg. Die kleinste Spalte wird genutzt. Ich frage mich, ob sich irgendwo in meiner Wohnung ein sogenanntes "Wurmloch" (nein kein Loch, das Würmer gefressen haben, das ist ein physikalischer Begriff) durch das sich die Mäuse teleportieren oder ob sie aus einer anderern Dimension stammen. Nun ja, es ist Winter und die wollen auch ins Warme.....
Pech für die Maus die sich in unsere Wohnung verirrte: Sie wurde gehetzt und gejagt. Das erste mal passierte es Nachts. Ich wurde von einem Tumult geweckt, tapste in den Flur und als ich das Licht anmacht nutzte die Maus die Chance, flitzte durch meine Beine hindurch ins Schlafzimmer, die Kater hinterher und ich schrie - ganz klassisch.
Ich ließ der Natur ihren Lauf, den Katern ihren Spaß und ging wieder ins Bett.
Sobald die Maus sich nicht mehr bewegte verloren die beiden Fellnasen das Interesse an ihr. Die Leiche *entsorgte* ich und verwischte die Spuren, zog aber sofort los, eine Lebendfalle zu kaufen, denn irgendwie tun mir die kleinen Pelztierchen leid.
Meine Kater blieben die Taga unruhig und lauerten in der Küche vor der Küchenzeile - mauzten immer wieder ungeduldig und strichen mir immer miauend um die Beine.
Soleil, der Mäusejäger
Als ich schon nicht mehr daran dachte, Tage später, hörte ich Soleil im Flur brummen, drohend und wütend. Abwehrend. Als ich nach ihm schaute sah ich zuerst seinen eingeschüchterten Bruder Grey und dann Soleil mit einer Maus im Maul.
Natürlich wollte ich sie ihm abnehmen, doch da fiepste die Maus. Sie lebte noch. Und damit begann die Hatz: Soleil ließ die Maus fallen, sie flitzte los, die beiden Kater und ich hinterher - nun mit einem Bandscheibenvorfall kann man nicht soooooooooooo flitzen. Ich schnappte mir ein großes Wasserglas und versuchte es der Maus überzustülpen, was mir dann auch irgendwann gelang. Da waren wir dann vier. Die Maus hinter Glas, die zwei aufgeregten Kater davor und ich erschöpft auf dem Stuhl.
Grey und Soleil, die Mäusepolizei

Irgendwie schaffte ich es die Maus aus dem Glas in die Lebendfalle *umzufüllen*, sie bekam einen Flaschenverschluss als Tränke und wurde mit Vanillekipferln und Kohlrabiblättern gefüttert. Dass meine zwei bepelzten Jäger fast durchdrehten muss ich wohl nicht erwähnen. Aber, dass ich mir überlegte, einen Hamsterkäfig anzuschaffen und die kleine. sehr tapfere Maus als neuen WG Bewohner zu begrüßen, schon...
Aber Katzen und Mäuse funktionieren nicht immer... die Maus im Käfig auf dem Schrank, die aufgeregten Kater davor. Nach einer unruhigen Nacht mit einer raschelnden Maus auf dem Schrank und zwei plärrenden Katern vor dem selbigen entschloss ich mich *Speedy* in die Freiheit zu entlassen. Ich zog mich an und schnappte die Maus in der Falle - an einer geeigneten Stelle setzte ich sie aus. Zuerst saß sie etwas verblüfft da, dann flitzte sie mit fast Lichtgeschwindigkeit auf einen Mauerspalt zu.
Ich kann es nicht beschwören, aber es sah aus, als ob sie mir noch einmal zugewunken hätte.
Drei Tage später lag noch einmal eine Mäuseleiche im Flur, ich stellte zusätzliche Fallen auf, aber seitdem tat sich nichts mehr. Die Kater halten Wache, die Fallen bleiben leer und ich denke ab und zu an *Speedy* ,.

*fiep*


Montag, 18. Februar 2013

Was Jodelt da in meiner Hütte?

....oder Industrialrock goes Musikantenstadl.

Man sagt ja so schön über Musikgeschmack kann man nicht streiten. Stimmt nicht. MANN kann, FRAU AUCH - sollte es aber nicht. Manche Coverversionen sind besser als das Original. Stimmt auch. Aber als der Radiomoderator fröhlich zwitscherte: "Sie hören jetzt eine Interpretation des Rammsteinssongs *Sonne* durch Heino",  war ich im ersten Moment so baff, dass ich erst nicht realisierte was da von meinen Kopfhörern in mein Ohr träufelte. Als es dann soweit war riss ich mir die Kopfhörer von den Ohren, aber leider auch das Kabel aus dem Verstärker und Heino nuschelte fröhlich und laut durch meine Wohnung.
Die Köpfe, der so aus dem Schlaf gerissenen Stubentiger flogen nach oben und sie huschten mit eingezogenen Schwanz und beleidigten Blicken aus dem Wohnzimmer. So schnell sind sie eigentlich nur, wenn sich wieder einmal eine Maus in die Wohnung verirrt,  was in Altbauwohnungen ab und zu vorkommen kann - allerdings hat es sich in der Mäusepopulation in der Umgebung herumgesprochen das meine Wohnung eine Todeszone ist und seitdem werden die Besuche seltener. Aber das ist eine andere Geschichte und ich schweife ab.
Jeder soll zwar seinen Musikgeschmack ausleben, aber schon als Kind flüchtete ich aus allen Räumen der elterlichen Wohnung in der meine Mutter Volksmusik hörte und leider Gottes auch mit sang. Das schlimmste allerdings war, wenn sie abends meinte sie müsse uns - meine wehrlose Schwester Johanna und mich, in den Schlaf singen. Wir stellten uns dann schlafend - was wohl eher aussah wie erstarrt - und warteten auf das Ende. (Sorry Mama, was dir eine Freude war war unsere Qual.)
Aber mein ältester Bruder war eine coole Socke, ein Easy Rider Typ und durch ihn bekam ich einen ganz anderen Eindruck was Musik sein kann. Als wir Kinder in der Schule unser Lieblingslied nennen sollten gab ich *Painted black* von den Rolling Stones an. In der vierten Klasse war das damals ein Unding und es hatte Folgen. (Auch eine andere Geschichte....)
Das Ereignis hatte ich schon fast verdrängt ( auch die Tatsache das Heinos CD auf Platz eins der deutschen Charts schoss) als ich gestern morgen folgendes lesen musste:
http://web.de/magazine/unterhaltung/musik/17138974-heino-offen-projekt-rammstein.html#.A1000027
Die Band dementiert - falls sie es doch nicht lassen kann, werde ich meine Konsequenzen ziehen und sie boykottieren.
Das kann nicht sein, dachte ich, das darf nicht sein. Ausgerechnet Sonne. Das Lied hatten die Sangesbrüder für einen international gefeierten Box Star geschrieben, dem es dann zu hart war.... Aber das Video, das dann praktisch Ersatz-mäßig produziert werden musste ist legendär:
http://www.youtube.com/watch?v=U7wzR6R2BF8


Heino?
Grusel!

