Mittwoch, 31. Juli 2013

Häzkerschä un Sommakich (Essen)

Obstsalat auf Natursojaghurt mit Müsli-Topping
Herzkirschen und Sommerküche. Ich kann euch nur empfehlen einen Sprachkurs zu belegen, wenn ihr nach Nordbaden auf's Land ziehen wollt. Ich weiß von was ich rede. Aber dies ist, wie so oft, ein anderes Thema.
In Bad Sooden-Alendorf habe ich mir regelmäßig die Wampe mit Herzkirschen voll geschlagen. Mit entsprechendem Ergebnis. Bauchweh. Auf Badisch: Ranzeblitze. Nun ja, jetzt bin ich zuhause im Hitzekessel, die Kater liegen platt wie Flundern auf dem Boden herum und ich habe den Kühlschrank vollgepackt mit Obst und Gemüse, denn alles andere ist mir zur Zeit zu schwer.


Außerdem habe ich ja in der Reha angefangen abzunehmen, 3kg in drei Wochen, und es müssen noch etliche Pfunde folgen. Seit ich zuhause bin sind nochmal 3kg runter (ich fühl mich schon ganz leicht ^^).
Und das geht am besten mit geplanten Mahlzeiten und jetzt im Sommer ist leicht essen insgesamt eine Wohltat.

Rezept für den Obstsalat ( für 4 Portionen)
1 Henkel Weintrauben
1 kleiner Apfel
1 kleine Birne
1/2 kleine (Zucker)Melone
1 Banane
1 Nektarine
1 große, dunkle Pflaume
1 Liter Direktsaft (für die säuerliche Variante Pink Grape, ansonsten Apfel- oder Orangensaft)

Den Saft in eine verschließbare Aufbewahrungsdose gießen,
das gewaschene Obst zerkleinern und sofort in den Saft kippen:
Weintrauben in Hälften schneiden,
Banane in Scheiben,
Melone zerteilen, die eine Hälfte kaltstellen, die andere in kleine Würfel schneiden,
Apfel und Birne entkernen, NICHT schälen, würfeln
Nektarine und Pflaume den Stein Stein entfernen, würfeln,
fertig.

Als Frühstück mit einem Nussmüsli vermengen, auch den Saft nehmen.
Mittagessen: Sojaghurt dazu und Ölsaaten oder Müsli unterrühren

Abendsessen: eine Portion entnehmen, mit dem Mixer geschmeidig machen und mit Rum mixen.
>Hicks<
Nun ja, das Letztere ist nicht für eine Diät geeignet. Leider.

Alternatives Abendessen:
Sommerlicher lauwarmer Salat:

Sommerlicher, lauwarmer Salat,
schmeckt und macht satt

Pro Person:
1 große oder zwei kleine, festkochende Kartoffeln
1/4 Kopsalat
1 handvoll Pilze
Salatsoße:
1 TL Sojasoße, 1 TL Senf, Salz, Pfeffer, 1 Eßl Essig, 1 Eßl Kürbiskernöl

Kartoffeln in der Schale kochen, pellen, zerkleinern
Kopfsalat waschen und in mundgerechte Stücke rupfen oder schneiden
Pilze ab*sanden*. in dicke Scheiben schneiden

Alles für die Soße in ei Schraubglas und schütteln was das Zeugs hält.
Dann alles zusammen in eine Schüssel werfen und vermischen. Wer mag finnisches Knäckebrot dazu und fertig.

Zwischendurch auch gerne mal was herzhaftes, aber wie gesagt: im Moment
kent i grad no vo dä Keschä lewä.

Viel Spaß beim Übersetzen, ich bin dann mal in der Küche.









Dienstag, 30. Juli 2013

Der Schlüssel zum Glück

Gestern stolperte ich bei Facebook über den Post einer Freundin, wundert euch nicht über das Schriftbild, ich habe einfach mal nur geguttenbergt:
Diesen Texte möchte ich nicht verändern, sondern euch einfach nur weiterreichen, ohne Kommentar und Wertung.

Die 4 indischen Gesetze der Spiritualität

Das 1. Gesetzt sagt:
“Die Person die Dir begegnet ist die Richtige”
Das heißt, niemand tritt rein zufällig in unser Leben,
alle Menschen, die uns umgeben, die sich mit uns austauschen, stehen für etwas, entweder um uns zu lehren oder uns in unserer Situation voranzubringen.

Das 2. Gesetz sagt:
“Das was passiert, ist das Einzige was passieren konnte”
Nichts, aber absolut nichts von dem, was uns geschieht, hätte anders sein können.
Nicht einmal das unbedeutendste Detail.
Es gibt einfach kein: “Wenn ich das anders gemacht hätte…, dann wäre es anders gekommen…” Nein, das was passiert, ist das Einzige, was passieren konnte und musste passieren, damit wir unsere Lektionen lernen, um vorwärts zu kommen.
Alle, ja jede einzelne der Situationen, die uns im Leben widerfahren, sind absolut
perfekt, auch wenn unser Verstand unser Ego sich widersetzen und es nicht
akzeptieren wollen.

Das 3. Gesetz sagt:
“Jeder Moment in dem etwas beginnt, ist der richtige Moment”
Alles beginnt genau im richtigen Moment, nicht früher und nicht später.
Wenn wir dafür bereit sind, damit etwas Neues in unserem Leben geschieht, ist es
bereits da, um zu beginnen.

Das 4. Gesetzt sagt:
“Was zu Ende ist, ist zu Ende”
So einfach ist es. Wenn etwas in unserem Leben endet, dient es unserer
Entwicklung. Deshalb ist es besser loszulassen und vorwärts zu gehen,
beschenkt mit den jetzt gemachten Erfahrungen.
Ich glaube, dass es kein Zufall ist, dass du das hier jetzt liest. Wenn dieser Text Dir heute begegnet, dann deshalb, weil Du die Voraussetzungen
erfüllst und verstehst, dass nicht ein einziger Regentropfen irgend wo auf dieser Welt aus Versehen auf einen falschen Ort fällt.
Lass es Dir gut gehen…
Liebe mit Deinem ganzen Sein…
Sei glücklich ohne Ende...
Jeder Tag ist ein geschenkter, glücklicher Tag!

aus Indien, unbekannter Verfasser


Montag, 29. Juli 2013

Wenn es Frösche regnet... Tipps und Tricks für Sommertage



....würde ich in Deckung gehen. Aber es regnet seit gestern Abend immer wieder mal und nach den Hitzestunden des Wochenendes, die vielen die Füße wegrissen, lauschte ich gestern Nacht dankbar dem Regen, durch den ich wenige Minuten zuvor tanzte und die Kühle der auf meiner Haut zerplatzenden Regentropfen genoss. Die Straßen waren leer gefegt und seltsam still für einen Sommerabend in der Stadt.
(Kleiner Hinweis: ich humple immer noch, das Tanzen war mehr innerlich.)


Obwohl es so abgekühlt hatte, merkte ich die Nachwirkungen der Hitze der letzten Tage immer noch und da es wieder heißer werden soll, dachte ich darüber nach wie man diese Tage erträglicher machen kann, damit man auch was davon hat.
Und denen, denen es nicht heiß genug sein kann: denkt mal an die, die es nicht vertragen, die keinen Balkon, keine Terrasse ihr eigen nennen können.



Zu den Tipps:
Jaja, jetzt kommt sie wieder mit dem üblichen Sch*** wie viel trinken und nicht kalt trinken.
Jepp, das auch, aber nicht nur alt Bewährtes, sondern auch Dinge die schmecken und Spaß machen.

1 .Nehmt einen Regenschirm mit. Wie Bitte??? Jawohl! Ein Knirps passt in jede Tasche und schützt nicht nur eure Birne, sondern lässt auch die Luft ran. Und es sieht lustig aus, zerstört die Frisur nicht, und ist praktisch, wenn ein sommerlicher Platzregen über euch hereinbricht.
2. Esst Salat, Pasta, Obst. Grillt Gemüse, meidet tagsüber schweres Essen. Das Eisbein könnt ihr euch Abends rein hauen, tagsüber gilt: leicht soll es sein, zuckerhaltig, aber fettarm.
3. Wenn der Kreislauf schon auf Abwegen ist: Zucker und Coffein = Cola. Im Schatten sich auf den Boden setzen, am besten die Beine in einen Brunnen hängen (wenn einer in der Nähe ist) und die braune Brause langsam trinken. Ich empfehle die Fritzkola, die hat Coffein ohne Ende, aber krallt euch das was ihr bekommen könnt.
4. Feuchte Wickel um die Fesseln. Nicht jeder kann im Büro eine Wasserschüssel unter dem Schreibtisch verstecken und mit verzückten Blick die Füße darin verschwinden lassen. Nehmt ein Taschentuch, Stoff oder Zellstoff, nass machen und um die Fessel wickeln - wirkt Wunder. Geht auch im Nacken, sieht aber etwas seltsam aus und die Klamotten werden nass.
5. Nach dem Duschen - bitte lauwarm - nicht abtrocknen, sondern in ein Baumwolltuch wickeln. Das nimmt die Feuchtigkeit auf, diese verdunstet und wirkt dann wie eine Miniatur Klimaanlage. Keine Handtücher, die sind zu dick.
6. Fenster zu! Tagsüber Fenster ganz zu, noch nicht einmal gekippt, wer Rollläden hat: runterlassen. Wer diese nicht hat: feuchte Tücher vor die geschlossenen Fenster hängen: funktioniert wie die Körperklimaanlage.
7. Antike Klimaanlage. Einen unglasierten Tontopf, z.Bsp. einen Blumentopf, in eine Schüssel stellen, Wasser zugießen, stehen lassen. Der Tontopf saugt das Wasser auf und verdunstet es, dabei entzieht er der Luft Wärme und gibt Kälte ab. Natürlich reicht ein Topf nicht aus. Aber es hilft UND ist umweltfreundlich.

Ansonsten: trinken, trinken, trinken, gerne auch lauwarmen Tee. Wer nur Wasser trinkt entzieht an sehr heißen Tagen seinem Körper zusätzlich Elektrolyte - also: Mineralwasser! Oder auch mal eine Limo zwischendurch. Aber keinen Alkohol. Und wenn, dann bitte nur Abends.

Und was macht ihr? Freue mich über Tipps und Anregungen.




Sonntag, 28. Juli 2013

Sommer, Sonne, Songwriter & Streetmusic


Gestern war der heißeste Tag des Jahres in Stuttgart. Und als ich um halb elf das Haus verließ spannte ich einen Regenschirm auf. Was mir manche Blick einbrachte, auch das Tape, pink und cool am Knie hat einen Sightseeing-Effekt. Ich sollte Eintritt verlangen.
Als ich aus dem Haus trat empfing mich die Hitze mit einer innigen Umarmung, der ich nicht entkommen konnte.
Also schläppelte ich zur U-Bahn und fuhr bis zum Schloßplatz, bzw Haltestelle Börse. Danke VVS, der Aufzug ist seit Wochen defekt. (Ich bin sauer, auch ohne Krücken fällt mir das Treppensteigen schwer und das Geländer ist verklebt und ekelig.) Und Stuttgart shoppte. Ich griff mir an den Kopf, dann zur Wasserflasche. Hinter dem alten Schloss sammelten sich schon ein paar Menschen. Nicht zum Sonnenbaden, alles drängte in den Schatten, sondern wegen Prism, NSA und BND und dem Verhalten der Regierung dazu. Dora hat einen fantastischen, satirischen Artikel dazu geschrieben. Aber das Interesse der Massen lag wohl woanders, es waren nur 200, aber die Reden waren gut. Und ich hatte einen Sitzplatz im Schatten.
Danach huschte ich noch zum Drogeriemarkt und organisierte mir diverse Kampfwaffen (verrate ich euch die Tage für was ich die brauchte), bummelte die Königstrasse hinunter und blieb immer wieder stehen, um begeistert jungen Strassenmusikern zuzuhören und von zwei jungen Männern war ich so begeistet - also von ihrer Musik, um das mal klar zu stellen!- dass ich ihnen eine CD Abkaufte, die jetzt im Hintergrund läuft.


