Freitag, 1. März 2013

..... Rescue me

Seufz. Nachdem einer der beiden Kater gestern meinte die geklammerte OP Wunde als Sprungbrett zu nutzen (ich berichtete) und ich danach mich beim Duschen rächte, stellte ich später entsetzt fest, das unter der Schutzfolie irgendetwas vor sich ging. Es sabberte etwas. Also heute morgen gleich zu meinem Orthopäden. Das gleich war ein Abenteuer mit der U-Bahn, da um diese Zeit Schüler und Rentner die Reise nach Jerusalem  spielen und ich als Teilzeitkrüppelinchen da nichst verloren habe. Es fängt ja schon an, dass man in dieser göttergleichen Metropole Stuttgart( S21 Fraktion) manche Bahnen nur durch das heldenhafte Überwinden etlicher Stufen oder durch km lange Umwege erreicht - nun ja, ich als um sieben Uhr die Krücken gesattelt und los gehumpelt war, Fahrschein gezogen hatte und dann versuchte ich mich mit in die völlig überfüllte U-Bahn zu quetschen. Zwei türkisch stämmige .Mitarbeiter der Stuttgarter Müllentsorger erkannten mein Problem und verschaften mir Platz und Halt bis ich umsteigen musste. (Danke Jungs).
Die nächste Bahn kam und ich erwischte sogar einen Sitzplatz bis -bis sich eine resolute Rentnerin vor mir aufbaute und meinen Platz einforderte. Ich saß ja auf dem *Kreuz*platz - mit Krücken - und ich freches Ding verweigerte ihr den Zugriff. Die Dame wurde zickig und unflätig, war nicht zu Beruhigen bis - ja bis ich einfach das Hosenbein hochzog und die 27 Metallklammern zeigte die von einer rötlichen Flüssigkeit umspült wurden.... die Alte gab klein bei und um mich waren alle neugierigen Gaffer etwas käsig im Gesicht. (innerlich feixte ich).
Pünktlich um acht trudelte ich beim Doc ein nur um gleich wieder gehen zu dürfen.
Ab in die Klinik. Ich stinkig wie ein Stier vor dem roten Tuch wieder zur Bahn. Es war halb neun, Anruf in der Klinik, zweimal verbunden  - kommen Sie um elf, einer der Stationsärzte sieht es sich an.
Es war halb neun. Wenn ich jetzt heimfahren würde, würde ich um ca viertel nach neun ankommen und müsste um zehn wieder los und insgesamt 6x ein-, um- und aussteigen. Kurzes Überlegen, kurz zur Post gekrückt, Geld gezogen, wieder zurück gekrückt und direkt zur Sportklinik durchgeheizt. Und da kam ich dann 40 Minuten später, brettfertig, an.
Anmeldung war gleich erledigt, *hey, wieder da?* *nur kurz* und ab in die Cafeteria im vierten Stock, erst einmal gemütlich frühstücken. Danach kam ich praktisch gleich dran. In einem Behandlungszimmer schaute sich das Dilemma erst einmal eine Arzthelferin an, zog die Folie ab, reinigte die OP Narbe und desinfizierte sie neu. Wir fachsimpelten (Katze auf das Bein hüpf, danach duschen, dann Sabber = wahrscheinlich Riss in der Folie) und lästerten über Katzen (sie hatte Greys Haare an meinem Pulli entdeckt), als der Arzt kam und sich das ganze genau ansah und behutsam abtastete.
*Sieht nicht nach Infektion aus, die Folie war wohl nicht dicht* (wissender Blickwechsel zwischen mir und der Krankenschwester). Und der Satz: *Falls sie Fieber bekommen SOFORT anrufen.*
Aye aye Käpt'n!
Um halb eins war ich dann selig zuhause (nach 40 min Fahrt und einmal umsteigen) und liege seit einer Stunde mit den Tigern im Bett.
Aber ich muss noch zur Physio, es hilft nicht... aber da kann ich zu Fuß hin kruecken......

*klonk -klapper - klonk*

Kommentare:

  1. Auf in den Kampf Torero!

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  2. Boah, Du hast ja Nerven. Ich wäre längst mit dem Taxi gefahren. Das muss doch eigentlich die Versicherung zahlen, wenn Du da mit den Gehhilfen rumhüpfst.

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