Samstag, 31. Januar 2015

Schreib mal wieder


In Finnland wird die Handschrift abgeschafft. Das finde ich persönlich sehr schade, denn damit verschwindet auch wieder individualität. Ja gut, da ist auch klein wenig Stolz auf meine eigene Handschrift dabei. Ich bekomme immer wieder gesagt, dass ich eine sehr schöne Schreibschrift haben würde.
Liegt wohl aber auch daran, dass ich NICHT gerne mit Kugelschreibern schreibe. Ich weiß auch nicht warum, aber Kugelschreiber? Nein Danke! Dagegen sind Füller irgendwie: Stillvoll? Klassisch? Edel?  Meine Schreibfavoriten in der Reihenfolge ihrer Beliebtheit:


  1. ·         Füllfederhalter (Pelikan)
  2. ·         Faserstifte
  3. ·         Tintenroller
  4. ·         Bleistifte
  5. ·         Kugelschreiber


Wer von euch kann sich noch an seinen ersten Füller erinnern? Bei uns war es entweder ein Geha oder ein Peöikan, später kamen Mont Blanc oder und Lamy dazu. Nach einige Ausflügen du Fremdgängen bin ich wieder reumütig zu Pelikan zurückgekehrt. Aber eher zufällig.
Als mein Bruder verstarb erbte ich alles was mit Papier, Schreibutensilien und Zeichenmaterial zu tun hatte. Dabei waren auch diverse Füller, unter anderem der blaue Pelikan, mit dem ich in der Zwischenzeit fast alles Handschriftliche erledige.


Wie geschrieben: Finnland schafft – oder haben sie es schon getan? – die Handschrift ab? Und wie schon geschrieben, finde ich es schade, denn mit den ersten Versuchen des Schreibens auf Papier beginnt auch manchmal eine große Liebe.
Denken wir mal an die kunstvoll gestalteten Bücher der Mittelalters, handkopiert und geschrieben, liebevoll und mit Fleiß, Disziplin. Meisterwerke.

Nein, ich habe nichts gegen Kugelschreie und per Hand zu bloggen wäre estwas seltsam, erst schreiben, dann scannen, dann ins Netz stellen?
Blödsinn! Oder doch nicht?

Sonntag, 25. Januar 2015

Die Sehnsucht nach dem Teufel - Sonntagsgedanken 5/2015

Es ist Sonntagmorgen. Der Himmel ist grau. Anders als unter der Woche im Schwarzwald habe ich hier in Stuttgart zwei bepelzte Kobolde, die mich absolut im Griff haben. Vor allem Soleil meint zur Zeit mich im Zweistundentakt wecken zu müssen.
Jetzt ist es kurz vor acht, der Tag dämmert grau, das Wetter ist sonntäglich bäh, eigentlich ruft alles in meinem nicht belebten Umfeld: *Geh wieder ins Bett!*. Ist nicht. Die Wohnung räumt sich weder von alleine auf, noch putzt sich die Katzentoilette selbst.
Aber das ist und soll auch nicht das Thema der Sonntagsgedanken sein. Heute geht es wieder oder noch einmal, und bestimmt auch nicht zum letzten Mal, um Verschwörungstheorien.
Theorien an für sich sind nichts schlimmes. Im Gegenteil. Ohne Theorien keine Weiterentwicklung.
Weder verwerflich noch verdammungswürdig.

Also warum *rege*ich mich immer so darüber auf? Ich rege mich nicht auf, aber ich setze mich damit auseinander, schüttle manchmal den Kopf und setze mich in der Zwischenzeit mit dem Warum auseinander.
Weder bin ich eine Sozialwissenschaftlerin noch ein Psychologe. Was ich schreibe sind nur Beobachtungen und Schlussfolgerungen.
Anscheinend kann ein Großteil der Menschen, mit denen ich in irgendeiner Form in Kontakt komme, nicht ohne Feindbild leben.
In Zeiten des Glaubensverlusts – muss anscheinend eine Ersatzteufel her, das Böse muss definiert werden, man braucht ein Feindbild.
So bevor jetzt jemand sagt, dass mein Feindbild die VTs wäre, ne so ist es nicht. Und natürlich kann auch meine Gedankengang ein Irrläufer sein.
Wie ich auf die Gedanken komme, dass manche sich einen *Teufel* basteln?
Na ja, als die Charlie Hebdo Redaktion, die Polizisten und die jüdischen Geiseln Opfer von ein paar radikalisierten jungen Männern des islamischen Glaubens, wurden wurde am nächsten Tag schon folgendes gemutmaßt:
  • 1)      Inside Job: entweder CIA oder irgend ein anderer Geheimdienst hat das angezettelt, um Stimmung zu machen
  • 2)      Die Rothschilds habe im Dezember diese zeitung gekauft, und haben die Redakteure geopfert, um Stimmung gegen ihren Ersatzfeind Islam zu machen
  • 3)      Es ging um eine Aktion, um die Auflage zu steigern.

