Sonntag, 27. Oktober 2013

Stuttgart schönste Plätze V - der Pragfriedhof



Wenn ihr eine stille Stunde sucht, etwas ruhe, mitten in der Stadt, dann empfehle ich euch einen vielleicht finden das jetzt einige makaber - Friedhof.
In den frühen Morgenstunden, auch wenn Grabpfleger euch begegnen, sind sie die besten Plätze, um sich zu erden, denn es wird einem sehr bewusst wie endlich alles ist.


Ich nutzte einen sonnigen Morgen vergangener Woche aus, und auch dass ich verhältnismäßig schmerzfrei war, schnappte mir meine Kamera und fuhr zum Pragfriedhof.
Eigentlich kommt man mit der 15 ganz gemütlich dort hin, aber wegen Bauarbeiten von S21 fährt diese nicht mehr die schleife und man steigt nicht am Haupteingang aus der Bahn, sondern am Eckardshaldenweg. Es sind nur ein paar Schritte mehr.


Jetzt im Herbst, wenn das bunte Laub der bäume schon die Wege bedecken, Eicheln und Buchecker unter den Schuhen knacken, wenn sich das Jahr dem Ende zuneigt, dann herrscht eine eigentümlich friedvolle Stimmung zwischen den Gräbern.
Ich wandelte zwischen den Inschriften, verweilte und betrauerte manchen Unbekannten.



Diese Engel aus Stein. Anrührend in ihrer Erstarrung, Ausdruck der Sehnsucht nach Heilung und Erlösung. Ausdruck der Verzweiflung und der Trauer. Doch gehört der Tod zum Leben. Und wo wird es einem besser bewusst wie auf einem Friedhof. Hof des Friedens. Eigentlich ein schönes Wort.
Trauer gehört dazu, zum Abschied. Aber auch die Freude an den Erinnerungen an eine schöne Zeit.


Auf dem Pragerdriedhof reist man durch die Zeit. Auch durch das eigene eben. Wenn man es denn zulässt.




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