Dienstag, 17. September 2013

Thrill, Knabbereien und keine Feuerwehr (der wilde Süden)

Nicht nur das ich schreibe, nein, ich lese auch gerne. Und noch lieber lasse ich mir vorlesen. Meistens mit einer sonoren Stimme, gerne männlich und vom Band, bzw von der Disc. Und meisten schlafe ich dann recht schnell ein, also wenn ich mir ein Hörbuch anhöre, meine Katzer sich an mich drücken und schnurren.
Einschlafen sollte man natürlich nicht, wenn einen die Handlung interessiert und wenn es spannend ist klebt man den Kopfhörern. Oder an den Lippen des Vorlesers oder der Vorleserin. Nur woher nehmen, wenn man niemanden entführen möchte. Und ob der/die Entführte wirklich Lust auf das Vorlesen hätte ist fraglich!
Also gehe ich, wenn ich die Gelegenheit habe, zu Lesungen (nicht zu Vorlesungen, obwohl das sicherlich auch spannend sein könnte, wenn es um Serienmörder geht).
Als dann also die Katzenhilfe zur Benefitzlesung im alten Feuerwehrhaus lud, war ich gleich Feuer und Flamme und überzeugte eine Freundin mit zu kommen.


Die AWO (Arbeiter Wohlfahrt) stellt die Räume in der alten Feuerwache gerne zur Verfügung. Noch nie hatte ich die Gelegenheit, mir das alte Gemäuer einmal von innen anzusehen und war angetan. Auch von den Preisen der Bar: das Glas Mineralwasser für 80 Cent. Ich kaufte eine Flasche und wir plünderten als erstes - aber nicht als Erste - den Häppchenstand.
Allerdings wurden alle Verfressenen Zweibeiner vertrieben und auf die Pause verwiesen.



Die Lesung war von der Krimiautorin Petra Busch mischte sich von Anfang an unter das Katzenliebhabervölckchen. Wir erfuhren sofort, dass sie wie wir den Samtpfoten hoffnungslos verfallen ist und auch wie wir anderen irgendwann von der Katzenhilfe zwei sogenannte Notfellchen übernahm. In der Zwischenzeit hat sie drei und übernimmt als Pflegestelle ein ganz kleines Kitten, um es mit der Flasche groß zu päppeln.


Sie ist ja auch Krimiautorin und was mich für sie einnahm war einfach die Tatsache, dass sie nicht nur aus ihrem neusten Werk vorlas, sondern auch beschrieb wie sie arbeitet. Und ich glaube sie hat mir einigen Vorstellungen aufgeräumt, die in unseren Köpfen herumhuschen, was das Thema: ich schreibe ein Buch!!!, angeht.
Sie erzählte auf eine angenehme, sehr charmante Art, auch von ihren drei Tiger, wie sie einen befreundeten Polizisten, der gegen liest, was sie schreibt oder ihre Ideen und Vorstellungen manchmal in der Luft zerreißen darf.

Von dem Buch verrate ich euch nur soviel, dass es um eine Entführung zweier Kinder geht, das eine Zuckerkrank. Und das es sehr bildhaft beschrieben ist. Auch das der eine Kriminalbeamte zwei Siamkater namens Bentley und Bugatti, für die er sogar kocht.
(Das würde mir gerade noch einfallen für meine beiden Vielfrasse auch noch zu kochen.)
Nach der Lesung konnte man das Buch vor ort kaufen und bekam sogar noch eine Widmung. Oder man erwarb eine Tasche, ein Poster, Kalender ect von der Katzenhilfe Stuttgart, die sich um Streuner und Fellchen in Not kümmert.

Das Buch liegt auf dem Nachttisch. Allerdings nicht meinem, sondern auf dem meiner Freundin Rosemarie. Aber wenn sie es gelesen hat, dann bin ich dran. Ich freu mich schon drauf: eingekuschelt in meine Fleecedecke, Soleil und Grey an meiner Seite, leises schnurren und das rascheln meiner rechten Hand in der Chipstüte.

Die Bücher von Petra Busch könnt ihr natürlich im Laden oder online kaufen.


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