Dienstag, 1. Oktober 2013

Tschingel Bälls


Hört, was kommt denn da von draußen rein, kann ja nur das Hüftgold sein.
Ja es ist weder so weit, der Sommer ist nicht ganz zur Tür hinaus, schon wird Sorge dafür getragen, dass Frau sich an dem 1.1. des nächsten Jahres wieder auf jede verfügbare Diät stürzt.

Wenn wir uns besinnen, um was es bei Weihnachten eigentlich geht, fällt uns dann der Lebkuchen vielleicht doch noch aus der Hand. Die Kommerzialisierung dieses christlichen Festes entbehrt nicht ein wenig der Ironie.
Es vergeht im Konsumrausch, Weihrauchdunst und Liedergedöns.
Ich boykottieren den Laden, der als erstes *Last Christmas* runter nudelt.

Weihnachten bedeutet mir persönlich nicht viel. Ich mag das alles nicht auf diese paar Tage im Dezember beschränken, Nächstenliebe, Freundschaft und Familie. Außerdem kann ich mich noch nicht einmal mehr Christ nennen. Ich finde die zehn Gebote ziemlich gut, den Rest ziemlich bäh, bzw das was die Institutionen daraus gemacht haben.
Trotzdem achte ich die Traditionen derer, denen etwas daran liegt.
Aber nicht den Konsum.

Massenware Nikolaus
Klinge ich zornig?
Kann schon sein. Mein persönliches Weihnachten findet, unter anderem, Morgen statt. Ich bin bei Freunden zum Essen eingeladen, in einer Runde, die sich so nicht so oft sieht.
Zusammensitzen, etwas Essen und trinke und viel Lachen.
Das ich seltsam bin, daran haben sich ja mittlerweile viele gewöhnt. Und auch wenn ihr es nicht glaubt: ich mag das, für was Weihnachten eigentlich steht, sehr gerne.
  • Kerzenschimmer, Räucherkerzen, kuschelige Atmosphäre
  • Freunde, Familie
  • gutes Essen, nette Deko
Der Kommerz hat es mir nur etwas vergällt. Als Dekorateurin wusste ich im Juli schon wie die Weihnachtsdeko aussehen würde und die Verantwortlichen Gebietsleiter haben jedesmal fast einen Schlaganfall bekommen, wenn nicht am Starttag der X-Mas Campain Punkt zehn Uhr die letzte Kugel an der richtigen Stelle blinkte. Mindestens vier Wochen vor dem Fest. Am ersten Arbeitstag nach Weihnachten tauscht. man die Kugeln gegen die Sale-Schilder.
Vor Jahren hatten wir bis zum 6 Januar Zeit, machten nur ein Fenster neu, dass für Sylvester.Ansonsten waren es die Tage des Umtausches. Und der Erholung nach dem Rummel vor dem Fest.

Weihnachten fing in meiner Kindheit mit Nikolaus an, meine Mutter buk den ganzen Tag und versteckte die fertigen Plätzchen (wir fanden sie immer, mein Bruder futterte den feuchten Teig vom Blech weg und hatte jedesmal Bauchweh), am heiligen Abend gab es regelmäßig Krach und der Weihnachtsbaum nadelte fröhlich bis zum 6. Januar.

Mein Tipp: fangt jetzt an zu für euch und eure Lieben zu planen und vor zu arbeiten, macht euch keinen Straß und seid nicht enttäuscht, wenn es anders kommt als geplant. Ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt macht nur dann Spaß, wenn man wirklich Lust darauf hat.
In diesem Sinne:
träller *Rudolph, the red nose rentier...*



Kommentare:

  1. Hör mir auf mit den 10 Geboten, von denen die ersten nur dem Machterhalt der Religion dienen. Hinten raus sind sie sinnvoller. Das Alte Testament ist eh ein fürchterlicher Schinken, das von einem rachsüchtigem, bösartigem Gott erzählt, der in meinem Universum nichts verloren hat.
    Jesus selbst hat in der Bergpredigt mit dem alten Testament aufgeräumt, was ich schon viel besser finde. Ich werde nie verstehen, warum im Christentum der alte Schinken immer noch mitgelesen wird. Vielleicht, weil man manchmal doch gerne auf Christi Lehre scheißt und Auge für Auge fordern will. Mir scheint das paradox, aber das ist ja das Wesen des Glaubens.

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    1. Nun ja, die zehn Gebote mit - du sollst nicht töten finde ich wirklich nicht schlecht. Den Kram außen rum halte ich für..... Religion sowieso..... :)

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