Sonntag, 30. Juni 2013

Das *Fescht*, der Flohmarkt und eine Überraschung (der wilde Süden)

Traditionell findet am letzten Tag des Heusteigviertelfest der große Straßenflomarkt statt und Dank des schönen Wetters war auch gleich die Hölle los. Tine, gerade aus Asien zurück, und ich nutzten das kleine Zeitfenster, zwischen ihrer Rückkunft und meiner Abreise, uns zu verlustigen oder wie man so etwas nennt. Nur noch mit einer Krücke (ich) quetschten wir uns durch die Menge und guckten, und guckten und guckten. Und hatten alle Hände voll zu tun nicht von Müttern umgefahren zu werden, die ihre Kinderwägen samt Inhalt quasi als Rammbock nutzten. Der Sonntag gehört den Familien, es wusselte und schnatterte und und und - und auch heute war die schleichende Gentrifizierung des Viertels zu merken. Viele *hippe* Leute, kaum schwäbisch, aber auch die Alteingesessenen waren anzutreffen, aber eben nicht mehr so oft.



Immer, wenn ich im Viertel unterwegs bin, denke ich daran, was für ein Glück ich habe hier wohnen zu können und einen Vermieter zu haben, dem es wichtiger WAS für Leute bei ihm wohnen, als NUR das Geld.  Der hat sich den Wangenknutscher letzte  Woche echt verdient, weil ich mal wieder keine Mieterhöhung bekomme. Nicht das ihr jetzt denkt, ich würde billig wohnen, das konnte man in Stuttgart glaube ich noch nie, aber er könnte für die Wohnung locker 300-400 € mehr Kaltmiete verlangen (wenn ich ausziehen würde , würde er das auch bekommen). Vor zwei Jahre habe ich mehr oder weniger freiwillig 20% Mieterhöhung gegeben, aber dafür habe ich jetzt auch wieder etwas länger Ruhe.
Ich liebe diese alten Bürgerhäuser hier und das viele Grün und die vielen kleinen Läden, die hier immer mehr kommen.
Ein Highlight auf dem Flohmarkt war der Muffinstand und die lustige Henne, die ihn machte:


Als ich sie fragte wo den ihr Laden sei, kam heraus, dass sie *nur eine Küche hat und Muffins auf Bestellung fertigt und zwar für jeden Anlass. Ist dass nicht was? Zum Geburtstag sich mal Muffins backen lasse? Oder ne englische Teaparty schmeißen? 



Die abgebildeten Blumen kann man essen, sie hat die Muffins in den kleinen Töpfen gebacken. Wie ich diese Stadt und ihre Leute manchmal liebe. So tolle Ideen. Aus den Resten hat sie ein Torte gebacken und verteilte diese an die Spaziergänger - die prompt auch etwas kauften.
Wo ihr bestellen könnt?
Hier:


Und zum krönenden Abschluss stolperte noch Kai über mich, als Tine und ich eine kurze Rast beim *Kantinchen* machten. Kai ist ein Exkollege und Freund, den ich aber seit mindestens zwei Jahre nicht mehr gesehen habe und der eigentlich in Nürnberg wohnt. Der hatte sich gedacht: mal gucken, ob ich die Olle hier treffe und so war es dann auch.

Gekauft habe ich auch noch etwas: eine Keramikschale - weil ich ja gar keine habe, nein, ganz ehrlich nicht. Ich und eine Schale? Na, bei 3€ musste ich einfach zuschlagen.
Vielleicht sehen wir uns ja nächstes Jahr auf dem Fest und vielleicht mache ich da auch einmal bei dem Flohmarkt mit.





Samstag, 29. Juni 2013

*Rote Ohren*

... hatte ich vorgestern den ganzen Tag. So nenne ich es, wenn ich rot werde, denn bei mir verfärben sich immer zuerst die Ohren und dann entflammt das ganze Gesicht. Na ja, rot? Eher pink. Tiefdunkles pink.
Klar platze ich fast. Wer würde es nicht, wenn er einen Online-Artikel über sich in den beiden Stuttgarter Zeitungen liest? Ich hüpfe immer noch im Kreis um die Krücke herum und singe dabei: ach wie gut, dass jeder weiß, dass ich Kokelores heiß. Ich bin nämlich überhaupt nicht cool, ich tue immer nur so.
Zwar hatte mir die verantwortliche Redakteurin am Mittwoch Abend per Email das Erscheinungsdatum mitgeteilt, aber ich war da gerade so im Glück, dass mein Bein endlich heilt und ich langsam aber sicher auf Vollbelastung gehen darf -und in die Reha! -, dass ich nicht wirklich überriss, was das bedeutete.
Das Interview lag schon ein paar Tage zurückt und ich wusste ja, das der Artikel mal erscheinen würde, aber irgendwie dann doch nicht.
Ich bummelte dann mal wieder vor mich hin, glücklich, dass ich nur noch eine Krücke brauche und voll in den Vorbereitungen für die Reha, als folgender Post auf meiner FB Pinnwand aufploppte:

*MARIANNE!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.unsere-serie-stuttgart-bloggt-kokolores-nein-einfach-nur-das-leben.51920d61-e043-47ac-8c75-79c2bd346f33.html*

Eine Freundin hatte den Artikel schon entdeckt, mir an die Pinnwand genagelt und damit eine Lawine der Glückwünschen los getreten. Natürlich habe ich es auf meiner FB Seite gepostet. Auch wenn es mir - ein *klitzekleinesbisschen* - peinlich war. Und ich bekam das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht.

