Sonntag, 27. Oktober 2013

Sonntagsgedanken 43/2013

Den Sonntag nutze ich um die Woche Revue passieren zu lassen. Ernsthafter als die Wochenbeiträge. Die vergangene Woche hatte wieder viel zu bieten
Abhöraffäre. Die Kanzlerin regte sich auf, dass ihr Handy abgehört wurde. Entschuldigung, aber da lache ich mir einen Ast.

Liebe Frau Merkel,
es ging Ihnen am Popo vorbei, als es hieß, dass *Ihr* Volk ausgespäht wird, Ihr innen-Fritzchen fuhr (flog) auf Steuergelder nach Amiland und bewirkte nichts und ein gewisser Po-Falla erklärte das Thema als beendet.
Sie sind empört?
Ach?
Liebe Frau Merkel,
wenn ich Sie wäre, würde ich die Webcam Ihres Laptops abkleben, Sie wissen ja, Freunde und Spyprogramme und so.


Dabei fing die Woche für mich gut an. Das CT ergab, dass der Worse Case nicht eingetreten ist. Mein Bein, mein rechtes Bein heilt einfach nur schlecht, bzw der Schnitt im Knochen. Warum ich mich so darüber freue? Nun, es ist keine zusätzliche Operation nötig. Wenn ich könnte, würde ich durch die Wohnung tanzen.
Aber das geht noch nicht. Immer noch nicht. Und die Schmerzen sind immer noch nicht angenehm.
Wäre ich doch nur eine  Masochistin, dann hätte ich da ein kostenloses Vergnügen.
Aber was sind meine Beschwerden gegen das was auf dieser Welt schief läuft:
Fukushima kommt nicht zur Ruhe. Es wurden an der amerikanischen Westküste Blauflossenthunfische gefangen, die erhebliche Strahlenwerte aufwiesen.
Dann erschütterte ein Erdbeben das Japan. Was nicht weiter verwunderlich ist. Hier stoßen vier tektonische Platten aneinander.
Aber keine weltweite Aufregung.
Alles in Ordnung, gehen Sie weiter shoppen.
Frankreich und Großbritannien setzen weitere auf auf den *günstigen* Atomstrom. Steuersubventioniert .
Womit der nächste Aufreger schon unterwegs ist:
Oettinger. Das Sprachtalent aus Schwaben, der Ex-Ministerpräsident Baden-Württembergs hat Zahlen geschönt. Muss er gehen, wird er an den Pranger gestellt? Ne, der feiert seinen Geburtstag für 40.000 Euro (keine Ahnung wer das bezahlt hat) in Fellbach... gehypt von seiner Partei. Der Mann, der von sich gab, dass westlich von Paris nur noch Kühe und der Atlantik... unser Mann in Brüssel. Armes Europa.

Aber was dem Fass den Boden ausschlug, war etwas ganz anderes. Nein nicht dieser Bischof. Auch nicht die gehorteten Reichtümer der kath. Kirche.
Zwischen den ganzen Skandalen ist etwas ganz leise über die Bühne gegangen:
Die Bundeswehr darf im Innern eingesetzt werden. Obwohl es im Grundgesetz anders steht. Die Süddeutsche hat dazu einen guten Artikel veröffentlicht: Bundeswehreinsätze im Innern. Eine Bekannte schrieb dazu:

"Es gibt immer so Moment in der Geschichte, an denen man erkennen kann, in welche Richtung es geht. Das ist so ein Moment. Das kann niemand leugnen, auch wenn sie es später alle tun werden. JETZT ist es gekippt."

Ähnliches schwirrte mir durch den Kopf. Und mir geht ein der Anfangsszenen aus dem Film *Watchman* nicht aus dem Kopf. Eine Friedesnaktivistin steckt einem Soldaten eine Blume in den Gewehrlauf - kurz darauf fallen Schüsse. (Watchmen)

Die Welt tanzt zur Zeit auf einem Pulverfass. Und irgendjemand hat immer Streichhölzer in der Tasche. Hoffentlich hat auch jemand einen Feuerlöscher dabei.
Ob ich Angst habe? Nicht mehr.
Was sich aber sehr schnell ändern kann - und was zu befürchten steht






Kommentare:

  1. Diese Abhöraffäre von Merkels' Handy ist so dermaßen lächerlich, das ich nur noch mit dem Kopf schütteln kann. Natürlich wird abgehört und gesammelt, wenn man die technischen Möglichkeiten dazu hat und warum dann auch nicht das Handy der Merkel? Und wer wurde alles von deutschen Behörden bespitzelt? Diese Aufregung ist doch ein Fake. Da wird mit ernster Miene gewarnt, aber das wird doch nix bringen. Und im Übrigen ist das auch nicht der erste Fall von großdreister Bespitzelung. Ich erinnere mich gerade an den Fall Günter Guilleaume, der Willi Brandt zu Fall brachte.
    LG
    Sabienes

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    1. Ach Sabienes. Ich bin da mal wieder ganz deiner Meinung. Ich finde das ganze dermaßen daneben. Was mich aber aufregt, ist, dass sich aufgeregt wird, wenn es die Dame Merkel trifft, aber nicht, wenn es den kleinen Michel an die Wäsche geht.
      LG
      Marianne

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