Freitag, 15. August 2014

Drosophila, Drosophila, schon wieder bist du wieder da....



Droso.... was? Jeder Bioleistungskurs-Schüler begegnet diesem Namen früher oder später. Die anderen Bio-Schüler auch. Aber auch sonst kennt jeder das Wese, dass sich dahinter verbirgt:
Die fiese, miese, kleine, gemeine Obstfliege.
Aber sie hat den Genetikern unschätzbare Dienste geleistet. und Millionen Biologieschüler haben sie und die Genetiker verflucht. Und nicht nur das: Jeden Sommer verfluchen Millionen Menschen sie.
Sie umschwirrt unser Essen, ersäuft sich in unseren Getränken, verwandelt unseren Müll in etwas Lebendes mit Flügeln. Nicht unbedingt ekelig, aber extrem lästig. Sie sind überall und wenn man nicht aufpasst atmet man sie ein. Meine Kater drehen fast durch, hetzen sie zu Tausende zu Tode, ohne Chance zu gewinnen.
Jedes Jahr kommen sie über uns, in Schwärmen, bevölkern unsere Küchen, erobern die Obst- und Gemüseabteilungen im Supermarkt, selbst im Kühlschrank überleben sie. Letzte Woche habe ich eine in meinem entdeckt, ich hätte schwören können, dass sie kleine Nebelwölckchen ausgestoßen hat und Pelzflügel hatte.

Wenn man eine sieht ist, es schon zu spät, am nächsten Tag bilden sich kleine, dunkle Wolken, überall wo es nach Obst und Gemüse auch nur duftet und es etwas feucht ist....
Was tun? Nun ein altes Hausrezept schafft sie zwar nicht alle, aber etwas Abhilfe:
Essig und abgestandener Rotwein! (Obwohl sich das Zweite nie in meinem Haushalt gibt.) In ein Gefäß füllen - ich nehme meistens die Flasche mit dem Rest Essig - und es ist eine Freude die Fliegenleichen zu entdecken.

So schnell die Plage über uns hereinbricht, so schnell verschwindet sie wieder. Die Frage, wo sich die kleinen Plagegeister den Rest des Jahres aufhalten, ist meines Wissens nicht geklärt. Vielleicht sollte ich eine der Essig-Überlebenden mit einem Minisender ausstatten und verfolgen...


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