Samstag, 26. Juli 2014

Im Paragrafendschungel


Man sagt ja: vor lauter Bäumen sieht man den Wald nicht mehr. Wenn man im Wald steht sieht man nur noch Bäume. So ähnlich geht es uns - den Steuerfachangestellten-Azubis - mit den Gesetzbüchern. Ein Paragrafendschungel sondergleichen. Zwar werfen wir schon mit Begriffen wie Umsatz-, Gewerbe- und Einkommenssteuer um uns, natürliche und juristische Personen, Unternehmen, Betriebe und Betriebsstätte, aber nach und nach dämmerte es den meisten von uns: wer einen Begriff kennt, weiß noch lange nicht was dahinter stehen könnte.


Aber dazu haben wir ja unsere Ausbilder. Und unseren Steuerberater, der mit viel Witz, Verständnis, Wissen und Können uns Frischlingen die Begrifflichkeit vieler Wörter nahe bringt. Mehr oder weniger.
Und: Viele Dinge die ich über die Steuer, die Finanzbehörden und sonstiges gehört habe sind definitiv Stammtischgerede. Ja das Steuerrecht IST nicht einfach, ja es ist ein PARAGRAFEN-Dschungel, aber: das Steuerrecht war einmal nicht ganz so schlimm. Aber findige Steuerfüchse haben Schlupflöcher gefunden, die der Staat stopfen musste. Dann kam das europäische Recht dazu und die Klagen auf Gleichstellungen - den Salat dürfen wir kleinen Azubis jetzt ausbaden.
Aber: es macht Spaß! Je mehr ich die Zusammenhänge verstehe, desto mehr Hochachtung habe ich vor der Findigkeit der *Steuermacher* - auch wenn die AO ( intern nur *Ahhhhhhhhh verstanden! - Oooooooooooh doch nicht verstanden! genannt) =Abgaben Ordnung = die Mutter aller Steuergesetze = uns manchmal der Verzweiflung nahe bringt.
Wir haben Glück mit unseren Ausbildern, mit allen. Sie vermitteln uns auf sehr unterschiedliche Art das Wissen das wir benötigen. Wenn es uns zuviel wird haben wir die Möglichkeit im Wald - der direkt hinter unserem Internat beginnt - den Kopf frei zu bekommen. Was auch nach zehn Unterrichtseinheiten manchmal sehr sinnvoll ist. Und sehr schön.






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