Dienstag, 25. November 2014

Waschtag

Wir sind verwöhnt. Vorbei die Zeiten in denen wir in den Waschsalon pilgerten, beladen mit einem Wäschesack und Buch.
Später dann, in den eigenen vier Wänden, hatte man zumindest die Waschmaschine im Keller, oder in Küche oder Bad. Meine Eine hat sogar eine Wasch-Trockner Kombi, bequem im Bad. Ohne die Kombi würde ich ein Katzenfell tragen.

Aber wo wäscht man im Internat? Handtücher bringt die Putz Fee jeden Montagmorgen. Ein Dusch-, ein Handtuch und eine Duschmatte, die Bettwäsche kommt alle drei Wochen, glatt gemangelt, auf Kante gefaltet. Fast wie im Hotel. Nur beziehen müssen wir es selbst. Das Bett, bzw. das Bettzeugs.

wie im Hotel, die Wäschewagen unserer guten Geister
Aber man wandet sich ja nicht in Bettlaken und Duschtuch, um in den Unterricht zu wandeln. Wir leben ja nicht im alten Rom, außerdem ist es hier zu kalt. Natürlich gibt es die Möglichkeit jedes Wochenende den Koffer – voll mit Büchern und Dreckwäsche – in Richtung Heimat zu schleppen, um es ihn, den Koffer, zwei Tage danach wieder in den Schwarzwald zu schleppen.
Und jetzt? Wir haben doch tatsächlich Waschmaschinen und Trockner, gegen – relativ – kleines Geld kann man hier Waschen. Waschen für 1,60€, Trocknen für 1,10€ - es gibt aber auch die Möglichkeit die Wäsche aufzuhängen. Aber man muss sich eilen. In den 4 Wohnkomplexen gibt es insgesamt nur 3 Maschinen. Manchmal sitze ich schon 10min neben der Maschinenladung meines Vorwäschers und warte auf das Schleudern, damit mit keiner dazwischen kommt. Und in 9 von 10 Fällen versucht es doch tatsächlich jemand sich dazwischen zu drängeln.

Im Waschraum ist auch eine Waage.... für die Wäsche, aber wir nutzen sie so ^^^
Läuft eine Maschine noch, wenn man in den Waschraum kommt, stellt man seinen Wäschesack vor die Maschine. Wer danach kommt stellt seinen Wäschesack hinter den ersten und so weiter und so fort. Aber es halten sich eben nicht alle daran. Aufregen hilft nicht. Außerdem wird dadurch die Wäsche auch nicht sauber.
Mir gelang es am Wochenende doch tatsächlich 3 volle Ladungen zu waschen und trocknen. Also kann ich kommendes Wochenende nur mit einem kleinen Rucksack nach Hause pilgern, ohne den Mief der Woche.

Die beiden Schwerarbeiter im Block G: Sie laufen am Wochenende rund um die Uhr:

Kommentare:

  1. So ähnlich ergeht es mir auch gerade. In meinem "Heim" gibt es im Keller zwei Waschmaschinen und wer zuerst kommt, malt zuerst. Mein größtes Problem ist allerdings der übermäßige Waschmittelverbrauch meiner Mitwäscher, von dem dann auch meine Wäsche was hat... insofern unschön für mich, weil ich erstens eine Allergie habe, zweitens dezente Ökowaschmittel bevorzuge. Den Trockner zuhause habe ich beim letzten Umzug trotz dreier Fellnasen abgeschafft und es geht widererwartend. Aber ich ziehe nun in den 7. Stock mit Blick auf die Johanneskirche und da haben wir dann zu dritt eine Maschine. Alles wird gut :-)

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  2. Das Waschen ist bei euch ziemlich günstig. In der Reha kostete mich ein Waschgang mit Trockner 3,90 €. Nur gut, dass ich dieses Event nur einmal in 3 Wochen mitgemacht habe.
    LG
    Sabienes

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    1. Da hast du was falsch verstanden: waschen 1,60, trocknen 1,60 = 3,20 ;)

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