Und dann fiel mir mein alter Deutschlehrer in der Grundschule ein. Ach und da schreibt sie nun einen Blog, die kleine Marianne K, die in der vierten Klasse Aschermittwoch mit R schrieb ( jawohl, ich schrieb A-r-schermittwoch) und mich der - ach so patente - Jungpädagoge vor der ganzen Klasse lächerlich machte. Als Kleinste in der Familie war ich so etwas aber gewohnt und schämte mich zwar, aber zeigte es nicht. Und - er war einer der Pädagogen, der empfahl mich auf die Sonderschule zu schicken, meine Mutter kämpfte wie eine Löwin, dies zu verhindern und ich machte auf dem zweiten Bildungsweg erst die Realschulreife und dann das Abi nach.
Als ich ihn Jahre spätere traf, traf ihn fast der Schlag, (nein nicht in der Form eines geworfenen Woks) als er erfuhr, dass ich das Abi nachgemacht hatte. Und auch noch mit einem guten Schnitt. Trotz meiner Rechtschreibschwäche. Tja, Herr Ne**- Also - falls euer Kind mit der Schrift hadert heißt das nicht, dass es doof ist-Es hat bestimmt Talente in anderen Bereichen. Entdeckt diese und fördert sie.
Mit den Kommas stehe ich immer noch auf Kriegsfuß und einige Worte muss ich recherchieren, jetzt da ich aber wieder mehr schreibe und es ein Rechtschreibprogramm gibt ist natürlich vieles leichter.
http://www.kokelores.com/2013/04/komma-oder-koma-deutsche-sprache.html

Aber ich sage einfach mal Danke. An den *Melder* und an Sabine, die mich so lange *getreten* hat, bis ich mich an de Tasten machte und an meine ersten Leser.
Ein Geschichtenerzähler lebt von seinen Zuhörern und Lesern.
Und euch allen gilt mein Dank. Und das ihr mir meine Tipp-, Koma- und Rechtschreibfehler verzeiht,
wenn ihr Spaß an meinen Geschichten habt, freut mich das ungemein.

*verneig

Freitag, 28. Juni 2013

Feste feiern, bis wir fallen (der wilde Süden und die hippe Mitte)


Ich weiß, ich weiß: es heißt, man soll die Feste feiern wie sie fallen. Und es ist die Zeit der *Viertels-Feschte* Jetzt geht es Knall auf Fall. (Irgendwie ziemlich viel Fallerei hier).
Das Heusteigviertelfest startet heute Abend (ich hoffe mal das Wetter wird besser!) dicht gefolgt von den anderen wirklich guten Feiereien:
Das Bohnenviertel und das Marienplatzfest. Leider werde ich die beiden letzteren verpassen. Es tut mir um beide leid, a) weil ich jedes Jahr auf dem Bohnenviertelfest das kichern neu lerne und b) weil ich dieses Jahr beim Marienplatzfest aktiv mitgemacht hätte - wenn ich nicht am Dienstag in den Hartz abzischen würde - in die Reha. Und die muss jetzt sein. Da führt kein Weg dran vorbei.


Normalerweise geht kein Weg am Bohnenviertelfest vorbei. Und dem Caipistand. Und an diverse Abstürze mit viel Gekichere und Gegucke. Aber zu den Festchen im Viertel. Das Heusteigviertelfest findet lustigerweise nicht in der Heusteigstraße statt, sondern in der Mozartstraße und ist wirklich noch ein Viertelfest - am Freitag Abend, Samstags tagsüber und Sonntags morgens. Samstagabend tummeln sich andere Leute, zusätzlich zu den Anwohnern, und dann wird es knalleng und hipp.
Wenn man im Viertel wohnt hat man drei Möglichkeiten.
1. Mitfeiern
2. Ohrstöpsel
3. Verreisen
Es ist LAUT. Vor allem, wenn die Bands spielen. Aber es ist einmal im Jahr und macht Spaß. Es wir für jeden etwas geboten, für die Kinder, für die Hungrigen, für die Musiksüchtigen, für die Durstigen, man trifft die Nachbarschaft und Freunde, lernt neue Leute kennen und das Auge hat etwas zu tun. Und dann auch das Schnattern.
Meine Güte, manche verwechseln das Viertel-Fest mit den schniecken Stadtfest und brezeln sich auf, als würden sie....
Nun, das Wetter scheint zu halten, der mittägliche Regenguss - haben wir Monsun? - und ab 18°° heute Abend geht es los.

Hopp, hopp, anziehen und herkommen. Vielleicht trifft man sich. Wäre fein.

Geschenke, Geschenke ... (Produkttest - nicht gesponsert, naja halb)

...Gewinne sind Geschenke und als ich heute vom Einkaufen nach Hause humpelte übergab mir eine Nachbarin ein Päckchen. Der Absender:



Ich kam ins Grübeln: hatte ich etwas bestellt? Nein! Aber ich hatte an einer Produkttestanfrage teilgenommen. Irgendwas in meinem Kopf sagte: die wollten dich nicht, die wollten dich nicht, die wollten dich nicht als Tester... wieso hatte ich also ein Päckchen von Milford bekommen?
Ich machte (ich riss es auf - nix mit Angst vor Antrax oder so) sofort - als ich in der Wohnung war - das Päckchen auf und tatatatta
- ich hatte gewonnen!
Also ich mach ständig an irgendwelchen Preisausschreiben und Gewinnspiele mit. Und meistens geschieht das, was ich erwarte - nämlich nichts.
Diesmal war es anders und der Witz: ich hatte vor genau diesen Tee mal zu probieren, weil die meisten Eisteegranulate zuviel Zucker bzw Süßstoff enthalten oder von mir gemiedenen Herstellern sind.
Kisten schleppen ist gerade nicht und immer Tee zu kochen - nun ja, ich bin etwas faul....
Als Produkttester wollten sie mich nicht, aber dafür habe ich jetzt ein kleine Kühltasche (stand auch schon auf *will haben* Liste und die Katzen haben wieder einen Karton zum spielen).





Klar ist Werbung auf der Kühltasche, aber ich könnte sie ja umhäkeln, bekleben oder sonstiges (in meinem Kopf ratter es schon, Auf der anderen Seite: so schlimm sieht sie jetzt auch nicht wieder aus :)
Wie das Zeugs schmeckt: wie kalter Früchtetee eben - ich probiere sie jetzt nach und nach aus. Und werde sie mit in die Reha nehmen - wenn mir mal das Wasser aus den Ohren hängt-

Nach dem Durchprobieren der Sorten steht mein Ergebnis Fest.

Idee: SUPER!
Preis: etwas happig
Sorten: Klasse!
Farbe: JA!
Geschmack.... ähm. Es schmeckt wie Früchtetee. Ja. Hm. Aber wie sehr dünner Früchtetee. Aber gekühlt und mit etwas Zucker, oder ohne, und einem Spritzer Zitrone kann ich es mir an sehr heißen Tagen vorstellen.
Must have? Sagen wir einmal so: Statt sich das aromatisierte Wasser der Getränkemultis und für Menschen, die sich nicht unbedingt einen Früchte Tee aufkochen , umfüllen und auf das kalt werden warten wollen - jepp, für die ist es ein *Must have*

- enjoy

Donnerstag, 27. Juni 2013

Die Pizza-Schachtel-Connection (Katzen)

PIZZA!