Um halb zwei hatte ich einen Schweißausbruch nach dem anderen und flüchtete in die U-Bahn. Als ich die U14 betrat empfing mich Kühle und der Duft nach ungewaschener Männlichkeit. Schwitzen und Laufen, oder fahren und Gerüche ertragen?
Ich fuhr und machte mir Gedanken über eine Petition über *Zwangsduschen und Deoeinsatz*
Dann hieß es das bein hochlegen, Eis drauf packen und auf den Abend warten. Beide Kater fanden mir müsse kalt sein und kuschelten mit mir was das Zeug hielt.
Als ich um halb sechs das Haus verließ war es noch heißer. Es war fast unerträglich. Ich war mit Tine verabredet, aber das Handy streikte und ich konnte nur noch 2 SMS absetzen. An Tine:
*Direkt im ersten Wagen, wenn nicht, dann Ausgang Bahnhof Lubu!* *Und an Sabine: *Haupteingang Schloß,19°°*.Gefunden haben wir uns dann auch ohne Handys.
Und was soll ich sagen: es roch wieder in der Bahn nach allem, nur nicht erfrischend, Tine gabelte mich erst in Lubu auf, Sabine fand uns im Schatten schwitzend. Jede Bewegung löste eine Schwitzattacke aus.Und dann sackte mir der Kreislauf ab, obwohl ich schon drei Liter Wasser in mich geschüttet hatte.
Ich rief:*Zucker, Ich brauche Zucker* und bekam Cola, lehnte an der Mauer des wunderschönen Schlosses in Lubu und hatte das Gefühl gleich aus den Flip Flops zu kippen. Und da saß ich nun und machte mir Gedanken: wie kommst du wieder hoch?  Aber Sabine und Tine zogen bis ich wieder stand. Zucker und Wasser. Und Freunde.


Das Ludwigsburger Schloß ist einfach sehenswert und wunderschön. Und eine Hammer Rahmen für Konzerte. Ich sog die Atmosphäre auf und kam aus dem Gucken gar nicht mehr raus. Rundherum waren Stände und Buden aufgebaut, mit Leckereien und Getränken, letztere leider total überteuert: eine Cola 4,50, ein Weinschorle 7,50 - Wucher und das bei den Temperaturen! Aber die Organisatore haben kostenloses Wasser organisiert - aus dem Wasserschlauch, die Warteschlange ging fast bis zum Eingang.
Ich ließ mir die Wasserflasche füllen und die Beine abspritzen. Tine schüttete sich das Wasser in den Ausschnitt.
Da ich die junge Dame nicht kannte, entfremdete ich sie ein wenig,
 Persönlichkeitsschutz und so
Und dann genossen wir den herrlichen Sommerabend, die Umgebung, und weil wir uns auf die Anhängerkupplung einer Grillbude setzen durften, hatten wir es dann auch bequem.
Da saßen wir nun, ganz idyllisch, nippten an unserem Weinschorle und als dann Philippe Poisel das Lied *Wie soll ein Mensch das ertragen* (anklicken, anhören) sang kamen mir die Tränen. Bei dem Lied muss ich immer heulen, egal wo ich bin - es muss ein Bild für Götter gewesen sein:
Der Grillwagen vor der historischen Kulisse, zwei erhitzte Frauen, mit Plastikbechern bewaffnet, auf der Anhängerkuppel sitzend, die eine rauchend, die andere heulend.
Ob es uns peinlich war? Nö, wir haben gelacht.


Je später der Abend, desto schöner wurde der Himmel, aber es blieb heiß. Und als wir zur S-Bahn liefen, lief auch wieder der der Schweiß. Und die Bahnsteige waren voller fröhlicher Menschen, die S-Bahn dann auch und als ich dann die letzten Meter nach Hause lief gab es schon das erste Wetterleuchten über Vaihingen.
Als ich duschte prasselte es auch vor dem Fenster und ich hatte meine ganz private Lichtschau. Wir hingen zu dritt an den Fenstern, die Kater und ich, genossen die Kühle und fielen ins Bett.
Ein schöner Sommertag.

Samstag, 27. Juli 2013

Der böse Schuh (Produkttest, teilgesponsert)

Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt greife ich alles an Gratisproben ab, was geht. Wenn es denn einen Sinn hat sich dafür zu bewerben.
Und diesmal hatte es eben wieder den Anschein, und nicht nur den Anschein, dass es sinnvoll sein könnte, sich um das Produkt zu bewerben - und prompt bekam ich es auch.
Tatatatata:


Und es kam wie gerufen!
Kennt ihr das- ihr habt Lieblingsschuhe und wollt sie nicht wegwerfen, obwohl ihr jedesmal Blasen bekommt, wenn ihr sie anzieht? Ich habe so ein Paar von Clarks. (Henning fand sie von Anfang an hässlich, aber ich liebe sie.) (Nun Henning hat ja auch eine andere Frau geheiratet, also passt es wieder.) (Claudia das war ein Scherz, nicht böse sein.) (Hoffentlich liest sie das nicht, autsch.) (Gibt es gegen solche Gedankengänge auch Pflaster?)

Bevor ich mich um Kopf und Kragen schreibe komme ich mal lieber zum Thema:
Wir Frauen lieben unsere Schuhe. Aber wir lieben NICHT was sie mit unseren Füßen machen. Und schon gar nicht, wenn wir uns in den heißgeliebten Tretern Blasen laufen. Deswegen habe ich für alle Fälle immer Blasenpflaster in der Handtasche (ja, eher Rucksack, ich gebe es ja zu) und bis vor kurzen hatte ich die Pflaster von einem anderen Hersteller (genau von dem, der auch die Herpespflaster vertreibt, so eine türkisfarbene Verpackung), nun ja, bis mir eben der Produkttest von Hansaplast in die Finger fiel. Praktisch vom Himmel an den Fuß.
Seit ich denken kann war in meiner Hausapotheke, und davor in der Hausapotheke meiner Mutter, eine Rolle Hansaplast. Dann wurden es die praktischen, einzel verpackten Heftplaster und jetzt eben kommen die Blasenpflaster dazu.
Und ich liebe sie. Also nicht nur die, die ich gerade an der Haut habe, auch die anderen, aber die die ich jetzt an der Ferse habe, ganz besonders. Selbst nach dem Duschen ist es noch dran. Und das ist mir neu. ES haftet und haftet und haftet. Und ist so gut wie unsichtbar!!!



Davon träumt mancher Autofahrer, wenn er in eine Aquaplaning Situation gerät, von der Oma mit dem Gebiss ganz zu schweigen. Von der Haftung. Nicht von den Pflastern. Der Autofahrer braucht, wenn es böse ausgeht, mehr als nur ein Pflaster.....
Kommt jetzt bitte nicht auf dumme Ideen.

Bewertung:
Handhabung: gut
Verpackung: gut
Wirkung: SUPER
Preisleistungsverhältnis: gut.

Schön, in die Schuhe schlüpfen zu können, ohne das Gefühl zu haben, dass einem gleich die Haut abgezogen wird. Und dass einem nicht das Blut aus dem Schuh läuft,,,,,


*davonstöckel*





Freitag, 26. Juli 2013

bees, bees, honeybees - Honigmäulchen -Bssssssssssssssbssssssssssssbsssssssssss

Schön. Klasse. Was schreibe ich Veganerin bitte schön zum Thema Honig?
Aber genau das ist das Thema der Blogparade von Küchenatlas und ich wollte mal wieder teilnehmen.  Also was schreibe ich? *Honey, I washed the kids*?  Nein, so heißt schon eine Seife von Lush, aber Moment mal.... Stimmt, ich habe ein Glas Honig im Küchenschrank stehen, und der ist echt lecker. Dieser Honig wurde mir aus Portugal mit gebracht - neben Erdnussbutter, Orangen und Mandarinen, direkt vom einem Biobauer, und dieser Honig ist wirklich lecker.


Bei Honig denken viele ja sofort an Langnese. Nicht ans Eis, sondern an diese Plastik-drück-drauf-Flaschen. Irgendwie hat sich diese Fernsehwerbung auch bei mir eingebrannt. Mit dem Honig aus Portugal - übrigens Mandelblütenhonig - hat das wenig zu tun.
Normalerweise nehme ich als Honig*Ersatz* Agavensirup, aber ich bin nicht ganz so ein süßer Frühstücker.
Was mich beunruhigt ist das massenhafte Sterben der europäischen Kulturbienen, um so mehr hat es mich gefreut, als ich in meiner dreiwöchigen Verbannung in Nordhessen (sehr viel Gegend, aber sehr leckere Kirschen) jede Menge der fleißigen Flügeltiere beobachten konnte (ich hatte massig Zeit). Vielleicht war das auch keine Wildbiene, sondern eine Schweb-irgendwas, aber im ersten Moment dachte ich es sei eine und sie setzte sich auf eine Seite meines aufgeschlagenen Buches und ich ließ sie da sitzen, auch als ich die Seite fertig hatte.


Honig. Honig ist das einzige *Nahrungsmittel* das ewig haltbar ist. Man fand Honig aus der Pharaonenzeit, fügte etwas Wasser zu und man konnte ihn wieder essen, so berichteten die Überlebenden.
Honig. Schon unsere Vorfahren haben Honig mannigfaltig genutzt und was so typisch für uns Menschen ist: wir lassen alles gären, wahrscheinlich war es beim ersten Mal ein Unfall, als das Zuckerwasser *kippte*, aber nachdem alle fröhlich sangen und wankten, wurde es zum Nationalgetränk der Wikinger. (Ich gebe hier zu: so stelle ich mir das vor, ob es so war wage ich zu bezweifeln.)

Blogparade: HonigWas ich früher immer super gerne gegessen habe, waren Salate mit einem Honig-Senf Dressing. Und das geht so einfach. Ein TL Senf, ein TL Honig, einen guten Schuss Essig, Salz, Pfeffer, und ein kräftiges Öl in ein Schraubglas, das Ganze durchschütteln als gehe es um euer Leben und über den Salat gießen. Mache ich heute auch mit Agavendicksaft. Oder Zuckerrübensirup.
Aber diesen fetten, cremigen, griechischen Joghurt habe ich immer mit Honig gegessen, jeder Löffel ein Genuss.
Nein, da kommt Sojaghurt mit Agavendicksaft einfach nicht mit.
Honig war auch nicht aus der Weihnachtsbäckerei meiner Mutter wegzudenken. Viele ihrer Rezepte hatte sie von ihrer Mutter. Der Honig gibt dem Gebäck einen ganz typischen Geschmack.

