Sonntag, 20. Oktober 2013

Sonntagsgedanken 42/2013

Manchmal habe ich nicht wirklich ein Thema, auch wenn mich vieles bewegt. Im Moment bewege ich mich nicht viel, liege mehr und verfluche mein rechtes Bein, was herum zickt wie eine Diva und sich schmerzend ins Gedächtnis ruft. Als wenn das nötig wäre. Es ist mir zu bewusst, dass ich es habe.
Eigentlich wollte ich auf das Krautfest nach Leinfelden und danach mich mit einer Freundin treffen. Ist nicht. Seufz.

Aber was mich mehr schmerzt, ist die  Erkenntnis, dass es mehr Undingdenken in meinem Bekanntenkreis gibt, als vermutet. Nun, die Gedanken sind frei und man kann immer noch getrennte Wege gehen, wenn sie ausgesprochen wurden. Manchmal macht man das dann auch, nicht ohne das es noch ein lautstarkes Intermezzo gibt. (In den Sozialen Netzwerken in Form des Imperatives, gerne mit dem mehrmaligen Setzens entsprechender Satzzeichen, permanenten Großschreibens ganzer Wörter. Das ersetzt die lautstarke verbale Auseinandersetzung im normalen Leben.
Zum Beispiel: WAS MEINT DU DENN DAMIT, HÄ????!!!!!!!

Letzte Woche war voll davon. Themen:
  • Kindsmissbrauch.
  • Grünenpolitik.
  • S21.
  • Flüchtlingsthematik.


Und manchmal alles zusammen. Da wird vermischt, verquirlt, vermengt, nicht richtig gelesen oder zugehört, unterstellt, rein interpretiert, übertragen, unterstellt und ganz viel Recht gehabt.
Ich bin da auch nicht frei von. Wer ist das schon? Aber manche treiben es echt auf die Spitze.
Wenn man dann aus der Diskussion aussteigt und/oder sich letztendlich dazu entschließt betreffenden Personen den Zutritt zum eigenen Leben zu verweigern, ist es dann, als ob man Öl ins Feuer gießen würde.
Man hat  gar nicht die Chance etwas richtig zu machen.
Nur wenn man dem anderen Recht geben würde, hätte man seine Ruhe. Im wahren Leben geht man sich dann eben aus dem Weg und im Sozialen Netzwerk *entfreundet* man sich. Was dann zu neuem Streit führt. Weil das ist dann auch wieder nicht recht.

Während ich hier liege und schreibe, kuschelt sich Kater Grey an meine linke Seite, was sehr hinderlich ist - für uns beide. Mich schränkte es beim Schreiben ein, und sein Köpfchen, das in meiner linken Armbeuge ruht wird ständig hin und her bewegt. Aber wenn er kuscheln will, dann will er kuscheln.
Ab uns zu entringt sich seiner Brust ein abgrundtiefes Seufzen, als würde die ganze Last der Welt auf ihm liegen und nur in dieser Position - Kopf in der Armbeuge, den Körper um den Ellbogen gewickelt, den Rücken an meine Rippen gepresst - findet er Ruhe und Frieden. Und ich gleich mit.
Da streite ich erst gar nicht mit ihm oder versuche ihn vom Gegenteil zu überzeugen.
Katzen habe immer Recht.
In diesem Punkt sind sie sehr menschlich.

=^.^=






Kommentare:

  1. Schön.
    Ich liebe deine Sonntagsgedanken.
    Und von deiner Katze kannst du lernen, was wirklich wichtig ist!
    LG
    Sabienes

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ohm das ist ein Kompliment welches mir sehr viel bedeutet, Danke Sabiene.
      Und glaube mir: ich und meine Katzen sind da einer Meinung - was zählt :)
      LG
      Marianne

      Löschen
  2. Und da war er wieder der eine für mich sehr bedeutende Satz:
    "Unsere Meinungen gehen in Freundschaft auseinander."
    Es ist für unser Zusammenleben so wichtig auch andere Meinungen zu respektieren,
    man sollte sie aber hinterfragen um von der Sichtweise des anderen zu partizipieren.
    Das Grey hier das anders sieht liegt allerdings in der Natur der Katze ;-)

    AntwortenLöschen
  3. Nein Achim, das zieht nur dann, wenn eine Ebene auf Augenhöhe gegeben ist und nicht die eine Seite meint die Weisheit mit dem Löffel gefressen zu haben. Ansonsten - vielleicht ^^

    AntwortenLöschen