Donnerstag, 17. April 2014

Wahlkampf


Am 25.5.2014 finde sie statt, die Europawahl. Parallel dazu finden in einigen Gemeinden auch die Kommunalwahlen statt. Unter anderem in Stuttgart. Und da treten *die STAdTISTEN* zum erste mal an. Das Ganze ist für uns ganz schön aufregend - ja ich bin ja auch ein STAdTIST, ähm Genderalarm, eine STAdTISTIN.
Ich mochte das Wortspiel - Satist - Stadt- wer ist die Stadt? - Stadt = Stadtisten.
Natürlich bedeutet Stadtist sein mehr als nur ein Wortspiel. Zur Zeit bedeutet es viel Arbeit. Und das in Form von Plakate hängen.
Die Vorarbeit wurde von vielen fleißigen Leten geleistet: Entwürfe für Plakate, Flyer, Aufkeber, Ideen-Pools anlegen, Druckereien ausfindig machen, Spendengelder auftreiben, heiß geredete Köpfe und lange Abende, Drehtermine, Phototermine, Schneidearbeiten u.v.m.


Dabei ist es nicht gerade hilfreich, dass aus dem eigenen Freundeskreis, teilweise unangebrachte, Kritik auftaucht. Kritik an für sich ist immer erwünscht, es kommt nur darauf an wie.
Es gibt Menschen die uns uns vorwerfen, wir würden anderen Parteien Stimme wegnehmen - und auch eben den Parteien, die sie favorisieren . Das will ich doch schwer hoffen. Das is ja unser Ziel. Also *Stimmenfang*. Das nennt man auch Demokratie. Als ein Freund dann auf mich zukam uns sagte: "Das nehme ich euch wirklich übel, denn ihr splittert die *kleinen Gruppen* noch mehr auf", erschien über meinem  Kopf ein Fragezeichen. Wieso muss ich jemanden nicht wählen, den ich wählen will, um jemanden anderen nicht die Stimmen wegzunehmen?  Nun gut. Mit Gegenwind haben wir eh gerechnet und *friendly fire* gibt es immer.
Her mit den Nesseln, ich möchte mich reinsetzen.
Aber das sind Nebenschauplätze. Und ich weiß auch, dass sie es im Grunde nicht böse meinen.


Plakate sind immer noch das A und O des Wahlkampfes, und die hängen sich nicht von alleine. Und dann kamen die Plakate auch noch zu spät. Die anderen wahlkämpfenden Parteien schwärmten schon in der entsprechenden Nacht, um Null Uhr, aus, um die besten Plätze zu erwischen. Wir sind da jetzt etwas hintendran, haben aber unseren Spaß dabei. Ich hatte das Glück und die Ehre in einem kleinen roten Bus zusammen mit einem Mitstadtisten im wilden Süden zu plakatieren. D.h. ich reichte ihm die Plakate an, gab ihm Kommandos und die Kabelbinder, klugscheisste ein wenig herum und lachte viel.
Wir waren stolz wie Bolle als das erste Plakat hing. Mein Mitplakatierer kraxelte, teilweise unter lebensgefährlichen Bedingungen, irgendwo hoch, aber dafür überragte dann unser Plakat die anderen. Oder wir setzten unsere Bilder frech an die der anderen.
Wir hatten Spaß und auch nette Begegnungen: Die Frau eines FDP Kandidaten kam auf uns zu, weil wir über dem Konterfei ihres Mannes eines unserer Plakate montierten, als sie gerade mit ihrem Mini an uns vorrüberfuhr.  Sie hielt an und es wurde ein sehr freundliches Gespräch.
Wahlkampf kann Spaß machen.
Anders geht eben doch.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen