Montag, 9. September 2013

New Kid in Town - stylisch, bunt, retro: Imme Vierzehn (der wilde Süden)


Immer wieder Sonntags. Ja was? Der September fing an sich von seine herbstlichen Seite zu zeigen und der wolkenverhangene Himmel lud nicht gerade dazu ein sich nach draußen zu begeben. Allerdings war es warm. Und ich hing in den Seilen. Und verabredet war ich auch. Aber wohin sollten wir, das *Raussitzen* hat bald ein Ende und man sucht etwas anheimelndes für die kommende Jahreszeit.
Dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Klar, die Imme Viezehn, gerade am Dienstag aufgemacht, Antrittsbesuch noch fällig und die Wirte hatten uns im Vorfeld schon einmal mit einer Flasche ausgeholfen, sprich sie haben Martin ausgeholfen, also war ich auch schon einmal externer Gast. Aber das ist eine adere Geschichte.


Um halb sechs wackelten wir also ums Eck - ich wohne da nämlich - und nach einer Minute standen wir vor der Kneipe (ich weiß gar nicht, ob das die richtige Bezeichnung für diese Location ist) und nach einer Minute und zwei Sekunden waren wir drin.
Und standen da erst einmal staunend. Kurz danach saßen wir auch schon in eine lauschigen Eck und guckten immer noch wie die Waschbären. Irgendwie passte alles und nichts zusammen und ergab aber so ein passendes Sammelsurium, dass es uns wirklich verblüffte.


Den Betreibern ist etwas gelungen, was man in der üblichen Gastrolandschaft in Stuttgart sehr selten findet:
aus verschiedenen Stilelemente etwa komplett Neues zusammen zu setzen, dass in seiner Ganzen Vielfältigkeit irgendwie verschroben wirkt, irgendwie zusammen passt und doch nicht. Ich weiß nicht wie ich es anders beschreiben soll.
Eckkneipe trifft Szenelokal? Kneipe mit Wohnzimmercharakter? Kiezkneipe nannte es Tine, und sie nennt uns ja auch ihre *Südfamilie*.


Die nächste positive Überraschung war die Karte, von der Aufmachung und vom Inhalt, und wir grinsten über das Damengedeck, Gleichberechtigung und total süßer Einfall:


Wir hatten Hunger, wir hatten Durst, die Wirtinnen super nett und offen, die Ecke in der Eckkneipe lauschig und heimelig - und klar haben wir das Essen probiert.Wo bekommt man als Snack bitte schön ein Schälchen Olivenöl mit Salz, ein paar Oliven und Brot? Für 2,50 - einfach klasse.
Ich entschied mich für den Kräutersalat mit Pilzen, Tine futterte Spiegelei auf Spinat mit Kartoffeln. Alles lecker, die Portionen reichten gut aus, die Preise mit 8,50 und 7,50 im absoluten Normbereich.
Man kann auch an der Bar essen - oder auch nur trinken.

na der Salat ist schon etwas zerpflückt, ich hatte Hunger, sorry
Fazit:
Lokation: Retro und stylisch
Essen: einfach und gut
Service: super nett und herzlich
Preise: niedrig bis Mittelfeld

Gesamtbewertung: Klasse mit Extrasternchen für die anheimelnde Atmosphäre. Meine Empfehlung des Monats.

See you there!











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