Sonntag, 23. März 2014

Temperatursturz - Sonntagsgedanken 12/2014

Ach wie jubelten wir und streckten unsere Gesichter der Sonne entgegen, als die ersten warmen Tage uns aus den Wohnungen lockten. Die ersten Frühlingsboten überschlugen sich, um unseren Augen Farbtupfer auf den frisch ergrünten Wiesen zu bieten, die Vöglein sangen, unsere Herzen sprangen, der Heuschnupfen spülte unerwartet früh Geld in die Kassen der Apotheker.
Parallel dazu spitzte sich die Situation in unserer europäischer Nachbarschaft zu, Truppen marschierten auf und Russland kassierte die Krim, einen Teil der Ukraine.
Nein, ich werde das jetzt nicht werten, denn die Infos die es über die Vorgänge in der Ukraine gibt sind zu mannigfaltig, teilweise widersprüchlich und sehr verwirrend.
Da wird über den, anscheinend durch die USA mitfinanzierten Aufstand auf dem Maidan - dem Platz auf dem alles begann - geschrieben, über die %-Zahlen der Völkerzugehörigkeit auf der Krim, über den Rabbi, der seine Glaubensgemeinschaft auffordert das Land zu verlassen, weil er Übergriffe von Ultrarechten befürchte.
Parallel dazu läuft die mediale Schlacht zwischen Ost und West, es wird aufgerüstet, in Worten und Taten. Das Verhältnis kühlt merklich ab, de EU sanktioniert, Japan und China folgte.
Und dann las ich, dass die USA plant wieder Atomwaffen auf dem Boden meines Heimatlandes zu stationieren.
Ich fiel fast vom Hocker. Lernen die es denn nie? Reicht es nicht, dass wir unsere Welt schon mit solchen AKWs wie Fukushima und Tschernobyl verseuchen. Ich bin noch keine 50 Jahre alt und habe schon zwei atomare Katastrophen *miterlebt*. Es gibt kein danach, sondern nur ein Leben mit den Folgen. Und jetzt kommen die Amis uns mit Bomben.
Was ist nur los mit denen da oben, möchte man sich fragen.
Parallel dazu wird de Bevölkerung Europas immer mehr in ihren Rechten beschnitten. Der Wählerwillen zählt immer weniger.
Vor gar nicht langer Zeit gab es eine europaweite Unterschriftenaktion:
Freier Zugang zu Trinkwasser ist ein Menschenrecht. 1,5 Millionen Europäer bekundeten ihren Unwillen gegenüber Firmen wie Nestlé, die gerne den Zugang zu Trinkwasser privatisieren möchten. Die Folgen kann man sich in Afrika schon ansehen. Viele von uns jubelten, als wir die Mindestmenge an Unterschriften hatten. Was macht jetzt die EU-Führungsspitze? Lässt das ganze unter den Tisch fallen und kehrt es unter den Teppich. Freier Zugang zu Trinkwasser ist/wird nicht als Menschenrecht anerkannt.
Der Ausverkauf unserer Rechte geht weiter.
Darauf angesprochen verweigerte ein EU-Komissar eine Begründung.
Mir fröstelt, und nicht nur, weil sich der Winter mit einem Kälteeinbruch noch einmal zu Wort meldet.

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