Samstag, 29. Juni 2013

*Rote Ohren*

... hatte ich vorgestern den ganzen Tag. So nenne ich es, wenn ich rot werde, denn bei mir verfärben sich immer zuerst die Ohren und dann entflammt das ganze Gesicht. Na ja, rot? Eher pink. Tiefdunkles pink.
Klar platze ich fast. Wer würde es nicht, wenn er einen Online-Artikel über sich in den beiden Stuttgarter Zeitungen liest? Ich hüpfe immer noch im Kreis um die Krücke herum und singe dabei: ach wie gut, dass jeder weiß, dass ich Kokelores heiß. Ich bin nämlich überhaupt nicht cool, ich tue immer nur so.
Zwar hatte mir die verantwortliche Redakteurin am Mittwoch Abend per Email das Erscheinungsdatum mitgeteilt, aber ich war da gerade so im Glück, dass mein Bein endlich heilt und ich langsam aber sicher auf Vollbelastung gehen darf -und in die Reha! -, dass ich nicht wirklich überriss, was das bedeutete.
Das Interview lag schon ein paar Tage zurückt und ich wusste ja, das der Artikel mal erscheinen würde, aber irgendwie dann doch nicht.
Ich bummelte dann mal wieder vor mich hin, glücklich, dass ich nur noch eine Krücke brauche und voll in den Vorbereitungen für die Reha, als folgender Post auf meiner FB Pinnwand aufploppte:

*MARIANNE!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.unsere-serie-stuttgart-bloggt-kokolores-nein-einfach-nur-das-leben.51920d61-e043-47ac-8c75-79c2bd346f33.html*

Eine Freundin hatte den Artikel schon entdeckt, mir an die Pinnwand genagelt und damit eine Lawine der Glückwünschen los getreten. Natürlich habe ich es auf meiner FB Seite gepostet. Auch wenn es mir - ein *klitzekleinesbisschen* - peinlich war. Und ich bekam das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht.

Und dann fiel mir mein alter Deutschlehrer in der Grundschule ein. Ach und da schreibt sie nun einen Blog, die kleine Marianne K, die in der vierten Klasse Aschermittwoch mit R schrieb ( jawohl, ich schrieb A-r-schermittwoch) und mich der - ach so patente - Jungpädagoge vor der ganzen Klasse lächerlich machte. Als Kleinste in der Familie war ich so etwas aber gewohnt und schämte mich zwar, aber zeigte es nicht. Und - er war einer der Pädagogen, der empfahl mich auf die Sonderschule zu schicken, meine Mutter kämpfte wie eine Löwin, dies zu verhindern und ich machte auf dem zweiten Bildungsweg erst die Realschulreife und dann das Abi nach.
Als ich ihn Jahre spätere traf, traf ihn fast der Schlag, (nein nicht in der Form eines geworfenen Woks) als er erfuhr, dass ich das Abi nachgemacht hatte. Und auch noch mit einem guten Schnitt. Trotz meiner Rechtschreibschwäche. Tja, Herr Ne**- Also - falls euer Kind mit der Schrift hadert heißt das nicht, dass es doof ist-Es hat bestimmt Talente in anderen Bereichen. Entdeckt diese und fördert sie.
Mit den Kommas stehe ich immer noch auf Kriegsfuß und einige Worte muss ich recherchieren, jetzt da ich aber wieder mehr schreibe und es ein Rechtschreibprogramm gibt ist natürlich vieles leichter.
http://www.kokelores.com/2013/04/komma-oder-koma-deutsche-sprache.html

Aber ich sage einfach mal Danke. An den *Melder* und an Sabine, die mich so lange *getreten* hat, bis ich mich an de Tasten machte und an meine ersten Leser.
Ein Geschichtenerzähler lebt von seinen Zuhörern und Lesern.
Und euch allen gilt mein Dank. Und das ihr mir meine Tipp-, Koma- und Rechtschreibfehler verzeiht,
wenn ihr Spaß an meinen Geschichten habt, freut mich das ungemein.

*verneig

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