Sonntag, 17. Februar 2013

London calling - mein erstes mal...

Auch wenn ich 2012 nicht in London war:
Der VisitBritainShop  lieferte (portofrei!!!!) diese Teekanne
Viele von euch wissen schon, dass ich unglaublich in London verliebt bin. Oder ihr wisst es ab jetzt. Und ich hatte das Glück lange Jahre immer wieder einen Freund in London besuchen zu können.
Der erste Trip nach London bleibt mir unvergesslich, es war einer der aufregendsten Tage in meinem Leben.
Henning war schon zwei Jahre in London und ich hatte mehrere Einladungen in den Wind geschlagen. Irgendwann kam er an: "Es wird dir gefallen!" und ich antwortete: "Das befürchte ich ja. Wahrscheinlich will ich nie wieder weg." ( Was dann auch so eintraf, ich habe selten an einem Flughafen so oft geheult wie in London - eigentlich ist Heathrow der einzige Flughafen an dem ich je geheult habe ....).
Nicht auf den Mund gefallen, mit guten Englischkenntnissen, Kreditkarten und Handy bewaffnet, die Adresse gut verwahrt, gültigen Ausweis und Ticktet in der Tasche machte ich mich also todesmutig und alleine auf den Weg. Und weil er mir versprochen hatte mich am Flughafen abzuholen blieb ich auch innerlich ruhig, genoss den Flug mit British Airways (ich gebe es ja zu, ich bin sehr anglophil).
Alles klappte, das Gepäck war auch schon auf dem Kofferband - und da stand ich nun. Etwas verloren - und schaute nach Henning. Nur: kein Henning in Sicht. Aber eine SMS. *Sorry Dear, can't pick you up*.
Der Text ging noch weiter. Eine genaue Beschreibung mit welcher Tube ich wie weit fahren und wo ich umsteigen bzw aussteigen sollte. Mit meinem Köfferchen im Schlepptau machte ich mich auf den Weg, etwas unsicher, neugierig. Gegen den Stuttgarter Flughafen wirkt Heathrow gigantisch. Und ich - verunsichert wie ich war, übersah sogar das *Underground* Schild. Fragte mich aber hartnäckig durch und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus.
Aber das Gemeinste war: ich musste an einem Punkt von der Tube auf die Circle Line umsteigen - mehrere Linien auf einem Gleis und das nur per Ansage ---- jedenfalls habe ich das so in Erinnerung ---
Ich lauschte angestrengt den Ansagen, verstand immer nur *Mind the gap* und *Doors are closing*  aber sonst nichts, da stand ich nun, verlassen, klein, demütig und sehr, sehr einsam und verzweifelt, wie sollte ich je zur Edgware Road kommen?
Aber dann war es wie im Film: ein Mann in Uniform sprach mich an:
*May I help you?* und ich dankte innerlich allen Göttern im Universum für diesen Retter. Nachdem ich mein Problem geschildert hatte bekam ich ausführliche Anweisungen, bedankte mich herzlich und .....verstand die Ansagen immer noch nicht.
Dieser Mann war aber sehr hilfsbereit und aufmerksam, als der richtige Zug einfuhr packte er mein Köfferchen und schubste mich praktisch durch die Tür, rief noch "Leave the train at....." und winkte mir fröhlich nach.
Irgendwie fand ich dann auch den Ausgang, das Wohnhaus meines Gastgebers, bekam beim Concierge den Schlüssel mit einem warmen *Welcome* überreicht.
Als dann der Aufzug mit mir sprach war ich endgültig überfordert (Door is closing, door is opening, third floor... usw). Ich machte es mir erst einmal in dem kleinen Apartment bequem und wartete auf meinen Gastgeber.
Heute lache ich darüber, aber damals suchte ich nach der versteckten Kamera.
Henning kam dann endlich und zeigte mir eine Woche lang seine Stadt, nicht nur das übliche Touristenprogramm (wofür ich ihm ewig dankbar sein werde) und nach einem Tag traute ich mich dann auch alleine loszuziehen (ehrlich gesagt- es blieb mir nichts anderes übrig, mein Gastgeber musste arbeiten), mit einem Tubeplan und das Handy immer griffbereit (Henning: ich weiß nicht wo ich bin - ich glaube ich habe mich verlaufen).
Klar, London lernt man nicht an einem Tag kennen gut kennen, auch nicht in einer Woche - nicht nach x-Besuchen.
Ich hatte mich in diese Stadt verliebt bevor es mir bewusst wurde. Ob es nun die Fahrt mit dem London Eye war, oder die Ecke an dem die Jack the Ripper Tour startet, der Einkaufsbummel durch die Oxford Street, Westminster Abbey, Big Ben, auf den Spuren der Beatles, the Tate Gallery, der Comic Store in der Nähe des British Museums, der Abend im Pub oder in diesem fantastischen kleinen Restaurant in Kensington ..... ich könnte ewig so weiter machen. Und so lange ich lebe und es irgendwie hin bekomme werde ich regelmäßig Gast in dieser Stadt sein - und einen kleinen süßen Laden (dessen Namen ich immer vergesse, den ich aber immer wieder finde) aufsuchen, in dem ich meine erste *englische* Teetasse kaufte:

Alles was Spaß macht und aufregend ist geht irgendwann mal zu Ende, aber dieses Ende war erst der Anfang. In der Zwischenzeit habe ich sogar einmal Weihnachten in London verbracht, besitze eine Kreditkarte von Britih Airways und finde mich immer wieder in London ein. Der nächste Trip ist geplant - und gebucht, dauert zwar noch ein wenig, aber ich werde darüber schreiben.
Soviel sei schon verraten:
Es geht um Depeche Mode, Shakespeare, Shopping und ( Selfridge, Top Shop; Harrods werden nebenbei überfallen  nachdem wir Camden Market und den Virgin Mega Store leer gekauft haben)
 ... London an für sich genießen :)
Ihr werdet es schon abwarten müssen.