Wer kennt das nicht: keine Lust sich selbst etwas zu machen - mit den Krücken erst recht nicht - und einen guten und günstigen Pizzaexpress um die Ecke, der schon voraus weiß, dass Frau die Pizza ohne Käse will.
Das Wörtchen Connection lässt ja auch auf Mafia und ähnliches schließen. Pizza - Italien - Vino - Mafia.
Es geht auch um kleine Halunken. Die schleichen sich nämlich sofort an, wenn der Pizzabote an der Tür klingelt. Und dann haben wir alle Hände zu tun, diese Halunken von der Tür und den warmen Schachteln fern zu halten.
Ich weiß nicht was es ist, aber kaum zieht der Geruch der Pizza durch die Wohnung, stehen sie da wie eine Eins auf acht Beinen, verwachsen praktisch zu einem doppelköpfigen Monster, dass mir mauzend um die Krücken streicht und an mir hängt wie eine Klette.
Aber wollen die was von der Pizza ab? NEIN! Die wollen die Schachtel!



Wahrscheinlich denken die: Oh - eine Muschiöffchen! Am Anfang machte ich den Fehler die Schachtel unbeaufsichtigt auf dem Tisch stehen zu lassen und hatte dann ein Pappkarton-Pizza-Sandwich, die Tomatensoße klebte am Deckel, und Soleil war stundenlang stinkig, weil ich ihn etwas unsanft entfernt habe.
Jetzt mache ich es anders:
Die Pizza geht sofort auf den Teller, die Schachtel auf den Boden und die Katzer sind glücklich.
in der Zwischenzeit habe ich zwei Pizzaschachteln aufgehoben und *wärme* sie im Backofen an, und die beiden nutzen die *Heizkissen* wirklich gerne.

Zum Spielen nutzen sie aber lieber die Schutzkappen meines Druckers:


Es ist eben Recycling der besonderen Art: ein Paar Leckerlis in die Vertiefungen und die Kater sind beschäftigt.

Mehr über die Kater hier: http://www.kokelores.com/2013/02/pupsende-kater-und-fesselballon.html
oder auch hier: http://www.kokelores.com/2013/06/mein-wilder-garten-oder-grostadtkatzen.html

Samstag, 22. Juni 2013

Als ich mich in den Doktor verliebte (Nerdgeschichten)

Vielleicht ist euch aufgefallen, dass neben den Überschriften jetzt immer (fast immer) etwas in Klammern steht. Es soll euch und mir das Navigieren erleichtern. Ob es um Stuttgart, um Stadtteile oder um andere Dinge geht. Bei den Nerdgeschichten geht es um SiFi und Fantasy, Um DVD's, Kinostarts, Bücher. Um
FANTASIE.


Ihr kennt die Regel_ verwende keine fremde Bilder
aber Links gehen: guckt hier
Was wir als Kinder erlebten, wenn wir den Märchen lauschten geht heute leider immer mehr verloren - der freie Lauf der Fantasie. Alles wird ersetzt durch vorgegebene Bilder.
Nichts ist unmöglich.
Und das zeigen die Engländer seit den ersten Stunden des Fernsehens.
Doctor Who läuft seit Jahrzehnten auf der Insel und die BBC produziert munter weiter. Ich kenne ihn seit Jahren, immer wieder eine Folge auf You Tube geguckt und als der Ableger *Torchwood* geboren wurde sammelte ich alle DVDs dieser Neben-Serie und verliebte mich (wie fast alle) in Captain Jack.
Aber die Infektion schlief noch. Und brach diese Woche aus.
Wieso jetzt?
Nun ich habe einen Internet-Sender abonniert und das nur, weil der meine Lieblingsserien hat, dafür melde ich meinen Kabelanschluss ab. Die Öffentlichen kann ich ja auch immer noch auf Zattoo.de anschauen.  Aber das tut gerade nichts zur Sache.
Dr Who ist das Thema. Und ich liebe ihn ( mein Lieblings Dr ist der SchauspielerTennant) bzw die Serie. Nichts ist unmöglich, jedes physikalische Gesetz wird gebrochen, aber nicht deswegen, nicht nur deswegen, sondern auch wegen der Figuren und deren Darsteller. Starke Frauen, schöne Männer - die diese Frauen lieben, absurde Geschichten und ein Raumschiff, das wie eine blaue Kiste aussieht und innen mehr Platz hat, als man ihm von außen ansieht, durch Raum und Zeit hüpfen kann, aber normal abgeschlossen wird. Und die Helden sehen eben nicht aus wie aus der Hollywood - Retorte, sondern wie du und ich. Es gibt nicht immer ein Happy End und es wird gerannt. Dr Who und seine Begleitungen sind immer am Rennen. Und wie die rennen. Manchmal davon, manchmal hinterher und manchmal, so scheint es, weil es ihnen Spaß macht-
Meine Lieblingsbegleitung für ihn war Dana - schrill, laut, zickig, etwas mopsig und - wie kann es anders sein rothaarig ..


Ich habe es geschafft innerhalb einer Woche vier Staffeln zu gucken - ich liebe die Briten und ihre Serien. Und fange jetzt mit Staffel 5 an, ein neuer Doktor, ich werde den alten vermissen. Also ich verschwinde mal wieder in meinen Nerd Universum.....

Beam me... ups, falsches Universum....


