Sonntag, 2. März 2014

Krieg? (Sonntagsgedanken 9/2014)

Oh, ich müsste genauer definieren: Krieg vor der Haustüre Europas. Denn, wenn wir ehrlich sind, es herrscht seit Jahren Krieg, schön verteilt auf der Welt. So verstieg sich ein deutscher Kriegs Verteidigungsminister auch einmal zu den Worten, dass die deutsche Freiheit (oder was war es noch mal?) am Hindukusch verteidigt wird. Als der letzte wahre Bundespräsident der BRD das Kind beim Namen nannte, dass die Kriege der Zukunft um Rohstoffe und Ressourcen geführt werden würden, ging er ganz schnell ins Nirwana. Wer glaubt, er wäre freiwillig gegangen oder aus eigenem Antrieb - nun ja. Glauben macht selig.
Krieg an den Toren Europas. Wenn wundert es? Das Machtspiel zwischen West und Ost geht schon eine ganze Weile. Und als Putin die Generalamnesie erließ, kurz vor den olympischen Spielen, beschlich mich ein ungutes Gefühl.
Ich boykottierte die Spiele (und werde es auch mit der Fußball WM in Katar tun) aus mannigfaltigen Gründen. Sie rochen nach Blut. (Katar riecht nicht nur, es stinkt wie eine Abdeckerei). Sie rochen nach Unterdrückung. So wie sich Putin über Homosexuelle äußerte bogen sich mir die Fußnägel hoch. Er hätte nichts gegen sie, aber sie sollten die Finger von den Kindern lassen. Geht es eigentlich noch? Homosexuell wurde mal wieder mit Phädophilie gleichgesetzt.
Pussy Riot, Schwulenhatz und vieles mehr zeigten uns sehr deutlich wie das System Putin tickt.
Und dann kam die Ukraine.
Was in der Ukraine geschah kann ich, als Außenstehende, weder ganz überblicken noch erklären. Mir schnitten die Bilder, die über den Monitor flimmerten ins Herz. Scharfschützen die Menschen erschossen.
Wie oft haben wir solche Bilder schon gesehen oder von solchen Gräuel gehört und gelesen? Aber das war ja weit weg. Die Ukraine ist praktisch um's Eck.
die Welt brennt an allen Ecken und Enden und das schon seit längerer Zeit. Und Deutschland liefert das Material dazu. Mein Vaterland ist der 3 größte Waffenexporteur der Welt. Es werden aus den Rohstoffen aus den Krisengebieten Waffen geschmiedet, die diese Krisengebiete dann durch den Einsatz dieser Waffen *befrieden* sollen.
Mich beschleicht langsam aber sicher das Gefühl, dass alles was die letzte Zeit passiert ist *uns* auf den ukrainischen  Krieg Konflikt vorbereiten soll.
Außenminister Steinmeiers Rede auf der Sicherheitskonferenz.
Verteidigungsministerins Von der Leyens Aussage, dass man mehr Einsätze im Ausland machen müsse.
Und dann der Wolf im Schafspelz, Gauk, der auch noch seinen Senf dazu gab.
Ich sehe nach Osten. Und ich sehe wie sich der russische Bär erhebt und drohend seine Pranken hebt. Dieser Bär droht nicht nur. Und der Westen? Entrüstet sich. Dabei wäscht er sein Hände auch im Blut der Unschuldigen.
Ich sehe nach Osten und es schüttelt mich.

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