London?
love it -

Samstag, 16. Februar 2013

Essen was schmeckt ... oder im Land der Pampelmusen

Wer kennt das nicht: Winterzeit = Zitrusfrüchtezeit. Zwar bekommt man heute fast alles fast immer, aber die Frage die ich mir dann immer wieder stelle: Muss das sein und zu welchen Preis?
Nein, ich fange jetzt hier keine Predigt über Nachhaltigkeit an. Manchmal stolpert man einfach darüber. Wie letzten Dezember, als eine Freundin uns mit Ziegenkäse aus einem sizilianischen Dorf versorgte, direkt vom Erzeuger, zu einem unglaublichen Preis. Wie das möglich war? Die Bauern aus dem Dorf verdienten an diesem direkt vertriebenen Käse sogar mehr als wenn sie ihn in den Handel gegeben hätten. Nun gut: und ausser den Bauern verdiente niemand daran. Jedenfalls kein Geld. Aber dafür andere Dinge. Fast schämten wir uns, da es günstiger war als im Supermarkt. Dieser Käse war eine Offenbarung an Genuss. Außerdem traf man sich in geselliger Runde, plauderte und naschte Antipasta. (Danke Parla nochmal für alles).
Aber das ist nicht die einzige Möglichkeit direkt zu kaufen. Eines Tages (heute um ehrlich zu sein) stolperte ich über folgende Statusmeldung bei Facebook:

.
Für alle, die es noch nicht mitbekommen haben ;-)

Liebe Freunde nachhaltiger Lebensmittel,

wie so mancher von Euch weiß, habe ich seit 27 Jahren ein Lieblingsland, das ich regelmäßig besuche. Auch über die Jahreswende war ich wieder für gut vier Wochen an der Westalgarve.

In vielen Gesprächen mit den dortigen Kleinbauern konnte ich erfahren, dass diese inzwischen auf dem dortigen Großmarkt kaum mehr einen vernünftigen Preis für ihre Citrusfrüchte erhalten.

Daraufhin habe ich für mich beschlossen, diesen Kleinbauern ein wenig dabei zu helfen, faire Preise für ihre Erzeugnisse zu bekommen und dem Land etwas zurück zu geben, was es mir über die vielen Jahre Geschenkt hat: Freude!

Am 23.02.2013 fahre ich das erste Mal mit einem Transporter mit Anhänger nach Portugal und werde 250 Kisten Citrusfrüchte bei den Kleinbauern holen, um sie in meinem Freundeskreis weiterzugeben.

Mitbringen werde ich Orangen, Zitronen, Clementinen und Mandarinen. Eine Verkaufseinheit entspricht einer 10kg Kiste. Der Preis für die Kiste unbehandelter Citrusfrüchte beträgt 25,00 €. Hiervon erhält der Kleinbauer das 4fache dessen, was er am portugiesischen Großmarkt dafür erzielt, damit er auch vernünftig leben kann.

Ich würde mich freuen wenn Ihr meine Initiative unterstützen könntet, indem Ihr bei mir die ein oder andere Kiste bestellt und/oder diese Mail an Eure Freunde, Nachbarn und Bekannte weiterleitet, damit ausreichend Bestellungen zusammen kommen. Die Ware wird frisch geerntet und innerhalb 48 Stunden nach Deutschland gebracht. Die Kisten werde ich dann ab dem 06.03.2013 an Euch ausliefern.

Bestellungen bitte bis 22.02.2013 an mich, entweder per Mail oder telefonisch:

Matthias Kästner
Trollingerstraße 13
71364 Winnenden Hanweiler
0163 1611818
matthias.kaestner1@gmx.de

Ich versichere Euch, dass die Produkte geschmacklich einmalig und entsprechend unbehandelt sind.
Bei Rückfragen stehe ich jederzeit gerne zur Verfügung und danke Euch schon jetzt für Eure Hilfe.

Euer Matthias Kästner


Nachdem ich Matthias gefragt habe, ob ich das per Blog weiter verbreiten darf und er sein Go gab, habt ihr jetzt die Möglichkeit daran teil zu haben. Oder es zu lassen. Vielleicht kaufen und teilen sich ein zwei Leute eine Kiste. So mache ich das auch. Und werde Orangen-Marzipan-Marmelade einkochen. Oder einfach die Früchte frisch essen.

P.S. Ich verdiene daran nichts, aber ich finde gute Ideen müssen verbreitet werden.


enjoy -









Puzzle


Sunday Blue by Marianne Kreichgauer
Puzzle


einst war ich eins
dann schnitt das leben
mich in stücke
stück um stück
ließ nichts zurück
jetzt sitze ich
hier bei mir
und puzzle mich
stück um stück
in ein ganzes bild
zurück

M.K.


Freitag, 15. Februar 2013

to be or not to be ---- Essen was schmeckt.

.... wenn die Lasagne dreimal wiehert .....Bevor jetzt alle die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und schreiend das Laptop zuklappen:
Nein - hier wird nicht gerichtet und hingerichtet, es wird eher angerichtet.
Es wird auch nicht missioniert, jeder ist für sich selbst verantwortlich (bzw auch für seinen Anhang)  und damit ist jetzt auch gut. Diese *Basherei* in den *SocialNetworks* zwischen den verschiedenen *Esstypen* nervt (mich) nur noch.
Zwar lebe ich die meiste Zeit vegetarisch, eine zeitlang lebte ich sogar streng vegan, möchte aber wieder mehr zum vegan essen zurück. Warum das denn? , fragt sich jetzt vielleicht der ein oder andere. Die Antwort ist ganz einfach: weil ich mich - körperlich - definitiv besser fühle.
Es gibt viele Gründe vegan zu leben - aber auch hier gilt: jeder entscheidet für sich selbst.
Oft wird man mit der Frage konfrontiert: schmeckt das überhaupt?
Gegenfrage: Tomatensoße? Pommes mit Ketchup? Es ist manchmal etwas ungewohnt, es gibt Dinge die man vermisst, wobei das meiste heutzutage ohne Probleme ersetzt werden kann.
Manchmal reicht es schon, ab und zu anders zu essen, anders zu kochen, für sich und seine Lieben. Auch wenn Mann oder Frau nicht auf vegetarische oder vegane Kocherei umsteigen möchte kann es eine Bereicherung für jede Küche sein.
Über eine Facebookgruppe bin ich über Umwege auf ein Kochbuch aufmerksam gemacht worden

LA VEGANISTA von Nicole Just:

Und ich muss euch sagen: ich bin begeistert. Es ist erfrischend undogmatisch, ohne den so oft erhobenen (veganen) Zeigefinger.
Unter anderem habe ich auch Kochbücher von Attila Hildmann, dessen Rezepte ich durch die Bank hinweg klasse finde, aber ihn nicht - und die Art seiner Bücher auch nicht:
Viele Hochglanzbilder von ihm und seinem
Adoniskörper .... aber das ist ein anderes Thema.
Das Kochbuch von Nicole Just ist sehr liebevoll gestaltet, mit guten Anleitung, schönen Fotos.
Ich habe Lust die Rezepte nachzukochen und werde hier auch ab und zu darüber berichten, natürlich erst, wenn ich es an Gästen getestet habe.
Freiwillige vor ^^

*schleck*

enjoy -

Donnerstag, 14. Februar 2013

Kleine Dinge ganz groß - auch am V-Tag

Wer zur Zeit nicht hustet ,schnieft, niest und fiebert hat es entweder schon hinter sich oder es noch vor sich. Manchmal lässt es sich nicht vermeiden Krankenbesuche zu unternehmen oder man ist selbst krank und wird heimgesucht - mit dem nötigen Sicherheitsabstand kann das sogar ohne Ansteckung ablaufen, denkt man. Dabei beschleunigen die kleinen Teilchen, wenn man niest auf sage und schreibe 100 Stundenkilometer und können bis zu 3 Stunden schwebend in der Luft überleben. Da hilft auch kein Febreeze oder wie das Zeugs heißt.
(Nun ja, wenn Grey - mein Prachtkater -  gerade pupst regnet es dann tote Teilchen,  überleben können das noch nicht einmal die zähsten Viren).

