Sonntag, 1. Juni 2014

Brot und Spiele - die Sonntagsgedanken 22/2014

Bald ist es wieder so weit. Die modernen Arenen werden sich, mit vor Begeisterung trunkenen, Zuschauer füllen. Die heutigen Arenen nennen sich Puplic Viewing und Flatbildschirm. Bie Blumenmädchen wurden durch Merchandising ersetzt.
Mechandising ist nichts anderes als Werbung für die der Kude auch noch bezahlt. Es gibt Gratissticker, wenn man ein bestimmtes Produkt im Supermarkt doppelt kauft, es gibt spezielle Chips, Würstchen, Cola, usw usf.
Langsam müsste es dem geneigten Leser klar werden über welches Sportereignis ich schreibe.

Die Fussballweltmeisterschaft in Brasilien.
Versteht mich bitte nicht falsch. Ich habe nichts gegen Fussball. Auch nicht gegen die WM.
Aber mich macht die Geschäftemacherei der FIFA auf Kosten der dort lebenden Bevölkerung wütend. Und die Bevölkerung wehrt sich.
Ein betroffener Indianerstamm stellt sich mit Pfeil und Bogen den berittenen und hochgerüsteten Polizisten entgegen. Es gibt Straßenschlachten. Straßenkinder werden eingsammelt und über die WM in bestimmten Einrichtungen verwahrt.... Randnotizen, meist nur im neuen Medienboten, dem Internet, etwas ausführlicher zu lesen.

Aber Schland hat andere Sorgen. Jogi hat den Führerschein abggenommen bekommen, ein junger Spieler hat unerlaubt an der falschen Stelle seinen Pullermann zum Einsatz gebracht und statt die Ecke für eine guten Schuss zu nutzen hat er in selbige gepinkelt.
Die Probleme im Gastgeberland werden ausgeblendet. Der nächste Biereinkauf und welcher Bruzzler auf den Grill wandern soll sind wichtiger - denn etwas Spass muss sein.
Die Marketingagenturen freut es:
Fähnchen, spezielle Gläser, Trikots... und man ist wieder wer.

Als die WM in Deutschland statt fand war ich mitten drin, fieberte mit meinen Freunden vor der Großleinwand und fiel den anderen um den Hals, wenn *unsere* Jungs ein Tor schossen. Kollektiver Freudentaumel.
Nach der WM, nach dem Wiedererwachen, wurde bekannt welche Gesetze in der Zeit sill und heimlich durchgewunken wurden.

Während im Vorfeld der WM in Brasilien wenig Aufmerksamkeit der Proteste gewidmet wurden, so steht Katar stark in der Kritik. Moderne Sklavenhaltung und Ausbeutung der *Gastarbeiter*. Der Kaiser (Beckenbauer entblödete sich nicht zu sagen, er sei vor Ort gewesen und hätte keine Sklavenhaltung bemerken können.

Wir sind gar nicht so weit vom *Tribut von Panem* entfernt.

Brot und Spiele....
Think about this.

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