Montag, 29. Dezember 2014

warum bloggen?



Ich weiß nicht genau. Man könnte sagen: ich denke *laut*, über dies und das. Auch wenn Sabine mich fast dazu prügeln musste, in der Zwischenzeit gehört es zu meinem Leben. Das Schreiben.
Zwar freue ich mich über jeden Aufruf eines Artikel, aber ich nehme mich nicht so wichtig. Meine Art des Schreibens gefällt einigen Menschen, anderen nicht. Weder bin ich eine rein politische Bloggerin, noch macht es mir Spaß nur über den neuesten P2 Nagellack zu schreiben, bzw. es macht mir überhaupt keinen Spaß über irgendwelche billigen Nagellacke zu schreiben. Fashion, Kosmetikblogs gibt es wie Sand am Meer. Das überlasse ich sehr gerne den jungen Fashionistas oder denen, die sich dafür halten.
Ich mag auch nicht (mehr) über Produkte schreiben müssen, weil ich sie kostenlos zugeschickt bekommen habe. Reine Produktblogs öden (mich) an und kommen mir vor wie reine Werbung - aber das ist nur mein persönlicher Eindruck.
Wenn ich allerdings etwas bewerbe, dann weil ich daran glaube, es selbst bezahle und es mir wirklich gut gefällt. Eine zeitlang habe ich auch im Produkttestbereich mitgemischt, aber fand es eben sehr schnell langweilig. Wenn mir aber etwas angeboten wird, was ich gut vor mir selbst vertreten kann, dann blogge ich natürlich darüber - erwähne aber, dass es gesponsert wurde. Das machen übrigens die meisten, also das Sponsering angeben. Aber wie unabhängig schreibt man, wenn man einen Auftrag hat?
Es gibt gute Produktblogs, die aber eben nicht NUR Produkte bewerten und bewerben. Ich möchte mich eben nicht zu einem Handlanger der Industrie und eine Hilfsarbeiterin ihrer Werbeabteilung sein. Aber auch hier gilt: Jeder wie er mag und für jedes Töpfchen gibt es ein Deckelchen, für jedes Produkt einen Tester und für jeden Blog seine Leser. Alles legitim und alles gut. Die Vielfalt macht es.
Es ist nichts dagegen einzuwenden über etwas zu schreiben, was einem Lohn und Brot einbringt oder über etwas was einen bewegt. Nur muss man nicht erwarten, dass es jedem gefällt.
Die Erfahrung durfte ich auch schon machen. In den Kommentaren des Blogs, aber auch in Bezug auf meine Bilder und Gedichte. Die wurden auf meiner Facebookseite verrissen – gegen Kritik ist nichts einzuwenden. Gegen Beleidigungen allerdings schon. Und manche vergessen, dass sowohl Blog als auch Facebookseiten öffentliche Medien sind. Hier herrscht manchmal eine Wildweststimmung, ganz so als wäre es ein rechtsfreier Raum, ist es aber nicht. Und ich wehre mich dagegen. Wenn nichts anderes geht, lösche ich auch Kommentare oder sperre Personen.
Meine Walls sind wie mein Wohnzimmer, meine Leser sind meine Gäste, denen ich Geschichte erzählen, die ich an meinem Leben teilnehmen lasse. Man schüttet seiner Gastgeberin ja auch nicht Wein ins Gesicht, wenn man mal anderer Meinung wie sie ist.
Aber warum schreibe ich nun? Ganz einfach: weil ich es gerne tue. Schon immer. Als Kind schrieb ich Fantasiegeschichten in mein Tagebuch und malte die Seiten voll. Heute male ich auf Leinwänden, zeichne auf allem möglichen Material. Manchmal verkaufe ich sogar etwas. (Jetzt kommt mir nicht mit Steuerhinterziehung, ich weiß was ich tue. Als ich ein Gewerbe anmelden wollte winkte man ab und sagte: Liebhaberei –also Hobby – sei kein Gewerbe.)
Mich interessieren ganz viel verschiedene Bereiche: Medizin, Soziales, Katzen, Kulinarisches, Kunst, Kitsch und ich schreibe gerne darüber. Tausche mich gerne darüber aus. Deswegen schreibe ich. Und wünsche mir nur eins: etwas mehr Austausch über das geschriebene. Hier in der Kommentarfunktion, oder auf meiner Facebookseite, oder bei Google +. Meistens finden die Diskussionen aber auf meiner privaten Wall (bei FB) statt, aber die möchte ich nicht auf öffentlich stellen. Das ist mein Privatzimmer.

Vielleicht habt ihr Themen, die sowohl euch als auch mich interessieren. Dann schreibt sie mir:
Im Kommentarfeld, oder auf meiner FB Seite
https://www.facebook.com/MarianneKreichgauerKokelores

Also: wenn ihr Kommentare habt, Meinungen, Fakten: dann ran an die Tasten.

Kommentare:

  1. Die Anonyme war ich, Schnalle!

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  2. Ich mag deinen Blog, und ich schau regelmäßig rein, auch wenn ich nicht immer kommentiere. Muss ich halt in Zukunft öfter "Laut geben". :-)

    Simone Dorra

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