Sonntag, 24. März 2013

Kleine Monster

Jeder von uns hat sie. Irgendwo. Manche tragen sie nur noch im Herzen. Manche nehmen sie mit ins Bett. Ich steige ohne das meine in kein Flugzeug. Meine Ice-Bat hat Flügel und wenn der Flieger abschmieren sollte, rettet sie mich. Oder so. So wie der kleine Teddybär jedes Monster besiegt, der sich zu nah an das Kinderbett wagt.

Etwas lädiert, aber heißgeliebt: die Icebat

Das ich nicht ganz in eine Schublade passe habe ich schon erwähnt, oder?
Nun ja. Jeder hat so seine Macke und meine fand ich in einem Schaukasten auf dem Kurfürstendam/Berlin (oder war es eine andere Straße?, ich weiß nicht mehr). Nein, nicht Urlaub und Städtetrip, sondern ein furchtbar stressiger Arbeitsevent meines Arbeitgebers (es hat auch Spaß gemacht) und weil wir langsam aber sicher den Lagerkoller bekamen, flüchteten wir in den Mittagspausen aus dem Laden und machten die umliegenden Fastfoodrestaurant und Läden unsicher.
Und da saß sie, in einem Dekoschaukasten und hatte mich sofort im Griff. Ich war fasziniert und fand dann die Adresse des Geschäfts. Sofort war ich auf dem Weg dahin, meine Kollegen mit. Ich fragte nach den *Puppen* und wurde an eine Wühlkiste verwiesen in der sich zig verschiedene Modelle des kleinen Filzwesens tummelten. Alle waren sie etwas besonderes, aber mein Model war nicht dabei. Also nachgefragt. *Die werden nächsten Monat nachgeliefert.* hieß es ungerührt. Ich fiel vom Glauben ab. Nächsten Monat? Da wäre ich wieder in Stuttgart und dieses kleine Monster würde nie in meinen Besitz geraten. (Heute würde ich es im Internet bestellen.)
Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich stur sein kann wie eine Fünfjährige, die bei -20°C ein Zitroneneis haben möchte? Oder wie eine Katze, die absolut NICHT in die Transportbox möchte, weil sie den Tierarzt über 100km riechen kann? Ich habe es nicht erwähnt? Nun, jetzt wisst ihr es. Ich kann.
Und wie ich gucken kann, wenn ich um etwas bettle, ist auch legendär.
Die Verkäuferin war nach 60 Sekunden überfordert und nach drei Minuten weichgekocht, turnte mit mir missvergnügt zum Schaukasten und befreite MEINE Icebat aus ihren Glasgefängnis. Fast erwartete ich ihr Herz klopfen zu hören. Meine Kollegen hatten ihren Spaß und konnten nicht fassen, dass man für ein Filztier um die 40€ ausgibt.
Im Flieger nachhause bekam sie sogar ihren eigenen Platz, wurde angeschnallt, aber die Stewardess von Lufthansa verstand keinen Spaß, als wir dreimal (eine Kollegin, ich und die kleine blaue Monsterfledermaus) Tomatensaft bestellten. Mit den Worten*Sie sind doch nur zu zweit!* verweigerte sie uns das dritte Glas. Kleingeister!!!!!
Meine Icebat ist in der Zwischenzeit Flugzeug und Waschmaschinen getestet, verfärbt und ergraut, aber ich liebe sie immer noch wie am ersten Tag. 
Da sie Katzen jetzt mein Bett teilen sitzt sie im Regal und *eifersüchtelt*. Aber da ist sie nicht alleine - Fortsetzung folgt ....

*Flatter*

1 Kommentar:

  1. Pass nur auf dass Deine Fellnasen Icebat nicht erwischen....

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