Donnerstag, 25. April 2013

Lecker essen in Stuttgart II - ein kleines bisschen Japan

Das letzte mal habe ich euch zu Adam und Körle entführt, bzw ich wurde dorthin eingeladen und ich habe euch jede Menge Bilder mit wunderbaren Essen gezeigt. Lecker war es.
Aber manchmal will man nicht *groß* essen gehen, aber man hat Hunger, man hat es ein wenig eilig, vor allem mittags, man will nicht in eine der großen Ketten - und Fast Food ist eh out.
Und nun?
Wie wäre es einmal mit Japanisch? *Wie, Sushi, ist doch nichts besonderes (mehr)!* höre ich einige sagen. Nun - es geht auch nicht um Sushi, sondern um echte *Hausmannskost* - und den kleinen Laden, den mir Dora zeigte ist es was ganz besonderes, so wie der Wirbelwind, der ihn betreibt:
Das SoyoSoyo.

Das Haus, in dessen Kellergeschoss sich der Imbiss befindet, ist gerade von einem Gerüst umrankt und nie im Leben wäre ich auf die Idee gekommen, dass sich jemand mit dem Pizzaexpress, die Küche und die Ladenfläche teilt.
Die erste Überraschung ist die Eigentümerin und Köchin: eine junge Japanerin, in einer lustigen Karoschürze und einem Polkadots-Kopftuch, zu den Jeans und T-Shirt sehr stylisch. Ihr Lachen steckt ab dem ersten Moment an. Und sie heißt Scheiffele mit Nachnamen.

Frau Scheiffele

HÄ?
Jawohl, und nein, sie ist nicht mit einem Deutschen verheiratet, sondern mit einem Japaner, aber das ist eine andere, aber sehr lustige Geschichte.
Also jetzt sind wir hier, in einem Imbiss, in dem man einerseits Pizza bekommen kann - oder aber echte Bentos. Und eine Japanerin, lustig verpackt mit einem schwäbischen Namen ( nein die könnt ihr nicht mitnehmen) . Das alleine wäre schon ein Grund zu ihr zu pilgern.
Aber dann würde man etwas außer acht lassen: das Essen. Lecker. Ich dachte bei Japan auch immer nur an Reis und Sushi und Walfleisch. Und dann wurde ich eines Besseren belehrt:

Die Menükarte
Im Angebot sind immer 3 Menüs, wöchentlich neu, mit einer genauen Beschreibung was sich in der Bentobox befindet. Ein Gericht mit Fleisch, eines mit Fisch und ein vegetarisches. Aber nicht genug: zu dem Essen bekommt man eine Notiz, in der alles noch einmal erklärt wird und gleich noch etwas Wissenswertes über das Essen.
Jedes Menü kostet incl. Getränk 7€ und ich finde den Preis mehr als fair.

Das vegetarische Bento
Was mich schon beim ersten Besuch überrascht hat: man isst die Bentos traditionell kalt. Etwas gewöhnungsbedürftig, aber wenn man sich darauf einlässt erfährt man einen Gaumengenuss der etwas anderen Art. Es ist auch so nett, weil man etwas über die Kultur erfährt -in einem zwanglosen Gespräch, ohne die übliche *Gastronomie-Atmosphäre* Es ist fast so, als würde man in der Küche einer Freundin rumhängen, gemütlich einen Happen zusammen essen und dann wieder in die eigenen 4 Wände zurückkehren.
Satt, zufrieden und unterhalten.

KAWAII !! Japanisch für *süß* im Sinne von niedlich.
Liebevoll handbemalte Gläser und Schüsselchen aus Japan
Martin, mein Begleiter, erzählte uns noch von dieser asiatischen Comicfigur, einer Roboterkatze, die es in Deutschland aber leider nicht zu sehen gibt, aber im asiatischen Raum wohl so berühmt ist wie bei uns die amerikanische Maus mit den lustigen schwarzen Ohren.

Ach ja: der gebrannte grüne Tee war eine Offenbarung. Ich kannte bis dato grünen Tee nur anders. Frau lernt nie aus. Und das nächste mal kaufe ich mir das Hand bemalte Glas mit der Katze (Neko) drauf.
Als wir aufbrechen wollten kamen zwei junge Japanerinnen, mit einem 7 Wochen alten Baby, herein.
 Das kleine Baby absolut *kawaii*, *cute*, süß. Und Japanisch klingt sehr melodiös - und lustig. Für mich als Europäerin zumindest.

Liebevoll erklärt was Soyosoyo bedeutet


Domo arigato, Frau Scheiffele, bis bald.

*verneig*




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