Wenn ihr also einen Krankenbesuch unternehmt, dann solltet ihr auch eine Kleinigkeit mitbringen:

Blumen? Nein:
a) es ist nicht der Valentinstag (außer heute)
b) der Kranke riecht eh nix
c) und wenn man Pech hat ist er/sie allergisch

Ein Buch? Auch nein:
a) nicht intellektuell genug
b) zu intellektuell
c) schon gelesen

Die Liste könnte man ins Unendliche fortführen.
Mein letzter Krankenbesuch hat sich was besonderes einfallen lassen und ich habe mich wirklich gefreut, weil es so liebevoll zusammen gestellt war.

Die Papiertaschentücher in einer Londonverpackung ( ich liebe London),
ein kleiner Schokobrownie
( hmmmmmmmmm)
ein Karamellbonbon
( doppelhmmmmmmmmmmmm).
Alles kleine, feine Dinge, die mein Herz
erfreuten.
Danke Martina :)


love it -
(schmatz)





Mittwoch, 13. Februar 2013

The day after....

An manchen Tagen, bzw im Morgengrauen an manchen Tagen wacht man von alleine auf und kann noch nicht einmal sagen warum. Nun - nicht in diesem Haushalt. Das Grauen meines heutigen Morgens stand auf acht Beinen auf meiner Brust und hauchte mich an. Katzen können sehr, sehr aufdringlich sein, wenn sie etwas haben möchten. Kaum hatte ich die Augen aufgeschlagen kam die akustische Aufforderung  -Aufstehen! Hunger! Und das  im Doppelpack....
Zombigleich in die Küche wanken und Katzen füttern -lautes Schnurren beim Fressen, wie geht das eigentlich?, zurück ins Bett wanken, es ist ja erst halb fünf....
Aber an manchen Tagen,  bzw im Morgengrauen an manchen Tagen wacht man auf und schläft nicht mehr ein. Etwas lesen, etwas im Netz surfen und ah! Sabine vom Liebstöckelschuh hat etwas geschrieben.
War heute nicht was? Karneval, Fasching, Fasnet. Nun ich kenne Sabine nebst Töchterchen sogar persönlich und ich konnte mir beim Lesen das Grinsen nicht verkneifen. Ich sah beide förmlich vor mir. Nun der Stuttgarter Faschingsumzug ist... sagen wir: etwas dörflich. Und bei der Kälte? Vor allem: während in anderen Städten die Bonbons nur so auf die Menge herabregnen - nur in Stuttgart wird jedes einzelne erst ausgiebig betrauert und dann lange verabschiedet, um dann einzeln in die Freiheit entlassen zu werden,...vom Schwaben kann man das Sparen lernen.
Fasching - davon blieb ich dieses Jahr verschont. Nur am Montag musste ich schmunzeln. Nein, keine Karnevalfigur entlockte mir ein Lachen.
 Der Zeitpunkt des Papstrücktritts fand ich bemerkenswert: am Rosenmontag. Es irritierte mich etwas. Nicht, dass dieser alte Mann lieber in Ruhe seine letzten Tage beschaulich in eine Kloster verbringen will - der erste seit sehr langer Zeit, aber der Zeitpunkt! Während abertausende von trunkenen Jecken der morgendlichen Übelkeit und dem rettenden Alkaseltzer entgegen schwanken verlässt eine moralische Institution ....?
Aber es ist noch früh, ich bin müde, meine zwei Tiger turnen auf mir herum als sei ich ein Sportgerät...
es ist Aschermittwoch und weder Kater noch Katzenjammer können mir etwas anhaben
Kölle alaaft erst wieder in einem Jahr. Besser ist es.

Dienstag, 12. Februar 2013

Telekommunikationswunder - oder wie tagtäglich Menschen in den Wahnsinn getrieben werden

Als ich heute bei Facebook über die Pinnwände hoppelte stolperte ich über den Post einer Freundin genannt Patty Pepper Mint, sie berichtete über ihre Problem mit einem Kommunikationsunternehmen.
Warum sie unbedingt den Anbieter oder das Angebot wechseln  wollte - das kann ich euch nicht sagen, Für die Unternehmen gilt: 

*Never chance a running system, never*
Nun sie hat es getan. Und ich möchte euch nicht ihren Post vorenthalten, den Schmunzler soll man nicht für sich behalten.

