Dienstag, 7. Mai 2013

Doch ein Food Blog?

NEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIINN!!
Aber der Mai macht manches möglich. Und manches Unmöglich. Nämlich nicht über das Essen zu bloggen, zu reden, es zu fotografieren.
Es ist die Zeit des Spargels, der ersten aromatischen, heimischen Erdbeeren, der Rhabarber spreizt seinen elefantenohrförmigen Blätter: Ich liebe diese Blätter; seit ich als Kind einmal einen ganzen Wurf Katzenwelpen darunter gefunden hatte. Ich höre das aufgeregte Piepsen der Kleinen heute noch und den  Blick der Mutterkatze: Voller Hoffnung und Vertrauen, aber auch ängstlich. Meine Mutter fütterte die ganze Bagage durch und irgendwann verschwanden sie wie sie gekommen waren. Aber Katzenjunge im Garten sind etwas sehr Schönes.

Feldfrüchte vom Schmidener Feld, jetzt ist die Zeit
Und was tat ich heute morgen? Ich schnippelte Erdbeeren, schälte Rhabarber und Spargel und Kartoffen, und spielte nebenher mit den erwachsenem Katern, denen es nicht passt, dass wie drei jetzt auf Diät sind.
Die Erdbeeren werden zu Marmelade verarbeitet. Aber da ich im Moment keine Einmachgläser mehr habe, sind sie erst einmal entblättert, geputzt und zerstückelt in den Tiefkühler gewandert.


Der Rhabarber wird zu Eis. Ich habe nämlich eine Eismaschine geschenkt bekommen. Und wie klingt das: frisches Rhabarbereis mit Erdbeersosse und Schlagoberst?
Kommt gebt zu - euch läuft das Wasser im Mund zusammen.
Der Spargel ruht sich gerade noch aus, seiner Hülle beraubt, liegt er in nassen Tücher gerollt in der untersten Etage meines Kühlschranks, während seine Haut, mit Zitronensaft, etwas Zucker und Salz dahin simmert - das habe ich von meiner Mutter. Wer im Nordbadischen aufgewachsen ist, zwischen Speyer und Bruchsal, der weiß was Spargelstechen und Spargelzeit bedeutet.
Als Kinder schon haben wir zentnerweise Spargel geschält. Ich habe ihn nur einmal gestochen und schwor mir, mit schmerzenden Kreuz und Knie, es nie wieder zu tun. Respekt vor den Landarbeitern, die sich so ihr Brot verdienen.


ach ja, die
Spargelsuppe   (für Arme ^^)
Die Schalen des Spargels, Wasser, ein Spritzer Zitronensaft, Salz, wenig Zucker:
simmern (sieden - also kochen - ohne Blasen) lassen bis ein intensiver Spargelgeruch durch die Küche zieht, und dann noch gut eine halbe Stunde weiterziehen lassen. Es schmeckt nach Spargelwasser, aber nicht nach Suppe. Das Spargelwasser abgießen und mit etwas Gemüsebrühe aufpimpen. Einen Teelöffel Mehl mit Wasser glatt rühren, zugeben, gut verrühren und mind. 20 min ziehen lassen.
Zum Schluß vorgegarte Spargelstückchen zugeben und etwas Sahne - wer mag - oder Butter zugeben.

Oder ihr verwendet de Sud für eine einfache, helle Soße. Und wer keine Lust hat wirft die Schale ungenutzt weg. Oder geht gleich Spargel essen statt Spargel kochen. Das macht am wenigsten Arbeit.

Den Spargel mache ich mir heute Abend, den esse ich so wie ihn meine Mutter immer gemacht hat. Gezuckertes Salzwasser, bissfest, übergossen mit geklärter Butter und gerösteten Semmelbrösel. Sonst nix. Wäre ja Verschwendung.
Ach ja, bei uns zuhause rechnete man pro Kopf 750g Spargel.....


*schleck*


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