Donnerstag, 4. April 2013

Das Pech oder: Shit happens

Das Pech;
wenn es dich liebt 
dann klebt es sehr
denn das Pech
es liebt dich sehr
wenn es an dir klebt
M.K.

Oh, oh denkt jetzt mancher bestimmt, da kommt nichts Gutes. Und das dachte ich auch, als gestern die Ärzte  die Röntgenbilder ansahen, dann sich und dieser Blick ließ mich aufmerken, als dann der eine sagte: *siehst du das da?* schrillten alle verfügbaren Alarmglocken gleichzeitig los. Das was ein Höllenlärm.
Dr B. ist nicht nur ein guter Orthopäde, sondern auch ein Mensch der einem nicht so gute Nachrichten so vermittelt, dass man nicht gleich zusammenbricht.
 Innerlich schrie ich schon die Ganze Zeit und versuchte irgendetwas an den Innenschale meines Schädelknochens zu zertrümmern.
Wie es geschah, weiß ich nicht, aber was schief gelaufen ist weiß ich jetzt und morgen um diese Uhrzeit werde ich wieder in tiefer Narkose liegen und noch einmal operiert-
Warum das denn?, werden sich jetzt einige fragen... Oh Mann, ich kann es noch gar nicht glauben, dass so ein Misst passieren kann: meine Knochen haben die Schrauben nicht gehalten und die Platte, die den künstlichen Bruch und den Spalt offen halten sollte, hat es regelrecht weggedrückt. Der Oberschenkelknochen sitzt wieder aufeinander, zusätzlich hat er sich nach vorne verschoben. Klingt nicht gut, seid froh, dass ihr das Röntgenbild nicht gesehen habt.
Schuldzuweisungen sind überflüssig, es kann viele Ursachen haben und wie gesagt: Shit happens.
Und dann kam der Satz: *Das muss sofort operiert werden* -ich glaube  da wurde ich dann richtig blass.
*Am besten sofort morgen*.
Nochmal die ganze Sache von vorne, nur wird diesmal der Spalt mit Knochenmaterial aus meiner Hüfte *aufgepolstert*, eine längere Platte mit mehr Schrauben und einer längeren Narbe. Frau gönnt sich ja sonst nichts....
Irgendetwas in mir stand auf und lief schreiend davon. Ich wäre gerne mit, aber irgendwie versagten mir die Beine den Dienst.
Alles andere war Routine, die Wege kannte ich ja schon -Richtung Röntgenabteilung, zur Ambulanz zwei, weiter zur Narkoseärztin, die sieht mich, stutzt, und ich: *Sie haben mich vor 6 Wochen schon einmal aufgeklärt, die Schrauben sind raus gebrochen.*
Irgenwie hatte zu diesem Zeitpunkt schon das Gefühl in einem absurden Traum zu sein. Ich hatte ja geschrieben, dass ich mir Nichts brechen würde, um nochmal hierher zu kommen.
Mist.
Um ein Uhr war ich in der Klinik angekommen, um halb fünf verließ ich sie, untersucht, durchleuchtet, aufgeklärt, mit einem Termin versorgt und ziemlich am Boden -
gurkte quer durch die Stadt, per U-Bahn und immer noch an Krücken, eine Überweisung holen.
Heute habe ich noch jede Menge *Krempel* zu erledigen.
Unglaublich war gestern die Resonanz meiner Freunde: die stehen auf der Matte, wenn es brennt, mit Feuerlöscher und Rotwein, Chips und Umarmung, die die mich kennen und verstehen, wissen dann, dass ich wie eine verletzte Katze reagiere, fauche und kratze, weil sonst mein Schutzschild zusammenbricht und ich heulend auf der Straße stehen würde. (Danke Martin für das Küsschen und Frank für die spontane Heimsuchung).
Das Heulen kam auch noch genügend zur Geltung, meine Kater hatten ein nasses Fell - seufz.

Aber etwas Gutes hat das Ganze:
Ich muss mir nicht selber diese Mistspritzen setzen. Und ich werde den Krankenpfleger Swen etwas nerven ----

autsch

Kommentare:

  1. Das ist ja wirklich ganz blöd!
    Aber diesmal wird es bestimmt gelingen.
    Alles Gute an Dich!
    Sabienes

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