Samstag, 5. Oktober 2013

Zipfelbacher Gold II- vom Apfel zum Saft (The wild Rems)

Seufz. Gerade eben wurde ich auf meiner privaten Facbookseite abgemahnt, wo denn der versprochene eil zwei sei. Samstag schreibe ich (aus guten Grund) normalerweise nicht, aber das ich diese Woche Donnerstags geschwänzt habe, quäle ich gerad die Tasten meines Laptops, der vergorene Rebensaft, von gestern Abend, quält mein grauen Zellen und beide Kater holten mich schon um halb sieben aus dem Bett.
Jetzt trinke ich Tee aus einer entzückenden Tasse und versuche der Buchstaben herr zu werden, oder was auch immer. (Danke Marion für den Reminder).

Was für ein Glück wir am Donnerstag doch hatten: strahlender Sonnenschein. Heute bullert meine Heizung und das Gluckern des Regenwassers in den Regenrinnen und Rohren fordert mich auf, die Bettdecke wieder über den Kopf zu ziehen. Seufz Aber die Geschichte möchte zu Ende erzählt werden.


Das letzte mal das ich in einer Kelterei war, bzw Safterei, ist ein halbes Leben her und es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Wir fuhren mit den Hängern, die Kinder diesmal in den Autos und nicht auf den Äpfeln,
zurMosterei, einem kleinen Betrieb, mit Hofladen. Hier kann man selbst gebackenen Hefezopf kaufen (auf Bestellung!), man bekommt auch die Orangen von Pois, Obst, Gemüse, Säfte ect. Ein Familienbetrieb. Und es ist noch so wie ich es aus der Kindheit kenne: Wochenende? Sonntag? Sonnenschein? Nix da: Erntezeit! Jetzt ist das Zeugs da, also wird es verarbeitet. Aber trotzdem ohne Hektik. Es ist eine andere Welt. Ein anderes Tempo. Gearbeitet wird trotzdem zügig. Aber man bleibt bei einer Sache.


Die Äpfel wurde abgeladen (wir übten Weitwurf und trafen ab und zu sogar), dann wurden die Apfel gewaschen, zerkleinert, portionsweise in Stoffstücke gepackt, unter Zuhilfenahme vom einem Metallrahmen.
War eine Stoffkonstrukt voll kam ein Pressbrett oben auf und das Ganze wurde wiederholt, bis der schiefe Turm stand. Dann wurde gepresst. Bis der letzte Tropfen raus war. Die ausgepressten Apfelstückchen wandern auf den Kompost, der Saft in Tanks, in denen er ultrahoch erhitzt wird.
Rose und Anja füllten - unter den kritischen Augen der Landjugend - den noch heißen Saft in 5l Säcke, diese Säcke wurden dann in einen Umkarton verstaut.
Wir waren alle froh, als der Tank leer war.
140 Kartons á 5Liter naturtrüben Apfelsafts kamen bei der Aktion heraus. Bioqualität.
Bei mir in der Küche steht auch so ein Karton. Er kühlt immer noch!
Diesen Apfelsaft kann zwar nicht im Supermarkt kaufen, aber bei Pois. 7€ der 5Liter Karton.
Wir haben unentgeldlich mitgemacht - wie früher *boim Häbschte* (Weinlese), wenn das ganze Dorf mit half. Der Lohn: ein Vesper, einen Karton Saft und viel Spaß und Freude mit einem bunt gemischten Haufen Leute.

Love it


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