Samstag, 1. November 2014

An die eigene Nase fass*

Gestern war Reformationstag. Und Halloween. Und Freitag. Die einen haben Spaß an Halloween (unter anderem ich: wenn Kinder verkleidet klingeln bekommen sie Süßes), die anderen regen sich darüber auf, dass man Halloween feiert.
Ach Leut' möchte ich da rufen: Lasst sie doch! Kurz davor mich über die *Motzer* zu erheben gucke ich kurz in den Spiegel und lache mich selbst aus - denn bin ich denn besser? Mein fragender Blick wird zurückgeworfen, die Augenbrauen im Spiegel rutschen nach oben und der zurückgeworfene Blick sagt eindeutig: *Nein, bist du nicht!*
Auch ich habe meine Vorbehalte - und da auch nicht wenige - aber ich arbeite an mir.
Wenn Menschen meinen, sie müssten sich zum Gebet an ihre Gottheit in den Staub werfen,  usw usf. dann ist das ihre Sache. Wenn sie das von mir erwarten, dann haben sie Pech.
Bin ich tolerant? Jein. Was bleibt mir den anderes übrig? Wichtiger wäre eine richtige Akzeptanz, nicht nur anderer sexueller Vorlieben, sondern eben die Akzeptanz anderer Lebensweisen. Nicht die eigene Moralvorstellungen als Maßstab für andere nutzen ( aber bitte alles im Rahmen der Gesetze).
Ich muss nicht alles gut finden was andere tun, und ich kann auch meinen Senf dazugeben, oder ich kann manchmal einfach mal die Klappe halten, um den anderen nicht den Spaß zu verderben.

Deswegen: Happy Halloween, einen schönen Reformationstag und feiert Allerheiligen. So wie ihr mögt. Meinen Segen habt ihr und die Kids bekommen Süßes von mir - solange der Vorrat reicht.

Halloween ist das Gegengewicht zur Walburgisnacht. Es ist die Nacht in der wir der anderen Seite am nächsten sein sollen. Die Nacht der Geister und der Toten. Ein uralter Glauben der es - etwas verzerrt - bis in die Neuzeit geschafft hat.

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