Freitag, 11. April 2014

Veronika, der Lenz ist da.... Spargel!!!!

.... die Vöglein singen tralalala, so sangen die Comedian Harmonist und fügten ihrem Text noch allerlei zweideutige Dinge bei..... und der Spargel spriesst frivol. Um wohl kein anderes Gemüse werden solche derben Witze wie um den Spargel gemacht, erinnert es doch manche Zeitgenossen an etwas ganz anderes und mancher Mann zuckt zusammen, wenn seine Angebetete genüsslich die Spargelspitze abbeißt.  


Zum Frühling, dem Lenz, gehören für mich drei Dinge fast untrennbar zusammen.
Rabarber, Spargel und Erdbeeren. Genau in der Reihenfolge. Und für alle drei gilt: ich kaufe sie nur dann, wenn sie aus der Region sind und Saison haben.
Bleibt mir weg mit Obst, dass es auch bei uns gibt, oder Gemüse, aus Übersee. Europaweit, ja gerne, auch mal über's Mittelmeer, aber Spargel aus Peru? Nein Danke. Nichts gegen Peru, aber ihren Spargel dürfen sie selbst essen.


Wo kauft man aber den Spargel, wenn man nicht gerade einen Spargelbauern als Nachbar hat? Natürlich kann man den auch im Supermarkt kaufen, aber will man frische Ware haben sollte man seinen Hintern auf den Markt bewegen. Ich komme urspünglich aus einem Spargelanbangebiet, ich weiß was es bedeutet Spargel zu stechen, weiß wieviel Arbeit es macht, erkenne frischen Spargel und die Anzeichen, wenn sich diese Frische aus dem Staub macht.


Auch wenn ich jetzt in der Schwabenmetropole wohne und lebe so ist die Heimat im Frühling nicht weit.
Auf dem Wochenmarkt treiben sich nicht nur Bauern und Anbieter von den Fildern und dem Rems Murr Kreis herum, sondern auch die alt eingeschworenen *Feinde* aus dem Badischen.
Wenn man versucht mich deswegen zu ärgern, kontere ich immer: 1848 waren wir die letzten die die erste Demokratiebewegung verteidigt haben. Ob das so genau stimmt lasse ich einmal dahin gestellt. Es hört sich jedenfalls gut an. Aber Revoluzzer waren wir Badener schon von jeher, zwar nicht alle, aber immer wieder.
Wie mein Herz aufgeht, wenn ich den Spargelstand erspähe und meinen Heimatdialekt höre. Ich liebe Stuttgart, ich mag die Schwaben, aber Heimat ist Heimat.

Bruchsaler Spargel - eine Delikatesse, auch der Speyrer ist nicht zu verachten. In der Zwischenzeit gibt es auch Spargel für schäl-faule Mitmenschen. Der Küchenfertige: Einfach weiterverarbeiten.


Oder - auch etwas für schäl unwillige Zeitgenossen, der Grüne: Die Enden etwas kürzen und anschälen, dann - ab auf den Grill, oder was man damit machen möchte.


Oder der dicke Brummer, muss man zwar schälen, hat aber viel davon - und wenn man die Schalen auskocht hat man dies Basis für eine Spargelsuppe:


Meine Speiskarte für die nächsten sechs Wochen:

Stangenspargel mit Kartöffelchen
Spargelsalat mit gerösteten Brot
Grüner, gegrillter Spargel 
Pfannkuchen mit Spargelgemüse gefüllt
Spargelsuppe
Kartöffelchen mit Spargelgemüse
Gemischter Salat mit Spargelspitzen
und dann wieder alles von vorne ....

*schleck* (auch wenn das Pippi dann etwas streng riecht)





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