Dienstag, 20. August 2013

Von Koffern und Menschen (Buchbesprechung)


An manche Bücher geht man nicht ran. Oder erst spät. Amanda und Wilhelm hatten mir das Buch geschenkt, als ich im Krankenhaus lag. Kliniken jeder Art sind ein guter Platz, um zu lesen. Das ist aber schon ein Weile her.
Skandinavier mag ich, auch einige ihrer Schriftsteller, ob Romane oder Thriller. Einige der besten Krimis, die ich gelesen habe, wurden von Schweden geschrieben.
Der Name des Autors Jonas Jonasson klingt etwas - nun ja, fast *zu schwedisch*. Was immer mich abhielt mich gleich auf das Buch zu stürzen, es tat diesem Wörterwerk Unrecht.
Ich folgte - mit wachsender Neugier - dem etwas trotteligen  einfältigen (?) Helden auf seinem Weg über das Land, amüsiert wie durch ihn, oder durch einen sein Reisegefährten ein Schurke nach dem anderen ums Leben kommt - unter anderem durch einen Elefanten.
Ich kenne zu wenige Schweden, um zu sagen: jepp, eine gelungene Gesellschaftsstudie, aber das will das Buch, glaube ich zumindest, gar nicht sein.
Irgendwann dachte ich an den Film: *Und Leichen pflasterten ihren Weg* und etwas später fielen mir Parallelen zu dem Buch eines finnischen Schriftstellers auf: *Der wunderbare Massenselbstmord* von Arto Paasilinna auf. Und hier fing es an für mich schwierig zu werden.
Keine Frage, der Roman *Der Hundertjähriger, der aus dem Fenster stieg und verschwand* ist definitiv witzig, unterhaltsam - über eine ganz lange Strecke.
Der geneigte Leser erfährt sehr viel über das Leben des Titelhelden, dem Hunderjährigen, der von einem Abenteuer in das nächste schlurft. Auf zwei Zeitebenen wird das Leben von Allan Karlsson beleuchtet - wer in seiner Nähe weilt lebt gefährlich, das wird dem Leser schnell klar.
Das Leben dieses Mannes, beziehungsweise seine Schilderung, ließen mich an den Baron von Münchhausen denken. Am Besten fand ich allerdings den Elefanten, der irgendwann aufkreuzt.
Auf so etwas muss man erst einmal kommen
Prinzipiell ist dieses Buch insgesamt lesenswert. Ich habe jede Menge Bücher gelesen, die an diese Erzählung nicht heran reichen. Trotzdem wurde es mit der Zeit *zäh*. Vielleicht waren meine Erwartungen auch zu hoch, so wie es von der Presse gelobt wurde.

Fazit: lesenswerte Zeitvertreib, wenn man fantasievolle Erzählungen mag.


Kommentare:

  1. Oh, genau dieses Buch liegt auch noch auf meinem Stapel ungelesener Bücher (SuB), ich traue mich iwie auch nicht so richtig ran... aber vielleicht werde ich's mal angehen, wenn es wieder kalt, nass und grau draußen ist ;-)
    LG
    SvL

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wie gesagt es fängt sehr amüsant an und wird dann etwas zäh. Trotzdem viel Spaß :)

      Löschen