Freitag, 13. September 2013

Freitag der 13. ( und andere Mythen)

ist normalerweise mein persönlicher Glückstag. Mir ist an einem Freitag, der auch gleichzeitig auch noch der dreizehnte des laufenden Monats war, noch nie etwas schreckliches widerfahren.
Weder sind irgendwelche Maskierten mit Kettensägen hinter mir her noch hat mich eine nervende Schwiegermutter heimgesucht. das liegt wohl daran, dass ich weder eine Schauspielerin in einem Horrorstreifen noch verheiratet bin.
Reinhard Mey hat ein wunderbares Lied dazu gemacht. Eben zu diesem Thema. Der Text ist einfach klasse. Auch wenn nicht auf deutsche Liedermacher stehen sollte: zum Reinhören einfach hier klicken.
Was ich damit sagen will: ich bin nicht (unbedingt) abergläubisch. Wenn eine schwarze Katze die Straße überquert, egal in welcher Richtung, dann überquert sie die Straße und nichts anderes. Und meistens hat die Katze dann Pech. Eines Tages.
Oder unter einer Leiter durchlaufen: klar kann einen dann etwas treffen: wenn der Handwerker den Hammer fallen lässt. So gesehen natürlich auch ein Unglück. Oder man reist die Leiter um und wird danach von dem Gestürzten gejagt und verprügelt.
Aber meistens sind eher die Menschen gefährdet, die auf der Leiter sitzen oder stehen. Mich hat es mal in eine Wand gepfeffert aus der 20 cm lange Metallstäbe ragten, in zweieinhalb Meter Höhe, weil eine junge Frau ihren Kinderwagen als Rammbock einsetzte. Junge Mütter müssen eine Kraftquelle besitzen von der andere nur träumen können, anders kann ich mir das nicht erklären. Sie flüchtete und ich schrie mir die Lunge aus dem Hals - im senkrechten Liegestütz, die Hände zwischen den Metallstäben, auf denn Außenkanten der Leiter balancierend. Kollegen retteten mich.
Die Mutter war entschwunden - sie wusste warum: ich wäre ihre Nemesis gewesen.
Zurück zu den *Unglücksbringern*: Es ist unsere Einbildung, unsere Angst, die uns in Bedrängnis bringt. Wenn wir Angst haben, werden wir unachtsam und treten in Löcher, brechen uns das Bein und schieben es auf das Datum, die Schwiegermutter oder des Nachbarn Katze.
Also wenn ich des nächtens auf dem Friedhof wandeln würde, hätten eher die Untoten - falls sie denn existieren würden - vor mir Angst, als umgekehrt. Dieses Wesen, dass da mit panisch rollenden Augen, wild um sich schlagend, mit zu Berge stehenden roten Haaren zwischen den Gräbern schreiend herum rennen würde - wer hätte da nicht auch Angst.
Der mensch gruselt sich gerne. Warum auch immer. Ich grusle mich in Kellern. Selbst wenn sie hell erleuchtet sind und mit sauberen Wänden. Vor allem diese alten Holzverschläge. In Gewölbekellern, mit Spinnweben und nackten Glühbirnen hinter Gittern. Da bekomme ich jetzt schon Gänsehaut.
Manchmal denke ich, der Mensch hat solche Unglücksbringer nur erfunden, um sich zu gruseln. Natürlich weiß ich, dass die Ursache eine andere ist.
Trotzdem.
Zum Beispiel spinnt meine Internet seit gestern - der DNS Server antwortet nicht. Und wieso kann ich dann bloggen? Weil ich auf Dora's Wlan mit surfe. Deswegen konnte ich auch eine Fehleranalyse machen. Und dann über eine Suchmachschine herausfinden, was ein DNS Server ist. Und habe nebenher erfahren, dass dieses Problem bei Alice/O2 bei vielen Usern bekannt ist.
Nun gestern war Donnerstag der 12.
Mist aber auch. Wäre es der 13. gewesen hätte ich es auf den Unglückstag schieben können. Das wird morgen der nette Mensch im O2 auch denken.....
Also: lasst euch nicht von schwarzen Katzen, Daten (heisst das Daten oder Datume? seltsames Wort) oder Krähen ins Bockshorn jagen. Vergesst das Weihwasser nicht. Und genießt den Tag.
Wish you well.

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