Auch für Beautyzwecke eignet sich der goldene, zähflüssige Stoff. Mit Quark vermischt ergibt es eine super Gesichtsmaske - auch nichts für mich, aber früher habe ich es genutzt. Und Bienenwachs wird auch Handcremes zugefügt, der versiegelt dann die Haut. Dafür kann man aber auch Paraffin nehmen.
Bei Erkältungen gab es bei uns zuhause manchmal Tee mit Honig, aber oft auch Huflattichsirup oder Löwenzahnsirup: sieht aus wie Honig, schmeckt süß und klebt, hilft aber sehr gut bei hartnäckigen Husten.

Das Wort Honig, bzw die Eigenschaften des Honigs, fanden sogar auch Eingang in die Welt der Sprichwörter:
Mit Honig fängt man Fliegen - wie sehr der süße Saft klebt, merkt man, wenn etwas Honig am Glas herab läuft und dann besser als jeder Sekundenkleber das Glas an den Untergrund klebt - mit der Zeit.
Oder: jemand Honig um den Mund schmieren - ist übrigens eines meiner Lieblingssprichworte.

Auch wenn ich persönlich meistens auf Honig verzichte, der Mandelblütenhonig findet seinen Weg auf das Sonntagsbrötchen, finde ich Honig eine leckere Alternative zu den sonstigen süßen Brotaufstrichen, den gibt es dann beim Frühstück und selbstgemachte Marmelade, wenn Freunde Sonntags bei mir reinschneien.

Und ich hatte Angst, dass mir zum Thema nichts einfallen würde?



Im Glück: Frischkäse-Gurken-Ei-Sandwich der besonderen Art

Ich bin ja nicht zum Veganer mutiert, weil mir das *Zeuchs* (Wurst, Fleisch, Fisch, Milch, Eier) nicht schmecken würde. Und ich ekle mich ja auch nicht davor. Und ich habe keine Probleme damit, wenn sich jemand so etwas gibt.
Und ich *sündige* ab und an.
Eben weil es mir geschmeckt hat. Weil ich was vermisse. Weil ich seit Kindertagen darauf konditioniert bin Schnitzel und Pommes klasse zu finden, Eierbrötchen und Milchschokolade... ect und dann reagiere ich wie ein Süchtige und könnte der Tussi neben mir das Schnitzelbrötchen aus den Händen reißen -
 was ich nicht tue, ich bin ja gut erzogen.
Allerdings spielen sich in meinem Kopf dann Dramen ab. Kopfkino der feinsten Art.
Aber ich habe es ja nicht anders gewollt.
Und jetzt?
Warum bin ich jetzt im Glück?
Weil ich seit zwei Tagen etwas in meinem Haushalt habe was mir immer hin die Freuden eines Frischkäse-Gurken-Ei Sandwiches vorgaukelt und mein Gaumen KEINEN Unterschied zu echten Frischkäse und Ei herausschmeckt, und das auch noch Bio.
Ich bin hin und weg und begeistert und könnte den ganzen Brotlaib vertilgen.
Was ich nicht tue: a) bin ich auf Diät und b) bin ich auf Diät und c) habe ich schon gesagt, dass ich auf Diät bin?
Was ihr braucht um euch ein fettes, leckeres, gefaktes Frischkäse-Gurken-Ei Sandwich zu machen findet ihr in der Kirchererbse und Bäcker und falls ich nicht in Stuttgart wohnt: es gibt die Sachen im veganen online Handel und das Salz aber auch bei Gewürzhändlern.
Frau braucht:
1 Scheibe Brot (was immer ihr wollt)
ein paar Scheiben Gurke, frisch, geschält oder ungeschält
und diese zwei Zutaten:





Oder wahlweise diesen Brotaufstrich:
Und jedes Ge,üse könnt ihr in Scheiben schneiden und drauf packen, auch gegrillte Auberginenscheiben.


Einfach den *Vrischkäse* auf das Brot schmieren, die Gurkenscheiben drauf und mit dem Salz bestreuen.

Ihr glaubt es nicht? Ich hatte das Brot verputzt bevor ich überhaupt auf den Gedanken gekommen bin ein Foto zu machen. Und wenn ihr das Brot röstet, einfach in den Toaster stecken, wird es knackig.

Mein Ziel ist es eben so wenig wie möglich Ausnahmen zu machen -aber eben ohne den Verzicht des gewohnten Geschmacks. Und mit dem Salz werde ich auf alle Fälle experimentieren ohne Ende.
Ich träume gerade von Eiern mit Speck. (und denke da an meine Rabaukenveggies).

Den Stuttgartern möchte ich noch einmal die Kirchererbse an Herz legen: die Mädels machen einen tollen Job und beraten offen und ehrlich, ohne erhobenen Zeigefinger. Sie haben einen hübschen, feinen, kleinen Laden und haben ganz viel Mut bewiesen mit der Ladeneröffnung.
Klar, man bekommt vieles jetzt auch bei Aldi, Rewe und Edekam und das ist auch gut so, nichts desto trotz, denkt dran:
THINK LOCAL

Ich mach mir noch ne Stulle.....



Donnerstag, 25. Juli 2013

Auf leisen Sohlen schweben wir... (Produkttest/nicht gesponsert)

.... wenn wir die richtigen Laufschuhe an den Füssen haben. Da ich meinte, meine sehr teuren Laufschuhe noch einmal sauber zu bekommen, wenn ich sie in die Waschmaschine schmeiße, tat ich es auch. Die Schuhe wurden auch sauber. Sehr sauber. So sauber, dass sie in Einzelteilen raus kamen.
Zuerst die Sohle der Sohle, dann der Rest, die Schnürsenkel hatten sich - ach lassen wir das. Einigen wir uns darauf, dass sie über den Jordan gingen, sprich in die graue Tonne wanderten.
Da stand ich nun und brauchte Schuhe, einen Tag vor der Reha.
Und dachte: was soll's, fährst du eben ohne.
Und dann bekam ich den Plan und da stand dann Nordic Walking auf dem selbigen. (Wir nannten es scherzhaft modern talking, der Kalauer sei uns verziehen.)
Gut, Dank der Krücken war ich eh vom Laufen befreit, aber das ich keine Sportschuhe mehr besaß machte mich nachdenklich.
Und Chucks, meine geliebten Chucks, sind nun wirklich keine Sportschuhe.
Also was tun?
Ein findiger Nordhesse betreibt in beiden Stadtteilen von Bad Sooden-Allendorf Schuhgeschäfte und was soll ich sagen: der lebt von Leuten wie mir.
Ich kramte in den Regalen - meine zierlichen Füßchen passen gerade so in die Schuhgröße 41 rein  und mein Auge erspähte einen Sportschuh, der, wie konnte es auch anders sein, dekoriert war.
Aber nicht mehr lange. Schließlich bin ich eine Dekotante.
Und hier sind sie, meine Sprinter, meine geflügelten Renner, meine Schönen:
leider nicht ganz lederfrei, da *Auslaufmodell* , aber Frau läuft, als würde sie über Wattewolken schweben - ich habe sie bei Spaziergängen getestet und beim *Laufbandtraining*.
Puma will übrigens ganz weg vom Leder!
Wenn ich euch jetzt sage, was sie gekostet haben, fallt ihr vom Stuhl: €49,90.
Es lohnt sich immer, nach den Vorgängermodellen zu fragen.





Und da ich jetzt viel laufen soll ....
bin ich mal wech...........
in Chucks:

Originale aus London, aus dem Schuhladen *Office*, 44 englische Pfund


*take a walk on the wild side* ^^

Mittwoch, 24. Juli 2013

Stadt An- und Einsichten

*...back to town, back to reality* trällerte ich als ich heute morgen meine Wohnung verließ- Zwar tanze ich noch nicht über die Straße, aber ich laufe ganz ohne Gehhilfen.
Aber auch nur weil ich das Bein getaped habe.

Pink ist DIE Farbe des Sommers!
Volles Programm: das Serum zurück zum Lungenfacharzt bringen und einen Termin ausmachen, zum Orthopäden Rezept holen und Termin ausmachen, auf die Bank Geld holen, zwischendurch eine Nektarine als frühstück verputzen, zum Bahnhof weil Lush noch heimgesucht werden musste, außerdem hatte ich keine Leinwände mehr.... Briefmarken auch nicht.
Ob ich das alles gelaufen bin? Ne, dann wäre ich gerillt, geschmort und lahm - ich habe mir mal eine Tageskarte der VVS gegönnt, 6€30, lohnt sich, und weil ich die hatte, noch auf zum Erwin Schöttle Platz in die Kirchererbse, meine veganen Vorräte auffüllen und dann zu meiner Physiotherapeutin Termine ausmachen....
und wer Stadtbahn fährt, seine Nase nicht ständig im Smartphone hat, oder sich zudröhnt mit gedruckten oder gesungenen Worten, der beobachtet.
Und ich kam aus dem Schmunzeln nicht mehr heraus:
Die dicke, ältere, kopftuchbewaffnete Südeuropäerin (oder Nordafrikanerin?) die  sehr kritisch die junge, indische Mutter beäugte, die ihre weibliche Pracht zur Schau stellte, wunderschöne goldene Ohrringe an den Ohren -wo auch sonst?- , das tiefschwarze Haar streng nach hinten gekämmt und zu einem hüftlangen Zopf gebändigt. Ihr hättet den Blick sehen sollen, diese Entrüstung ... unglaublich.
Dann der junge Hipster in seiner schlecht sitzenden Chino. Ich glaube, ohne solche Männer, würden etliche Junk-Fashion Läden pleite gehen und/oder: die Hosen wurden eben für diese Männer erfunden.
So oder so treiben die Temperaturen manche Menschen zu sehr seltsamen Stilblüten - was ihre Kleidung betrifft.
Bewunderung fordert mir immer die junge Muslima ab, die für die BW Post arbeitet. Ich sehe sie des öfteren, mit streng gebundenen Kopftuch, das sehr hübsche Gesicht vollständig Stoff umrahmt - aber immer sehr gut angezogen, heute in hellem Khaki-Look, unter der schmalen Kurzarmbluse ein weißes Longsleeve, die Hose leger und weit, das Tuch sehr bunt und floral. Sie schwitzte bestimmt nicht mehr als ich - mal wieder ganz in schwarz, mit giftgrünen Flipflops und grell pinken Tape.
Wer guckt wird auch beguckt. Als ob ich ein Alien wäre, bzw ein Cyborg wurde auf das Tape gestarrt, dass unter der Radler herguckte, keck und frech, dann wanderte der Blick meistens auf meine grünen, mit riesigen Strass-Steinen besetzten Flip-Flops und spätestens hier entgeisterte sich der Blick und schoß nach oben, um von meinem fetten Grinsen abgefangen zu werden.
Nun denn, der Sommer treibt den Menschen und die Menschinnen zu seltsamen Dingen. leider nicht alle unter die Dusche und selbst ich lahme Ente kann schnell flitzen, wenn sich neben mir der Duft nach nicht gewaschener Männlichkeit entfaltet....
Ich liebe meine Stadt ( in der gerade eine Wasserflut vom Himmel strömt) und ich liebe ihre Menschen,
Wenn die Sintflut vorüber ist starte ich die zweite Wanderung - im Moment liegt das Bein oben und wird mit Tiefkühlerbsen enthitzt.

