Dienstag, 14. Januar 2014

Horst reloaded und Klobürsten united (Social Network)

Die Welt ist durch das Internet zusammengerückt und man hat die Chance dadurch Menschen und deren Humor kennenzulernen, die man normalerweise nie getroffen hätte, weder im realen noch im virtuellen Leben. Letzte Woche stellte ich die Idee vor, eine Virtuelle Schnecke namens Horst ( nein nicht Schimanski, der macht immer nur andere zur Schnecke)( außerdem ist der ein Relikt aus grauer Vorzeit) auf virtuelle Weltreise zu schicken.
Nun. das Netz ist eng und schnell und überall lauern Gefahren und Betrüger, aber auch Witzbolde und Komiker. Mit einigen davon bin ich freundschaftlich verbunden, andere treffe ich an Kreuzungen (Pinwände von Freunden im Netz).
Horst hatte sehr schnell Gesellschaft:


Also ist Horst ausgebüxt! Einfach mal Zigaretten holen gegangen oder was? Und wir helfen mit den Schurken Horst wieder einzufangen.
Aber das war nicht alles. Ein User schrieb: "Wer kümmerst sich jetzt um die Kinder?" Gibt es eine Schneckenfürsorge?
Eine befreundete Bloggerin hat ja für ihr Töchterlein einmal eine Schnecke in Echt als Haustier gehalten. Ob diese Schnecke auch ausgebüxt ist?
Außerdem sind Schnecken Zwitter.

Wenn man auf Reisen ist, dann trifft man manches verstopftes, deswegen vielleicht stilles, aber nicht benutzbares, Örtchen. Manchmal sind die auch nicht gerade sauber. Eine Klobürste ist also nicht zu verachten. Und seitdem im Hamburger Gefahrengebiet ( ein Unding ohne Ende) einem Zeugen einer Personenüberprüfung der Schnappschuss* des Jahres gelang, ist die Klobürste auch ein Symbol des friedlichen Protestes gegen die Staatsmacht.

*In den Nachrichten wurde die Szene einer Personenüberprüfung gezeigt. Eine der zu überprüfenden Personen hatte eine Klobürste dabei. Just in dem Moment als einer der Polizisten die Klobürste *zog* breitete sich in ganz Deutschland ein fettes Grinsen aus. Ein Bild für Götter! Das Bild des Polizisten mit der gezückten Klobürste.
Schon wenige Stunden später fluteten Bilder mit Klobürsten das Netz. Es ging so weit, dass in manchen Stadtvierteln Hamburgs Klobürsten ausverkauft waren. Zum Schluss zogen kleine Rudel Schulkinder mit Klobürsten bewaffnet an den Polizisten, die in voller Montur martialisch in der Gegend rumstanden, vorbei und winkten ihnen mit den Klobürsten zu.
Statt dem Senat einen Grund und Rechtfertigung für den Ausnahmezustand zu liefern machte der betroffene Personenkreis das einzig richtige: er zog die Mächtigen ganz mächtig durch den Kakao. Das Gefahrengebiet wurde aufgehoben und man versuchte das Ganze als Erfolg darzustellen. Was zu Kopfschütteln führte.
Ehrlich: ich hatte selten so einen Spaß.
Als dann noch ein Freund eine Klobürste auf Weltreise schicken wollte, war ich dabei.
Klobürsten aller Länder vereinigt euch.

Danke an Bertie Wolfgang Weichert 
Nachsatz zu Hamburg:
Gewalt ist nie eine Lösung. Auf keiner Seite. Und die Vorgänge müssen aufgeklärt werden. Die Polizei ist ein ausführendes Staatsorgan. Die Politik kann und darf nicht ihre Rechte und Verpflichtungen aus den Händen geben, so wie das der Hamburger Senat vor Jahren durch ein neues Gesetz getan hat und dadurch die Verantwortung auf die Polizei abwiegeln.
Die Polizisten vor Ort möchte ich nicht generell verurteilen. Kennzeichnung scheint mir der einzige gangbare Weg zu sein, um schwarze Schafe zu separieren.


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