Donnerstag, 30. Mai 2013

Die kleine Leica - das Geschenk meines Bruders


Wie die meisten Menschen, der heutigen Zeit, knipse ich mit meinem Smartphone oder mit meiner kleinen Kompaktkamera von Canon. Und mit beiden bin ich auch ganz zufrieden. Nur mit der Auflösung ist es eben nicht immer so. Aber ich machte mir keine große Gedanken, aber hing schon mal vor einem Fotogeschäft und bestaunte die edlen Kameras mit den unglaublichen Preisen.
Und als letztes Jahr der Anruf kam, dass mein ältester Bruder unvermutet, unvermittelt und auch viel, viel zu früh verstorben war, dachte ich bestimmt nicht an eine Kamera.
Nach dem ersten Schock ereilt einen die Realität und der Alltag.
Meine Geschwister und ich standen vor der Aufgabe seine Habe zu sichten, und auch, mit einem Kloß im Hals und Tränen in den Augen, sie unter uns aufzuteilen. Uns war nicht wohl in der Haut, aber irgendwie war es dann ganz klar, wer was nehmen würde. Es wurde nicht gegeneinander aufgerechnet.
Mein Bruder war Grafiker der alten Schule, eigentlich Drucker, er hatte noch Bleibuchstaben gegossen, heute gibt es das kaum noch, als er in der Ausbildung war, durfte ich ihm einmal über die Schlter gucken. Aber in seiner Freizeit zeichnete er. Und fotografierte. Meine beiden anderen Geschwister sind ja eher die Musiker - ich lasse das lieber, das Singen.
Seine Zeichensachen gingen also an mich, da ich die einzige bin, die sie auch wirklich benutzt. 
Als ich sie zusammenpackte nahm ich ihn praktisch mit mir mit.
Wenn ich jetzt eine Grafik anfertige oder eine Bleistiftskizze mache ist er manchmal bei mir. 

Die Kamera ist ein bisschen wie mein Bruder, etwas old fashioned. Befreundete Fotobegeisterte haben mir gesagt, dass ich da ein kleines Schmuckstück hätte. 


Man sieht es schon auf diesen Bild - sie ist ein ganz schöner Klopper, auch schwer und sieht sehr Retro aus. Ist sie auch. Aber man sagt über sie, dass sie als Digitalkamera fast an eine Spiegelreflex ran käme. Irgendwie passt das auch wieder zu meinem Bruder. Immer schön tiefstapeln.


Nicht nur die Liebe zum Malen, zum grafischen Gestalten, wobei er viel technischer war als ich  es bin, sondern auch unsere Vernarrtheit in Katzen, verbindet uns. Also werde ich meine beiden Tiger mit der Leica ablichten. Ihm hätte das bestimmt gefallen.

Noch schläft die Kamera, aber sobald ich wieder einigermaßen laufen kann, werde ich ihn besuchen und eine Fototour machen,.

Brüderchen, ich vermiss dich.


Mittwoch, 29. Mai 2013

Kater? Pennratten!

Mein Bett war einmal mein Prinzessinenreich. Jetzt muss ich um jeden Quadratzentimeter kämpfen. Mit den zwei süßesten Mietzen, die je meinen Weg kreuzten.


Nachts werfe ich sie manchmal im hohen BoGen aus dem Bett, was die beiden im ersten Moment nervt, aber nach einer halben Stunde merke ich, wie die Matratze wieder einsinkt und sie sich an meine Beine schmiegen.
Aber auch tagsüber machen sie sich auf dem Bett breit, einzeln.... und in den seltsamsten Stellungen:



oder aber zu zweit, als beste Kumpels:


Egal wie, die beiden sind einfach Zucker.
Ich weiß nicht, was ihr jetzt macht, aber ich lege mich mal hin....

Dienstag, 28. Mai 2013

Nix Muh - grüne Kuh !

Lactose intolerant? Oder einfach geschmacklich nicht *in der Spur*? Oder vegan? Egal warum, wer eine Milchalternative sucht wird fündig. Ich hatte ja auch schon über Mandelmilch geschrieben. Aber die ist mir für den Kaffee zu schade und ich habe mir gedacht, dass es noch mehr Menschen gibt, die aus den unterschiedlichsten Gründen auf bestimmte Produkte verzichten möchten, und für die möchte ich hier ein paar Alternativen aufzeigen. Diesmal noch einmal Alpro und Schlagfix, aber die nächste Zeit werde ich euch auch Alternativen von anderen Firmen aufzeigen.
Also heute noch einmal Alproprodukte, zuerst der Sojadrink, hier meine Favoriten:


Die frische *Milch* trinke ich wie früher die Kuhmilch, kalt, direkt aus dem Kühlschrank, zu Cookies und co oder mache Skakes damit, die *haltbare* ist um Puddings zu kochen oder für den Kaffee. Aber beide sind vom Geschmack her wirklich gut, wer sich durch diverse Sojadrinks probiert hat, kann ein Lied davon singen, was es für geschmackliche Verirrungen gibt.
Das schöne an Sojadrinks ist - man übersäuert nicht.
Jetzt hat man die Milch, und nun? Was ist mit Joghurt und Verwandte? Beim Käse kann ich euch nicht helfen, ich habe noch nichts gefunden, was mir schmeckt, egal was mir meine veganen Freunde alles als Käse verkaufen wollen. Bei den meisten *Analogkäsesorten* muss ich den Drang unterdrücken mir hinterher mit einem Reibeisen die Zunge zu schrubben.
Noch habe ich Hoffnung: es gibt noch eine Firma, deren Produkte ich noch nicht getestet habe.
Nein, ich esse nicht oft Joghurt, aber manchmal überkommt es mich und dann möchte ich auch einen essen und nach diversen Selbstversuchen blieb ich an folgenden hängen:


Es gibt noch andere Sorten: Vanille, Pfirsich, Heidelbeere - ALLE lecker.
Es heißt auch nicht Joghurt, sondern Sojaghurt.
Jetzt kommen bestimmt wieder einige an und rufen: gentechnisch verändert. Nein Alpro garantiert, dass nur nicht gentechnisch veränderte Soja verwendet wird. Man kann es glauben oder lassen und jeder kann für sich selbst entscheiden.
Mir schmeckt's und ich hoffe mal das Beste.
Und was macht man auf den Erdbeerkuchen? Oder auf das Schokoladeneis (das aus Lupinien hergestellt wurde, also auch milchfrei ist) ? Oder auf die Erdbeeren pur? Was rührt am in den Vanillepudding, um ihn cremiger zu machen?
Die Lösung:


Das Zeugs ist der Hammer und lässt sich wirklich gut *schlagen*,  man bekommt es auch überraschenderweise im Kaufland - oder war es Marktkauf? Ich weiß das nie, aber wenn ich es sehe, dann nehme ich immer gleich einen ganzen Karton mit ----- nicht aus Gier, sondern, weil ich nie weiß, wann ich mal wieder in so einen Riesenladen zum einkaufen gehe.

Ich hole mir mal einen Cookie und eine Glas *Milch*

*knusper*

Montag, 27. Mai 2013

Omas wilde Maschen

Grannys werden ja die bunten Vierecke genannt, aus denen sich die altbekannten gehäkelten, bunten Decken zusammensetzen, die man ganz gerne bei Omas findet und wenn man Pech hat bekommt man sie geschenkt.
Allerdings habe sich die Omas, die Grannys und die Decken verändert. In Stuttgart gibt es sogar einen kleinen Laden, der Omas Maschen verkauft. man bekommt auf Bestellung  sogar Handyhüllen mit dem Emblem seiner Lieblingsmannschaft gewirkt, geknöppelt, gestrickt oder gehäkelt. Klickt auf den Link und ihr findet die Adresse.
Die Idee hat was: ein findiger Enkel, der immer mit Maschen beglückt und anschließend von seinen Freunden beneidet wurde, machte ein Geschäft daraus - die Omas habe wieder was zu tun, er einen kleinen Laden und viel glückliche Kunden besitzen kleine, stylische Dinge.
Nein ich möchte den Omas keine Konkurrenz machen, aber meine Wollreste sollen nicht nur als Spielzeug, komplett verfilzt, für die Katzen enden. Irgendwann fing ich an, und immer, wenn ich Reste habe, werden sie verwurstet - äh, vernadelt. Das schöne dabei: ich *entwerfe* Muster, probiere aus und wenn mich die Lust verlässt, verstaue ich alles wieder.

Gestrickt und gehäkelt, Wolle, Baumwolle, komplizierte Muster und einfache Maschen


Ein altes Musterbuch gibt einiges her
Wann die Gannydecke fertig wird? Keine Ahnung. Aber wenn ihr Wollreste habt, meldet euch, ich kaufe sie euch ab.

Es werden eher zwei Decken, eine in Rottönen eine eher blau


Eine rechts, eine links, eine umgedreht, eine fallen lassen .....



Samstag, 25. Mai 2013

Buntes Blätterrauschen - neue Magazine am Markt


Ihr kennst das sicher auch, man weiß, dass man an einem Tag mehrere Warteschleifen haben wird und möchte weder Buch, noch Häkelzeug einpacken, aber auf dem Weg zur U-Bahn triftet man noch einmal in den Kiosk seines Vertrauens ab und sichtet die Magazinständer.
Das erste Magazin, das Päng war eine Empfehlung von Micha, dem freundlichen Kioskbesitzer mit dem allerliebsten Labrador der Welt.


Es überraschte mich - und das ist nun wirklich nicht leicht - durch die Aufmachung und die Artikel. Von Kunst, Literatur, Auslandsreportagen, Musik. Auf nicht glänzendem Papier gedruckt, mit Fotos versehen, die überhaupt nichts mit Brigitte und Co (Nichts gegen Brigitte und Co!, war nur als Vergleich gedacht) gemeinsam haben, stilvoll, anders, fast avantgardistisch anmutend, im Trend der Zeit ohne Yuppie zu sein.
In diesem Magazin versank ich im Zimt und Zucker und schmökerte still vergnügt, bis meine Verabredung reinschneite. Viel zu früh wie ich dachte. Das Heft habe ich immer noch in der Tasche - ich bin ein Warteraum-Magazin- und Badewannen-Bücher-Leser. Bücher gehen auch im Bett und auf dem Sofa, Magazine - das funktioniert nicht, außer im Zug, in Warteräumen, an Bushaltestellen, dann verpasse ich auch einmal einen Bus oder Zug.

Das zweite Magazin, um das es geht, Deli,  ist eine *Essheft* der anderen Art. Der Titel zog mich an. In einem Deli hatte ich in NY immer gefrühstückt und seitdem war ich von dieser Art von Lokal komplett infiziert. Und da lachte es mich in Pink an und unter dem Schriftzug die Abbildung eines Salates, die mir sofort ein heftiges Hungergefühl verschaffte. Deli ist eine jüngere Ausgabe oder Tochter, oder wie auch immer ihr es nennen wollt, von Essen und Trinken.



Die Rezepte sind lecker, jung, gesund, ansprechend. Und nicht nur die. Es gibt Rubriken, wie *Selbermachen* - witzige Dinge aus Konservendosen oder Fischkonserven (wer es mag),  Geschenkanhänger für Selbsteingekochtes, Gastroguide. Im Prinzip gibt es das schon. Aber nicht so poppig und ansprechend präsentiert. Schritt für Schritt Anleitungen für kompliziertere Gerichte.
Alleine beim Durchblättern eben bekam ich schon wieder Hunger, also keine Zeitschrift, die man lesen sollte, wenn man auf Diät ist.
Beide Magazine werden ab sofort regelmäßig gekauft und gelesen.