Meine liebe T*****,
Nach unserem gestrigen Streit und deinem Rückzug aus der Kommunikation bleibt mir nichts anderes übrig als dir diese Zeilen zu schreiben.
Es war eine große und langanhaltende Beziehung zwischen uns beiden. Ich erhielt all die Jahre das was ich von dir wollte und du das deine. Anfang Februar wollte ich unsere Beziehung auf einen neuen Stand bringen, noch mehr Kontinuität schaffen. Du warst begeistert! Wir sprachen über die Voraussetzungen. Du meintest, es sei alles gar kein Problem. Mit einem Kabel welches du mir zuschicken wirst werde alles einwandfrei funktionieren. Das Kabel kam und gestern früh, so kurz nach acht, rief dein Sekretär mich an und gab das Startsignal. Mann, ich habe mich so gefreut!
Nun. Ich wartete und wartete. Ich rief deinen Sekretär an ( wie viele hast du eigentlich). Der saß in Stuttgart und war wirklich sehr hilfsbereit. Da ich ja nun wirklich nicht mehr die Jüngste bin, war es für mich nicht immer einfach. Wir mussten die alte Hardware ( Router) neu konfigurieren. Er konnte mir aber keine Email schicken, da ja alles nicht funktionierte. Er mühte sich redlich. Nach etwas über einer Stunde und unzähligen Versuchen bat er um eine fünfminütige Auszeit. Diese Auszeit hält jetzt noch an. Ich wartete, ich langweilte mich, ich machte mir Gedanken. Wieder griff ich zum Handy und rief deine Nummer an. Eine Dame! Hei! Die hat mich weiter verbunden. Dieser Mann wiederum meinte, dass die Umstellung bis abends dauern könne. Abends, es war halb acht, ich total entnervt, rief mein Sohn bei dir an. Eine Schlichtung wurde eingefordert und ein Faktencheck. Geschlichtet wurde nichts, der Faktencheck ergab, dass meine Hardware nicht kompatibel sei. Das ist ja wie bei der DB dachte ich mir. Erst sagen alles ist mach- und finanzierbar und dann das große Debakel! Zum Glück stand der Finanzierungsrahmen und wir hatten einen Puffer, so dass wir noch eine neue Hardware käuflich erwerben konnten. Nun dürfte dies alles ja kein Problem sein, dachte ich mir, doch wieder mal wurde ich eines besseren belehrt. Unsere neue Hardware wurde von euch für 24 Stunden gesperrt, weil der erste, wirklich sehr freundliche Grieche, der in Stuttgart saß, mir helfen wollte. Dies erfuhr ich gestern abend um halb zehn von einem anderen Techniker, ein Sachse, aber sowas von kompetent. Der versprach meinem Sohn ihn heute nachmittag anzurufen, da die Hardware gestern um 12:08 Uhr gesperrt wurde.
Geliebte Telekom, dies schrieb ich dir, damit du weißt wie es in mir aussieht. Meine Gefühle für dich sind aufrichtig und ehrlich, doch bitte ich dich mir mit Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit und Transparenz zu begegnen. 

Patty

Danke Patty für den Lacher des Tages

P.S. sie hat jetzt alles im Griff, die T...... und Patty hat wieder Netz
- love it

Tag am Meer

An manchen Tagen kann ich das Meer hören, das Rauschen der Wellen. Dann erfasst mich eine unerklärliche Sehnsucht und ich steige auf den Dachboden meiner Erinnerungen, krame die Boxen hervor und öffne sie, lasse all die schönen Momente wieder auftauchen und lasse sie auf der Leinwand in meinem Kopf abspielen. Kopfkino hat den den Vorteil, dass es keine Mitbesucher hat, die vergessen ihr Handy aus zu schalten oder laut Tortillachips neben einem knuspern.
Aber es ist auch niemand neben dir, der den Moment mit dir teilt.
Wenn ich die Kiste der Erinnerung aufklappe rieche ich zuerst das Meer, unvergleichlich, der Wind trägt ihn zu mir, der Sand unter meinen nackten Füssen gibt nur etwas nach und umschließt dann meine Haut, feucht und Kühl und auf eine ganz bestimmt Art. Die Luft schmeckt nach Salz, nach Meer. Über mir die Möwen und ihr Ruf lockt mich. Die langen Halme des Dünengrases wiegen sich im unendlichen Strom der Zeit.
An der Wasser-Landgrenze versammeln sich die Schalen der zerbrochenen Muscheln, Kinder sammeln sie  ein. Und ich stehe im Wind, der an mir zupft und mit meinem Haar spielt. Ich bin zuhause.
Tag am Meer - Marianne Kreichgauer

Montag, 11. Februar 2013

Ein Hai namens Stanley

Schillerlocken sind nicht Teil einer Hochsteckfrisur. Haifischsuppe ist nicht lebensnotwendig. Und Haie sind nicht die Killer als die sie gerne bezeichnet werden. Zwar sind sind aus biologischer Sicht perfekt angepasste Jäger - aber wieso sollte man ihnen dies übel nehmen?
Die meisten Hai*unfälle* sind selbstverschuldet. Wenn man in *haiverseuchten* Gewässern schwimmen geht ist es ein kalkuliertes Risiko. Wenn man seine Hand in die Kreissäge bekommt ist auch nicht die Schuld der Kreissäge, wenn der Finger ab ist. Okay - der Vergleich hinkt und natürlich ist es schlimm, wenn ein Mensch sein Leben verliert - nur: was kann der Hai dafür? Er folgt seinen natürlichen Instinkten und die sagen: jagen. beißen, fressen.

Schon Brecht schätzte die Ehrlichkeit dieses Unterwasserwesens:
*Der Haifisch, der hat Zähne, und die trägt er im Gesicht
  und der Mackie trägt ein, Messer, nur das Messer sieht man nicht*

Sogar Sting singt diese Moritat:
http://www.youtube.com/watch?v=YokJ2BbdwdU
Was sehr viel über den Unterschied Mensch/Hai aussagt. Wobei ich mich beim ersten Satz frage: wo sollte der Hai die Zähne den sonst tragen als im Gesicht? (Solche Gedankengänge sind für mich typisch, erst gar nicht beachten).

Selbst mein geliebter Heinz Erhard hat ein Gedicht über ihn verfasst:
*Das Meer ist weit, das Meer ist blau
  im Wasser schwimmt ein Kabeljau.
  Da kommt von links,
  oder rechts? ich weiß nicht mehr
  ein Hai daher.
  Der frisst den Fisch, mit Haut und Haar....
  Das Meer ist weit, das Meer ist blau,
  im Wasser schwimmt KEIN Kabeljau.*

Und wer denkt nicht an einen Fisch mit scharfen Beißerchen, wenn diese Melodie erklingt:
http://www.youtube.com/watch?v=R3WwcsjWPIQ

Es werden Witze über  menschliche Haie gerissen:
*Fällt ein Investmentbanker ins Hai verseuchte Gewässer. Er wird nicht gefressen. Warum? Nun Haie erkennen ihresgleichen.* (Sorry Henning .....)(Ein Freund, er ist Investmentbanker )

Nun der Mensch hat die Wahl, der Hai den Instinkt.
Haie sind die Mülleimer der Meere, bzw die Müllabfuhr.... und wenn ihr an den letzten Müllarbeiterstreik denkt..... pfui.
Wenn ihr euch fragt; was will sie denn nun, kommt die auch mal zum Punkt?
Soll ich? Na gut ....
Über einen  Facebook-Freund *huhu Ulrich* bin ich auf eine wunderbar witzige Aktion einer Initiative gestoßen. Eine Hai Rettungsaktion. Die Sharkdefenders haben einen Blog http://www.sharkdefenders.com/p/shark-stanley.html.
Es gibt die Möglichkeit sich das Bild eines Comic-Hais herunter zuladen, dann schnippelt man das Bild aus und macht ein Foto damit. Das Bild zum ausschnippeln bekommt ihr hier:

https://www.dropbox.com/s/120s9g2kv7txbdi/One%20pager_Portrait_FINAL.pdf

Dieses Foto schickt man dann an diese Mailadresse:

 info@sharkdefenders.com

Mehr zu der Aktion könnt ihr im Shark Stanley Blog nachlesen, oder wenn ihr auf Facebook seid, dann hier:
https://www.facebook.com/events/481929211868778/

Wenn ihr mitmachen wollt freut es mich und wünsche euch viel Spaß beim Schnippeln und Knipsen.