Dienstag, 23. Juli 2013

Die Bahn und wie man mit ihr heimkommt

Zuhause. Tatsächlich zuhause. Die letzten zwei Tage vergingen quälend langsam, gestern wurde ich noch von einer vertrockneten **** angemeckert, weil ich ins Handtuch gewickelt mit quietschenden Flip-Flops aus dem Therapiebeckenbereich nach draußen in den Park wackelte.... ihr *unmöglische Persohn* klingt noch in meinem Ohr nach, die Empörung klingelt mir heute noch zwischen den Lauschern, -nun ich war nicht die einzige die es genauso machte, und das sagte ich ihr auch. Sie: *Ich musste das jetzt aber mal loswerden*, warf den Kopf in den Nacken (ich hörte ihre Halswirbel knirschen) und verschwand in den Untiefen der uferlosen Gänge der Werraklinik.
Ich wollte nur noch heimfahren. Wurde aber heute morgen noch einmal getaped und musste dann noch etwas warten. Und konnte mich noch von F verabschieden, der sich gestern noch den halben Fuß - bzw den Fußnagel abgerissen hat und mit einem fetten Verband durch die Gänge humpelte.
Dann - husch  husch - mit dem *Kliniktöfftöff* zum Bahnhof Bad Sooden-Allendorf und gleich weiter mit der Regionalbahn nach Göttingen.
Dort empfing mich die Durchsage: *Der ICE BLBLALA Abfahrt 11.17 hat heute 10 min Verspätung und fährt in wenigen Minuten an Gleis 10 ein.*
Eigentlich sollte ich den ICE um 11.47 nehmen.
Aber das Wörtchen eigentlich existiert für erfahrene Bahnfahrer nicht.
Und glaubt mir: ich bin eine erfahrene Bahnfahrerin. Fragt diverse Bahnangestellte an diversen Servicepunkten in bestimmten Bahnhöfen. Vor allem die in Heidelberg, dass ich da nicht mal verhaftet wurde wundert mich heute noch.
Bahn fahren. Bahn fahren kann Spaß machen, habe ich gerüchteweise gehört. Wenn man bestimmte Regeln einhält:
Wähle immer die Verbindung ohne Umsteigen. Gibt es die nicht: weiche auf Flugzeug, Bus oder den Jakobsweg aus.
Reise mit leichten Marschgepäck, ausreichend Wasservorräten, Energieriegeln und einer Klopapierrolle.
Und nimm den ersten Zug der kommt.

(Beste Lektüre für Bahnfahrten: *Thänk ju vor trävelling*... selten so gelacht.)
Also nicht lange überlegt und an Gleis 10 gesprintet - nun ja, eher gewackelt und dann kam der Zug auch schon, ich bekam einen Platz im Schwerbehindertenabteil - für was hat man denn auch sonst die Gehhilfen? - und die Klimaanlage funktionierte. Sie funktioniert so gut, dass wir rote Nasen bekamen.
Geplante Ankunft des von mir verschmähten ICEs wäre 15.08 gewesen und was soll ich sagen -  ich kam um 15.06 in Stuttgart an.
Obwohl wir mit 20 min Vorsprung, zu dem geplanten Zug losdüsten, hielt sich die Bahn an die Zeiten, die auf meinem Fahrtenplan verzeichnet waren.
In Stuttgart angekommen empfing uns die Hitzeglocke der Stadt mit einer herzlichen Umarmung und wärmte unsere unterkühlten, Klimaanlagen geschädigte, Knochen binnen von Sekundenbruchteilen auf.
Vor dem Bahnhof stauten sich die Taxis und die Wärme und weil das viel Spaß macht, auch der restliche Verkehr.
Ich war zuhause angekommen.
Endlich.


Montag, 22. Juli 2013

Pause, NSA, Black Sheep - gestrandet

Seltsamer Titel? Nun ja - so fühle ich mich gerade. Gestrandet. Wie ein Wal auf dem Trockenen. Wenn ich zuhause bin, werde ich einmal mir die Zeit nehmen und alles reflektieren, was mir die letzten drei Wochen hier so wieder/widerfahren ist.
Das ich im falschen Rehaprogramm gelandet bin - nun, dass kann ich noch verschmerzen, aber ich könnte einfach weiter sein. Nach zwei Stunden auf den Beinen ist  - momentan noch - einfach die Grenze und der Schmerz setzt ein.
Ich kann also noch nicht zurück zum Arbeiten. Kommt aber hoffentlich bald.

Wenn man so wie wir - also damit meine ich meine *Mitbewohner* und mich - auf einer Rehainsel gelandet ist, ticken die Uhren anders.
Die erste Taktung findet durch das Essen statt - wenn man nicht ausbricht, wie es viele, zumindest an den Wochenenden, tun. Die zweite durch die begrenzte Vernetzung und die schlechte Programmauswahl. Ich bekomme hier weder ARTE, noch 3SAT, noch ZDF info ect.
Ins Netzt kann ich nur sehr teuer, und die Datenflat für mein Smartphone ist aufgebraucht.
Irgendwie fühle ich mich amputiert.
Und wenn es mir so geht, wie würde es dann der NSA gehen, dass der BND sich hier wohlfühlen würde bzw unsere Nichts- wissende Staatschefin...
Irgendwie bin ich sauer. Nicht weil so etwas passiert, die Bücher *schöne neue Welt* und *1984* haben uns längst eingeholt, und wer *Matrix* und *Solylent Green*, bzw die Botschaften nicht begreift - nun ja.
Ich bin sauer, wie meine Mitbürger mit diesen Infos umgehen.
*Ich habe nichts zu verbergen*, *Och, was willst du denn dann tun?*, *Wer Paypal, Payback oder ne Kreditkarte hat gibt doch auch Infos preis?!*.
Zuerst war ich fassungslos und dann wurde ich wütend.
Gilt in der BRD nicht immer noch die Unschuldvermutung? Warum werden wir denn dann plötzlich alle wie Terroristen ausgespäht? Und wenn ich meine Daten SELBST weitergebe und das auch noch bewusst mache, ist es MEINE  Entscheidung.
Sind wir denn schon so verblödet, dass wir nicht mehr erkennen was mit uns geschieht?
Und ich hatte mir geschworen, dass ich in meinem Blog nicht politisch werden würde.
Seufz,
Geht anscheinend dann doch nicht.
Unsere kleine Farm - hier in den sanften Hügeln des ehemaligen Zonengebietes spiegelt eine heile Welt vor, die es nicht mehr gibt. Wahrscheinlich nie gab.
Ein Freund auf FB beginnt jedes Posting mit einem Hashtag und
"Liebe NSA, sehr geehrte Bundeskanzlerin", wir - ein paar Freunde und ich, verpacken Schlüsselworte in jede SMS, jede Email.
#Bomben - Stimmung
#Allah sei Dank
#Mords - Spaß
Mein Privatleben gehört mir und ja, es gibt Dinge die niemanden etwas angehen, auch nicht die CIA, die NSA oder den BND.
Sonst könnten wir alle auf der Straße *poppen*.
Von wegen:
Jeder von uns hat etwas, was er nicht in die Öffentlichkeit gezerrt haben möchte.
Ich gehe mir mal mein Fell färben.

*Määääääää*






P.S.
Liebe Michelle, lieber Barack,
mit dem schwarzen Schaf wollte ich keine rassistische Äußerung von mir geben.
Liebe Frau Merkel,
nein mit der Bezeichnung *schwarzes Schaf* wollte ich weder Sie, noch ein anderes Mitglied der CDU beleidigen.




**bäähähämäää*



Freitag, 19. Juli 2013

Kleine Lästereien, große Läster-Schwestern

Hatte ich es nicht gestern über Tausendschönchen? Und ja, auch ich lästere. Wer lästert, sollte allerdings zwei Dinge beachten:
a) sei dir bewusst, auch du stehst im Fokus
b) lästere boshaft, aber nicht bösartig ( Else Kling läßt grüßen)
Nun, ich bin auch nicht unbedingt ein einfacher Mensch und es gibt genugend Erdbewohner, DIE mich entweder für gaga, ein Alien oder einfach nur lästig halten. Es sei ihnen gegönnt und ich steh dazu.
Gestern abend aber war ich gelinde gesagt entsetzt, als sich eine scheinbar nette Kur-erin als echtes Aas entpuppte, nicht mir gegenüber, aber in ihrer Äußerung einer Mitpatientin gegenüber.
Es ist etwas anderes über das *Auftreten* von Tausendschönchen zu meckern, denn über das Gebrechen eines Menschen.
Hier ist alles vertreten:
Dicke, Dünne, Astmatiker und Luftschnapper, Humpler und Wackler, Erschöpfte und Irrlichter, Depressive und Ausgebrannte und Brennende. Manche weniger, manchmal in ungünstigen Kombinationen und manchmal Menschen der traurigen Gestalt.
Und gestern fiel der Satz:
*Die hat einen Vollschuß*, und es ging um jemanden der/die einfach ganz klar als Suchterkrankte zu erkennen ist, aber immer nett war/ist und etwas ausstrahlt, dass den Wunsch in mir weckt diese Person zu schützen. Nein, ich habe kein Helfergen.
Das Gesicht der Lästerschwester heute morgen hättet ihr sehen sollen, als ich eben neben der *Voll-Schuß*-Person saß. Am liebsten hätte ich Tasendschönchen noch oben auf gepackt.
Und genau dieses Verhalten bringt mich immer wieder dazu zur Person *Non Grada* (oder wie das heißt) erklärt zu werden.
Was soll's auch? Ich reise Dienstag ab, jemand hat sich heute morgen gefreut und die Sonne lacht. Und ich auch.
Ich freue mich auf zuhause, vor allem weil Friedhelm immer noch krank ist.
Und über was lästert ihr?
Denkt dran - auch ihr seid ein Ziel.
Have a nice day.