Zusätzliche Guck-Empfehlung:
Torchwood (schrägere Sifi Spaß) , Surburban Shootout (komplett gaga) und Coupling (das britische friends).
- enjoy


Freitag, 21. Juni 2013

Der grüne See des Feuers (Der schicke Westen)



Vor Jahren lebte ich noch im *Westen*. Viele Stuttgarter, die etwas auf sich halten wohnen im Westen. Und einige gucken auf die anderen herunter, als würden alle im Westen in *Halbhöhelage* wohnen, was in Stuttgart so viel bedeutet wie: etwas besseres sein. Nicht alle.
Nun - ich wohnte in einem sogenannten *Mädchen- und Frauenwohnheim*. Nein, wir waren weder gefallene Mädchen noch auf der Flucht vor schlagenden Männern. Diese Institutionen bieten in Stuttgart Nichtstudentinnen praktisch ein Nichtstudentinnenheim. Wir haben es Mädchenknast genannt, weil die Hausregeln wie auf einer katholischen Mädchenschule waren, aber wir konnte relativ preiswert wohnen während wir unsere Ausbildung in Stuttgart absolvierten.
Und wenn die Mauern reden könnten wäre selbst der alte Chameur Casanova rot geworden.
Mein *Zuhause* lag ganz nah bei dem Feuersee und die Kirche. Jeden Sonntag Morgen wollten wir den Glockenturm wegsprengen ----
Die Johannes Kirche liegt auf einer kleinen *Halbinsel* des Feuersees malerisch umringt von nicht mehr ganz jungen Bäumen. Das Wasser des *Sees* ist immer trüber, aber im Sommer grün, und wenn die Hitze dementsprechend ist siehst man dicke Karpfen direkt unter der Wasseroberfläche.



Auf beiden Seiten des Sees gibt es Locations, mit Terrassen, eine kleine Oase mitten in der Stadt und wie so oft in Stuttgart - direkt an einer Hauptverkehrsader. Gehört irgendwie zu dieser Stadt. Diese Stadt ist für manche Überraschung gut.
Allein das *Klohäuschen* am Feuersee ist ein *Hingucker*. Schüler haben es bemalt.

Die Bänke neben dem Toilettenhäuschen gehört den Obdachlosen. Das war schon immer so, seit ich den See kenne. Und sie werden toleriert, auch wenn es natürlich einige *anständige* Bürger gibt, denen dies ein Dorn im Auge ist.  Aber es ist wie es ist.

Also falls ihr mal in der Nähe seid: S-Bahnstation Feuersee aussteigen, im Trollinger etwas futtern ( kann ich empfehlen)oder
ihr tut euch die Tapas in der roten Kapella an (Location super, die Essensbewertungen findet ihr hier. Ich schweige lieber dazu - und das, obwohl ich Tapas liebe).

-und hüpft nicht in die grüne Suppe, wer weiß zu was ihr sonst mutiert.

-grusel





Donnerstag, 20. Juni 2013

Summer in the City - Das Stella (der wilde Süden/ die hippe Mitte)

Alle reden über das Wetter, ich nur am Rande. Viele jammern, manche stöhnen, einigen jubelieren und ich habe mir schon Gedanken gemacht, ob ich meine Kater scheren soll. Sie folgen mir auf Schritt und Tritt und werfen sich dann, platt wie eine Flunder, zu Boden.
Normalerweise sind sie hell begeistert, wenn sich eine Mücke in unser Domizil verirrt und jagen und verspeisen sie. Zur Zeit nicht. Sie blicken ihnen nur träge hinterher.
Ich lege mir abends ein nasses Handtuch auf den Körper - spätestens nach 10 Minuten habe ich dann Gänsehaut ...
 
Hätte ich nen Balkon , würde ich draußen schlafen
Wir hatten gestern Abend, um 19°°, noch 34°C. Zwischen den Häuserzeilen stand die Luft. Und ich hatte mich mit einem Freund verabredet, der Redebedürfnis hatte. Ich kann sogar zuhören, wenn es darauf ankommt, nun ja, ich versuche es zumindest.
Wohin an einem lauen Sommerabend, wenn alles und jeder draußen sitzt und man etwas ungestört reden möchte? Das Concha fällt weg, coole Location, aber an solchen Abend eher ein Bienenstock.
Und dann ging mir eine Leuchtfackel an. DAS STELLA. 


Bei schönem Wetter werden die Fenster zur Terrasse 


Seitdem ich in Stuttgart lebe - und das ist nicht erste seit gestern - kenne ich das Stella. Früher kamen wir hier zum Frühstücken her, jetzt ist uns die Uhrzeit egal. Direkt an einer der Hauptverkehrsadern gelegen stolpert man selten *zufällig* über dieses Cafe. Zugeben - es ist etwas laut, wenn man draußen sitzt - und jetzt im Sommer, wenn die Porsche- und anderen Möchte-gern-Rennwagen-Fahrer meinen sie müssten in der Stadt die Motoren heulen lassen, ist es teilweise extrem, aber ist def cool. Die Hauptstätterstraße ist durch Baumreihen etwas abgeschirmt. Und es geht hier sogar ein Lüftchen. Über dem Stella  sit das Büro der Grünen, ums Eck ein Casino, ein paar Schritte zur U-Bahn und zum Wilhelmsplatz. Und nur den Berg runterrollen für mich. Keine 5 Gehminuten. Okay mit den Krücken 10 Minuten.

Die Einrichtung hat sich kaum verändert, das Klientel auch nicht, viele kommen seit Jahren hierher und es stoßen natürlich andere dazu. Meine Begleitung gestern war seit ewigen Zeiten nicht hier. Als wir kamen, war die Strassenterrasse fast leer und wir hatten die Ruhe um zu reden.
Und zu trinken.

Mango Margarita - sehr lecker
Je später es wurde, desto angenehmer wurde die Luft, es fuhren weniger Autos, Das Cafe, jetzt eher Bar, füllte sich immer mehr mit gut gelaunten Menschen, die auf der Flucht, vor ihren wollig warmen Wohnungen, hier strandeten.

Wir hätten die ganze Nacht liebend gerne draußen verbracht, aber .... nun ja, Meine Kater warteten auf mich, also musste ich heim. Aber ihr bestimmt nicht. Nutzt die Sommertage und macht einmal einen Abstecher. Es lohnt sich.

-enjoy







Mittwoch, 19. Juni 2013

Heiß, heiß Baby.... Bäscht Koffä Äwa Part Two (London)

Boa, ich wohne ja mitten in Stuttgart, ganz unten im Kessel, ich bin also Kesselianerin. Und im Moment leiden wir *unteren* und richten unsere neidvollen Blicke auf die Halbhöhenlage. Auch meine Fellbälle leiden und liegen nur noch herum.
Trotzdem trinke ich Kaffee und träume mich einfach weg. In den Norden, Richtung Insel. Große Insel und ich träume von Tage an der Themse, an der meistens ein frischer Wind weht. Ihr denkt der Rhein bei Köln sei prächtig? Nichts geht über die Themse. Kommst mit. Wir laufen über die Millenium Bridge und am New Shakespeartheater vorbei Richtung Borough Market.


