Sonntag, 29. September 2013

Der freundliche Samstag (Sonntagsgedanken)

Samstags ist mein schreibfreier Tag. Was nicht heißt, dass ich nicht schreibe, es heißt nur, dass ich nicht veröffentliche. Manchmal schreibe ich Samstags ganz viel und kann dann die Woche danach darauf zurückgreifen. So auch letzte Woche. Und es war auch gut so.
Mir ging es einfach nicht so gut, das Aufstehen war eine Qual. Nicht das Wachwerden. Das Aufstehen vom Stuhl, Hocker, Bett - genau: mein Knie machte Zicken, und weil es sich zu zweit gleich besser zickt sprang das linke Aas dem rechten Trotzkopf bei und weil alle guten gemeinen Dinge drei sind, das Gesetz der Regelmäßigkeit, stimmten die Lendenwirbel mit ein.

Es ist nun mal wie es ist und mit den Dreiergeschehen habe ich ja genug Erfahrung. Wie vor kurzen, als meine Provider das Netz nicht mehr unter Kontrolle hatte, der Router den Jordan überschritt und mein Smartphone folgte.
Jetzt fragt sich manch einer: meine Güte, die hat aber Pech. Jepp, kann man so sehen. Oder auch nicht. In solchen Sachen bin ich in der Zwischenzeit eher fatalistisch. Shit happens. Und es hätte schlimmer kommen können. Das hat mich das letzte Jahr gelehrt. Und ausnahmsweise bin ich über die Lektionen des Lebens dankbar, denn wenn man sie annimmt hat man manchmal Tage wie gestern.

Der freundliche Samstag
Ich wachte gestern früh auf, fütterte die Tiger und legte mich wieder ab. Die Woche lastete schwer auf mir. Die Schmerzen entziehen mir manchmal jegliche Kraft und Motivation. Ich habe immer noch kein Netz, aber kann bei Martin mit surfen, ein bis zwei Balken, dass reicht gerade um bei Facebook mitzulesen.
(Momentan sitze ich bei Martin im Büro - jede Vogelscheuche würde mich um meinen heutigen Look beneiden)
Letzte Woche hatte ich schon gestreut, dass ich ein gebrauchtes Smartphone suche, aber leider hatte sich nicht ergeben.
In der Zwischenzeit hatte mir Rose ein fast neues, kleines Samsung gegeben, das mich mit der kleinen Tastatur nervte - aber ich hatte Kontakt zur Außenwelt! Ein Benachrichtigungston wies mich auf einen Link an meiner Chronik hin.
Parla hatte mir einen Status aus der Gruppe *Stuttgarter helfen Stuttgartern* an meine *Pinnwand* gepostet. Jemand verkaufte sein IPhone 4, da er ein 5er geschenkt bekommen hatte zu einem wirklich fairen Preis.
Das fand ich so nett, dass sie an mich gedacht hatte, als sie das las und sofort reagierte. Überhaupt hatten sich immer wieder Freunde und Bekannte gemeldet, um mich auf die Spur eines Smartphones zu bringen.
 Ich meldete mich und weil ich schnellste war und bereit war, das Mobil sofort abzuholen bekam ich den Zuschlag.
Trotz der Schmerzen zog ich mich an, und fuhr mit der S-Bahn los. Die Übergabe klappte, das Ding funktioniert - super. Auf der Fahrt war es schon lustig. So etwas hatte ich noch nie in der S-Bahn erlebt. Irgendwie lag Lachen in der Luft. Eine Frau fragte, ob sie in der richtigen Bahn sei, um nach Soundso zu kommen. Jemand sagt: ne, die fährt nach Da-und-da. Der Frau blieb fast das Herz stehen. Mir auch. Denn dann wäre ich auch falsch gewesen, dann haut der sich an die Stirn und fängt an zu lachen: ne Quatsch!!!!
keiner regte sich auf wie üblich oder guckte genervt aus dem Fenster, sondern plötzlich brach ein lautes Lachen los und die wildfremde Menschen quasselten wild durcheinander.
Ich war amüsiert und irritiert zugleich und fand es fast schade die S-Bahn verlassen zu müssen.
Die Heimfahrt verlief ähnlich, diesmal umringt von Kids, die auf den Wasen wollten, ab dem Stuttgarter Hauptbahnhof war die Bahn plötzlich leer, aber irgendwie klang das Lachen noch nach.
Auch der Tausch bzw der Verkauf des Telefons war nett. Wir unterhielten uns ein wenig, er erklärte mir ein paar Dinge zum Telefon, ich wollte ihm mehr geben als er verlangte, er nahm es nicht an.
Diese Tauschgruppen in FB sind etwas sehr, sehr feines. Klar gibt es auch welche, die versuchen viel Kapital daraus zu schlagen, aber die meisten wollen einfach Dinge günstig weitergeben, weil sie sie nicht mehr brauchen.
Der ganze Tag war irgenwie freundlich. Die Kassierin beim Discounter lächelte sogar. Ob es an meinem Parfum lag?

Irgendwie liegt sogar heute morgen noch ein Lächeln in der Luft.

Und Lächeln ist die beste Art der Welt die Zähne zu zeigen. Nach dem Zähneputzen natürlich.







Kommentare:

  1. Liebe Marianne, solche lächelnden Tage gibt es, leider viel zu selten. Meist reicht nur eine Klenigkeit und alles strahlt. Ich wünsche Dir einen angenehmen, schmerzfreien Sonntag

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. wer laechelt zeigt der Welt auf die schoenste Art die Yaehne Danke Margit

      Löschen