Ich gehe mal in die Küche und mache mir Nudeln, sonst verhungere ich.



Freitag, 24. Mai 2013

Alle reden über das Wetter -

ich jetzt auch.
ein farbenfroher Frühlingshimmel sieht anders aus 
 - Der macht ja ein Gesicht wie sieben Tage Regenwetter - die Eisheiligen - die Schafskälte - der trübste Winter seit über 50 Jahren -

Und schon geistern die ersten Verschwörungstheorien durch das Netz die Klimaerwärmung wäre eine Lüge der Nato. Ja klar, und ich heiße eigentlich Mamsel Christmas und habe einen Puschelschwanz und pelzige Ohren.
Das Wetter hier in Stuttgart, und wahrscheinlich auch in anderen Gegenden der Republik, macht einen an der Seele krank. Da hilft es auch nichts, wenn die Meteorlogen uns sagen - aber der Natur tut's gut.
Da rutscht einem dann leicht ein *F#ck the nature* raus und man fragt sich, ob man selbst denn nicht zur Natur gehört. Licht an, sage ich euch, Und irgenwie trotzdem raus. Oder doch nicht raus?
Der beste Spruch zum derzeitigen Wetter:
Der kleine Oktober möchte aus dem Mai abgeholt werden.
In der Zwischenzeit wurde aus dem Oktober ein November, da die Temperaturen auf unter 10°C gefallen sind. In Mecklenburg freut sich alles, wenn es regnet und hier im Süden saufen wir ab.
Ob ich jammere? Aber hallo! Und wie ich jammere! Versucht mal mit Krücken einen Regenschirm zu balancieren. Geht nicht? Tja, deswegen jammere ich ja. Und meine zwei Kater hängen auch nur noch am Fenster und starren trübsinnig hinaus.

Strandpromenaden im Regen,  nun ja.....

Ich müsste da raus und einkaufen gehen. Ich müsste dieses, jenes und auch noch anderes. Und alles da draußen. Da wo es gerade nass, kalt und ungemütlich ist.
Ich will nicht. Die Krücken sind so hinderlich, wenn man durch die Straßen schwimmt.
Und ich sehe schon die Sale Schilder in den Kaufhäusern hängen - 50% auf alle Sommerartikel. Dafür steigen die Preise für Regenschirme ins Unermessliche.
Nun ich will nicht übertreiben, der Sommer hat noch gar nicht angefangen, und wir können auf einen sonnigen Herbst hoffen.
Sonne?
Was ist das?
Okay, ich übertreibe wirklich maßlos...
Was mich allerdings bedenklich stimmt, dass mein Nachbar angefangen hat, im Hof ein Boot zu bauen.
Ich gehe mal nachsehen, was meine Taucherausrüstung macht....

*platsch*

Donnerstag, 23. Mai 2013

Nicht schon wieder....

Wer kennt das nicht: einen Tag nach der Garantie gehen dem Fernseher die Lichter aus, die teure Energiesparlampe ist ein Fall für den Sondermüll und der Kühlschrank kocht das Gemüse.
 *Obsoleszens*
Meine alte Waschmaschine von *Privileg* hielt ganze 18 Jahre durch, zwar tanzte sie die letzten zwei Jahre leichten Stepp durch das Badezimmer, aber nie so weit, dass die Schläuche rissen oder irgendetwas kaputt ging. Ja sie war laut zum Schluss und ich betrat nicht mehr das Badezimmer, wenn sie schleuderte, und das sie nicht mehr ganz so weiß wusch.....aber 18 Jahre?
Mein neuer Kühlschrank hielt knapp länger als die Garantie. Ich kam aus dem Urlaub und als ich ihn öffnete fiel ich fast in Ohnmacht. Wie das stank! Alles vergammelt, verschimmelt und fast wieder auferstanden zu neuem Leben.
Die neueren Modelle verabschieden sich ja gerne kurz nach Ablauf der Garantie. Man kann ja sogar eine verlängerte Garantie kaufen.
Das erste Mal, dass mir der Verdacht kam, dass etwas nicht in Ordnung sein könnte, war als ich mir mein geliebtes UMTS Handy, dass sich nach vier Jahren verabschiedete, über Freunde und Internet gebraucht nachkaufte. Für einen Apfel und ein Ei, wie man so schön sagt. Ich habe leider kein Foto von ihm, aber ich war eine der wenigen Personen, die bei der WM in Deutschland die Spiele auf ihren Handy mitverfolgen konnte (heute nichts besonderes mehr, zu diesem Zeitpunkt standen selbst die Anzugsträger am Mannheimer Bahnhof in meiner Nähe.....), nun ja. Nach vier Jahren kam das Aus. Und was soll ich euch sagen: alle nachgekauften Geräte gingen praktisch nach sehr kurzer Zeit auf die gleiche Art kaputt. Zufall?
In der Zwischenzeit ist nachgewiesen, dass Druckerpatronen nach einer bestimmten Anzahl von Ausdrucken melden sie seien leer, obwohl sie noch genug Tinte enthalten, der Drucker macht sich auch vom Acker, wenn er eine bestimmte Anzahl Blätter eingezogen hat, Smartphones schalten sich ab. 
Der berühmteste Fall war ja der vom Äpfelchen: im iPod kann man die Akkus nicht wechseln, und die gingen nach 18 Monaten kaputt. Alle. So gut wie alle. Eine Anwältin bekam Wind davon und verklagte den Konzern. Man einigte sich und die Akkus gehen jetzt nicht mehr nach 18 Monaten kaputt.
So etwas macht mich sauer. So etwas macht mich wütend. Und nicht in erster Linie deshalb, weil uns unnötig Geld aus der Tasche gezogen wird, sondern weil wir in einer Zeit, in der die Rohstoffe knapp werden und wir unseren Planten vermüllen, auf Halde produziert wird.
Eigentlich wollte ich mir das neue Smartphone von Samsung holen, aber.... dann dachte ich: nein. Im Juli läuft der Vertrag aus und das kleine Samsung Ace gehört mir. Es reicht für meine Bedürfnisse und nächstes Jahr kommt wieder ein neues, besseres, was weiß ich, auf den Markt. Hiermit starte ich meinen persönlichen Test: wie lange überlebt mein kleines Smartphone?
Diesen Artikel tippe ich übrigens auf dem ausrangierten Laptop eines Freundes, der Akku war kaputt und die Tastatur hielt nur noch mit viel Tesa und gutem Willen. Ein Bekannter, der Laptops repariert, richtete mir alles für einen absolut fairen Preis und jetzt arbeitet das Acer wieder wunderbar.
Während mein neueres Toshiba keucht und einfach abstürzt, wenn ich ein, zwei anspruchsvolle Programme parallel laufen lasse, schnurrt sich der alte Laptop durch, wie ein Kätzchen, dem man den Bauch krault. Es ist keine Schönheit, es ist eher ein Schlepp- als ein Laptop, aber es ist schnell und ausdauernd. Mein persönlicher Muli. Design ist nicht alles.
Natürlich bin auch ich heiß auf neue Geräte, auf Neuerungen und es ist fantastisch, was die neue Generation Smartphones leistet, aber zu welchem Preis?
Achtet trotzdem mal darauf was bei euch wann wie kaputt geht und googelt einfach mal zum Spaß Obsoleszens. Ihr werdet euch wundern.