Und da sind wir auch schon. Miriam musste Andrea versprechen WEDER dern Namen zu nennen, noch verräterische Fotos zu posten. Und ich muss mich auch daran halten. Leider. Versprochen ist versprochen.In Camden Market war Miriam schon vom Kaffeegenuss beeindruckt, aber hier bekam sie den Flash.

Der Zucker ist anders, einfach anders und sehr, sehr lecker
Kommt mit, und folgt wenigstens der Erzählung.
Das Cafe sieht unspektakulär, aber sieht irgendwie anderes aus. Es ist ein hoher Raun, aber eng. Auf der einen Seite der Tresen, der gut ein Drittel des Raumes einnimmt, in der Mitte ein gewaltiger Tisch, mit einfachen Stühlen außen herum, auf dem Tisch ein Korb mit Brot, Steinplatten mit Butter, ein Tablett mit großen Marmeladengläsern und einem Besteckbehälter, Hier kann man Brot *kaufen* und sich dann durch die Marmeladen futtern. Bestrickend einfach, unheimlich lecker. Hinter dem Tisch gibt es noch Barhocker an einem Wandtisch. Eine enge Treppe führt zu einer kleinen Nische, auch hier ein Tisch und Stühle. Gegenüber dem Eingang sieht man die Säulen des Boroughmarket.

anheimelnde Atmosphäre
wo das wohl ist?
Zurück zum Kaffee. Diese Kaffee Erfahrung war eine Offenbarung. Der beste Kaffee ever. Alleine dafür lohnt es sich nach London zu pilgern. Nun ja, shoppen kann man dann auch gleich und auf dem Markt um die Ecke sich durch die Stände futtern. Wenn man nicht schon mit Marmeladenbrot voll ist.

-schlürf-



Dienstag, 18. Juni 2013

Lichtschimmer & Schnickschnack


 Was wäre ein schöner. lauer Sommerabend ohne das weiche Licht von Kerzen? Ja, ich weiß, es gibt auch Lichterketten, aber draußen in der Natur sucht man meistens umsonst nach einer Steckdose. Ich mag Windlichter jeder Art, vor allem, weil sie auch meine vier Wände schon vor dem Flammentod gerettet haben. Allerdings sehe ich mit den beiden Fellschnauzen davon ab *offenes Feuer* in meiner Wohnung zu haben, die würden sich nur die Schnurrhaare absengen und da muss nicht sein.
Die Windlichter auf dem Foto habe ich selbst *gemacht*, ja ich habe immer noch zuviel Zeit und dann kommt man auf die seltsamsten Ideen und als mich eine Freundin ansprach, ob ich was für einen Handwerkskunstmarkt machen möchte, war ich sofort Feuer und Flamme und mir ging ein Lichtlein auf. Ich habe Geschirr und Gläser in Massen und Wollreste, also tataattata.


 Außerdem gibt es lecker Creme in Gläsern zu kaufen, die leider kein Pfand haben - die wurden dann gleich mit verwurstet, die Seite *Recycling Art* auf Facebook rumort schon die ganze Zet in meinem Kopf herum.
Wem Teelichter zu heikel sind kann LED Lichter nehmen.
Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Als mich dann der Häkelwahn komplett übermannte, aber alle Gläser verwurstet hatte suchte ich verzweifelt nach anderen *bestrickenden* Möglichkeiten. Und ich wurde fündig :



Aufbewahrungskörbe, für Schnickschnack und Allerlei, in allen Größen und Farben und Mustern, ich tüftle noch und brauche vor allem dickere Häkelnadeln, je größer der Korb, desto dicker muss das Garn sein, also auch so dicker die Nadel.
Der Markt wurde verschoben, ich werde wohl die Sachen dann bei DaWanda zum Kauf *feilbieten*, falls ihr Interesse habt, meldet euch einfach, ich gebe euch dann den Link. Für die Selbermacher bastle ich noch an den Anleitungen.
Meine zwei Katzer haben mir dann allerdings klar ein Zeichen gesetzt und zwingen mich regelmäßig aufzuhören: sie legen sich einfach auf mich und schnurren um die Wette - bei den Temperaturen sehnt man sich ja nicht unbedingt nach einer Pelzdecke

eine rechts, eine links, eine fallen lassen*





Montag, 17. Juni 2013

Der Satanbraten (Essen)

Wer jetzt einen Bericht über okkulte Dinge vermutet liegt voll daneben. Es geht um Seitan. Gerne genutzt, von manchen Veggies , um statt eines Stücks Fleisches gebraten und verspeist zu werden.
Seitan ist in der traditionellen, asiatischen Küche verankert und kein neumodisches *Zeuchs*. Die Herstellung ist mühsam: Mehl wird so lange gewaschen bis nur noch das Kleberweiß überbleibt, das sogenannte Gluten. Und dann wären wir auch schon im Reich der Unverträglichkeiten.
Zum Glück vertrage ich es und so komme ich zu meinem Sonntagsbraten oder zu meiner gebratenen Ente, ohne irgendetwas abmurksen zu müssen.
Aber auch bevor ich aufhörte regelmäßig Fleisch zu essen, kannte ich Seitan schon und habe es oft beim Thai gegessen, einfach weil es schmeckt und exotisch war. Und mit roter Thaicurry-Soße  und Kokosmilch ist es wirklich lecker.
Jetzt kann man Seitan in der Zwischenzeit sogar schon als fertige Bratenstücke, gewürzt und verpackt kaufen, ob als Würstchen, Kassler oder Aufschnitt, mit Hanf, ohne, als Lyonerfake oder Salami.
Jetzt wollte ich mal wieder Gulasch essen, aber eben mit ohne Fleisch und in der Kichererbse wurde ich fündig -

sieht irgendwie *echt* aus
Sieht irgendwie - hm - aus
Ich sah mir das Ganze an und war ziemlich skeptisch. Aber..... mit den Zwiebeln scharf angebraten 


 und dann in den Untiefen meines Kühlschrankes noch ein paar unschuldige Pilze gejagt, erlegt und mit angebraten,

junge Champignons 
 Es kam dann Folgendes heraus, nachdem ich etliche Gewürze, etwas Tomatenmark und Speisestärke zugefügt hatte und das ganze schmoren ließ .....

