Donnerstag, 22. Mai 2014

Geht wählen!


Die letzte Wahlkampfwoche ist angebrochen. Viele haben schon gewählt. Man spricht darüber. Diskutiert.Streitet. Und wartet.

Und dann gibt es solche Menschen, die behaupten, wählen bringe nichts.
Die offen zum Wahlboykott aufrufen.
Das System sei marode.
Wir seien dem System ausgeliefert. Alles fremdgesteuert.

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Dann gibt es die anderen. Die schon immer eine bestimmte Partei gewählt haben. Und loyal sind. Oder einfach bequem. Oder abgestumpft. Gutgäubig. Uninformiert. Oder sie glauben einfach, dass bestimmte Parteien für bestimmte Werte stehen.

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Und es gibt die, die einfache Lösungen bieten. Und den Schuldigen an der gegebenen Situation liefern. Sündenböcke sind wieder angesagt. Je nachdem, was es für eine Wahl ist, sind es die Banken, die Ausländer, die Sozialschmarotzer, Frauen, Homosexuelle, Minderheiten, die Grünen, die Schwarzen, die Roten, die Sozialen oder die Asozialen.

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Programme? Nebensache. Von den Plakaten lächeln jede Menge Gesichter. Es springen einem Parolen an.
Versprechen.

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Doch nicht wählen? Zu der größten Gruppe gehören und sich abgenervt, desillusioniert, resigniert oder uninteressiert abwenden und Party machen, sein Leben leben und fünfe gerade sein lassen?

NEIN!

Natürlich hat unser Demokratie-System Fehler. Und niemand hat behauptet das Demokratie einfach ist. Aber es liegt doch an uns etwas zu ändern. Wenn wir unzufrieden sind und immer und immer wieder auf die gleichen Versprechungen hereinfallen, meinen unsere Pflicht damit zu tun, alle paar Jahre einen Zettel in die Wahlurne zu werfen, nachdem wir nur die Plakate gelesen haben ... nun denn, dann ändert sich auch nichts.
Zumindest sollten wir die Programme lesen, nicht nur einer Quelle vertrauen. Und uns daran erinnern was uns vor der letzten Wahl versprochen wurde und was daraus wurde.

Was ich zum Beispiel am Kommunalwahlrecht schätze:
Man wählt Personen. Man kann bis zu drei Stimmern einer Person geben. Man kann parteiübergreifend Personen wählen.
Kumulieren und panaschieren.
Die Parteizugehörigkeit gibt die Grundrichtung bzw Haltung vor, aber man ist niht gezwungen den kompletten Haufen zu wählen.

Immer noch keine Lust zum Wählen? Nun, dann wählt man trotzdem. Und zwar die Seite, die man garantiert nicht wählen möchte. Ob das so eine gute Alternative ist?

Am Sonntag gilt es: Es tut nicht weh.
Meine Bitte: Geht wählen.

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