Donnerstag, 18. Juli 2013

Tausendschönchen und Nervensäge

Hatte ich es nicht erste gestern darüber, dass man mit Gaffa-Tape jemand wunderbar den Mund zukleben könnte?
Und heute - nein eigentlich schon gestern abend - war der Auftritt des potentiellen Opfers gegeben.
Irgendwie kam gestern ein ganzer Schwarm Neuer an und irrte durch die unendlichen Weiten der Klinikflure. Und dazwischen die zierliche Gestalt - max. 165cm incl der Pfenningabsätze - und einer langen blonden Mähne.
Die ersten begehrlichen Blicke mancher Dreibeiner hellte manches Gesicht auf, bis....
ja bis sich Tausendschönchen rumdrehte.
Nein, ich bin unschuldig an ihrem Spitznamen, dafür ist Claudinchen verantwortlich.
Tausendschönchen hat es geschafft innerhalb von 12 Stunden zu bekanntesten Person in der Klinik zu werden, wenn sie auftaucht teilt sich die Menschenmasse vor wie das rote Meer vor Moses und seinem Volk als er den Stab hob.
Auch im Spieisesaal, der oft einem Bienenstock gleicht, hat sie eine Bannmeile von mindestens sechs Plätzchen in allen Richtungen.
Sie ist ein Irrlicht und treibt damit alle in die Flucht, zum Angriff oder zu leichten Gehässigkeiten.
Gestern Abend hat sie fast eine Tür aus den Schanieren gerissen, weil sie es einfach nicht begriff, dass diese abgeschlossen war.
*Wieso geht die Tür nicht auf?* hallten ihre schrillen, empörten Worte durch den Flur.
Antwort aus unseren Reihen: *Weil sie abgeschlossen ist!*
*Wieso das denn*, zickte sie weiter.
Neben mir eine getuschelte Antwort: *Wahrscheinlich haben sich die Therapeuten dahinter verschanzt!*
Mist, dass mir das nicht eingefallen ist! Aber die ganze Runde hatte einen verdächtig stillvergnügten Gesichtsausdruck.
Und dann stöckelte sie mit ihren High-heels in den Therapiebeckenbereich und störte eine Gruppengymnastik - Wir lieben sie!
Und immer dieses affektierte: *Huch, dass kann ich doch nicht wissen, ich bin doch neu!*, ich muss unbedingt rausbekommen, ob und wann sie bei unserem geliebten Ergometer-Drachen Frau G ist. Dann organisiere ich ein Public Viewieng und verlange Eintritt. Frau G ist nämlich nicht auf den Mund gefallen, wird aber trotzdem von allen geliebt, speziell von uns Mädels, wenn ein Dreibeiner dabei ist, ist es dann ne mordmäßige Gaudi und wir fallen manchmal vor Lachen fast von den Rädern.
Und Frau G. wird das Tausendschönchen lieben. (Ironie off.)
Nun ja, Tausendschönchen ist eine Frau die stark auf die 60 zugeht, und sie wäre eine aparte Erscheinung, wenn sie sich in allem etwas zurücknehmen würde, so erinnert sie an eine abgetackelte Fregatte mit billigem Anstrich und tut mir leid. Nein ich finde nicht, dass eine Frau sich *alterbezogen* kleiden muss, diese Zeiten sind ja hoffentlich vorbei und man sieht hier noch genug erschreckende Beispiele für Mode für ältere Semester - bei ihr it es einfach das Gesamtpaket.
Selbst der Psychologe der heute den Vortrag hielt bekam es mit ihr zu tun. Nach einer viertel Stunde war jeder im Raum abgenervt, aber er hielt sich echt wacker.... Respekt.
Friedhelm hat sie nich nicht erlebt. Der ist nämlich krank und hütet seit gestern das Bett. Ich vermisse den schrecklich. Hoffentlich ist er bald wieder auf den Beinen, wenn soll ich den sonst ärgern und noch schlimmer: wer ärgert denn dann mich, wenn nicht er?

Mittwoch, 17. Juli 2013

Getaped und zugenäht....

Kennt ihr Gaffa Tape? Klasse Klebeband - für Pakete, Transporte und um jemanden die Klappe zu zukleben. Und das würde ich hier gerne bei einigen Leuten machen.
Aber um das geht es hier nicht, auch nicht um die Musiktapes - Tonbänder und Kassetten - sondern um medizinische Tapes.
Und schade, dass ich euch mein Bein nicht zeigen kann.
Kommt aber noch. Letzte Woche wurde das Knie getaped, mit einem Stützband, sah lustig aus - türkis - und ich konnte die Gehhilfen ins Eck werfen und frei durch die Flure turnen. (DAS ist  NUR leicht übertrieben.)
Dann war am Sonntag das Knie dick und trotz Voltaren ging nüscht mehr. Bein hochlagern, kalte Kompressen und grollen. Am Montag bekam dann mein Physiotherapeut sofort eine steile Stirnfalte und drückte am Knie herum als ginge es um sein Leben. Und dann: Da machen wir mal ein Lymphsystem-Tape.
Aha....
Und was ist das?
Sieht lustig aus und wirkt, aber was ist das? Jeder, der eine große OP hatte, kennt in der Regel Lymphdrainage. Die bekommt man, wenn man Glück hat, zweimal die Woche. Das Tape funktioniert ähnlich, wird auf die Haut geklebt, sieht etwas wirr aus, wellenförmig, normalerweise bunt (ich habe leider hautfarbenes bekommen - hmpf) und klebt wie die Hölle. Und dann heisst es bewegen! Da ich es am Bein habe ging ich auf den Ergometer, und dann hatte ich ja auch noch Gymnastik und und und....
Und heute morgen war das Knie so schlank wie vor der OP und ich wir, der Physiotherapeut und ich waren beide hellauf begeistert. Er nahm dann sich auch gleich des Knies an und zerrte und zog und zügelte sich nicht und heute ist der erste humpelfreie Tag.
Was so keine gute Idee war, dass die Tiefenentspannung nach dem Mittagessen stattfand, nach 5 Minuten hallten die ersten Schnarchgeräusche ...
Was zur allgemeinen Erheiterung führte.
Ich bin heute zufrieden.
Und freue mich auf die nächste Woche :)

Dienstag, 16. Juli 2013

I muss di Stroßeboa noch kriega....

Ha noi, nur den ICE nächsten Dienstag. Ich habe keine Verlängerung verpaßt bekommen, aber den Marschbefehl und ich habe mich selten so sehr auf Stuttgart gefreut wie dieses eine Mal. Wieder mit meinem Laptop arbeiten können und Bilder hochladen, Bilder malen, schreiben wie es mir paßt,
WIEDER SELBST KOCHEN!!!
Aber:
Es war/ist gut hier zu sein, meidzinisch versorgt zu werden, intensiv wieder an Bewegungen herangeführt zu werden, *Leidensgenossen* zu treffen.
Man begegnet hier ja allen Arten von Menschen, Miesepetern und Frohlockern, Drückebergern und Besserwissern, und man begegnet Menschen wie Friedhelm und Claudia, die einem einfach das Leben in der Fremde erleichtern.
Friedhelm werde ich vermissen, auch wenn er nicht mein Kuhrschatten ist, und wir uns nur bei den Mahlzeiten und zum Sport treffen, aber so eine Regelmäßigkeit hat was.
MEINE KATZEN WIEDERSEHEN!!!
Wie ich mich freue. Lacht nicht, aber mir steigt das Pippi in die Augen, wenn ich an die zwei Flauschemäuschen denke. Wahrscheinlich sind sie erst einmal tödlich beleidigt, wenn ich nach Hause komme und mir ihr Hinterteil zuwenden. Aber selbst auf das freue ich mich.Und auf die Grillfete mit den Katzensittern.
Und auf den ersten Caipi im La Concha.
Und auf die erste Portion Nudeln mit Tomatensoße.
Himmel.
Heute sehr kurz, weil die nächste Anwendung ruft....
CU Soon

Montag, 15. Juli 2013

HEIMWEH (Geschichten aus dem Nirgendwo)

Eigentlich bin ich gerne unterwegs.
Eigentlich habe ich Urlaub immer genossen.
Eigentlich war ich immer lieber weg, auf dem Weg, aber auf alle Fälle nicht zuhause.
WAS IST NUR LOS MIT MIR?
Als ich gestern wieder einmal Bilder von meinen *Booben* (so nannte Ruth die beiden Katzer - Ableitung von Kitties-Titties, Boobs-Booben - das letztere Buhbs-Buhben gesprochen) bekam war mir dann doch zum Heulen. Klar: es ist nicht der Urlaub, den ich mir rausgesucht hätte, nicht der Ort und nicht die Leute.
Es ist ja auch kein Urlaub. Und von Montag bis Freitag ist es ja auch okay. Aber am Wochenende macht sich das alles bemerkbar. Und ich kann ja auch nicht so ins Netz, weil man hier in der Klinik mit O2 NULL Empfang hat. Und nochmal einen Stick und ne Simkarte kaufen ist einfach zu teuer.
Übrigens hat man hier nur mit EPlus Netz, und auch nur direkt vor dem Speiseraum. Zu manchen Zeiten stapeln sich dort die Laptopbesitzer, der Rest prügelt sich um die beiden PC der Klinik im Leseraum....
Fast hoffe ich keine Verlängerung zu bekommen, aber für den Rücken und das Knie wäre es wohl besser. Gestern ging ausser Wassertreten im Therapiebecken nämlich nüscht, gar nüscht. Also habe ich das Bein mit Voltaren eingerieben und hochgelagert, Eispackungen drauf gepackt und hochgelagert, und ein Paar Socken fertig gestrickt -
ICH WAR VERZWEIFELT.
Alle *Netten* hatten Besuch oder waren weg, und ich hoffe auf nächstes Wochenende, da hat sich ein Freundin angesagt.
Und so "gut" das Essen hier auch ist - ich mag nicht mehr.
Ja, ich weiß, ich höre mich an wie eine 5-jährige, die einen Trotzanfall hat und so fühle ich mich auch, aber
ICH WILL HEIM !
Ich würde jetzt gerne aufstampfen, aber selbst das ist mir verwehrt....
seufz....
MIST.
Ich hatte nie Heimweh.
Jetzt vermiss ich meine Freunde, meine zwei Booben, sogar die Katzenhaare an der Kleidung.
Am Mittwoch erfahre ich, wann ich heim darf.
Ich weiß, es wäre besser länger zu bleiben, und wenn es sein muss, dann mache ich das auch....
aber ein klitzekleines bisschen hoffe ich ja doch.
Auch wenn Friedhelm schon gemeint hat, ich müsse Verlängerung bekommen - mit wem solle er sonst frühstücken.....
tja....




Sonntag, 14. Juli 2013

Feentanz und Wassernixen (Geschichten aus dem Nirgendwo)

Am Wochenenden ist es hier eher ruhig, die meisten von uns haben Freitag nachmittag die letzte Anwendung und dann kehrt Ruhe in das, sonst geschäftige, Klinikum ein.
Auch die Tai Chi Gruppe ruht. Frau S. - die Kursleiterin hat sich ja auch ein Wochenende verdient. Friedhelm begrüßte mich gestern mit den Worten:
*Na, heute kein Feentanz?* Wenn man Feen hört, denkt man an grazile Wesen, eher durchscheinend, mit zarten Flügelchen, die schmetterlingsgleich von Blüte zu Blüte schweben. Ich dachte an unsere Truppe und stellte sie mir in flatternden Gewändern vor und verschluckte mich fast am Kaffee, als ich losprustete. Zwar sind nicht alle so *kompakt* wie ich, aber *Grazien* sind wie alle nicht und *fließende Bewegungen* gehen auch anders. Eher sind wir ein Haufen Hühner, die sich morgens die Müdigkeit aus den Knochen treiben lassen.
Ein Mitbewohner der Klinik, der nicht am Kurs teilnimmt, hat sich anonym - über das schwarze Brett - über den Hühnerhaufen beschwert. Es ist ja auch früh, 6.15, aber es sind auch Hähne dabei, und die Jungs haben sich den Spaß erlaubt und am nächsten Tag gekräht.
WIR hatten Spaß.
Uns wenn ich schon bei den märchenhaften Wesen und Geschichten bin kann ich euch auch gleich über uns Wassernixen erzählen. Von Meerjungfrauen kann hier nicht die Rede sein. Das jungfräuliche Alter haben wir alle hinter uns gelassen.
Wasser trägt ja - nicht auf, sondern uns. Und das Therapiebecken ist nicht groß und auch nur 1,35 tief. Allerdings zu tief für Gaby, die ist nämlich nur eins fuffzig - und wenn die breitbeinig steht guckt nur noch ihre Blondschof aus dem Wasser, was natürlich zu Gelächter führte.
Wir sechs Wasserfrauen und -männer verursachten so einen Wellengang, dass sich auch die Bewegungstherapeutin in Sicherheit bringen musste - aber wir hatten unseren Spaß.
Ansonsten gibt es nicht viel zu erzählen, das Leben hier ist beschaulich, gestern wanderte ich - mit den Gehhilfen bewaffnet - nach Allendorf und habe mir das Örtchen einmal genauer angesehen. Wirklich süß und es tut mir leid, dass ich euch hier nicht die Bilder hochladen kann. Aber das kommt noch. Versprochen.
Aber heute heißt es piano -  das Knie ist wieder dick und der diensthabende Arzt hat mir Ruhe verordnet und Schmerzgelbandagen. Also werde ich auf das Sonnendach humpeln und mich ein wenig entflammen lassen.
Euch schlankere Knie und einen schönen Sonnentag.

