Sonntag, 15. September 2013

Gestrandet im Nirgendwo - ohne Netz und Außenwelt

Nun ja, ohne Außenwelt bin ich nicht. Nur ohne das www. Danke du blonde Schönheit, die du den Riesen O2 gehelicht hast. Die Problemanalyse des PCs ergab:
*der DNS Server antwortet nicht* Irgendwie musst ich an Apollo 13 denken. Und nein: der Freitag der 13. hat damit NICHTS zu tun: es ging am Donnerstag, den 12. los.
Allerdings schmierte mir mein Laptop am Freitag noch ab und ließ sich nicht mehr neu starten und es kostete mich drei Versuche es wieder hoch zu fahren - mein Schreibtisch hat seitdem hübsche, halbrunde Abdrücke - die Spuren meines Gebisses.
Also - ich bin seitdem ohne Internet und dies bedeutet in meinem Fall: kein Radio, kein Fernsehen, keine Bildbearbeitung, kein Social Network.
Jedenfalls nicht in meiner Wohnung. Aber in Doras Büro - und das liegt direkt unter meiner Wohnung. Da sitze ich gerade mit einem Thermosbecher Kaffee und Schlafanzug, an meinen Füßen Chucks: das Büro ist rundherum verglast. Nur ab dem Knie bis Kinnhöhe ist Milchglasfolie angebracht. Ach ja: der Pyjama ist schwarz mit Nadelstreifen und meine Haare spielen gerade mal wieder Struwelpeter.
Ohne Netz.
Verbannt aus dem World Wide Web. Das Grauen.
Oder doch nicht?
Am Morgen des dritten Tages finde ich es gar nicht mal mehr so schlecht, ich habe meinen alten iPod rausgekramt, höre Musik und nutze die Zeit, die ich sonst im Netz abhänge, anders.
Trotzdem:
Ich fühle mich beschnitten und ausgegrenzt. Allein gelassen. Verlassen. Es fühlt sich fremd an und doch bekannt.Schließlich hatte ich das Theater auch in Bad Sooden-Allendorf.
Dieses Wochenende war/bin ich viel unterwegs, Rehasport und Wassergymnastik, Krimilesung durch die Autorin, Freunde getroffen - es hat mich jemand mit zum Casiopeia genommen, sonst wäre das nicht gegangen - und das Spiel der Stuttgarter Kickers auf der Waldau (endlich haben wir gewonnen! Und gleich 3:0!) - also ist es zu ertragen. Und heute Abend gehe ich in die Imme Vierzehn Tatort gucken.
Es ist nicht schlecht seine Internetzeit zu begrenzen. Mein Handy nutze ich oft gar nicht mehr für das Internet - weil mich seine Langsamkeit nervt. Versteht mich nicht falsch: Langsamkeit an für sich nervt mich nicht (nur, wenn die Spieler der Kickers mal wieder Fußball mit Rasenschach verwechseln oder eine Hihghspeeeddatenverbindung Stunden braucht, um eine Seite zu laden).
Ich vermisse den schnellen Zugriff auf das Internet wirklich.
Vieles geht gerade an mir vorbei - aktuelle Nachrichten ect. Und das eine Woche vor der Wahl.
Manche sagen: macht nix, der Wahlausgang ist eh klar. Mitnichten: wenn die Kickers gegen eine stärkere Mannschaft 3:0 gewinnen können, dann darf man auch noch an Wunder glauben.
Was ich jetzt mit mit dem Netz mache? Ich  werde Alice die kalte Schulter zeigen und mich umsehen. Ich weiß im Prinzip auch schon, wen ich freien werde - aber der prüfe, der sich lange bindet.

Euch einen kuscheligen Sonntag.

Kommentare:

  1. Wie? Du bist Kickers-Fan? Na sowas! Internet-Zwangspause ist manchmal total entspannend. Ich genieße das immer im Urlaub.
    Mich nervt der Seitenaufbau bei den Handys auch immer. Ich verliere da sehr oft die Geduld. Gut so, mach Schluss mit Alice, auf die kann man sich echt nicht verlassen. Miststück! *lach
    Fröhliches Rest-Offline-Wochenende!

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