Sonntag, 1. Dezember 2013

Dies und Das und Wirrwar (Sonntagsgedanken 48/2013)

Die letzten zwei Wochen war ich so beschäftigt und ab vom Schuß, dass ich kaum etwas vom täglichen Leben außerhalb meiner Blase mitbekommen habe. Internet nur morgens und abends, und das nur per LAN Kabel mit einer unirdischen Geschwindigkeit, kaum Handy Netz und schon gar kein Fernsehen,
Ich habe es überlebt und das auch ganz gut.

Trotzdem erreichte mich die Nachricht über den Koalitionsvertrag, das Streitgespräch zwischen Gabriel und Slomka.
Man mag über die GroKao denken was man mag, aber wie sich die Parteien dabei verbiegen ist schon fast bewundernswert. Und wie sie es schön reden.
Allein die Maut.
Madam M hatte dem Volk versprochen: die Maut kommt nicht.
Aber Mister S hat polemikt: Maut für Ausländer!
Madam M scheint dem Mister S irgendwie auch versprochen zu haben, er bekäme sein Spielzeug.
Und jetzt?
Die Maut kommt.
Nun.
Wundert mich nicht wirklich.
Was mich allerdings abstösst, ist das Verhalten des Monsieur G. Von Sozialdemokratie sehe ich da nicht mehr viel. Ob die Basis jetzt mit ja oder nein stimmt ist für mich nicht mehr von Belang. Ich habe mich schon vor Jahren von den Sozialdemokraten verabschiedet. Vor der Wahl wurde ich noch einmal umworben. Aber da ahnte ich schon, was dabei rauskommen würde und sagte - die? Nein Danke.

Nach der Wahl buhlten ja auch die Grünen um die Braut CDU und nicht nur mir entgleiste das Gesicht. Was auf Bundesebene nicht klappte ziehen sie jetzt in Hessen durch.
Ich sehe den Grünen die Mitglieder schon weglaufen wie der SPD.
Auch die Aussage eines Politikers, man dürfe vor einer Wahl keine Koalition ausschließen, das wolle der Wähler nicht. Aha. Schön, dass der weiß was ich will und was nicht.
Ich werde keiner Partei meine Stimme geben, die meint, sie müsse nach allen Seiten offen sein - wer nach allen Seiten offen ist ist nämlich nicht ganz dicht.

Nun denn: Monsignore K aus Baden Württemberg sprach gelassen aus um was es bei den Wahlen geht:
*Es geht nicht um Wahrheiten, es geht um Mehrheiten*.
Wahrscheinlich hat er Recht.
Was mir die Sache aber auch nicht sympathischer macht.

Augen auf bei der nächsten Wahl, lasst euch nicht *vermehrheiten*. in diesem Sinne: einen schönen Sonntag.

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