Montag, 30. Dezember 2013

Die Stadt ist ...

Ja, was ist die Stadt denn nun? Eine Ansammlung vieler Gebäude, durchzogen von Straßen? Viele Menschen? Arbeitsstätte, Vergnügungsort, Heimat, Aufreger?
Wie funktioniert eine Stadt?
Wie arbeitet die Kommunalverwaltung, der Gemeinderat, was geschieht und warum, wann und wo?
Was sind ihre Bürger?
Mieter, Vermieter, Arbeiter, Arbeitgeber .... Hinnehmer, Mitmischer, Weggucker.

Ich höre schon einige denken: *Was brütete sie denn jetzt schon wieder aus?*, oder aber auch: *Was um Himmels Willen hat man ihr denn in den Tee getan?*
Nun, heute morgen trinke ich Kaffee, also nichts mit Tee und das Thema Stadt beschäftigt mich schon länger. Manchmal mehr, manchmal weniger, manchmal gar nicht.
Vor gar nicht langer Zeit schrieb ich über das Manifest der Stadtisten.

Im Prinzip ist jeder Stadtist, der sich in ihren Mauern bewegt.
Ob er auch noch etwas anderes bewegt, außer sich selbst. Das bleibt jedem selbst überlassen. Mit dem bewegen meine ich nicht Auto, Fahrrad, Skates, Kinderwagen ect. Nicht Dinge im buchstäblichen Sinn bewegen, sondern Nichtmaterielles:
Warum läuft es immer wie es läuft: wählen gehen, enttäuscht sein oder begeistert, machen lassen, motzen , hinnehmen oder begeistert sein?
Wenn man immer begeistert ist hat man nur einen Grund etwas zu machen: um diesen Zustand zu erhalten. Werden aber nicht viele sein.
Eher ist es ja so, dass es meistens so ist, dass man sich aufregt, oder verwundert fragt warum mal wieder was gemacht wird in der Stadt.

Jedesmal, wenn ich am Ampelübergang an der Hauptstädter Strasse stehe, frage ich mich: wem gehört die Stadt? Mir oder den kilometerlangen Autoschlangen,die sich an mir vorbeiwälzen? Dann springt die Ampel auf Grün und ich laufe an den ungeduldig Wartenden vorbei. Förmlich höre ich die Gedanken: *Warum hier ein Fußgängerüberweg? Muss das jetzt sein?* Und dann lache ich innerlich.
Nichts gegen Autos, aber wer die Hauptstätter Straße kennt, ahnt wie man sich als Anwohner oder Fußgänger fühlt. Undwer mit dem Auto durch Stutgart muss versteht mich auch.
Als ich noch an den Krücken laufen musst und es kaum innerhalb der Grünphase über den Übergang schaffte, war ich oft ziemlich stinkig: auf die Menschen, die die Zeiten festlegen, die man brauchen darf, um es über die  Straße zu schaffen.
Man steht sich gegenüber und schimpft gedanklich schon mal über den anderen.
Aber suchen wir Lösungen dafür?
Gibt es Lösungen?
*Was will sie mir nur sagen?* - ich mach ja schon.
Wenn man nun an den Punkt kommt zu sagen: hey, ich will nicht immer nur zugucken, ich will mitspielen, dann sucht man - einen Platz, wo man spielen kann, Mitspieler und das Spiel.
Man kann  Protest- und Bürgerbewegungen gründen, Vereinen beitreten, bei Parteien mit mischen.  So unterschiedlich die Menschen so unterschiedlich das, was sie dann tun.

Als es dann in meinem Umfeld brodelte, steckte ich mich an. Die Idee der Stadtisten war geboren.
Denkanstösse geben, parteilos handeln, nachfragen, hinterfragen, neu überdenken, versuchen sich in den aderen hineinzuversetzen. Vieles mehr noch.  Und wurde dann rasch umgesetzt. Ich unterschrieb das Gründungsprotokoll mit, ich war ja auch dabei, wohl ahnend das da viel Arbeit auf uns zu kommen würde. Sie kam dann auch, aber bis jetzt ist mein Anteil daran winzig, den Hauptteil stemmen immer noch andere. Es werden andere Zeiten kommen, in denen ich auch mehr ranklotzen werde. Jeder wie er kann und möchte.

Wenn ihr  mehr über die Stadtisten wissen wollt, dann besucht unsere Homepage:

http://www.die-stadtisten.de/

Und Mitspieler sind erwünscht.
Auch Anregungen und Kritik.
Die könnt ihr gerne an mich persönlich richten, wenn ich etwas nicht beantworten kann, leite ich es weiter, mache mich schlau.
Falls ihr auf Facebook seid, dann schaut doch auch hier vorbei:

https://www.facebook.com/Die.Stadtisten?fref=ts

Den erste *Gegenwind habe ich persönlich schon zu spüren bekommen, was mich nicht wunderte, aber mich wunderte es aus welcher Richtung es kam. Aber damit kann sehr gut leben.
Ist es doch ein Zeichen, dass man wahgenommen und ernstgenommen wird.






Kommentare:

  1. Ihr Stuttgarter seid schon der Hammer! Hoffentlich erfahren da die Berliner nix davon. Oder die Münchner. Oder die Leute in meiner Stadt. Oder hoffentlich doch!
    LG
    Sabienes

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    1. Hallo Sabienes:
      in vielen Städten gibt es *stadtistische* Aktionen und Gruppierungen, sie nennen sich nur anders. :)
      LG
      Marianne

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