Was scheppert da im Badezimmer?

Mittwoch, 22. Mai 2013

Damals.....

...war alles besser? Falsch! Also ich wollte nicht noch einmal alles das durchleben,... da gruselt es mich. Aber wenn man die alten Fotokisten durchkramt - nun, dann kann man schon etwas wehmütig werden --- so etwa bei Fotos, auf denen man nicht nur mindestens 20 kg leichter aussieht, sondern es auch ist. Und dann ärgert man sich, dass man die Fotos nur auf Papier hat. Das Ärgern gehört nun auch der Vergangenheit an, denn ich bin in der Zwischenzeit, naja schon etwas länger, die stolze Besitzerin eines Kombigerätes von Brother: Scannen, Kopieren und Drucken. Alles in Farbe. (Der Typ vom Mediamarkt wollte mir weiß machen, dass Einzelfarbpatronen schlechter sind Kombipatronen. Mittlerweile habe ich das Magentarot und das Was-weiß-ich-wie-die-das-nennen-Gelb ausgetauscht, aber das Blau und das Schwarz halten ewig).
Aber ein Gerät haben und es nutzen sind zweierlei Paar Stiefel und an einem langweiligen Sonntag fing ich an einzuscannen. Und war enttäuscht. Seht selbst:

wenig Bild und gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz viel weiß.
Hm. Und jetzt?
Gut, dass mir der Kronleuchter aufging. Sabine vom Liebstöckelschuh hatte mir mal einen Tipp gegeben - ein kostenloses Bildbearbeitungsprogramm, welches mich am Anfang fast in den Wahnsinn trieb. Aber einem geschenkten Gaul guckt man bekanntlich nicht ins Maul und also kramte ich auf meinem PC rum, bis ich das Programm wieder gefunden haben. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen:
Klein Kokelores als holde Blumenmaid
Ganz aufgeregt machte ich weiter, und was aus dem kleinen Blumenkind wurde, könnt ihr hier sehen:

Kokelores (Mitte) goes Fashion
Kurzsichtig wie ich war (ohne brille praktisch blind) stolperte ich über die Bühne, der Versuch gelassen zu wirken endete damit, dass mich alle für super arrogant hielten. Dabei versuchte ich nur, nicht von der Bühne zu fallen...
Bei einer späteren Modeschau unserer Schule steckte ich mal über eine Stunde mit einer Kollegin im Fahrstuhl fest, der anderthalb Meter absackte - und das ratzfatz. Man berichtet mir später, dass unser Direktor, als er uns schreien hörte, dachte wir seien ganz abgestürzt und das weinen anfing. Wir waren so durch den Wind, dass wir trotzdem auf die Bühne sind - mit Boa und Fackeln - der Schock schlug erst danach zu.
Aber was wollte ich euch eigentlich erzählen? Ach ja: Bildbearbeitungsprogramme, kostenlos. Das Netz ist voll davon und es lohnt sich. Und es lohnt sich auch, sich einmal hinzusetzen, alte Fotos einzuscannen und zu bearbeiten. Macht sogar Spaß.

*knips*


Dienstag, 21. Mai 2013

Unendliche Weiten.... im Kinosaal

Was ich nie verstehen werde, wie Menschen sich Filme als Kopie besorgen, um sie auf ihren Minibildschirmen anzuscheuen, wenn diese Filme gerade im Kino anlaufen. Kino ist für mich das Eintauchen in eine andere Welt. Ich mag es - die Karten, den Süßkram, die Stimmung. Wer zum Beispiel *das Piano* nicht im Kino gesehen hat kann die Großartigkeit dieses Films gar nicht erfassen.