irgendwie wie bei Mama
Das Endergebnis habe ich dann mit Spiralnudeln und einem grünen Salat verputzt (nein kein weiteres Foto, ich hatte Hunger) und ich muss sagen - nicht schlecht. Aber ich muss es nicht immer haben. irgendwie hat meine *Fleischeslust* ziemlich nachgelassen, aber der Gulaschgeschmack war gar köstlich. Lag aber wohl eher an den Gewürzen und nicht am Seitan.
Für die Nichtveggies: probiert es doch mal beim Thai, es ist wirklich lecker und schmeckt ganz anders als Tofu.

*schleck




Freitag, 14. Juni 2013

Mal kurz über die Straße zu Micha (Der wilde Süden)


Mein Kiez, also das was man im Schwabenländle Viertel nennt (nein nicht Viertele, das trinkt man, im Viertel wohnt man), ist einfach schön. Und das aus verschiedenen Gründen: es ist eines der schönsten Altbauvierteln, vom Krieg etwas mehr verschont, mit prächtigen Bürgerhäusern und wundervollen Hinterhöfen, kleinen Läden und dem Charakter eines jungen Dorfes: man kennt sich, man grüßt sich, man hält einen Schwatz.  Das hat bis jetzt auch nicht die beginnende Gentrifizierung des Viertels ändern können.
Der Lieblingsbäcker um's Eck, der kleine spanische Lebensmittelladen, die Freundin, die ein paar Seitenstraßen weiter wohnt und Dora Asemwald Atelier, auf dessen Stufen Martin und ich regelmäßig sitzen und plauschen.
Eines der Highlights meiner Straße ist Micha's Lädle.



Jedes Stadtteil sollte so einen *Kiosk* haben. Mit einer Bank davor, zum rasten und quatschen und in diesem Fall gemeinsam eine Zigarette zu rauchen. Ich rauche zwar nicht, mag es ab er trotzdem.

Was aber macht Michas Lädle so anders? Sieht es doch gar nicht so anders aus, oder doch?
Nun als erstes sind da Micha selbst und sein Hund, der Marley heißt und genauso relaxt ist wie ein echter Rasta und auch das Logo ziert. Marley ist ne echte Wucht und liegt bei schlechtem Wetter im Schaufenster, bei Sonne liegt er vor dem Eingang.

Man sieht - das Heusteigviertel liegt am Hang und nein, die Bank rutscht nicht weg

Micha ist jung, freundlich, kennt die Kids, die seine Süßigkeiten plündern sogar mit Namen und bestellt einem die Zeitschriften, die man haben möchte und die er vielleicht gerade nicht da hat. Was ich mir fast nicht vorstellen kann - ich meine, dass er einmal eine Zeitschrift nicht hat.
Ich wusste gar nicht was es für coole Magazine gibt und stehe manchmal vor dem Schaufenster und studiere die Auslage.


Meine neuste Errungenschaft: Karl -Kultur in Stuttgart, unter 5€. Oder das Deli und Päng! Ohne Micha wäre ich da nie drüber gestolpert. Auf seinem Verkaufstresen findet man aber auch ab und zu CD's, von Bands, die noch kein Label haben, die Micha gut findet und für die Band vertreibt.
Auch hier habe ich schon Gutes erbeutet.

Aber das ist nicht alles, natürlich gibt es auch Postkarten, Briefumschläge, Schulhefte, Stift ect, Tabak und Zigaretten und eine Hermes Paketannahme Das nächste Postamt liegt nicht gerade um die Ecke und wenn ich es eilig habe, oder das Paket schwer st bin ich wirklich dankbar dafür.

Michas Lädle rockt, wenn ihr mal im Viertel seid, kommt doch einfach vorbei.
Auch ein cooler Laden: http://www.kokelores.com/2013/06/alles-kase-oder-was-der-wilde-suden.html die Kichererbse, wer es noch nicht kennt :)



Nepper, Schlepper, Bauernfänger

Eigentlich war heute ein anderer Blogeintrag geplant, aber gerade erhielt ich folgende Email:

Sehr geehrte/r Marianne,

wir wurden von der Firma T***** GmbH Online beauftragt die gesetzlichen Interessen zu vertreten. Die ordnungsgemäße Bevollmächtigung wurde anwaltlich schriftlich zugesichert. 

Mit dem ausgeführtem Auftrag vom 08.04.2013 haben Sie sich vertraglich verpflichtet den Betrag von 751,00 Euro an Toysrus GmbH Online zu begleichen. Dieser Pflicht sind Sie bis jetzt nicht nachgekommen. Weiterhin sind Sie aus Gründen des Verzuges dazu verpflichtet die Ausgaben unserer Leistung zu tragen. 

Diese belaufen sich nach dieser Abrechnung:

EUR 15,00 (nach Nr. 643 RGV}
EUR 32,00 (Vergütung gemäß § 4 Abs. 1 und 2 RVG} 

Wir verpflichten Sie mit Kraft unserer Mandantschaft den Gesamtbetrag auf das Konto unseren Mandanten zu überweisen. Die Kontodaten und die Lieferdaten Ihrer Bestellung finden Sie im Anhang. Für den Eingang der Zahlung setzten wir Ihnen eine letzte Frist bis zum 19.06.2013. 

Das Einhalten dieser zeitlichen Frist liegt auf jedem Fall in Ihrem Interesse. Sofern Sie diese zeitliche Frist ergebnislos verstreichen, werden ohne weitere Aufforderung gerichtliche Schritte einleitet. Dadurch werden Ihnen weitere, beträchtliche Kosten entstehen. 

