Montag, 3. November 2014

Pimp up my Gartenteich - oder wie wir der Natur das Fürchten lehrten

Ich und die meisten meiner Freunde sind Städter im wahrsten Sinne des Wortes. Wir lieben es in der Natur zu sein, oder im Garten, aber am besten immer in den Gärten der anderen.
Zwei Freundinnen von mir haben damit jetzt Schluss gemacht und sind unter die Gartenbesitzer gegangen und wir mit. Ihr kennt ja den Spruch: Mitgegangen, mitgefangen, mitgehangen.


Maggie und Gaby machten mit unserem Faulenzertum kurzen Prozess und luden uns zum Gartenteich - Aufmotz - Party ein. Und da es ein rekordverdächtiger 1.November werden sollte – jedenfalls was das Wetter betraf – freuten wir uns alle wie Bolle, schleiften unsere Gummistiefel aus dem Keller und wagten uns in die freie Natur.

Das Wetter war ein Traum, die Stimmung gut und die Aufgaben schnell verteilt. Markus schnitt die Hecke, ich befreite den LKW-Reifen, der als Pflanzenschale dient, von allem was wuchs und setzte Tulpenzwiebeln, die anderen tobten sich am Teich aus. Ein Hoch auf Uwe, und Katja, Gaby, Maggie und ihre Schwester.

 
Schlammwasser und alte Pflanzen raus, Folie säubern, trocknen lassen, Vlies und neue Folie rein.
Wieder mit Steinen beschweren und Pflanzen wieder rein.
Dazu ist zu sagen: es gibt kein fließendes Wasser im Garten, der wunderschön gelegen über Stuttgarts Dächern liegt. Die zwei Mädels haben schon sehr viel Mühe reingesteckt und wir haben schon einmal dort gefeiert.
Es störte uns wenig, dass Feiertag war, aber aus Rücksicht auf alle anderen, verzichteten wir auf motorbetriebene Geräte. Alles wurde – unter viel Gelächter und Gejammer – in reiner Handarbeit geleistet.
Egal, ob welke Blätter zusammen gerecht, der Rhodendron vom Verblühten befreit oder der Igelunterstand ( also der Komposthaufen) bestückt wurde, alles per Hand. Die Hecke mit einer Rebschere zu schneiden hat auch was.


Maggies Schwester – eine ehemalige Pfadfinderin – kümmerte sich aufopferungsvoll um die Grillstelle und bald prasselte ein lustiges Feuer. Der Duft nach Gegrillten Allerlei erfüllte die Luft, aber leider nicht nur das: Wir hatten Stechmückenalarm und Maggie verwandelte sich in ein Einhorn, nachdem ihre Stirn als Landeplatz und Tankstelle für eines der geflügelten Monster gedient hatte.


Wir hatten bald nur noch Blödsinn im Kopf, es wird ja auch schon früh dunkel und dann auch frisch, Wulle wurde geköpft und wir saßen zufrieden am Feuer und zählten unsere Lieblings-Horror und Gruselfilme auf. Der Mond stand unheimlich klar und schön am Himmel, Sie Sterne funkelten und bald rollten wir zu den Autos und fuhren zurück in den Talkessel. Wir hatten den ganzen Tag im Freien verbracht, ausgelassen wie Kinder. Ich kann euch leider nicht wiedergeben wieviel wir gelacht haben.

Danke an die Gartenbesitzerinnen für diesen extrem tollen Event. Ich freu mich schon auf's Wintergrillen.

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