Donnerstag, 16. Januar 2014

Der lange Weg in die Freiheit - Nelson Mandela ( Kino)

Preview. Keine Kinoplakate verheißen Unterhaltung. Keine Werbung lenkt ab. Sofort beginnt der Film. Normalerweise höre und lese ich einiges über den Inhalt und die Schauspieler eines Films, bevor ich mich im Kinosaal einfinde. Zumindest Werbung. Diesmal ist es anders. Eine Freundin fragt mich am Wochenende, ob ich mit ginge, sie hätte Freikarten. Ja, klar. Gerne.
Ich wusste nur den Titel: Nelson Mandela, die Verfilmung seines Lebens. Es war praktisch ein Blind Date. Ich wusste nichts, rein gar nichts über den Hintergrund des Filmes. Nur, dass das Leben Mandelas verfilmt worden wahr. Nelson Mandela verstarb Anfang Dezember 2013.

Der Film schafft es ein Brücke zwischen den politischen Stationen im Leben Mandelas und seinen privaten Momenten zu spannen. Obwohl die späteren Sequenzen des Films sehr deutlich aufzeigten, das Nichts in dem Leben Mandelas noch privat blieb.
Die Mammutaufgabe das alles in zweieinhalb Stunden Film zu komprimieren ist trotzdem nur teilweise gelungen, es war praktisch unumgänglich, dass einiges nur an der Oberfläche angekratzt werden konnte, was aber dem Gesamteindruck des Films nicht wirklich schadet. Dazu sind die Bilder zu gut gezeichnet.
Die Schönheit Afrikas, die Emotionalität des Widerstands gegen die weißen Besatzer, auch die menschlichen Schwächen des Titelheldes.
Mandela selbst sagte einmal:
*Nein, ich bin kein Heiliger. Ich bin ein Sünder, der immer wieder versucht sich zu verbessern.*
Und genau dieses Bild schafft es der Film zu zeigen. Dies und die wunderschöne Bildsequenzen, das Transportieren der Stimmung der verschiedenen Zeitabschnitte und Orte macht diesen Film, trotz der schon erwähnten Schwächen, zu einem Kino-Highlight.

Einblendungen von Originalaufnahmen rufen einem ins Gedächtnis, dass dies alles wirklich geschehen ist.
Die überbordende Gewalt der Ordnungskräfte gegen den, Anfangs gewaltlosen, Widerstand, das Konzert im Wembley Stadion London zum 70igsten Geburtstag Mandelas, Bilder des weltweiten Protests gegen das Apartheitssystems in Südafrika.
Neben Nelson Mandela ist seine Frau Winnie Mandela eine weitere wichtige Figur des Films. Und es gelingt dem Regisseur die unterschiedliche Entwicklung dieser beiden Führungspersonen des ANC aufzuzeigen.

Dieser Film ist absolut sehenswert.
Er ließ mich nicht los und beschäftigte mich so sehr, dass mein letzter Gedanke ihm galt.
Allerdings nicht nur Mandela. Sondern auch Steven Biko. Und all den anderen Menschen, die Opfer dieses Regimes wurden.









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