Freitag, 6. Dezember 2013

Brautkleid= Blaukraut (*vergessene* Gemüse)

Brautkleid bleibt Brautkleid
Blaukraut bleibt Blaukraut.
Versucht das mal. Ganz schnell hinter einander aussprechen. Ich sage euch: ihr werdet einen gordischen Knoten in der Zunge haben. Und auch wenn das nicht so ist werden unerkennbare Laute eure Lippen verlassen.
Aber um Zungenbrecher der verbalen Art geht es heute nicht. Es geht um:

Blaukraut.
Rotkraut.
Rotkohl.



Ihr kennt es wahscheinlich auch aus Kindertagen: die matschige Masse, die aber irgendwie herrlich nach Weihnachten schmeckte und meistens einherging mit fetter Gans, ganz fetter Soße und irgendeiner Knödelmasse. Oder Püree.
Ich liebe Blaukraut, aber ganz ohne Gans. Aber mit Kartoffelpürree. Und sonst nix.

Natürlich ist Rotkraut kein vergessenes Gemüse, aber manchmal denke ich, dass manche Menschen glauben, dass das Kraut im Glas gezüchtet wird -  denn so bereiten es die meisten zu:
Glas im Supermarkt kaufen, warmmachen, essen, lecker sagen.

?

Für mich gilt das nicht. Ich kaufe einen *Kopf*, den ich dann *schlachte*.
Ich esse den Kohl nämlich gerne roh. Mit Birnenschnitzen und in Apfelessig-Dressing eingelegt, Auf's Brot, zum Brot, mit Bratkartoffeln, pur.
Rezept?
Kommt am Ende.
Aber was wäre Blaukraut im Spätherbst ohne die Gewürze: Nelken, Lorbeer? Die Küche riecht feierlich nach Weihnachten, es blubbert in den Töpfen, die Katzen gucken doof. Keine Gans weit und breit und wenn, dann wäre sie sicher. Vor dem Bräter, aber nicht vor den Katzen.

Beide Rezepte hier:

Der rohe Kohl:

Für 4 Personen:
1 Birne
1/2 kleiner Rotkohl
 0,2 l Apfelsaft
 0,1 l Apfelessig
etwas Zucker
1 Tel Senf
Pfeffer
1-2 Eßl Walnussöl

Die Marinade mixen und in eine verschließbare Schüssel geben,
die Birne schälen, entkernen und klein geschnitten in die Marinade geben
den Kohl in feine Scheiben schneiden, unterheben und den Deckel drauf, ab in den Kühlschrank, durchziehen lassen, zwischendurch immer wieder mal vermengen.




Kokelores Weihnachtsgemüse

1/2 Rotkohl gehobelt
2 Äpfel, entkernt und geschnitten
1 1/2 gr0ße Zwiebeln, gehäutete und kleingehackt
1/2 große Zwiebel, gespickt mit Gewürznelken
Lorbeerblätter
Wacholderbeeren getrocknet
1/2 Liter Glühwein
Apfelessig
etwas Öl

Pfanne heiß werden lassen, öl rein, Zwiebeln rein, glassig dünsten
dann die Apfelstücke, den Lorbeer, die Wacholderbeeren, die gespickte Zwiebel dazu, das Ganze mit dem Kohl bedecken, den Essig dazu, erstmal dünsten,
dann nach und nach den Glühwein zugeben, immer wieder verkochen lassen und immer wieder wenden bis er für euch den richtigen Biss hat.

Ich liebe es mit Kartoffelstampf :)
*schleck*

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