CU

Freitag, 12. Juli 2013

Der Club der Katzensitter (Social Network/Katzen)

Wenn man Single ist kann man machen was man will. Morgens Koffer packen und abhauen. Wenn man Single ist und KATZEN hat geht das nicht.
A) Versucht einmal eine Katze in eine Transportbox zu bekommen, die hustet euch was.
B) Findet mal ein Hotel, wo KATZEN erwünscht sind.
C) Reha mit Katzen wurde noch nicht erfunden.
Für ein-zwei Tage findet man immer jemanden, der gerne dazu bereit ist den kleinen Racker oder die Horde zu verköstigen und zu bespaßen, aber mind. 3 Wochen mit der Option der Verlängerung?
Und wie erreicht man die Leute und koordiniert sie? Und wie geht man an so eine Sache heran.
Als ich den Bescheid zur Reha bekam hatte ich genau 14 Tage Zeit die Truppe zu mobilisieren. Ich rief, schrieb die potentiellen Opfer an und fragte ob, wann und wie sie den könnten und dann ob sie sich das überhaupt vorstellen könnten und sicherten ihnen aber auch zu, dass sie sich keine Gedanken machen müssten, wenn sie einfach nicht wollten.
Alle wollten, alle konnten.
Jetzt kennen sie sich nicht untereinander und nu? Wenn jetzt mal einer einen Termin verschieben muss?
Weil alle bei Facebook sind war es so was von einfach:
Alle als Gruppe angeschrieben und was soll ich euch sagen: die organisieren sich sogar selbst, ohne mein Zutun, haben Handynummern ausgetauscht, Zeiten und Tage verschoben und mir sogar schon Bilder geschickt.
Ich bin im Glück. Meinen beiden Rackern geht es gut.
Mal sehen, wie sie reagieren, wenn ich ohne Gehhilfen - ich darf hier nicht Krücken sagen, sonst bekomme ich Haue - heimkomme. 10 Tage bin ich jetzt hier, nur noch bei Langstrecken bin ich ein Zwei-Krück, aug Kurz- und Mittelstrecken bin ich ein Kein-Krück, Treppensteigen geht schon langsam ohne und die meisten Kurse kann ich mitmachen, nur das Walken soll, kann und will ich momentan noch nicht ausprobieren.
Und jetzt ist Wochenende und die *Langeweile* kehrt ein. Für heute habe ich Sportverbot, da ich zwei Sesensibiliersungsspritzen bekommen habe. Aber das Wetter ist fein, ich habe mir noch einmal Lesestoff organisiert.
Mit dem Rudelverhalten der meisten *Kurgäste* komme ich nicht klar und halte mich abseits. Friedhelm hat Besuch von zu Hause, es sei ihm gegönnt - und ich habe meine Ruhe - was ich halb im Spaß und halb im Ernst meine.
Ich vermisse meine zwei Pupsknochen ohne Ende.
Und auch ein paar meiner Freunde.

Jetzt erst einmal euch ein relaxtes Wochenende
CU

Donnerstag, 11. Juli 2013

PowerPack und Hühnerclub (Geschichten aus dem Nirgendwo)

Wenn nicht das Rattern der Güterzüge der nicht so weit entfernten Bahnlinie wäre , könnte man meinen man wäre auf einer kleinen Insel gelandet. Einer Insel der Glückseligkeit.
Leider hält die Glückseligkeit meist nur bis zur Visite, danach sieht man ziemlich viele stinkige Leute durch die Flure schleichen und murren. Und das zum Teil zu Recht. Ich hätte gestern auch einen Arzt erwürgen wollen, aber in der Zwischenzeit sind Blutdruck und Puls wieder im Normalzustand. Und nein, ich hatte meinen Wok nicht dabei, deswegen verlief das Gespräch auch unblutig. (Wer mich kennt, weiß, dass ich nicht zu Gewalttätigkeiten neige). *Ihre Blutfettwerte sind zu hoch, sie sollten vielleicht auf tierische Fette verzichten* - *Ich lebe vegan!* - *Oh, ja, na dann.....* AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA
Gestern Abend war der Fitnessraum überfüllt. Mit Frauen. Friedhelm war das einzige männliche Wesen, viel beäugt und leicht abgenervtt. Aber nicht nur er. Weil ich ständig die Augen verdrehte, meinte er: paß auf, sie fallen dir gleich aus dem Kopf.
Manche trainieren und manche tun so. Und manche tun sich nichts Gutes, wenn sie einen Kraftraum betreten.
Fast vom Fahrrad gefallen bin ich, als eine ältere Dame nach F an ein Gerät ging, NICHT überprüfte wieviel Gewicht drauflag ( und er ist ein kleines Powerpack!) und versuchte 200 kg zu stemmen, dann ein überraschter Blick, weil sich die Steinchen nicht bewegten, dann erst der Blick zu den Gewichten. Ich feixte über das ganze Gesicht, als sie fast alle Gewichte entfernte.
Die meisten fahren zwar etwas Fahrrad (5 min auf 50 Watt) und machen dann eine Runde, dehnen sich sogar hinterher aus - nur glaube ich fast es wäre besser, wenn sie statt dessen gemütlich einmal um den Block traben würden. Selbst mit ungeübten Sportler fallen die Fehler auf. F ist ja eh Kraftsportler und wenn der mich dabei erwischt, wie ich eine Übung unsauber mache, setzt es was hinter die Löffel. Aber das ist bis jetzt noch nicht passiert - und der ist streng, kann ich euch sagen!!!
Süß war allerdings, als sich der Haufen Frauen um ein Fahrrad scharrte und dann losgackerte. Geschlagene 15 Minuten.
Dann tastete sich eine an mich ran:
*Wie lange fährst du Rad?*
ich:*30 min*
*Mit wieviel Watt?*
ich:*70-75 Watt*
*Wieviel Sätze machst du an den Geräten?*
ich:*Vier.*
*Wieviel Wiederholungen?*
ich:*Je Satz mindestens 10, wenn es geht 15.*
Sie dann: *Und du bist sicher dass du krank bist?* Ich lachte und humpelte zum ersten Gerät. Ich kann wieder ohne Krücken laufen, aber das Gangbild gleicht einem Zombie, hm, nein stimmt nicht ganz. Ich schlingere wie ein Schiff bei hohen Wellengang.
Es sind sehr viele Frauen hier, die aber einfach auch gar nicht hart trainieren können, weil sie wirklich Schmerzen haben, oder so ausgebrannt sind, das fast nichts mehr geht.
Die Kerle sind zu 80% super gut beim Rauchen und beim Talken.
Aber wie gesagt: jeder ist für sich selbst verantwortlich. Und ich kommen meinem Ziel, hier ohne Krücken rauszukommen näher, dass heisst aber nicht, dass ich dann gesund bin. Das wird man sehen.
So, ich muss los
und wünsche euch einen schmerzfreien Tag.
CU

Dienstag, 9. Juli 2013

Kurschatten, Kohldampf und Kokelores

Heute morgen habe ich es doch tatsächlich geschafft um viertel nach sechs draußen zu sein, barfuss in der Morgenkühle um mit einem ganz schön großen Haufen anderer am Tai Chi teilzunehmen, dass ja direkt unter meinem Balkon stattfindet. Alle gut drauf, da alle freiwillig dabei sind und nach zeh Minuten erklang das Rasseln eines Weckers. Dreimal dürft ihr raten wem der gehörte.
*Hust*. Da habe ich wohl vergessen die normale Weckzeit zu annulieren - meine roten Ohren übersahen die meisten und ich kann ganz schön unschuldig gucken.
Danach hatte ich direkt Rotlicht und döste so vor mich hin, mit Musik auf dem Ohr und dachte - yes, that's life. Und wie im Urlaub danach frisch und munter in den Speisesaal gehumpelt um mit F einen Kaffee zu trinken, danach trennten sich allerdings unsere Wege und ich nutzte die ungewohnte Freistunde, um mich in die Sonne zu fläzen.
Kaum saß ich kam etwas weiß-schwarzes auf mich zu, mit hocherhobenen Schwanz und ich: *Ja, wer bist du den Süßes?* - das süße Etwas lag dann auf meinem Schoß und schmuste mich fast zu Tode, ein Blick in die Ohren zeigte Tatowierungen, also ein Freigänger. Ich taufte ihn Gironimo und der hatte nicht anderes zu tun als sofort in den Fitnessraum einzubrechen. Keine Minute später gab es schon die ersten *Gickser* und wir retteten den Kater vor dem Mob und spielten mit ihm. So ein süßes Kerlchen. Vielleicht kommt er morgen wieder vorbei, ich würde mich echt freuen.
Einen Kater als Kurschatten, das wäre es!
F ist ja wie ein großer Bruder für mich und Kumpel und wir verstehen uns teilweise schon ohne Worte. Ausserdem sind wir hier um gesund zu werden bzw unsere müden Knochen auf Trab zu bringen.

Langsam aber sicher haben wir uns auch an die kleinen Portionen gewöhnt und als ich heute Mittag nach einem Stück Obst als Nachtisch gefragt hatte (Bananquark ist nun wirklich nicht meine) bekam ich einen Soja-Schokopudding. Etwas verdattert meinte ich: ich bin aber auf 1500 Kalorien. Der Koch grinste und sagte: *ne, datt kleine Ding hat doch nicht viel Kalorien!*
Datt hat mir dann vollkommen überzeucht. (fettes Grinsen). Ich sage ja - stell dich gut mit den Leuten und du verhungerst nicht.
Vor allem - man rennt hier - und die Klinik ist nicht klein - 5 Etagen, 8 Stationen und verwinkelt. Manchmal sieht man verwirrte Menschen durch die Gänge irren, denen schon der beginnende Irrsinn in den Augen flackert und die stammeln? *Wo bin ich jetzt schon wieder gelandet?* und dabei hilfesuchend aus aufgerissenen Augen um Hilfe Betteln. Diese Menschen werden entweder von uns anderen wieder auf den rechten Pfad gebracht oder das Pflegepersonal fängt sie ein.
Bei der alten Dame heute morgen meine ich auch schon eine Spinnwebe im Haar gesichtet zu haben.

Spaß, Spaß. Aber es braucht zwei, drei Tage bis man nicht mehr in die Irre geht.
Also falls ich jetzt zurück finde schreibe ich morgen wieder einen Bericht.