Eintrittskarten in eine andere Welt
Seit ein paar Wochen fieberten Trekkies und Nerds auf der ganzen Welt dem neuen Star Trek Film entgegen - und ich erst. Nachdem sich mit dem 11. Film das Star Trek Universum verschoben hatte, hat sich vieles verändert. Auch wenn ich ein Fan der Serien bin mangelte es den Filmen oft - nun ja - an Stoff. An dem Stoff der den begeisterten Cineasten an den Kinosessel fesselt und atemlos dem Geschehen auf der Leinwand folgen lässt.

bei 3 D sind Plätze in der Mitte immer gut
Ich sage nur soviel: ca nach 3/4 des Films hätte ich dringend für kleine Mädchen müssen, aber ich biss die Zähne zusammen und klebte am Sessel.
HAMMER! Ich saß wirklich atemlos im Kinositz, (und ich habe mir geschworen euch nicht, aber rein GAR  NICHTS, von der Handlung zu erzählen, also kein Spoiler Alarm ) . Mein Nebensitzer links hatte seinen Spaß dabei, weil ab und zu ein leises, gezischtes *Yessssssss* von mir kam und manchmal das Lachen des Erkennens. Kenner der Serien und der Filme werden einen Trip des Erkennens erleben. Die verschobene Realität durch das schwarze Loch und den Durchbruch von Spock und seinem romulanischen Gegenspieler, durch das selbige, machen es möglich.
Die letzten Star Trek Filme, die mich so begeistern konnten - außer der 11. - waren *Der erste Kontakt* und * Der Aufstand*.

Das Plakat verspricht nicht zuviel
Selbst nicht Star Trek Fans werden auf ihre Kosten kommen.
Wenn ich mich in der ersten *Generation* und damit meine ich Original Serie und Filme, unsterblich in Spock vernarrt war/bin - und später dann in Jean Luc - so liebe ich jetzt die gesamte Crew und wünsche mir viel, viele weitere Filme. Fachsimpeln erspare ich mir hier und werde das mit meinen Nerd Freunden machen.

Ich platze fast, weil ich euch nichts erzählen darf... oh Mann.

Lebt lang und glücklich ....


Montag, 20. Mai 2013

Kok-E -lores nicht Kok -O - lores. Kunst? Gedanken am Montag

Hey! Das heißt KOKOLORES! wurde mir am Anfang immer und immer wieder per persönlicher Nachricht oder per direktem Kommentar an die Pinnwand meiner Facebookseite geschrieben. Oft mit einem erhobenen Zeigefinger und einem dicken ! und dies gerne 5 mal am Stück nach einander !!!!!
Als ob die Aneinanderreihung von Ausrufezeichen etwas wichtiger machen würde. Außerdem nervt es mich gewaltig, dass manche Menschen in der Schriftsprache ständig den Imperativ verwenden. Das ist, wie wenn man immer immer Befehlston durch die Halle brüllt. Meine Mutter nannte das *Belfern*, ein altes Wort, dass ich persönlich sehr mag.
Heimlich hatte ich meinen Spaß daran, denn KokElores ist ein Wortspiel, aus Kokelores und kecke Lore. Die Lore war ein Mädchen aus dem Nachbardorf, nicht auf den Mund gefallen und frech wie Otto.
Als ich auf der Suche nach einem Namen für meine Fanpage bei FB war entdeckte ich, dass es gar nicht so leicht ist einen einprägsamen Namen zu finden, der alles bündelt was man ausdrücken möchte.
Kokelores bedeutet ja Chaos, Unsinn. Für mich der Ausdruck eines freigeistigen Daseins, das sich nicht an Grenzen hält, die die Gesellschaft - oder eine Institution - setzt oder als Norm ansieht. Also gleich mal mit einer anderen Schreibweise diese Norm durchbrechen.
Und genau das bringt mich zu diesem zweite Punkt - das Wörtchen Kunst. Wer definiert denn was Kunst ist. Ein Bekannter hat, am Samstag Abend bei Connys Fotoausstellung ,einen guten Spruch gebracht: Alles was man an die Wand nageln kann ist Deko. Ich fiel fast vom Barhocker. Wie recht er hat. Aus diesem Blickwinkel hatte ich das noch nie betrachtet. Wo hört Kunst auf und fängt der Kitsch an? Wer entscheidet was hohe Kunst ist und was nur Hobbymalerei? Muss man studieren, um Kunst machen zu *dürfen*?
Ich bin ausgebildete Modestylistin/Direktrice, ich hatte Kunst, Aktzeichnen, Modezeichnen, ich musste im Zoo lebende Tiere skizzieren (an der Giraffe scheiterte ich, entweder hatte ich Kopf und Hals oder Körper und Beine - das Biest bewegte sich dann immer) .
Es ging am Samstag auch noch um *verkopfte* Kunst - nun er hat einen anderen Ausdruck verwandt, aber da qualmt mein Bildschirm, wenn ich den verwende.

die Farbkleckse auf meiner Malunterlage wurden zum Bild
Oft laufe ich an der Galerie in meinem Viertel vorbei und bleibe stehen um mir die Bilder zu betrachten. Dann stelle ich fest: Technik gut, aber das Bild berührt mich nicht und dann sind Bilder dabei, die mir das Staunen entlocken und in denen ich versinken könnte.
Es ist müssig darüber zu grübeln.
Und da meine Wlan die ganze Zeit herum spackt mache ich mir mal einen Kaffee und lasse die Kunst heute Kunst sein, krücke später ins Kino und lasse mich treiben. Falls meine Kater mich heute morgen nicht in den Wahnsinn treiben - den die haben heute nur Schabernack im Sinn und machen nur Unsinn ....

