Freitag, 27. September 2013

Haarspaltereien (Produkttest, nicht gesponsert)

Haare.
An den Haaren herbeigezogen. Haarige Angelegenheit. Katzenhaare.
Ich sehe zur Zeit manchmal aus wie der berühmt berüchtigte Struwelpeter. Oder noch schlimmer.
Eher wie ein aufgeplatztes Sofakissen.
Nein, ich füge kein Foto davon ein!
Alles fing damit an, dass ich einen längeren Zeitraum Heparin spritzen musste. Dieses Blutverdünnungsmittel wirkte auf meine Haare, als hätte ich in eine Steckdose gefasst.
Das Dilemma nahm seinen Lauf. Meine Haare neigen eh zum *kruseln*, da ich wie mein Papa sehr früh viele Weissanteile habe. Alte, ganz alte Damen haben ja so Feenhaar, ich nicht, dass sind Drahtborsten. Ber ich bin ja auch noch nicht alt. Aber auch nicht weise. Oder gar weiß.
Als werbegeschädigte Konsumentin fiel ich den Versprechungen der bunten Bildchen zum Opfer und kaufte ein.
Unter anderen diese Pflegeproduktserie:



Mein Haar wurde unglaublich weich, geschmeidig, glänzte wie poliert -
stand aber nach wie vor nach allen Seiten ab, die Spitzen waren nicht zu retten und ich sah keinen Deut besser aus als vorher. Aber ich bin zäh. Ich gebe nicht auf. Ich bin Kokelores!!!!

Also in die Apotheke und dort gesucht und gefunden:


Okay. Fühlte sich im ersten Moment scheußlich an, es entwickelte sich kaum Schaum. Aber dann - das Ergebnis war besser als bei der Schwarzkopfserie. Zufrieden aber war ich lange noch nicht.
Immer noch trauerte ich um mein dichtes, dickes, leicht gewellte Haar.

Durch das Heparin waren mir ja auch sehr viele Haare ausgegangen. Teilweise hatte ich morgens das Gefühl im Fellwechsel zu sein, zusätzlich zu den Haaren auf dem Kissen bürstete ich mir jeden Tag jede Menge aus.
Irgendwann stand ich verzweifelt bei Lush im Laden und bettelte um Hilfe. Und ich wurde erhört.
Hier die Erlösung:


In dieses Shampoostück möchte man fast rein beißen.
Das feste Shampoo für extrem gestresste Haare und die Spülung in der Flasche. EIN TRAUM. Riecht gut. Frau kann mit gutem Gewissen sich die Haare waschen - da die Sachen mit fair gehandelten Rohstoffen, ohne Tierversuche und vegetarisch sind. Fein.
Auch kaum Verpackung. Das Shampoo bekommt man von einem großen Block abgeschnitten und ich verwahre es in einer Metaldose. Es gibt aber auch runde Shampoostücke für die es dann passende Dosen kaufen kann. D.h. man kauft sie einmal und benützt sie immer wieder.

Und die Wirkung? Einfach SUPER!!!!

Für das Finish benutze ich Kakaobutter, die ich in eine alte Dose von Bodyshop abfülle. Und was soll ich sagen?


Ich wasche mein Haar einmal die Woche, es glänzt, *dickt* wieder ein, ist nicht mehr so spröde und es erholt sich.

Fazit:


  1. Schwarzkopf Serie: Preisleistung mittel, Werbeversprechen nicht erfüllt
  2. Freiöl: teuer, Wirkung ok
  3. Lush: teuer, Wirkung super (und riecht am besten)
Testsieger: LUSH









Kommentare:

  1. OMG! So ein Stück wie das feste Shampoo auf dem Foto hat mir mein Vater jetzt aus Italien mitgebracht - und wir haben's gegessen... wir dachten, es sei Parmesan ^^
    Das nächste Mal schmiere ich's mir in die Haare, vielleicht werden sie dann noch schöner.
    LG
    SvL

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    1. hahaha, du Nuss, du sollst dir nicht mit dem Parmesan die Haare waschen und nicht das Shampoo auf das Brot legen

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  2. Ich liebe Lush heiß und innig und da ich blond bin, kaufe ich mir immer ein Stück 'Godiva'. Das riecht extrem gut und macht die Haare nicht kaputt. Ansonsten stehe ich sehr auf die Produkte von John Frieda. Und ganz schlecht ist das Nivea-Shampoo, dass ich im Moment habe. Ich muss immer mit einem anderen abwechseln.
    LG
    Sabienes

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    1. Oh, das mit John Frieda merke ich mir. Und von Nivea lasse ich die Finger, die verwenden hormonaktive Substanzen. Darauf kann ich verzichten. Ausserdem haben die bei einem Vergleichstest dermaßen schlecht abgeschnitten, dass es einem anders werden konnte.
      LG
      :)

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