Mit freundliche Grüßen K J Inkasso Anwaltschaft

Und um es mit den Worten des, von mir sehr verehrten, Herrn Hassknecht der Heute Show zu sagen: die haben wohl den A**** offen. Und den Titel habe ich einer alten ZDF Sendung entliehen, die sich zur Aufgabe gemacht hat, ehrenwerte Bürger, vor Trickbetrüger zu warnen
Für wie blöde halten die denn einen eigentlich? Die kennen noch nicht einmal meinen Nachnamen und wollen dann dass ich ein ZIP Dokument öffne????
Und auch wenn ich weiß, dass dies Betrüger sind, so durchfährt einen dann doch im ersten Moment ein leichtes Zucken.

Was mich ärgert sind folgende Punkte:
Das es solche ***** immer wieder probieren.
Das es Menschen gibt, die darauf reinfallen.
Das man den ersteren fast nicht zu fassen beikommt. Ich meine so mit jagen, fangen und einsperren.

Falls ihr so eine Mail erhaltet - keinen Anhang öffnen, TUT ES NICHT!
Dann guggelt ihr mal gemütlich nach der Firma, bei der ihr angeblich Schulden habt. In meinem Fall gab es die nämlich gar nicht.

Dann googelt ihr mal nach dem Inkasso Unternehmen  (gibt es bei mir auch nicht) und danach leitet ihr das Ganze an die Verbraucherschutzzentrale und die Polizei weiter. Ich googelte und bekam folgende Info : Vierte Spamwelle mit Mahnungen und Rechnungen. Lest selbst: http://www.spam-info.de/2233/neue-spam-welle-mit-angeblichen-mahnungen-und-rechnungen/

Falls ihr den Anhang öffnet werdet ihr sehen, .... wenn ihr Pech habt bekommt ihr ein wunderbares Spyprogram auf euren PC geladen, dass dann eure Daten weiterleitet. Oder eine andere nette Gemeinheit.

Seid clever und bleibt cool und lasst nicht zu, dass solche Leute euch schädigen.
Die Namen der betreffenden Firmen, die sich nicht googeln ließen teile ich euch gerne per Mail mit.




Donnerstag, 13. Juni 2013

Scherben bringen Glück...

sagt man.
Soso. Ich soll es also als Glücksfall sehen, dass mein wunderschöner Terracotta Blumenkasten, samt Inhalt, das Fliegen gelernt hat, aber die Landung leider nicht überstand?
Wenn ich ehrlich bin (und das bin ich immer, Finger hinterm Rücken kreuz), dann betraure ich das Dahinscheiden des Blumenkastens wirklich, allerdings nicht dessen Inhalt. Der hatte sich nämlich schon verabschiedet. Und zwar mit den ersten Frostnächten des, erst kürzlich, vergangenen Winters. Ich holte den Kasten nebst Inhalt zwar sofort (also nach einer Woche) ins Warme, aber das war dem Pfenningbaum nicht schnell genug. Nun es gibt ja auch keine Pfenninge mehr...
Was dann folgte war ein Trauerspiel - langsam starb das einst prächtige Pflänzchen dahin und mahnte mich meines Versagens als Fensterbrettgärtnerin. Und ich konnte dieser Schmach auch nicht entkommen, da ich in der Zwischenzeit diese vermaledeiten Krücken am Hals, bzw an den Händen hatte.

Der Täter beim verstecken: keiner rechts...

keiner links....

Gutes Versteck!

Als ich nun letzte Woche auf meiner Wohnzimmercouch fläzte, schoss Soleil wie ein geölter Blitz (ich muss mal googeln woher der Bergriff stammt, ich kann mir nicht vorstellen, dass man einen Blitz einölen kann) an mir vorbei, Richtung Flurfenster. Im voraus flog eine widerliche, dicke Fliege.
Und dann schepperte es auch schon. Das Flurfenster befindet sich in ca 1,50m Höhe und der Kasten hatte noch einmal eine Seitenwandhöhe von 15 cm. Soleil muss mit voller Sprungkraft auf dem Kasten gelandet sein, leider nur auf der Außenkante, was dessen Schicksal mit sofortiger Wirkung besiegelt hat.
Soleil schoss mit einem irren Blick, wie ihn nur zu Tode erschrockene Katzen haben können, zurück ins Wohnzimmer.
Irgendwie machen einen Katzen mit der Zeit fatalistisch. Ich glaube, dass ist der einzige Weg nicht ständig zu schreien. Katzenbesitzer nehmen es mit einer stoischen Gelassenheit hin, dass ihre Vierbeiner die Wohnung Stück um Stück zerlegen.
Also sah ich - mäßig interessiert - in den Flur und betrachtete aus der Ferne die *Bescherbung*, Soleil zu meinen Füßen, ganz Ohr, was von mir kommen würde.
Statt der Schimpftriade bekam er die Ohren gekrault und ich versenkte mich in die Planung der Schadensbeseitigung.
Nun, Katzen machen gelassen - ich muss das Schreiben ständig unterbrechen, da beide Kater meinen, die Laptoptastatur wäre perfekt zum drüber trippeln - und nach drei Tagen hatte ich es dann geschafft, den Tatort zu reinigen, trotz Krücken und Rücken (der Reim war nicht beabsichtigt).

Der traurige Rest
Gerade schlafen beide selig und lassen mir damit Zeit die Daily News zu tippen. Wahrscheinlich träumen sie von ihren nächsten Untaten und wie sie mir noch mehr Glück *bescherben* können.

schepper*

Mittwoch, 12. Juni 2013

Best Kid on the *Blog*

Wenn ich etwas doof finde, dann ist es *Eifersüchteleien* zwischen Bloggern, Neid auf anderer Leute Erfolg. Himmel sei Dank für die Sonne und dafür, dass ich ein paar Menschen kenne, die da eher wie ich gestrickt sind.
Aber um das geht es hier nicht, sondern um andere Blogs. Und die möchte ich euch jetzt gerne mal vorstellen. Aber wehe ihr wandert ab - dann gibt es Saures.

Was ich extremst seltsam finde: mein Blog-Roll ( dieses Teil an der Seite, das anzeigt, welche Blogs ich lese) ist verschwunden und ich weiß nicht warum. Da muss ich wieder basteln. Oder nach Sabine schreien ---- die wohnt ja auch nur um's Eck.

