Mittwoch, 19. November 2014

Kleine Katastrophen - oder der ganz normale Wahnsinn

Tag eins der Katastrophenwoche:
Eigentlich habe ich meinen Zimmerschlüssel immer in meiner Tasche. Der Schlüssel ist eine Chipkarte, mit der wir uns auch beim Essen *einlogen*. Ich packte meine Sachen zusammen und wollte meinen Schlüssel aus der Tasche nehmen, aber da war nix…. Außer einem riesigen Ausrufezeichen über meinem Kopf. Mist, Mist, Mist.
Als erstes lief ich alle Strecken ab, die ich seit dem Mittagessen gelaufen war, suchte den Physiotherapeuten auf –nix.
Also zu *Freizeit und Wohnen* meinen besten Bettelblick aufgesetzt und zerknirscht einen Ersatzschlüssel angefordert. Ich bin da schon bekannt.

Tag zwei der Katastrophenwoche:
Der Schlüssel tauchte am nächsten Tag auf. Er wurde vom Finder in der Arztpraxis abgegeben, die informierte mich per Mail. Dafür vermisste ich abends mein Handy. Mein Handy ist mehr als ein Telefon: Notizbuch, Organizer, und und und und….
PANIK.
PANIK.
PANIK.
Bis 21 zählen und auf die Suche gehen. Alles die des Weges kamen wurden aufgefordert mich anzurufen. Wir fanden es schließlich im Gruppenraum. Okay, ich gebe zu: ich war etwas unkonzentriert.

Tag drei der Katastrophenwoche:
Der Tag fing gut an, die bestellten DVDs waren geliefert worden. Voller Vorfreude drängelte ich innerlich dem Abend entgegen. Kaum auf dem Zimmer packte ich die erste DVD ins Laptop. Die Freude währte ganze 20 Minuten. Dann hängte sich erst der DVD Player auf, dann das ganze Laptop, nix ging mehr. Also booten.
Wieder ging nix mehr. Jetzt aber wirklich gar nix mehr. Ich übergab es am nächsten Tag einem unserer IT‘ler , wieder mit meinem berüchtigten Bettelblick, er versprach sein Bestes.
Aber es kamen keine gute Nachrichten: *Plattmachen und neu aufspielen*.
Okay….. Aber das dauerte.

Tag vier der Katastrophenwoche:
Müde wollte ich abends ein Brötchen aufschneiden, rutschte ab und statt das Brötchen zu teilen, schnitt ich in Finger und Fingernagel. Erst der glühende Schmerz, dann das Blut, das auf meine Buchführung tropfte, als ich hektisch nach den Pflastern suchte. Ich pflasterte was das Zeug  hielt und versuchte nicht in Ohnmacht zu fallen. Als ich am nächsten Tag vorsichtig unter das Pflaster  sah ich, dass ich den Nagel zu 2/3 gespalten hatte –saubere Leistung.

Tag fünf der Katastrophenwoche:
Heim nach Stuttgart, ab Feuerbach mit der Stadtbahn. Beide Automaten an der Station verweigerten meine Geldkarten. Aber lehnten sie sie gleich ab? Nein. Sie schluckten sie und erst als ich nach 10 Minuten – gefühlten Stunden – und zwei verpassten Bahnen randalierte und einmal ****** spuckte der Automat die Karte aus und stellte beleidigt den Betrieb ein.

Ich kam erschöpft von der Woche zuhause an und einer meiner Kater kotzte ins Wohnzimmer….

Aber das Laptop läuft wieder, der Finger verheilt, alles gut.

Eben habe ich im Spiegel entdeckt, dass sich ein dicker Herpes unter meiner Nase bildet......

Kommentare:

  1. Eine ganz typische Shit-Happens-Woche und dann noch Güteklasse 1!
    Wünsche dir, dass das mit dem Herpes nicht allzu schlimm wird.
    LG
    Sabienes

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  2. , dein Wunsch in Göttins Gehörgang, aber ich glaube das wird ein ganz, ganz fieser, fetter, gemeiner Widerling

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