Sonntag, 14. September 2014

Stress - Sonntagsgedanken 37/2014

Wer denkt schon Sonntagmorgens an Stress? Na, im Moment der geneigte Leser und ich, als ich diesen Text schrieb.
Die meisten von uns kennen zumindest die Bedeutung des Wörtchens Stress. Viele kennen ihn aus eigener Erfahrung. Manche sind durch extremen Stress in einen Burn Out gerutscht.
Viele machen sich unnötig Stress.
Stress Stress Stress Stress....

MICH STRESST DAS! Stress mich NICHT!
Aha, ich vermute bei einigen kommt gerade die Erkenntnis...
Stress ist grundsätzlich nichts Schlimmes. Die Natur hat es so eingerichtet, dass wir in bestimmten Situationen Adrenalin ausgeschüttet wird: Der Herzschlag steigt, das Blut fliesst schneller, die Nerven sind bis zum Zerreissen gespannt - das war und ist auch - überlebenswichtig. Wenn wir auf der Flucht sind, ob vor Raubtieren oder um den Zug zu erreichen, spielt für unseren Körper keine Rolle: Die Adreanalinausschüttung ermöglicht uns Höchstleistungen.
Wer kennt es nicht: Nachdem man den Bus noch erwischt hat, sinkt man auf dem Sitz zusammen, das Herz schlägt bis zum Hals, man schnappt nach Luft.
Das Pochen des Herzens in brenzlichen Situationen - zum Beispiel vor Prüfungen. Schweißnasse Hände....
Die Anzeichen sind mannigfaltig. Aber alles noch im grünen Bereich.
Aber was ist, wenn das Stresslevel steigt? Wenn die Stresssituationen überhand nehmen?
Es gibt meistens einen Ausweg, man muss nur erst erkennen, dass man in einer Stressschleife steckt. Und das ist für die meisten nicht leicht zu erkennen. Es ist der erste Schritt in den Burn Out oder in die Psychose.
Bitte versteht mich nicht falsch: Auf Stress folgt eben nicht unweigerlich die Psychose. Dann wäre wohl die ganze Welt eine psychatrische Einrichtung. Ist nicht so, auch wenn man manchmal denken könnte, die Welt wäre ein Irrenhaus.
Ausgleich schaffen, sich selbst dazu bringen den Streß zu reduzieren, *Abschalten*. Klingt einfach. Kann es sein. Muss es nicht. Und für manche ist es das schwierigste Unterfangen der Welt.
Vor lauter Panik wird bis in die Morgenstunden gelernt, man bekommt nicht genug Schlaf, ist am nächsten Tag müde und unkonzentriert und vermindert aufnahmefähig, macht sich Gedanken und zwingt sich abends wieder zum Lernen, findet kein Ende und der erste Schritt zum verhängnisvollen Kreislauf ist getan....

Im Moment nahen die ersten Klausuren. Und die ersten Panikattacken erreichten uns. Parallel dazu steigt das Tempo. Der Terminplan ist voll.
Und jetzt? Schreiend durch die Gänge rennen? Sich die Haare raufen? Nicht mehr einschlafen bzw. schlafen können?
Wenn ich ehrlich bin: Einen Moment stockte mir das Herz und dann handelte ich. Jeder muss für sich seine Methode finden. Ich lerne jeden Tag, und nicht nur vor den Klausuren. Ich habe Tag an denen ich gar nicht lerne, meinen Sport mache - nein ich renne nicht durch den Wald, ich mache Qi Gong und Yoga, aber auch das ist typabhängig - und danach zeichne oder/und fernsehe ich ein wenig. Oder ich kuschle mich mit meinen Katern am Wochenende einfach ins Bett und halte ein Mittagsschläfchen.
Vor den Klausuren allerdings gehört die Zeit nur noch mir. Auch wenn ich nicht die ganze Zeit lerne. Keine zusätzlichen *Veranstaltungen*, das würde meinen Zeitplan einengen. Die zwei Tage am Wochenende müssen frei einteilbar bleiben, damit ich mich dann hinsetzen kann, wenn ich aufnahmefähig bin.

Schul- oder Arbeitsstress kann man nicht mit Freizeitstress bekämpfen. Da ich selbst eher zur Hektik neige, habe ich mir *Sportarten* gesucht, die eher in Richtung ruhig werden gehen. Andere spielen Tischtennis, oder joggen, wieder andere legen sich nur in die Badewanne und tauchen ab. Wichtig ist, dass man wirklich abschaltet.
Wenn sich meine Kater an mich kuscheln, dann kann ich mich fallen lassen, das weiche Fell und das zufriedene Schnurren bringt mich zum Entspannen und lässt mich die Gesetze und ihre Auswirkungen vergessen.

Die ersten Anzeichen, dass man schnellstens handeln sollte:
  • ständige Schlafstörungen
  • Ershöpfung
    Gereiztheit
  • Tunnelblick




1 Kommentar:

  1. So ein bisschen Stress ist ja gesund, damit man die nötige Spannung und Aufmerksamkeit hat. Aber so ein paar Prüfungen in Steuerrecht oder Abgabenordnung ist kein Grund, in Panik zu geraten. Ich meine: Das ist doch nicht die Führerscheinprüfung! ;-)
    Gute Woche und Toi, toi, toi!
    LG
    Sabienes

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