Freitag, 22. Februar 2013

Erst der Kater, dann der Kaffee....., aber den bitte heiß!

Kater lieben Baldrian, aber keinen Kaffee
Nein, nicht der Kater am Morgen danach, aber meine beiden Mitbewohner, jeweils auf vier Pfoten und mitunter etwas stimmgewaltig lassen sie morgens nicht locker bis ich ihren Hunger bediene. Während die beiden in die Küche flitzen tapse ich ihnen natürlich folgsam hinterher, aber der erste Griff geht an den Wasserkocher zum Einschalten. Mit der Zeit bekommt Frau mit den kleinen Bestien (das sind sie, wenn sie Hunger haben) Routine und sie sind schnell abgefüttert.
wie zu Omas Zeiten,
old fashioned aber lecker
Auch wenn es old fashioned klingt: mein Kaffee wird noch *handgebrüht*. Ein ererbter, echter Keramikfilterhalter von Melitta leistet mit seit Jahren treue Dienste und hat jede Kaffeemaschine überlebt. Also Kanne auf's Stöffchen, Papierfilter in den Halter und den stark gerösteten Kaffee portioniert. Meine Lieblingssorte von der kleinen Kaffeerösterei *Hochland* ist *Ratsherren*. Hier spare ich nie, lasse mir lieber kleinere Mengen mahlen. Nichts geht für mich über den Duft einer frisch gemahlenen Kaffeebohne. Mein Lieblingsparfüm sozusagen.Und das steigt mir auch wieder beim Aufbrühen des Kaffees in die Nase.
Während die beiden Fellnasen zufrieden ihr Frühstück verdrücken, kann ich in aller Ruhe den ersten Kaffee des Tages genießen. Heiß, stark und schwarz.  Die erste Tasse trinke ich meistens im Stehen, an die Küchenanrichte gelehnt.
Wenn es allerdings schnell gehen muss trinke ich auch einmal einen ganz profanen Schwarztee, allerdings eine englische Sorte *English Breakfast* und ich trinke ihn so stark und dunkel, mit Milch (in meinem Fall Reismilch, da ich als Fastveganer keine Milch trinke) und Zucker, wie es mir meine schottischen Kollegen beigebracht haben. Zugegeben: hier benutze ich Teebeutel, im *Piccadilly* hole ich mir immer einen Vorratspack, meistens von Twinings.
Und wenn es einmal ganz schnell gehen muss, dann gehe ich auch schon mal ohne irgendwas aus dem Haus. Aber die Kater werden immer gefüttert. Egal wie spät ich dran bin. Ich bin ja nicht lebensmüde.
Allerdings stürme ich an solchen Tagen entweder eine Filiale von Star**** oder CoffeeFe****, weil ich einfach ohne Koffein oder Teein nicht funktioniere.
Da darf es dann auch gerne eine Caramel Macchiatto sein, mit aufgeschäumter Sojamilch. Leider haben sich Milchalternativen noch nicht zu allen Kaffeebars rumgesprochen...... Ich hatte ja einen Thermokaffebecher aus Moskau mitgebracht, mit einer Matruschkapuppe darauf (ja ich weiß, Touristenkitsch ^^) , und der hat mir lange die Treue gehalten bis ich ihn einmal fallen ließ. Ein undichter Thermobecher ist etwas unpraktisch. Es tat mir richtig weh ihn wegzuwerfen. *seufz* Allerding habe ich in einem kleinen Teeladen einen sehr hübschen Becher entdeckt, den ich mir wohl gönnen werde-

Küchen-Blogparade bei KüchenAtlas: Heißgetränke
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Ansonsten gibt es ab Mittag nur noch Espresso, auch für meine Freunde, wenn sie nach dem Essen zufrieden auf der Couch herum lümmeln. Dafür habe ich eine Weiterentwicklung des typischen italienischen Espressokochers im Schrank. Es funktioniert eins zu eins wie das Original, wird aber wie ein Wasserkocher mit Strom betrieben. Allerdings verlasse ich immer die Küche, wenn das Wasser anfängt zu brodeln: bei einer Freundin flog uns einmal das italienische Original um die Ohren, samt brühend heißem Espressopulver und Wasserdampf. Wir blieben wie durch ein Wunder unverletzt, aber die Küche mussten wir komplett neu streichen. Ich betrete die Küche immer erst wieder, wenn ich das Klicken der Ausschaltautomatik höre und mich der unwiderstehliche Duft des Espressos ruft.

Zur Zeit gibt es leider keine Kater, keinen handaufgebrühten Kaffee und noch nicht einmal Espresso - sondern eine Plörre erster Sahne - ich bin im Krankenhaus und freue mich auf meinen Kaffee, meine Katzen und meine Couch.

*seufz*




1 Kommentar:

  1. Ich habe genau den gleichen Filter wie Du und finde den handgebrühten Kaffee einfach klasse. Grüße Uwe

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