- seufz -




Sonntag, 19. Mai 2013

Fotoausstellung, Punk und Krücken

Kaltstrom
Auch wenn ich noch nicht so rumhüpfen kann, wie ich es wirklich gerne täte, so habe ich mir gestern Abend diesen Leckerbissen nicht entgehen lassen können. Zum Glück nahm Martin mich mit, Dora Asemwald kniff mal wieder, aber auch so war das Auto vollbesetzt und wir fuhren nach Esslingen zur Eröffnung Fotoausstellung von "Conny" Michael Geiger. Hier könnt ihr euch die Arbeiten von Conny ansehen.
Der hatte zwar versucht zu verheimlichen, dass er auch noch Geburtstag hatte - aber wie das Leben so spielt - und das Wetter spielte -  eine Seltenheit in diesem Jahr.
Als wir ankamen spielte schon die Band Kaltstrom, ganz in der Tradition des Punks der Achtziger, als sie dann auch noch ein Lied von Spliff spielten, - Flieg mit mir - war ich hin und weg.
Das machte zwar Spaß, aber wir waren vor allem wegen der Fotoausstellung in der Spinnerei, eine etwas andere Location mit einem sehr eigenen Charme. Allerdings nicht gerade *Behindertengerecht*, aber irgendwie schaffte ich es über die enge Holzwendeltreppe in den Ausstellungsraum  - Conny selbst half mir wieder hinunter zu kommen, diese Treppe war selbst für die anderen eine Herausforderung.
Die Bilder sind es wert für sie zu klettern !

Holzboxen als extravagante Rahmen für die Bilder
Über dem Piano Arbeiten von Conny
In der Spinnerei  sind die Bilder nur eine ganze Woche ausgestellt, also packt eure Motivation und seht sie euch an - die Bilder stehen auch zum Verkauf. Zu einem absolut fairen Preis wie ich finde. Ich habe mir auch eines ausgeguckt und werde es mir noch nachträglich zum Geburtstag schenken.

*knips*


Freitag, 17. Mai 2013

Veräppelt?

Irgendwie bin ich gerade sauer. Aber ich bin mir noch nicht ganz so sicher warum.
Es ist ja so, dass ich ein neugieriges Wesen besitze und wirklich gerne neue Produkte teste, auch wenn sie mich etwas kosten. Klasse ist es natürlich, wenn ich sie umsonst bekomme oder für einen kleinen Preis.
Als mir dann in meinen Briefkasten folgendes *Flugblatt*



direkt an mich adressiert, ins Haus flatterte, dachte ich - why not?
Also rief ich die entsprechende Webseite auf... und surfte eine halbe Stunde, blätterte, wurde weitergeleitet und und und - landete dann bei einem Gewinnspiel bei Facebook.







Es bildete sich zuerst ein kleines Fragezeichen in meinem Kopf, dass allerdings schnell größer wurde und zum Schluss ein fettes Ausrufezeichen war.
 ( ? < !)
Irgendwie war ich zum Schluss richtig sauer.
Wenn die Produktproben tatsächlich alle schon weg waren, warum gab es keinen Hinweis darauf?
Warum gab es überhaupt keinen Hinweis auf die Produktproben auf der Webseite?
Es geht mir nicht darum, dass ich nichts umsonst *abstauben* konnte, sondern das mich das Ganze an eine Kaffeefahrt - nur eben im worldwideweb - erinnerte.
Also Augen auf !
Nun denn, also ich kenne da ein Produkt, welches ich bestimmt nicht testen, und auch nicht kaufen werde, weder umsonst noch für Geld

#fail#

Tage wie dieser

..kennt jeder. Frau wacht auf, alles tut weh. Und man fragt sich warum man mal wieder nicht die Finger vom China Imbiss lassen konnte - das Glutamat verdickt die Finger, dass sie aussehen wie kleine Weißwürste.
Zusätzlich hat ein Bakterienstamm sich entschlossen den restlichen Körper zu kolonialisieren und beide Kater stehen hungrig vor dem Bett. Ein Blick aus dem Fenster zeigt eher Herbst als den Frühling und dem Hals entschlüpft ein tiefer Seufzer. Gefolgt von einem leisen Schimpfwort:
MIST!
die *Unschuldsengel*
Das zaghafte Zupfen, eines der beiden Kater, an meinem entblößten Unterarm, erinnert mich äußerst schmerzhaft daran, dass ich den beiden dringend die Krallen schneiden muss, sie nutzen sich nicht richtig ab in der Wohnung. Also auch noch die blutenden Striemen versorgen.... und schon mal das Jod holen für später, für das Krallenschneiden. Wobei ich sagen muss, dass beide das - normalerweise - sehr stoisch - über sich ergehen lassen.
Aber die ganze Woche war schon so schräg. Ein auf und ab - und vorgestern war ein wunderbarer, sonniger Tag mit einer freudigen Botschaft: Das operierte Bein heilt gut ab, zwar muss ich noch mindestens sechs Wochen an Krücken laufen, auch darf ich noch nicht mehr als 40 kg belasten, aber es heilt endlich sauber. Seit Ende Januar sind die Krücken mein *liebstes* Acc. Ihr könnt euch vorstellen, dass ich gerne einmal was anderes tragen würde.
Langsam schwellen die Finger ab - die Zehen auch - meine Kater sind satt und haben sich zufrieden am Bettende zusammengerollt ( ab und zu tastet eine weiche Pfote sanft unter die Bettdecke und *hangelt* nach meine Zehen) der Tee hat langsam, aber sicher, die richtige Trinktemperatur und ich werde wieder schläfrig.
Ich bleibe im Bett und wünsche allen anderen einen schönen Restwochentag....

-schnief-




Donnerstag, 16. Mai 2013

Stuttgart schönste Plätze - Teil IV - bei den heißen Wassern

Stuttgart ist eine Bäderstadt. Stuttgart hat nach Budapest die zweithöchste *Schüttung* der Mineralquellen und doch werde ich heute nicht über die Mineralquellen referieren, sondern euch von einer kleinen Oase in der Nähe des Kursaals und dem Mineralbad Cannstatt erzählen.
Vom Stuttgarter Hauptbahnhof - bzw von dessen Reste - aus kann man bequem mit der sogenannten Stadtbahn nach Cannstatt gondeln. In Stuttgart heißt das U-Bahn, auch wenn diese Bahnen fast die gesamte Strecke oberirdisch fahren, außer im Stadtzentrum, da beherrschen die Autos die Straßen. Klar kann man auch die S-Bahn nehmen oder das Auto, aber nehmt ruhig die U-Bahn und steigt dann auf der Strecke in die 2er um.
Sobald man die Innenstadt verlässt und auch den Cannstatter Wilhelmsplatz wird es ruhiger. Am Kursaal verlässt man die Bahn und sieht - Baustellen, das ist die Krux in Stuttgart: man erntkommt im Moment kaum der Bauwut.
Aber:
dreht man sich um steht man vor einem kleinen, entzückenden Park, dessen Ruhe, die er ausstrahlt,   einen sofort einfängt.