CU

Montag, 8. Juli 2013

Von Motzern und Nörglern, zwischen Vollkost und Diät

Heute Morgen beim Frühstück ging es schon los. Friedhelm und ich sahen uns nur an. Wir wissen echt nicht was die Leute umtreibt.
Das ist Mist und jenes ist Kacke, und das kenn ich anders und dies bringt doch nichts, und diese Rennerei -
Von was ich Rede?
Von Mit*Patienten*, die keinen Zwischenraum zwischen Luftholen und Ausatmen auslassen ohne zu motzen.
Ob das jetzt die Stechmücke im Zimmer ist ( füttere sie eben, streck das Bein unter der Bettdecke vor, dann hört sie auf zu summen - mit diesem Statement machte ich mir keine Freunde) , das Tai Chi viertel nach sechs morgens (ich: finde ich klasse, bleibt der Kurs klein), das Essen zu wenig, zu viel, zu süß, zu mager, zu fett, (die meisten hier haben genug auf den Rippen, um drei Hungersnöte ohne Probleme zu überstehen) - aber ganz ehrlich: es nervt.
Überlegt euch mal ihr würdet ein Hotel buchen, das zehn Euro am Tag kostet und ihr hättet all inclusive: Essen, Wasser, Kaffee und Tee, Sport. Massagen und Rotlicht, Vorträge und nur nettes Personal...
Gibt es nicht? Eben!
Aber hier ist es so. Und die Nehmermentalität einiger Leute sind wirklich zum speien.
Die Küchencrew hat ja die Anweisung für mich vegan zu kochen, und der Küchenchef hat mich zur Seite genommen, wie streng ich denn vegan sei, denn er müsste einen seiner Köche mein Essen komplett separat zubereiten lassen, was er gerne tun würde.... Ich habe den Wink mit dem Zaunpfahl verstanden und wir haben eine Abmachung: er packt mir von den vegetarischen Sachen nur die veganen auf den Teller und ab und zu bekomme ich einen Sojaschokopudding.(Vetterleswirtschaft eben).
Und das bei 1500 Kalorien, auf die habe ich mich nämlich - freiwillig setzen lassen und habe Dank des Trainings seit Dienstag letzter Woche 1,5kg abgenommen.
Ich platze gleich vor Stolz.
Mein Ziel ist es hier ohne Krücken rauszugehen und das wird ein harter Weg. Aber ich konnte schon die Schmerzmittel für Rücken und Bein reduzieren.

Leider kann ich hier keine Bilder runterladen, mein Handy versagt als Modem total und ich habe eh kaum Zeit ins Netz zu gehen -  ich hoffe ihr seht es mir nach, nach der Reha mache ich mal eine Fotostrecke.
Das Wetter ist herrlich und gestern morgen habe ich mich zwei Stunden in der Therme und im Wellenbad vergnügt -  das erste mal seit meiner Oktober lezten Jahre war ich im Wasser und ich habe es genossen. So sehr, dass ich heute noch leuchte - der Sonnenbrand auf meiner Nase zeigt es jedem ....

Wie gesagt: ich verstehe die Leute nicht,  auch die nicht, die hier abends rausgehen und sich die Schnitzel und das Bier reinhauen, aber jeder ist für sich selbst verantwortlich. Und deswegen mache ich jetzt auch hier Schluss und verkrümmle mich mit F in den Kraftraum, Fahrradfahren und Geräte und werde morgen auch wieder um viertel nach sechs den Sonnengruß machen - der Kurs findet eh unter meinem Fenster statt, also was soll's. Außerdem sieht es lustig aus - für die anderen.

Also Carpe Diem und ran an die (veganen) Buletten.





P.S. Doch eines vermisse ich zu meinem Glück: meine zwei Fellnasen und ein paar liebe Menschen zuhause. Aber ich darf ja (bald) wieder heim. Wie bald entscheidet sich am Mittwoch bei der Visite.

-CU-



Sonntag, 7. Juli 2013

Morgens Fango, abends Tango? Ne! Feueralarm! (Geschichten aus dem Irgendwo)

Das war einmal. Moderen Reha sieht anders aus. Ich bin in einer der 18 Kliniken ind Deutschland gelandet in der es heisst: Körper und Seele sind eines und ein informierter Patient ist ein selbstbestimmter Patient. Klingt toll. Auch dass ich eine der 40 Personen bin die im MBOR Programm ist
Medizinische Berufsorientierte Reha. klingt auch toll. Ist es auch.
Aber?
Volles Programm! Von morgens um sieben bis abends im fünf komplett veplant, manchmal nur 10 Minuten um von Zimmer 1 im UG in Raum 285 im 2 Obergeschoss zu kommen. Klingt knapp? Ich bin manchmal nur am Hecheln.
Der betreuende Arzt fragte sich warum ich nicht erst in eine rein orthopädische Reha geschickt wurde und danach hierher, aber es ist wie es ist.

Natürlich kommt es auf einen selbst an, was man aus dem Ganzen macht. Gestern musste ich wirklich lachen, weil ich zwei wohlbeleibte Damen ( ich bin schon nicht gerade schlang, aber die waren echt rund) hoch motiviert an mir vorbeiziehend sah, sportllich in Nikes und mit Walkingstöcken, nur um sie 5 Minuten später einzuholen, rauchend in einem Cafe sitzend, die fetten Eisbecher vor sich.
Ich dchhte nur: denen geht es nicht schlecht genug. Ich wünschte ich könnt wieder laufen, ohne bei jedem Schritt ohne Gehhilfen Schmerzen zu haben.

Friedhelm und ich leiden ja gemeinsam beim Essen und beim Sport. Aber wir sehen eben auch schon Erfolge. Bei beidem. Und das nach nicht einmal einer Woche. Gestern, wir wollten gerade das Geschirr abräumen, kam plötzlich folgende Durchsage.
* Die Brandmeldeanlage hat angeschlagen. Wir bitten Sie umgehend das Gebäude über die gekennzeichneten Fluchtwege zu verlassen*.
Zuerst glaubten wir an eine Übung, die Patienten strömte aus dem Haus, bummelten gemütlich die Treppen hinunter, mir wurd geholfen, als schon die Feuerwehr anrückte und Feuerwehrmänner in voller Montur ins Haus stürmten. Insgesamt standen zwei Löschfahrzeuge und zwei weitere Einsatzfahrzeuge vor der Klinik und ich dachte: Mist: ich habe die Kamera nicht dabei und auch nicht das Handy.

In einem der Zimmer war der Alarm ausgelöst worden, wir haben einen Raucher in Verdacht. Und verkrümelten uns in den Kraftraum als wir wieder rein durften.

Es ist sonnig und warm und ich werde wohl heute einmal die Therme unsicher machen, denn heute ist behandlungsfreier Tag. Mir geht soweit gut, bis auf die Schmerzen im Bein, bzw des Kniegelenks. Der Rücken und die Hände verhalten sich relativ still.Also mache ich heute piano. Therme, dann Mittagessen, Schläfchen halten und die Seele baumeln lassen.

Euch, wann immer ihr das lest, einen schönen Tag und take care.

Samstag, 6. Juli 2013

Gefangen in der grünen Hölle (Geschichten aus dem Nirgendwo)

Erst einmal Hallöchen. Nach 4 Tagen ohne Blogzugang die Stimme aus dem Off. Meine Güte: ich bin in einer Ecke der Republik gelandet, die mein High*Tec* Laptop müllreif macht und ich selbst mit dem Stick der Firma**** keinen Netzzugang habe. Im ersten Moment:
PANIK
Aber dann bekam ich gesagt:*Tja, hier hast du nur mit dem Aldistick und Sim Empfang oder mit Eplus.* Handy geht super, (auf den Knienen Base danke), aber auf meinem kleinen Samsung ACE bloggen? Funktioniert nicht. Jetzt war die Überlegung sich einen Aldistick zu organisieren, aber - wir sind hier so eingespannt, dass ich bis jetzt nur einmal ind ie *Stadt* konnte. Also doch vom *Klinil-PC* aus und dann eben ohne Bilder, die reiche ich dann mal nach.

Aber von Vorne. Im November wurde ich ja an der unteren Wirbelsäule operiert und dann dieses Jahr dreimal am rechteb Bein, seit Ende Januar hüpfe ich an Krücken durch die Welt, mal gut, mal weniger gut. Und nach einem halben Jahr sagte dann meine Krankenkasse: ab in die Reha und setze der deutschen Rentenversicherung das virtuelle Messer an die Brust.
Und da bin ich jetzt. In der Reha. In einer Klinik der Rentenversicherungsanstalt. Irgendwo im Nirgenwo. In hessisch Sibirien. Im ehemaligen Zonenrandgebiet. Am kleinen Fußzeh der Welt.
In Bad Sooden- Allendorf.
Noch nie gehört? Dann seid ihr nicht alleine. Ich hatte auch noch nie was davon gehört, aber es gibt es das Örtchen mit dem doppelt OO.

Nach einer etwas langweiligen Zugfahrt (ausser das Gerangel der Passagiere um Sitzplätze beim Zwischenstop in Mannheim -sehr lustig mit anzusehen, wie aus Menschen Primaten werden, wenn es um einen Sitzplatz geht) kam ich im Kurort an. Und dachte: 
Oh je!
In der Zwischenzeit habe ich mich etwas aklimatisiert und empfinde das Vögelgezwitscher nicht mehr als Lärmbelästigung, Langeweile kommt auch nicht auf, denn ich flitze von Termin zu Termin und falle abends todmüde ins Bett, nachdem mich Friedhelm noch einmal zu einem Spaziergang verschleppt und nach dem Abendessen noch eine Stunde im Kraftraum anfeuert.
Freund haben sich schon über FB lustig gemacht: ah, du hast schon einen Schatten! Muss ich verneinen und mache das auch gerne. Wir sind in unserer Gruppe so gut wie die einzigen Nichtrauchern, haben fast immer die gleichen Kurse und sind auf 1500 Kalorien gesetzt. 


NICHT LUSTIG!
Aber nach dem Motto: halbes Leid ist geteiltes Leid. Aber er ist echt ne coole Socke, Stahlgiesser - na ja, jetzt im Büro -  ein kleines Kraftpaket mit Bauch,Glatze und Tattoos, also eine Mischung aus Buddha, Meister Propper und Rocker. Finde ich klasse. Er ist wortkarg, hat aber einen furztrockenen Witz. Passt zu mir Plappermaul.

Hier bin ich eine der Jüngeren und bin im sogenannten MBOR Programm, was relative neu ist und ich werde es euch auch noch aufklären. Morgen habe ich etwas mehr Zeit, obwohl ja heute Samstag ist, haben wir Anwendungen.

Mein Ziel ist es hier ganz ohne Krücken nach Hause zu dürfen.
Drückt mir die Daumen.

Bis morgen.

 

Donnerstag, 4. Juli 2013

Katzenjammer (Katzen)

 Irgenwie war das Wochenende total verkatzt. Zuerst kletterte Soleil auf das hohe Wohnzimmerregal, stürzte samt Transportbox ab und erschreckte dadurch seinen Bruder und mich fast zu Tode.


