Samstag, 19. Juli 2014

Das Moppel-Ich: gibt es das?

Keine Ahnung. Also, ob es ein Moppel-Ich gibt. Eine Schauspielerin hat da so ein Buch geschrieben. Jeder von uns weiß auch: abnehmen ist gar nicht so schwer, aber sehr wohl das Gewicht halten. Was macht es aber so schwer, das Gewicht zu halten?
Nun, es dauert einfach Gewohnheiten abzulegen und sich neue anzueignen. Ich habe es da gut, muss/darf ich doch gerade mein Leben komplett umstellen. Im Internat bekomme ich dreimal am Tag Mahlzeiten, zwar nicht serviert, aber praktisch und bequem in unserer Kantine. Ich esse nicht alleine. Es sind immer Menschen um mich. Es liegt an mir mir mehr Salat als Beilage zu nehmen, ect.
Mitte Juni schrieb ich über den Moppelclub und darüber wie ich an meine Speckseite ran gehe. Eigentlich darf ich 2000 Kk am Tag zu mir nehmen, wenn ich 10.000 Schritte laufe -  die Kalorienzahl mache ich gar nicht voll, sehr wohl aber die 10.000 Schritte.
Wie kommt's? Nun, ich esse so wie in der Reha: Dort hatte man mich gnadenlos auf 1500 kk gesetzt und ich wurde gut satt. Im Artikel über den Moppelclub stehen die *Rationen*.
Zwar esse ich ab und zu ein Eis (das gibt es manchmal als Nachtisch!), knabbere auch Chips und trinke ein Glas Wein, aber ich bewege mich ohne Ende. Und das macht Spaß. Gestern stand ich das erste mal seit Jahren wieder auf einem Volleyballplatz, auf einem Sandplatz. Zwar traf ich fast nie den Ball - ich rannte ihm eher hinterher - und war nach 30 min einfach schon nicht mehr fähig weiter zu machen, der Rücken fing an zu toben und mein Bein auch, aber die Sonne schien, der Schweiß lief und wir lachten die ganze Zeit. Und um das geht es. Spaß haben!
Und da liegt, glaube ich zumindest, das Problem bei den meisten *Moppeln*. Wo können wir uns denn frei bewegen, rumtrampeln wie kleine Elefantenbabys ohne angestarrt zu werden. Meinen Klassenkameraden ist es egal. Jeder von uns hat sein Päckchen zu tragen und manche Wunden sind nicht äußerlich.
Ob es Montags das Qi Gong ist, Tischtennis und Kegeln, Spazierengehen mit den anderen - wir bewegen uns auch tagsüber - die Entfernungen im Haus sind nicht von schlechten Eltern und sehr zentral sind die Tischtennisplatte und die Billardtische aufgebaut..
Wenn ich jetzt aufstehe, sich die Mittagspause nähert oder das Unterrichtsende schiebe ich richtig Kohldampf. Das Hungergefühl hatte ich sehr lange nicht mehr. Eben weil ich keinen Hunger hatte, aber immer irgendwie Gelüste, aß ich trotzdem. Es wird jeden Tag frisches Obst angeboten und wir können es uns mitnehmen., es wird immer genug zur Verfügung gestellt.
Ich habe mir zwei Jahre Zeit gegeben, wiege mich nur einmal die Woche und freue mich über jedes Gramm das mich verlässt.
Als ich mich heute gewogen habe fiel ich fast von der Waage, obwohl ich mich schon so *leicht* fühlte.
Es sind seit dem 12 Juni sage und schreibe  über 4 Kg abgenommen - ohne zu Hungern, ohne Verzicht.
Anders geht :) (Allerdings zeigt meine Waage auch bis zu drei Kg Unterschied an, je nachdem wo ich sie aufstelle, lach.)

Kommentare:

  1. Naja, du hattest im letzten Jahr auch Wichtigeres zu tun, als abzunehmen, oder?
    Viel Glück!
    Sabienes

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