 Jedesmal, wenn ich um die Ecke bin, wünsche ich mir ein Strandtuch, um mich auf die Wiese zu werfen, denn das ist in Stuttgarts Parkanlagen immer erlaubt, außer ein Schild weißt die Wiese als Futterwiese für den Tierpark Wilhelma aus.

Gestern war ich wieder da, den die Sportklinik Cannstatt ist um's Eck und ich musste zur Nachkontrolle. Und jedesmal genieße ich das Grün und die Ruhe des Parks.
Und die alten Kastanienbäume, direkt an den Bahnanlagen.
Direkt am Eingang steht ein kleiner Brunnen, aus dem Mineralwasser sprudelt, das Wasser riecht etwas... der Lautenschlägerbrunnen. Es ist *staatlich anerkanntes* Heilwasser. Über den Link erfahrt ihr mehr.


Der Brunnen ist Teil des Parks und der Park ist Teil der sogenannten Kursaalanlagen und die gehören natürlich zum Kursaal, auf dessen Rückseite sich ein sehr feiner Biergarten etwas versteckt. Leider ist der im Moment auch geschlossen - eben wegen dieser Baumaßnahmen.


Hinter Bauzaun und Container einer der für Stuttgart so typische Bauten, bei denen er olle Wilhelm der I. seine Finger im Spiel hatte - der große Kursaal.
Wilhelm hat ja auch die Grabkapelle in Untertütkheim schaffen lassen - ich habe euch das ja schon vorgestellt, wenn ihr es noch nicht gelesen habt könnt ihr hier es tun.
Es lohnt sich, auf alle Fälle, immer ein Handtuch und Badezeugs dabei zu haben, um einen Abstecher in das Mineralbad Cannstatt zu machen. Der Alterdurchschnitt liegt hier allerdings bei gefühlten 70 Jahren - was das Bad aber auch sehr gemütlich macht und die Anlage ist klein, aber sehr fein.
Ich freue mich schon darauf, wenn die Krücken weg sind, dort wieder zu entspannen - es lohnt sich auf alle Fälle.

-seufz-

Mittwoch, 15. Mai 2013

Nerd as Nerdine can be - oder per Anhalter durch die Galaxys zum Big Bäng

Da es mir sehr bewusst ist, dass einige nichts mit dem Thema Nerd und Nerdine anfangen können, sind alle *zweifelhaften* Bergriffe verlinkt. Taucht doch ein in mein Universum der Nerds
Als ich die vierte Klasse besuchte wurde nicht nur meiner Umwelt klar, dass ich anders als die anderen Mädchen war, sondern auch mir wurde es schmerzlich bewusst. Später trat es noch deutlicher zu Tage:
Ich bin ein weiblicher Nerd.


Während meine Klassenkameradinnen noch Hanni und Nanni schmökerten, bettelte ich meinem alten Herrn die neuste Ausgabe von Perry Rhodan ( unser Mann im All) ab, trug abgeschnittene Jeans und T-Shirts und meine kupferfarbenen Haare waren im Prinz Eisenherz Look geschnitten ( das letztere hatte meine Mutter verbrochen, der Frisör war zu teuer).
Heute himmeln die Mädels Orlando Blum als Elb an und haben eigentlich keine Ahnung um was es bei Herr der Ringe geht. Damals war es praktisch Todsünde als Mädel lieber Karl May (Ihr wisst schon: Winnetou) zu lesen als irgendwelche doofe Internatsgeschichten.
Heute ist es nicht unbedingt anders. Als der erste X-Man Film lief gab es Szenen, die man nur kapierte, wenn man die alten Comics kannte, die von vor 10 Jahren. Oder wer versteht den Witz von Cylcops, wenn er von Wolferine gefragt wird, warum die Uniformen aus schwarzem Leder seien: *Würdest du blau-gelbe Latexanzüge vorziehen?*. Nur 50% des Publikums verstanden den Witz und nur eine Frau.
 -> Moi <-
Dieses Jahr kann ich leider nicht auf die Fedcon (oh my god, ich habe letztes Jahr neben Commander Riker an der Bar gesessen, Rhys von Torchwood - Captain Jack war leider nicht da - geküsst und William Schattner - Captain Kirk himself!!!! - live erlebt), aber ich werde auch noch Jean Luc Picard treffen - irgendwie und igendwann Sheldon.
Ihr wisst nicht wer Sheldon ist? Nun, es ist der Star der Sitcom *The Big Bang  Theory* Und ich habe mir jetzt die ersten VIER Staffeln geleistet. Also werde ich die nächsten Tage nicht mehr auftauchen.
Außerdem toben Sheldon und seine Physikfreunde zweimal am Tag über den Bildschirm im TV.

Ab hier müsst ihr selbst googeln, denn sonst besteht dieser Beitrag nur aus Links - ich muss echt laut lachen.

Ich bin süchtig. Ich liebe Torchwood, Deep Space Nine, Babylon 5. ich habe mir alle Starwars Filme der ersten Generation am Stück im Kino *angetan* - mein bester Freud und ich haben auch die Batman-Night im Corso durchgestanden -am Anfang lachten alle, weil ich ein Kopfkissen dabei hatte, morgens um vier beneideten sie mich ALLE und erst in der ersten U-Bahn von Vaihingen nach Stuttgart - leise schnarchte ich ins Kissen während Henning über mich wachte.

