Montag, 3. Februar 2014

Dear Mr. President

sang PINK (ich habe extra das Video mit deutschen Untertiteln herausgesucht) und klagte damit die Gedankenlosigkeit des Republikaners Bush an. Ich kann weder wirklich gut singen, noch habe ich den Bekanntheitsgrad der Sängerin PINK, so bleibt mir nur mein Blog, meine Meinung zu unserem Bundespräsidenten kund zu tun. Ob er es je lesen wird und wenn, ob es ihn dann jucken würde, darf stark bezweifelt werden. Wenn ich einen Brief schreiben würde, würde er wohl so aussehen:

Guten Tag Herr Gauck,

"Sehr geehrter Herr" kann ich leider nicht schreiben. Diese Anrede verdienen Sie ihn meinen Augen nicht.
Als Tochter einer Kriegsgeflüchteten kann ich keinen deutschen Bundespräsidenten diese Anrede zuteil werden lassen, der mehr Einmischung seitens Deutschlands fordert in Krisengebieten.
Kriegerische Auseinandersetzungen erzeugen immer Leid. Nicht nur unter den Soldaten und deren Angehörigen, sondern auch unter der Zivilbevölkerung.
Aber wohin mit den ganzen Waffen, die in Deutschland produziert werden? Es geht ja auch um Arbeitsplätze, oder? Und wozu Waffen herstellen und verkaufen, wenn diese nie benutzt werden?
Es klingt in meinen Ohren mehr als zynisch, dass Sie indirekt den Einsatz dieser Waffen fordern.
Und wenn dann Frau Ursula von der Leyen es auch noch gut findet, Minderjährige für eine Berufsarmee anzuwerben, dann kocht mir die Galle über.
Und ich sehe die Bilder der Kriegschauplätze vor mir.
All das Leid.
Sie wecken den Wunsch in mir, Herr Wulff hätte das Amt noch inne. Besser noch Herr Köhler, der damals sagte, dass die Kriege der Zukunft um Ressourcen geführt werden würden. Ich vermisse diesen Bundespräsidenten.
Sie hätten ihm besser zugehört.
Dabei sehen sie so freundlich aus. Sie erinnern mich immer irgendwie an einen Bernadiner. Wie der nette Opa nebenan. So freundlich. So ohne Arg.
Aber Ihr Gerede von der Freiheit. Dabei meinen Sie den Neoliberalismus. Manchmal lese ich die Texte Ihrer Reden und frage mich: Hat der das selbstgeschrieben und wenn, was bekommt er dafür? Und wenn Sie diese Reden tatsächlich selbst verfasst haben sollten und nichts dafür bezahlt bekommen, dann frage ich mich: Meint der das tatsächlich ernst?

Wenn Sie so dafür sind in den Krieg zu ziehen (natürlich nur um den Frieden zu erhalten, schon klar) und die Freiheit zu verteidigen, dann ziehen Sie sich doch bitte eine Uniform an und stellen sich in die erste Reihe. Ich werde Ihnen applaudieren und Sie anfeuern, voller Elan und mit Freude. 
Nehmen Sie dann doch bitte noch die Söhne und Töchter der Frau von der Leyen mit. Ich spendiere auch Bonbons.

Vielleicht sollten Sie sich aber auch nur den Text der Sängerin Pink durchlesen. Vielleicht würden Sie dann anfangen zu begreifen. Ich wünschte es mir.


M. Kokelores




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