Schwimmt heute nicht so weit raus, es ist kalt.

*schnapp*





Hüfte oder Knie? Brust oder Keule?

Es ist Montagmorgen. Und ihr werdet es vielleicht nicht glauben, aber es wäre mir in der Zwischenzeit wirklich lieber, früh morgens vom Weckerschrillen, unsanft, aus dem Schlaf gerissen zu werden, als ausschlafen zu können. Nur noch 14 Tage bis zur zweiten Knie OP, beide Katzer schlafen selig (einer auf der Bettdecke, der andere drunter, meine angewinkelten Knie dienen als *Zeltstangen*.)
Zwar kann ich seit vorgestern wieder einigermaßen ohne meine Zweitbeine - umgangssprachlich Krücken, korrekt: Gehhilfen - in der Wohnung rumschleichen, aber ..... belasten ist nicht wirklich. Nu, dann sitz' doch und male, höre ich manche sagen. Gerne, nur nach einer Stunde zerreißt es mir den Rücken, Bandscheibe.
Zwar bin ich keine zwanzig mehr, aber aufgrund eines Arbeitsunfalls, Leiter-ab-sturz, typischer Dekorateurenunfall, und die Spätfolgen momentan etwas behindert ( mit guten Aussichten auf Besserung, sowohl Bandscheibe als auch Knie, beides dauert eben nur ein bisschen ).
Als Frau, die es gewohnt ist ohne Hilfe aus zukommen bin ich zur Zeit mehr als froh eben diese in jeder Form von meinen Freunden und meiner Krankenkasse zu bekommen.
Nein ich motze nicht. Nicht über die Höhe des Krankengeldes, nicht über die Schicksalsfügung. Nur das ich nie Snowboarden werde, das zwickt mich ein bisschen.
Und die netten, älteren Damen, die auf der Straße meinen fragen zu müssen: Hüfte oder Knie? Klingt so ein bisschen nach: Brust oder Keule?
Man merkt, dass man nicht mehr als Twen durchgeht, wenn man an Krücken schwingt und die Leute nicht mehr fragen: Skiunfall? sondern: künstliches Gelenk? (innerlich raufe ich mir dann immer die Haare).
Und was mich wirklich aufregt, sind diese Jungmütter, die ihren Kinderwagen als Rammbock - ohne Rücksicht auf Verluste - einsetzen und mir schon ein-, zweimal im Vorbeirasen eine Krücke mitgerissen haben. *Dumme Nuss* ist meine Lieblingsbezeichnung für diese gehetzten Wesen  (gerade so laut gerufen, dass die so Bezeichnete es auch hört, aber theoretisch überhören kann), die mit ihrem Designer-Kinder-Transporteur die Straßen und U-Bahnen unsicher machen. Wer mir dann hilft ist meistens der junge Kerl, den man eher im Verdacht hat ein Gangster-Rapper zu sein. Schein und Sein sage ich da nur.
Wenn ich ein künstliches Gelenk bekäme könnte ich wenigstens sagen: hui: ich bin ein Cyborg. So bekomme ich *nur* das Bein begradigt, was genauso weh tut, aber nicht halb so chick klingt.
Na denn, es ist eben Montagmorgen, was erwarte ich? (Um ganz ehrlich zu sein: einen jungen, knackigen Kerl, der mir den Kaffee ans Bett bringt - *kicher*)

-gähn-



Sonntag, 10. Februar 2013

.... und wieder naht der Valentinstag

Als Kind hatte ich das Glück neben Amerikanern groß geworden zu sein. Heute mag man es anders sehen, aber in einem kleinen badischen Dorf war es etwas wie der Duft der großen weiten Welt.Und ich bekam alle Trends vor meinen anderen Freunden mit. Ich bekam zum 14. Februar immer leckere Praline in herzförmigen, rot glänzenden Schachteln und dazu herzallerliebste, kitschige Valentinskarten.
Als Patrick und seine Familie wegzogen war es das dann mit den Valtentinsgrüßen in meinem Leben - so mehr oder weniger.

Nun, ich bin aus den Kinderschuhen heraus und auch kein Teenager mehr.
Für mich würde ein Traum in Erfüllung gehen, wenn mein (im Moment nicht vorhandener Holder) und ich schon früh morgens an den Flughafen fahren würden, in der S-Bahn, ganz profan, um mit einem der ersten Flieger nach London zu fliegen, nur mit Handgepäck für eine Übernachtung, von dort mit der Tube  zum Leicester Square zum Tickethäuschen um Last Minute Tickets für ein Musical oder noch besser für eine Shakespearaufführung zu bekommen.
Es ist einfach aufregend nicht zu wissen wo man landet.
Danach eine Runde mit dem London Eye - den herrlichen Blick über London genießen, und die Zweisamkeit.
Jetzt wäre es auch schon Zeit für das Theater - perfekt wäre natürlich Romeo und Julia, oder ein Sommernachtstraum, aber auch eine Aufführung von The Ratpack wären passend.
Da es noch nicht zu spät wäre und es nicht so weit ist mit einem klassischen Londoner Taxi nach Kensington, einem sehr schönen Londoner Stadtteil mit vielen kleinen, feinen Restaurants, um den Tag mit einem tyischen englischen Dinner - die englische Küche ist viel besser als ihr Ruf - entspannt ausklingen zu lassen.
Und was gibt es dann schöneres als in diesem Stadtteil in einem kleinen, viktorianischen Hotel zu übernachten, um am nächsten Morgen ganz entspannt und mit einem Köfferchen voller schöner Erinnerungen zurück zufliegen?
Wenn man es rechtzeitig plant kann man das Ganze auch mit kleinem Geldbeutel bewerkstelligen.

Falls ihr denken solltet - huch, was ist denn mit der heute los, frisch verliebt? Das nicht unbedingt, aber eine Freundin hat mich auf eine Bloggeraktion von Expedia zum Valentinstag aufmerksam gemacht. Das Nette dabei: unter 200 Einsendungen werden 50 mit einem Gutschein von xxxxxx belohnt. Und damit könnte man ja einen Valentin.....

