Mittwoch, 6. August 2014

Ferien

Ich weiß nicht wie lange es her ist, dass ich das letzte mal Ferien hatte. Jahrzehnte liegt es zurück. Das süße Nichtstun. So lange schlafen wie man möchte, Freunde treffen, Schwimmbad, die Tage verbummeln. Ach welch Glück.
Ganz so ist es nicht, werde ich doch vor dem Morgengrauen von einem meiner beiden Kater wach geschmust. Wie ein Zombi schwanke ich dann in die Küche, vollautomatisiert und schwanke wieder ins Bett, um sofort wieder ins Koma zu versinken. Das dauert aber maximal eine halbe Stunde, weil dann der andere der beiden bei mir steht und sich rankuscheln will. Ich liege auf der rechten Seite und seine nasse Nase schnuffert in meinem Gesicht herum. Also hebe ich die Deke an und er wirft sich förmlich an meine Brust, seinen Rücken quetscht er unter mein Kinn, seine Nase verschwindet in der Achselhöhle. Dann setzt der Milchtritt ein und ein tiefes, zufriedenes Schnurren lässt mich wieder wegdämmern. Der andere drückt sich an den Rücken und schnarcht dort leise. Ich bin ihre Mutterkatze, ob ich es will oder nicht.
Die Ferien werden aber nicht nur verbummelt, ich suche jetzt schon einen Praktikumsplatz für nähsten Herbst, also werden Webseiten von Steuerberatern gesichtet, eine Telefongespächrichtlinie entworfen und telefoniert. Aber das mache ich nächste und übernächste Woche. Die Woche lege ich meinen Karteikartenkasten an - eine Lerntechnik, die mich nie enttäuscht hat.
Heute ist nochmal Faulenzen angesagt. Ich habe mir einen Infekt eingefangen, den ich noch auskurieren muss und möchte.
Aber was soll's: ich habe Ferien.

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