Freitag, 15. November 2013

Echte Helden

Seit Tagen stehe ich mit einer Freundin in Kontakt, die sich beim roten Kreuz im Katastrophenschutzbereich engagiert. Mit ihr zusammen hatte ich mir überlegt, als das Unheil über die Philippinen hereingebrochen war, einmal über die Arbeit des Roten Kreuzes szu schreiben. Denn sie engagiert sich nicht nur, sondern regt sich regelmäßig auf:
*Nach Hilfe schreien sie alle, aber selbst etwas tun will kaum einer*. Es sei unglaublich schwierig freiwillige Helfer zu rekrutieren, dabei ist bekannt, dass Feuerwehr, THW und auch das rote Kreuz mit Freiwilligen und Ehrenamtlich arbeiten.
Als ich dann heute morgen kurz einmal FB anklicke erschien folgendes Bild: 


Was für ein Zufall.
Zuerst war ich etwas überrascht, aber auch ein klein wenig - nun ja. Etwas spät? Auf der anderern Seite ist mir alles recht, was die Hilfe für die Menschen in Not ankurbelt.
Spenden ist das eine, direkt Helfen das andere - beides wichtig und richtig - und ich kenne Menschen, denen die 5 oder zehn Euro, die sie abgeben weh tun. Und es trotzdem machen, weil sie sagen: denen geht es noch schlechter als mir, die haben noch weniger.

Das Rote Kreuz, seit Jahrzehnten international anerkannt, der Rote Halbmond ebenso, beide Organisationen im selben Auftrag auf der ganzen welt unterwegs.
Die Entstehung des Roten Kreuzes und die Idee werden in den folgenden beiden Kurzfilmen sehr gut dargestellt:
Die Geschichte einer Idee.
DRK - Deutsches Rotes Kreuz

Vor zwei Tagen hat das deutsche rote Kreuz schon  rund 50.000  Euro zur Verfügung gestellt, um das philippinsche Rote Kreuz zu unterstützen, dessen Erkundungsteam vor Ort die Lage sondierte. Manchma sieht man nicht, wofür das Geld eingesetzt wird, und das Geld wird sofort gebraucht und nicht erst dann, wenn die Katastrophe passiert ist.

Es ist für uns selbstverständlich, dass, wenn mal wieder etwas schlimmes geschieht - Hochwasser, Hausbrände, Unwetter - die Helfer sofort uns zur Seite stehen. Und wir machen uns seltenst Gedanken darüber:
Wer sind die denn? Wo kommen die denn her? Wer bezahlt die denn? Wenn wir selbst in der Patsche stecken, dann denken wir natürlich nur an Rettung und sind dankbar. Aber was ist, wenn das Unglück überstanden ist? Treten wir dann in Ortsvereine ein, machen wir eine Dauerspende, werden wir Mitglied?

Ihr versteht mich schon richtig: das ist ein Aufruf, für euch, eure Kinder und Freunde - werdet Unterstützer!
Kinder haben oft großen Spaß bei der freiwilligen Feuerwehr und wenn der Papa, der große Bruder, die Mutti da mitmischen, dann macht es doppelt "Spaß".
Es geht nicht nur darum, direkt vor Ort - wie jetzt auf den Philippinen - Hilfe zu leisten, es gibt viele Bereiche: Logistik, Planung, Aktionen vor Ort.

Es gibt so viele Möglichkeiten mit zu machen. Durch Sach- und/oder Geldspenden, aber auch durch Zeit. Freizeit. Wir haben alles etwas, was wir geben können. Und vielelicht entdeckt der eine oder andere unter euch die Freude daran ein Engel zu sein.


Kommentare:

  1. Es sollte selbstverständlich sein zu spenden: Zeit oder Geld- oder auch Beides. Das sollte einfach Menschenpflicht sein.
    Danke, dass du in den letzten Tagen so beharrlich darauf hinweist !!

    Grüßle aus der Provinz

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  2. Meine Jungs waren Mitglied im THW, bzw. sind es auch heute noch (aber sind wg. Studium, Schule usw. nicht mehr aktiv)
    Ich finde es gut und wichtig, was die da alles gelernt haben und ebenso war es toll, was die dort für Ausflüge und Freizeitaktivitäten mitgemacht haben. Der frühere Chef von Sohn 2 fand das auch sehr gut, war dann aber gar nicht mehr begeistert, als sein Lehrling nach einer Nacht im Katastrophenschutz (der Main war übergelaufen) nicht in die Arbeit gehen konnte.
    Jeder sollte sich sozial irgendwo engagieren, wenn er nicht gerade krank ist oder Kinder aufzieht oder Angehörige pflegt. Das sollte echt Pflicht sein. Es ist schon positiv, wenn man Geld spendet. Aber Geld ist nicht alles.
    LG
    Sabienes

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    1. Ja, das ist es - alle sind begistert, solange es sie nicht selbst betrifft-
      LG Marianne

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