Auch wenn ich nicht bei den Gewinnern sein sollte: allein das Gedankenspiel mal wieder durch London zu ziehen hat mir Spaß gemacht. Aber der Gutschein wäre auch nicht schlecht :)

Vielleicht habt ihr ja ne Idee, was ihr so machen werdet - hinterlasst doch eure Idee im Kommentarfeld

enjoy -



Samstag, 9. Februar 2013

Abenteuer - mit Krücken durch den Schnee

Als ich heute morgen, nachdem mich mein roter Katzer Soleil, zärtlich - aber unererbittlich  aus dem Schlaf geküsst hat (immerhin nicht mehr um halb fünf, es hat mich Wochen gekostet ihn auf halb sieben zu trainieren) sah ich diesen Himmel. Ich bin auf dem Land aufgewachsen und Himmel= wissen welches Wetter hat Frau dann im Blut. Manche auch nicht. Eigentlich die meisten nicht. Auch egal. Wo war ich stehengeblieben? Ach ja, Himmelfarbe. Dieses helle, verwaschene Grau mit einem ganz kleinen Stich ins Blaue bedeutete nichts Gutes für mich Krückengänger, und dieses nervtötende Kratzen von Metal auf Stein und das begleitende Fluchen in allen Sprachen auch nicht.
Und auf den Leitungen, an denen in unserer Straße die Lampen hängen, kleine, weiße Gebirge.
Normalerweise liebe ich Schnee.
Alaska ist mein Traumland.
Einmal mit einem Hundeschlitten durch die kanadische Wildnis, ja, ich weiß, Alaska gehört zu den USA, und einen Mounti (ihr wisst schon: diese feschen Kerle in den beigen Reiterhosen, den roten Jacken und den lustigen Hüten) retten.
Ich stelle mir das gerade bildlich vor - mit einem fetten Grinsen im Gesicht.
Aber zurück zur Realität.
Ich bin nicht in Alaska oder Kanada.
Meine Schlittenhunde sind zwei verfressene Katzer (die, nach dem sie gefuttert haben, wieder friedlich schlafen).
In Stuttgart gibt es keine freilaufenden Mountis (nur meinen Schnee räumenden Vermieter ).
Hier liegen nur 15 cm und nicht 1,5 m Schnee.
Und last but not least: ich gehe im Moment an Krücken.
Nun, werden einige jetzt denken: dann bleib eben zuhause. Gerne, antworte ich dann: aber was mache ich mit den beiden hungrigen Stubenlöwen, die zuerst herzerweichend gucken, um, wenn das nichts hilft, kläglich zu mauzen, um dann meine Knöchel anzunagen? Mit Entsetzen hatte ich nämlich festgestellt, dass das Nassfutter der beiden Pelzkugeln alle war. Der zweite Entsetzenschrei entfuhr mir als ich aus dem Fenster sah.
Weiß.
Soweit das Auge reicht: weiß.
Zugeschneite Gehwege, Autos, tief vermummte Gestalten.
Mich, innerlich verfluchend, schnell anziehen, Krücken schnappen und zur Tür humpeln -es sah eher nach Flucht aus - war eins, die Haustür, ein Stockwerk tiefer zu öffnen, das andere.
Und da stand ich, vierbeinig, atmete tief durch und dachte: einfach Step by Step.
Nach den ersten paar Schritten fing es an Spaß zu machen und - ich rutschte weniger als alle anderen!!! Die Krücken gaben zusätzliche Stabilität.
Und der Weg zum Markt - ganze 500 m -  war in Rekordzeit geschafft. Für den Rückweg ließ ich mir Zeit, schaute noch bei Micha's  Lädchen vorbei (einem wunderbaren Zeitungs-, Zigaretten-, Krimskramsladen ), um farbigen Karton zukaufen und ein wenig zu *babbeln*, außerdem krault man automatisch seinen wunderbaren Hund,
Letztendlich war alles gut. Die Treppe zu meiner Wohnung ist auch kein Problem mehr. Da standen dann auch schon die beiden Futtervernichtungsmaschinen, plärrend, und ich ganz devoter Dosenöffner, als erstes in die Küche, um die Schalen zu füllen.
Nanu, dachte ich, wieso steht da nur einer? Und dann hörte ich das herzzerreißende, laute Gejammer im Treppenhaus: Soleil, der Vorwitzige, war mir doch tatsächlich zwischen den Krücken durch nach draußen entwischt und musste feststellen:
a) kalt
b) kein Futter
c) doof
Ich ließ ihn - natürlich - rein. Wie dankbar doch so ein Fellknäul sein kann. *Schmunzel*
Jetzt sitzen wir alle drei auf der Couch, zufrieden, und gucken den fallenden Schneeflocken zu. Ich bin etwas stolz auf mich, dass ich draußen war und werde heute nachmittag einen zweiten Ausflug wagen.

love it -




Freitag, 8. Februar 2013

One Billion Rising

Es ist erst wenige Wochen her, dass die grausamen Übergriffe auf junge, indische Frauen publik wurden.
Weltweit werden jeden Tag Frauen und Mädchen jeden Alters, Herkunft und Stand zu Opfern gemacht.
Die Initiatoren dieser Bewegung rufen auf dagegen friedlich ein Zeichen zu setzen.
Wenn ihr Zeit habt, dann macht mit.
Habt ihr keine Zeit, dann teilt die Veranstaltungen dazu.
Lasst uns Weibsvolk ein Zeichen setzen, welches nicht zu übersehen ist.
Die erste weltweite getanzte Demonstration:

one billion rising


Hier der Link zum Tanzkurs:
http://www.youtube.com/watch?v=Fwv16dtUvYM

Hier der Link zur Facebookveranstaltung Stuttgart:
https://www.facebook.com/events/429586127110559/

Hier der Link zur Facebookseite
https://www.facebook.com/OneBillionRisingStuttgart

Hier der Link zur Initative:
http://onebillionrising.org/

und hier der Link zur Stuttgarter Zeitung
http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.marienplatz-demonstration-am-valentinstag.e97887c1-55cf-4fd7-a8ba-a327be4898a3.html

Tanzt Mädels, tanzt!!

love it







Tischstaubsauger Ex-Freund

Gestern hatte ich versprochen etwas aus dem Handtäschchen zu plaudern. Praktisch ein virtuelles Kaffeekränzchen mit Eierlikör und Frankfurter Kranz. Oder Sekt. Oder Single Malt.
Als ich vor Jahren - tatsächlich begab sich diese schicksalschwere Begegnung im letzten Jahrtausend! - einmal auf der Freibadwiese lag und meine Gedanken und Blicke schweifen ließ setzte sich jemand auf. Mich traf der Blitz.
Was für ein Mann! Burt Lancaster wäre vor Neid erblasst. Heute weiß ich: ein wahres Prachtexemplar ( für einen Deppen).
Nun ja, Amor hat nicht nur einen Pfeil abgeschickt, er hatte den ganzen Köcher verschossen, mich hatte der Blitz getroffen, ich war hin und weg, kurz gesagt: mein Verstand setzte komplett aus.
Und das für mehrere Jahre. Auch als sich die Anzeichen mehrten - und im Hintergrund mein Verstand praktisch vor Wut Tapeten von Wänden fetzte - mein Herz liebte weiter, unbeirrt und ziemlich dämlich.
Heute weiß ich, dass wir vier Frauen waren, die sich diesen Mann teilten. Mein Glück: hätte er sich auf mich konzentriert wäre ich heute in der Klapse.
Nun die Anzeichen mehrten sich, dass wir nicht zueinander paßten.

