Samstag, 25. Mai 2013

Buntes Blätterrauschen - neue Magazine am Markt


Ihr kennst das sicher auch, man weiß, dass man an einem Tag mehrere Warteschleifen haben wird und möchte weder Buch, noch Häkelzeug einpacken, aber auf dem Weg zur U-Bahn triftet man noch einmal in den Kiosk seines Vertrauens ab und sichtet die Magazinständer.
Das erste Magazin, das Päng war eine Empfehlung von Micha, dem freundlichen Kioskbesitzer mit dem allerliebsten Labrador der Welt.


Es überraschte mich - und das ist nun wirklich nicht leicht - durch die Aufmachung und die Artikel. Von Kunst, Literatur, Auslandsreportagen, Musik. Auf nicht glänzendem Papier gedruckt, mit Fotos versehen, die überhaupt nichts mit Brigitte und Co (Nichts gegen Brigitte und Co!, war nur als Vergleich gedacht) gemeinsam haben, stilvoll, anders, fast avantgardistisch anmutend, im Trend der Zeit ohne Yuppie zu sein.
In diesem Magazin versank ich im Zimt und Zucker und schmökerte still vergnügt, bis meine Verabredung reinschneite. Viel zu früh wie ich dachte. Das Heft habe ich immer noch in der Tasche - ich bin ein Warteraum-Magazin- und Badewannen-Bücher-Leser. Bücher gehen auch im Bett und auf dem Sofa, Magazine - das funktioniert nicht, außer im Zug, in Warteräumen, an Bushaltestellen, dann verpasse ich auch einmal einen Bus oder Zug.

Das zweite Magazin, um das es geht, Deli,  ist eine *Essheft* der anderen Art. Der Titel zog mich an. In einem Deli hatte ich in NY immer gefrühstückt und seitdem war ich von dieser Art von Lokal komplett infiziert. Und da lachte es mich in Pink an und unter dem Schriftzug die Abbildung eines Salates, die mir sofort ein heftiges Hungergefühl verschaffte. Deli ist eine jüngere Ausgabe oder Tochter, oder wie auch immer ihr es nennen wollt, von Essen und Trinken.



Die Rezepte sind lecker, jung, gesund, ansprechend. Und nicht nur die. Es gibt Rubriken, wie *Selbermachen* - witzige Dinge aus Konservendosen oder Fischkonserven (wer es mag),  Geschenkanhänger für Selbsteingekochtes, Gastroguide. Im Prinzip gibt es das schon. Aber nicht so poppig und ansprechend präsentiert. Schritt für Schritt Anleitungen für kompliziertere Gerichte.
Alleine beim Durchblättern eben bekam ich schon wieder Hunger, also keine Zeitschrift, die man lesen sollte, wenn man auf Diät ist.
Beide Magazine werden ab sofort regelmäßig gekauft und gelesen.

Ich gehe mal in die Küche und mache mir Nudeln, sonst verhungere ich.



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