Meine Bücherregale sind gefüllt mit Comicbänden - Spiderman, x-Man, Batman ect -, Startrek DVDs stehen neben Schirm, Charme und Melone DVDs, die Bücher von Terry Pratchett füllen mehrere Regalböden.
Als ich in New York war kaufte ich keine Schuhe, sondern verschwand für einen Tag in einem Comicstore und fühlte mich eine Tag lang *zuhause* und nicht fremd. Meine Kreditkarte glühte.
Und ich teile meine Bett mit Tribble und Katzen:


Tribbles kommen schon schwanger zur Welt, also nicht füttern - aber da passt schon Grey (einer meiner Kater)  auf, der ist wie ein Staubsauger, wenn es um Futter geht.

Nun, ich glaube, ihr habt begriffen was ein Nerd, bzw Nerdine ist:
Wir sind nicht von dieser Welt. Auch wenn ich den ganzen Tag weiter schreiben könnte - ich höre ja schon auf ... *seufz*-

Welcome to my universe
Live long and prosper

......

Dienstag, 14. Mai 2013

Ice, Ice Baby....

An meinem Geburtstag bekam ich eine Eismaschine geschenkt. Eine Freundin war aufmerksam gewesen und hatte ihn mir im Internet bestellt. Wahrscheinlich konnte sie mein Jammern nicht mehr hören, es gäbe kaum gutes, veganes Eis. Und wenn, ist es s**teuer.  Das meiste schmeckt wie eingeschlafene Füsse.
Also da stand er. Der Silver Crusher. Fanfare bitte: tatattatatata:


Okay nein, dass sind meine Kater, wie die Karton untersuchen, in dem die Wundermaschine geliefert wurde. Wie man sieht verläuft die Diät von Grey nicht ganz so erfolgreich.
Also noch einmal: TATATATATATA:



Wie ihr seht träumte ich sofort vom Eis. Trotzdem ließ ich erst ein paar Tage ins Land verstreichen. Dann schlug die Gier zu und das Verhängnis nahm seinen Lauf.
Und eine halbe Stunde klebte alles, auch ich.
Als erstes mixte ich die Zutaten: Orangenfilets, Sojajoghurt, Zucker, Eiersatz und Rohmarzipan.
(Was man anders machen sollte, erfahrt ihr später). Nach einem Rezept!!!


In der Anleitung stand: Fassungsvermögen 1 Liter. Bis zu diesem Zeitpunkte ahnte ich nicht nicht einmal, dass Anleitungen wie Politiker sind: Sie verschweigen das Essentielle. Fassungsvermögen MAXIMAL 1 LITER GEFRORENES. Was das für einen Unterschied macht? Flüssigkeit dehnt sich aus, wenn sie gefriert. Lernt man im Physikunterricht. Da hatte ich zwar eine glatte Vier, aber als die Katastrophe ihren Lauf nahm, erleuchtete mich das Wissen längst vergangener Tage.
Als Verganer ( mehr oder weniger) verzichte ich, wenn es möglich ist auf Ei, in den Rezepten stand immer: Nehmen Sie zwei Eier. Nö. Also her mit dem Eiersatz, und nein, der ist unschuldig.
Alles mit dem Zauberstab durchgemixt - meiner hat 1600 Watt, da kommt mancher Akkuschrauber nicht mit - und der erste Klebeerfolg machte mich schon von der Seite an. Wenn die Krückengriffe kleben .... Nun denn.
Der Einfüllstuzen ist definitiv Mist. Zu klein. Zum Schluss füllte ich die Pampe erst einmal von der Schüssel in eine Kanne und dann von der Kanne in die Eismaschine. Die muss man auch noch leer aktivieren, damit die Pampe nicht gleich an dem geeisten Innenraum fest*babbt*. Was die Pampe trotzdem machte, die hatte die Anleitung ja auch nicht gelesen und fand das ganze anscheinend ganz witzig.
Während ich also noch mit der Pampe kämpfte - das auch wirklich alles in die Maschine gelangte (oh ich selig Unwissende) - rumorte der Motor schon keuchend mit dem ersten halben Liter Pampe.
Endlich war alles soweit, mein Rücken war schon verkrampft, das lange Stehen ohne Krücken geht noch nicht so gut.
(Zwischenruf: Soleil hat gerade das geöffnete Salzfässchen vom Tisch geschubst. Na super, die zweite Sauerei der Woche).
Wo war ich. Ah ja. Alles drin. Maschine läuft. Ich erschöpft.
Also dachte ich, die macht das alleine und legte mich etwas ab, nachdem ich das gebrauchte Geschirr zusammengeräumt hatte. Das beruhigende Motorengeräusch erfüllte die Wohnung. Gleichmäßiges Summen.
Was soll ich euch sagen? Nach ca einer halben Stunde fing er an zu stottert. Alarmiert humpelte ich in die Küche. Und das Eis - nein die halb gefrorene Pampe QUOLL aus der Maschine.


Wie ich es schaffte, mit Krücken, gegen die Pampe und mit zwei aufgeregten Katern um die Füsse, weiß ich nicht mehr. Danach sah die Küche verwüstet aus, ich klebte genauso wie die Pampe, meine Kater saßen VOR der Küchentür und glotzen. Auf dem Bild sieht man, dass die Pampe *übergetreten ist. Der Blob war harmlos dagegen.


Eis war es noch nicht. Aber Halbgefrorenes. Und erstaunlicherweise lecker. Aber die Lust auf Eis war mir vergangen und ich habe es in das Tiefkühlfach gesperrt und danach alles was klebte mit heißem Seifenwasser weggewaschen.
Mein Fazit: traue keiner Eismaschine ...


*seufz*