ER: ordnungsliebend, SWR4 Hörer (Almöhi-Sender), pinkfarbene Poloshirts, Spießer vor dem Herrn, Gerber, erzkonservativ...
ICH: nur mühsam das Chaos eindämmend, Punkrock-Klassik, schwarz ist DIE Farbe, wertkonservativ, Tierschützer, Comic und Sifi Fan....

Auf alle Fälle war es nie langweilig. ( was soviel heißt wie: sie stritten Tag und Nacht und versöhnten sich ausgiebig).
Da ich nicht mehr die Jüngste bin ist er natürlich nicht der einzige Ex in meinem Leben, und um diese zu unterscheiden, ohne die Namen nennen zu müssen, bekommen sie Spitznamen, aus dies aus guten Grund. (Ich war an einem Abend mit einer Freundin unterwegs und wir trafen eben diesen Exfreund von mir, mir blieb nichts anderes übrig als beide einander vorzustellen, und sie fragte nach: *Etwa der ***** ?* und brach in schallendes Gelächter aus.......).

Die Spitznamen haben immer einen Bezug zu einer Eigenschaft, einer Macke,und dieser Mann war schon krankhaft ordentlich. Eines Nachmittags tranken wir Kaffee bei ihm und ich hatte Mamorkuchen mit gebracht. Als ich von meinem Stück abbeißen wollte, schob er doch tatsächlich den Teller in meine Richtung, mit der Bitte nicht zukrümeln. Ich *verschluckte* mich, Krümel gelangten in meine Luftröhre, ich hustete und hustete und hustete die Krümel über den Tisch.Und was tat er? Statt seiner erstickenden Holden zur Seite zu stehen wischte er die Krümel vom Tisch.
Begleitet von meinen erstickt klingenden Japsern und ungläubigen Blick.
Da ich ab und zu boshaft sein kann und sein Geburtstag ins Haus stand kaufte ich ihm - einen Tischstaubsauger!
Und freute mich diebisch auf seinen Gesichtsausdruck. Der Tag kam und er packte sein Geschenk aus. Ein überirdisches Leuchten zog über sein Gesicht, seine Augen wurden feucht und er stürmte jauchzend los, um seinen Schatz zu testen und mich verdattert zurück zulassen.

Zwei Wochen später erfuhr ich mehr über ihn als ich je wissen wollte, was in einer schallenden Ohrfeige auf der Straße endete (er überragt mich um anderthalb Köpfe, ich habe mir fast den Arm ausgekugelt als ich ihm die Ohrfeige verpasste) und mit mehreren Wochen Katzenjammers.
Dazu folgende Musik: http://www.youtube.com/watch?v=R-uW5jn8ltE
Heute lache ich, wenn ich an die Zeit denke.
Und immer, wenn ich einen Handstaubsauger in der Wohnung eines Mannes entdecke bin ich schneller weg als ein Blitz.

Meine beiden Katzer haaren ohne Unterlass und ich esse Kekse ohne Teller. Jawohl!!!

*krümel*







Donnerstag, 7. Februar 2013

Frühlingsfieber - Waschomat

Der Frühling nähert sich mit kleinen Schritten. Zwischen den Schneeschauern und dem Aufbäumen des Winters mit klirrend kalten Nächten hört man schon ab und zu einen vorwitzigen Singvogel trillern.
Alles jammert, alles stöhnt - wir wollen Frühling!. Überall hört man es, dabei ist erst Mittwinter. Und langsam, aber sicher, bröckelt unsere Abwehr.
Den ganzen Winter bin ich gut über die Runden gekommen, noch nicht mal ein richtiger Schnupfen. Als gestern sich ein diffuses Unwohlsein ausbreitete, dachte ich nur: oha, es wird doch nicht?
Und es wurde. Gegen halb fünf heute morgen wachte ich verschwitzt und zerzaust mit furchtbaren Halsschmerzen auf, das Atmen fiel schwer. Außerdem hatte ich absolutem Mist geträumt. Innerlich jammernd - ich habe keine Stimme mehr - tapste ich in die Küche, die Katzer ungewöhnlich ruhig. So viel trinken kann ich gar nicht, um den Hals zu glätten.
Wieder ins Bett und ein mummeln.
Ungewöhnlich: beide Kater machten heute morgen keinen Terror wegen Futter, sie sitzen da und beobachten mich mit ernsten Blick. Es wird doch nicht Schlimmes sein? fragt man sich da automatisch....
Und in einer halben Stunde wird mein Waschtrockner geliefert - seufz.
Kann man diese Bakterien wegwaschen?
Wohl kaum, die feiern in mir die erste Party des Jahres....

Ein paar Stunden später:
Die Katzer spielen Wärmflasche,vor dem Fenster tobt ein Schneesturm, im Badezimmer verwandeln sich die brettharten Stoffquadrate in flauschige Wohlfühltücher - befreit vom Katzer-Haar und ähnlichen Flussen. Ich habe noch Vanilleeis und Schokominzsoße, den Süßkramvorrat habe ich von einer lieben FB Freundin aufgefüllt bekommen (thx Esme), die Wallace & Gromit  DVD http://www.wallaceandgromit.com  liegt auf den Nachttisch ( ein Geschenk vom Freak-Ex. Nicht zu verwechseln mit dem Tischstaubsauger-Ex. Aber das ist eine andere Geschichte). (Und wenn ich die Geschichte euch erzählen sollte, dann sind natürlich alle Ähnlichkeiten mit noch lebenden Personen REIN ZUFFÄLLIG, garantiert NICHT beabsichtigt). (Aber ich könnte ihn besuchen gehen, so lange ich noch virulent bin... habe ich erwähnt, dass ich nachtragend sein kann? Nein, nun: jetzt wisst ihr es).

Es hilft alles nichts: eine der befellten Wärmflaschen will Futter und wedelt mir ständig mit ihrer Antenne vor der Nase rum. Dabei würde ich viel lieber weiter plaudern. Guckt doch morgen vorbei. Dann erzähle ich euch vielleicht vom Tischstaubsauger-Ex. (Na, schwitzt du schon Tom: du weißt: in den Augen einer Frau verjähren manche Dinge nie ;)  ......)

*Hust*