Eigentlich dachte ich - nach der Transportgeschichte bei ihrere Anreise - das er nie wieder in diese Transportbox gehen würde und war nicht gerade wenig erstaunt als er keine 5 Minuten später schon drinnen saß:


Aber was mich komplett verblüffte war Greys Reaktion: er schlich mit eingezogenem Schwanz durch das Wohnzimmer und fauchte die Kiste an, um dann langsam wieder in den Flur zu schleichen.


Grey Blick sagte alles, Begeisterung sieht anders aus, er schlich um mich herum und gab seltsame Geräusche von sich.
Ich dachte schon gar nicht mehr daran, dass meine beiden etwas aufgescheucht waren als ich einen schritt rückwärts ging - fataler Fehler wie sich sofort herausstellt:
ein entsetztes Kreischen von Soleil und ein Schmerzenschrei von mir vereinten sich in einem schauerlichen Duett.


Bevor ich mit Jod und Isabetadonasalbe an die Wunde ging, lockte ich erst einmal Soleil wieder unter dem Bett hervor und schmuste mit dem erschreckten Fellbündel.
Die beiden sind schon fast zu zutraulich und halten keine Distanz, haben keine Angst vor Krücken oder Beine, was auch einmal zu so etwas führen kann.
Ich werde die Kater in der Reha schmerzlich vermissen. Aber nicht Soleils Krallen in meinem Bein ...


Dienstag, 2. Juli 2013

Sssssssssssssssssssssssss Sssssssssssssssssssssssss Sssssssssssssssssss

Es ist Sommer. Kritischer Blick nach oben, gen Himmel. Nun anscheinend doch nicht. Auch noch Siebenschläfer. Ruft alle Götter und Heiligen an, was für ein Mistwetter. Laut Wetterbericht soll es aber nächste Woche besser werden. gehe ich von der Dichte der Felle meiner Kater aus, steht eine Eiszeit ins Haus.
Denken sich auch sicher dieses kleinen, summenden Biester, die nur noch auf die warmen Tage warte:
überall sind Pfützen und das nutzen diese geflügelten Bestien gnadenlos aus. Und wenn jetzt jemand fragt: ja auch Veganer klatschen Stechmücken an die Wand oder lassen die Haustiger auf sie los.
Aber was ich nicht mehr mache:
An Tieren getestete Produkte verwenden. Ich mag einfach nicht mehr, dass für mich Karnickel, Katzen, Hunde, Schweine auf alle Arten und Weisen, un- und vorstellbar gequält werden.

Und jetzt. Ihr kennt es sicher auch. Ihr seid todmüde, es ist so warm, dass man nackt unter einem dünnen Laken liegt und schwitzt und dann ertönt dieses leise, alles durchdringende Geräusch, nennt es surren, summen - es dröhnt in den Ohren. Manchmal glaubt man den Flügelschlag zu spüren.
Man vergräbt sich im Laken, erstickt fast, macht genervt das Licht an, rafft das Laken um sich und hüpft wild fuchtelnd, mit einer zur Rolle geformten Zeitschrift als Schlaginstrument, durch die nächtliche Wohnung. Außer Atem sucht man das Zimmer ab - nix Mücke, nix summen. Kaum im Bett geht das ganze von vorne los und ich strecke dann meistens ein Bein unter der Decke vor - in der Hoffnung, dass die Mücke hier rein sticht und nicht ins Gesicht.

Wie ich ausgerechnet heute  (es war Freitag der 29.6), beim Plätschern des Regens, auf dieses Thema komme? Eine FB Freundin und Bloggerin (ihren Blog findet ihr im Blogroll: Kochbuch für Max und Moritz) hat heute ein fantastisches Antimückenmittel gepostet:

Anti-Moskito-Öl für das Tiere nicht leiden müssen:
½ l Alkohol (Apotheke)
100 g Gewürznelken
1 Glas Mandelöl oder Aloeöl oder Lavendelöl etc.

Die Gewürznelken 4 Tage im Alkohol mazerieren. Dabei morgens und abends umschütteln. Dann das Öl dazugeben und fertig.
Mit ein paar Tropfen dieses Öls Arme und Beine einreiben und die Moskitos flüchten.

Und ich werde das demnächst ausprobieren. Danke Margit.

Falls ihr es auch ausprobieren solltet, wäre es nett mich wissen zu lassen, ob ihr einfach nur gut gerochen habt, oder ob es euch half.

*summm

Montag, 1. Juli 2013

Der Spätzleskrieg

Dogmatiker sind die Pest. Dogmatiker laufen nicht nur in Kaftanen und Priesterroben durch die Gegend und vermiesen den Zeitgenossen das Leben. Was mich zur Zeit bis auf's Blut nervt sind die Grabenkämpfe auf Facebook. Facebook ist ein Paralleluniversum zu unserer analogen Welt. Ich lebe in beiden. Und das auch noch parallel. Aber was da zur Zeit gerade mal wieder abläuft lässt mich nur noch den Kopf schütteln. Am Anfang noch amüsiert, dann aber mehr und mehr abgenervt. Es fing mit S21 an (Fürlis und Keinler), ging mit dem Grünenbashing weiter (in der Zwischenzeit ist ja jetzt jeder ein Basher, auch wenn er berechtigte Kritik anbringt - jedenfalls für manchen *Parteisoldaten*) und geht jetzt in einen Glaubenskrieg über das Essen weiter.
Selbst versuche ich ja vegan zu leben, nicht nur zu essen. Allerdings nicht (mehr) ganz so streng.
To be vegan or not be vegan.
Da wird - teilweise - komplett humorfrei  für eine bessere Welt gekämpft und um sich gebissen. Die Krönung für mich war es dann, als dieses dreijährige Kind vor die Kamera gezerrt wurde und der Welt verkündete, warum man keine Tiere essen soll. Alles auf brasilianisch
Da sitzt ein Dreijähriger vor einem vollen Teller, nicht erkennbar was darauf ist, und führt ein Gespräch mit seiner Mutter. Irgendjemand lädt das Video runter, übersetzt es und eine verklärte Gemeinde stilisiert das arme Kind zum *Heilsbringer*. Nun denn, ich persönlich brauche kein Kind, um zu wissen was ich essen möchte.
Für mich stellte sich die Frage: Wer filmt denn, mit einer Kamera auf einem Stativ, die Nahrungsaufnahme seines Kindes? Okay, kann ja alles sein. Aber das dann dieses Kind zur Lichtgestalt verklärt wurde war dann schon etwas - *hust*.
In der Zwischenzeit bemüht sich die Mutter den Video löschen zu lassen, mit mäßigen Erfolg. (Wie kann man auch nur so naiv sein? Das Netzt vergibt nicht und vergisst nicht. Das musste ich auch lernen.)
Das ist die eine Seite. Auf der anderen Seite bekomme ich immer wieder so nette Sachen an die Pinnwand geheftet wie:
"veganes Essen ist lecker, wenn man Fleisch, Sahne und Käse zufügt"
oder
"dürfen Veganer Sperma schlucken?* Das hat man mir einmal gepostet und dann nie wieder. Ich finde so etwas einfach unverschämt. Auf beiden Seiten.
Ich schreibe mich gerade in Rage.
Da wechseln Beschimpfungen die Fronten, dass einem ganz schwindelig wird. Da wird Menschen Gefühlskälte unterstellt, wenn sie ab und zu Fleisch essen, denn anderen eine Geisteskrankheit, wenn sie es nicht tun.
Manchmal denke ich: habt ihr denn keine anderen Probleme?
Nein, ich versuche vegan zu leben und das aus gutem Grund: ich habe etwas gegen Tierquälerei und die Massentierhaltung, nicht nur die für die Fleischproduktion - was für ein abartiges Wort - sondern auch für das Milchvieh, und das ist für mich der einzige Grund so zu leben.
Ob der Mensch nun Fleisch essen sollte oder nicht, um das geht es mir ( mir persönlich) gar nicht. Das sollte jeder für sich entscheiden. Ich ekle mich auch nicht vor Fleisch.
Aber ich mag nichts essen, dem soviel Leid zugefügt wurde, nur aus Profitgier und Sparwut. Geiz ist nicht geil, Geiz geht auf Kosten anderer, ob nun Tiere darunter leiden oder Arbeitnehmer die für Dumpinglöhne schuften, und das nicht nur in der dritten Welt.
Mein Bloggerkollege Schroeder versucht das Ganze, mit Witz, aufzuarbeiten, wird aber oft falsch verstanden, da er gerne überspitzt. Überzeugt euch jetzt mal selbst: hier klicken
Wenn man seinen Lebensstil und seine Ernährungsform fast zur Religion verklärt, wird es grenzwertig.
Reduktion mag eine Lösung sein, weniger ist mehr. Die Wiederkehr des Sonntagsbraten. Das kann jeder von uns tun. Und nicht jede Woche ein neues Paar Lederschuhe. Wir ersticken im Plastikmüll und werfen Tonen Lebensmittel weg und dann wird diskutiert wie man seinen Nährstoffbedarf am besten deckt?
Gegen Mastbetriebe ungeahnter Größenordnungen muss die Politik was machen, auch wenn das der Frau Aigner nicht passt und auch hier sind wir als Verbraucher gefordert.
Trotzdem: jeder soll, kann, darf essen was er mag. Und auch Lederschuhe kaufen oder Stoffschuhe.
Nach dem Motto: du bist was du (f)risst, du bist wie du lebst.
Und dabei ist es egal ob die Spätzles jetzt eifrei sind oder nicht.

Und ich habe immer noch manchmal Schmacht nach ner Bratwurst oder einem Steak.

Rabaukenveggie (Produkttest der anderen Ar, nicht gesponsert)

Herbert *Jauler* Grönemeyer besang sie. Berlin steht auf sie. Die Deutschen verputzen sie.
Die Currywurst.
Wir Deutschen sind aber  berühmt-berüchtigt für unsere Schnitzel-Freuden und Pommes-Arien. Ich kann mich erinnern, in grauer Vorzeit, mit Freunden nachts um vier in einer Truckergaststätte eingefallen zu sein wie die Hunnenhorden Attilas in die zivilisierte Welt -
Wir wollten *Pommes mit Soße!*
Nicht Ketchup, nicht Majo, nein eine braune Bratensoße musste es sein. Und wenn das Geld nach durchzechter Nacht noch reichte, musste auch noch das Schnitzel sich unserer Gier beugen.

*Hach* fast wünschte ich mir diese wilden Tage zurück. Aber jetzt esse ich ja ein Fleisch mehr und nu`? Es geht trotzdem:


Tatsächlich fleischfrei! Was man dazu braucht: also da sind die handelsübliche Pommes für den Backofen, braune Champignons, die braune Bratensoße von Seitenbacher und ein veganes Schnitzel, etwas Pflanzenöl und Kohldampf.


 Wer will kann das natürlich auch mit Ketchup essen. Aber manchmal muss es eben braune Soße sein. Nun, ich pimpe sie noch ein wenig mit frisch gemahlenem, schwarzen Pfeffer und diversen anderen Gewürzen auf, schneide dann die Pize rein, das Schnitzel habe zugegebenermaßen fertig gekauft:


Das Schnitzel.... ich bin noch auf der Suche, nach dem perfekten Fake, aber es war nicht schlecht. Schmeckte aber eher - nach Getreide. Ich werde wohl auf die Variante von Wheaty zurückgreifen.
Und das nächste mal muss eine vegane Currywurst her, mal sehen wann ich die jagen, erlegen und zubereiten werde.

*schleck