Zum Beispiel die Sabine vom Liebstöckelschuh. Sie hat kein Problem ihr Wissen zu teilen. Ich auch nicht. Ich weiß nur nicht viel - (Spaß, Spaß) - nur wenn jemand *falsches Spiel* treibt, dann werde ich sauer. Außerdem mag ich ihren Schreibstil, sie hat so einen herrlichen *furztrockenen* Humor.
Sie schreibt, was sie so als Mutter einer kleinen, entzückenden Emanze, als Produkttesterin und im ganz normalen Leben umtreibt.

Handimania ist ein wundervoller Blog verschiedener Autoren, die *Selbstgemachtes* vorstellen, aus allen Rubriken. Also die Bastler unter euch sollten sich mal ranhalten. Es lohnt sich auf alle Fälle. Auch wenn man kein Englisch kann, die Bilder sind selbst erklärend. Und selten solch witzige Sachen gesehen.

Über Dora's Lebenslügen haben ich schon einmal geschrieben. Das etwas andere Onlinetagebuch. Reinschnuppern, unbedingt. Ich wohne ja über ihrer Galerie, treffe aber immer nur ihren Assistenten Martin an. Sie ist die Intellektuelle unter uns Mädels. Sie trifft immer der Katze Kern.

Es sind ja nur Mädels hier :) und deswegen noch den fantastischen Kochblog von Margit - auch wenn sie weder vegan, noch vegetarisch ist, aber vieles in die Richtung kocht, hole ich mir regelmäßig Anregungen bei ihr. Sie lebt in Spanien und das merkt man ihren Rezepten an.
Guggst du da: www.kochbuchfuermaxundmoritz.blogspot.com

Jetzt wünsche ich euch erst einmal viel Spaß beim Stöbern und Lesen und - kommt wieder! Büdde!







Dienstag, 11. Juni 2013

Poster oder echtes Bild?

Auch ich lese Blogs und ab und zu gerne den Testblog von der Sabine. Und da stolperte ich über eine Bloggeraktion, die ich nun mal wirklich klasse finde, da ich schon etwas am Verzweifeln war - auf der Suche für ein Geburtstagsgeschenk für eine Freundin.
Ich habe ein Foto von einem Tourplakat von Depeche Mode - das würde sich sicher toll als Poster machen, aber NOCH besser als Bild auf einer Leinwand.
Um was es geht? Nun, Picanova bietet den Service Fotos auf Leinwand, also so richtig Leinwand mit Keilrahmen, zu drucken. Finde ich eine super Idee, da man sich dann den Rahmen spart und dass ganze auch noch veredelt wird.
Die Bloggeraktion läuft wie folgt ab: ihr berichtet über diese Blogaktion, verlinkt  die Aktionsseite www.picanova.de/aktion/ in eurem Blog und  schickt den Link zum Artikel an:
blogaktion@picanova.de. Dafür erhaltet ihr einen Gutschein über 50 (!) € für den Leinwanddruck, exclusive Porto.
Bei Picanova kann man auch auf Acrylglas oder Aluminium drucken lassen, allerdings gilt hierfür der Gutschein nicht.
Die Aktion läuft bis zum 30.6 und dann gilt der Gutschein bis zum 1.7.2013. Also, relativ kleines Zeitfenster, was aber nur bedeutet - ran an die Tasten und sich schon ein paar Motive raussuchen und Formate sichten, bloggen und wenn der Gutschein da ist SOFORT bestellen.

Ich wünsche euch viel Spaß und Erfolg - meine Motive liegen bereit. Und jetzt ahnen manche was sie zum Geburtstag bekommen .....

Oh, ihr habt keinen Blog? Nun, dann kennt ihr jetzt wenigstens Picanova.


Bäscht Kofi äwa - Part One (London)

Nun, wer denkt die Engländer hätten keine Ahnung vom Kaffee trinken irrt. Das selbe gilt für gutes Take Away Essen. Fish und Chips war einmal - gibt es noch, aber eben als Teil des Ganzen und nicht mehr als Hauptteil.
Wenn man in London gutenKaffee trinken und gleichzeitig zwei Highlights abgreifen will, sollte sich einmal in Richtung Camden Lock - bzw Camden Town aufmachen. Übrigens gibt es dort auch die berühmten Doc Martens. Gleich um's Eck werden die robusten Kulttreter, in einem kleinen Laden, verkauft. Hier bekommt man alle verfügbaren Modelle. Und hier geht es zum Video
Aber zurück zum Kaffee. Miriam war hin und weg. Camden Lock muss sich, nach ihren Erzählungen, echt rausgeputzt haben. Natürlich immer noch Touri-Hochburg, der Steampunk-Stil taucht immer mehr auf - ups, ich schweife wieder ab.
Kaffee.




 So, wenn man im Stable Market die Touri-Fressmeile links liegen läßt und um die Ecke biegt, öffnet sich eine Art Innenhof, zum Wasser offen, mit kleinen Ständen. Wie das duftet! Nach Gewürzen, Lachen erklingt, ein buntes Völckchen an jungen Leuten betreibt die kleinen Buden, ob spanische Leckerbissen, englische Scones, handsgemachte Fudges.
Und Kaffee. Mitten drin ein kleiner Stand mit einer bildhübschen Frau, deren breites Lächeln dazu einlädt zu bleiben und den Duft der frischgerösteten Kaffebohnen zu inhalieren. Denn das macht sie - in einer kleinen, gusseisernen Pfanne röstet sie Kaffeebohnen, Biokaffeebohnen aus Erythräa, mahlt sie und macht einen gar köstlichen Kaffee. Anders kann und darf man es nicht nennen.
Keine Plörre, sondern einen starken, aber doch milden Geschmack.
Gleich neben dran bekommt man Hotdogs einer anderen Art - wenn man Wurst mag, ein Muß!


(Miriam ist immer noch von den Socken). Die Biowelle ist auch in London spürbar. Und es macht Spaß sich durch zu futtern. Großes Manko: man ist immer sofort satt. Man hat keinen Hunger mehr. Egal wie sehr etwas duftet. Miriam fragte mich, ob die Engländer was ins Essen mischen. Ich weiß es nicht.
Miriam und Andrea haben dann für mich einen Schuhladen geplündert (per Whats App gab es Fotos und ich schrieb immer : KAUFEN; KAUFEN; KAUFEN; SOFORT KAUFEN!) und noch einen Comicladen überfallen.



Wo es auch einen Guten Kaffee gibt? Dazu mehr die Tage.