Was läuft bei denen im Kopf falsch? Schon bei 9/11 gab es unzählige Stimmen, dass es wohl ein Insidejob war. Man faselte etwas von einer Weltverschwörung der Zionisten, dass vorher alle jüdischen Mitarbeiter aus den Twin Towers evakuiert wurden.
Das ist Antisemitismus pur.
Erinnert mich doch sehr stark an das Gedankengut von Nazis.
Ganz abartig finde ich den Gedanken, dass man seine eigenen Leute für eine höhere Auflage opfert. Wie ticken den Menschen, die so etwas annehmen? Oder bin ich naiv?

Es geht auch in anderen Bereichen genauso ab:
  • 1)      Ebola
  • 2)      HIV
  • 3)      Impfen

Vorneweg: ich halte dummes drauflos Impfen auch nicht als sinnführend. Aber auch hier werden Profiteure gesucht.
Ganz vorne mit dabei:

Die USA.
Die Pharmaindustrie.

Die nutzen das Impfen, die Seuchen als Druckmittel, als Mittel, um die dritte Welt Bevölkerung auszurotten und/oder sie weiter in der Abhängigkeit der Industrienationen zu halten.
Das Böse bekommt ein Gesicht verpasst. Es sind die modernen Teufel der Nichtgläubigen.
Denn es darf nicht sein, dass es natürliche Vorgänge sein können (HIV, Ebola), den *Mutter Natur* kann doch nichts veranlassen, was so *böse* ist. Wenn ich jetzt anfange von Mutation zu schreiben, von der Evolution, dann steigt ihr mir aus.....


Blindes Vertrauen ist genauso *bescheiden* wie grundsätzliches Mißstrauen.
Skepsis in beide Richtung ist nie verkehrt.

Think about it.

Samstag, 24. Januar 2015

Hausbesuch vom Tierarzt

Wenn wir Zweibeiner zum Arzt müssen greifen wir zum Telefonhörer und machen einen Termin. Haben unsere bepelzten oder gefiederten Mitbewohner ein Wehweh, dann greifen wir auch zum Telefon. Wenn man wie ich

  1. a.       Kein Auto hat
  2. b.      Einen hysterischen Kater, der ausflippt sobald die Transportbox auch nur im selben Zimmer ist wie es
  3. c.       Einen zweiten Prachtkater ihr eigen nennt, der stolze sieben Kilo auf die Waage bringt und die Ausmaße eines kleinen Pumas hat
  4. Dann hat Frau ein Problem.


Gut: Ich könnte Freunde fragen, ein Taxi nehmen, etc.….
oder ich rufe den mobilen Tierarzt. Eigentlich eine Tierärztin. Die Hausbesuche machen. Kostet zwar extra, aber die Kater haben einen relativ stressfreien Tierarztbesuch.
Als die gerufene Ärztin kam waren auch beide ohne Arg und Grey, der Mini Puma warf sich sofort an die Ärztin, bzw. ihre Beine und *behaarte* sie ausgiebig. Soleil, der Vorsichtigere, beäugte sie misstrauisch, aber roch auch keine Lunte.  Was sich relativ schnell änderte, als sie sich mit dem Stethoskop näherte. Die Herztöne waren klar und deutlich zu hören, wären er in meinen Armen gefangen war. Die Impfung konnte allerdings nur mit Anwendung von *Gewalt* gesetzt werden:
Der Blick wird mich wohl ewig verfolgen: während ich ihn niederdrückte blickte er mich vorwurfvoll an und das Wort *Verräterin* leuchtete in seiner Pupille auf.
Grey ließ alles stoisch und schnurrend über sich ergehen, ohne Probleme verlief der Gebiss Check, das Abhören und auch die Impfung.
Noch ein kurzer Plausch mit der Ärztin, die pfundig und sympathisch war und sehr feinfühlig mit den Katern umging.

Preis für 2 Untersuchungen, Hausbesuch Zuschlag, Impfungen gegen Katzenschnupfen und Katzen Aids: 
102€.
Mehr als fair finde ich. Allein die Zeitersparnis für mich und die Stress Freiheit für meine Tiger. Passt.

Wenn allerdings die Zahnsteinbehandlung ansteht….

Für Stuttgart: 


Sonntag, 18. Januar 2015

Sonntagsgedanken 3/2015 - Normalität

Es ist noch dunkel vor dem Fenster. Ich weiß nicht wann es heute hell wird. Gestern hatten wir keinen Sonnenaufgang. Der Himmel war grau und hing tief. Grieseliger Nieselregen befeuchtete die Luft auf das unangenehmste. Eigentlich das perfekte Lernwetter. Nach draußen zog mich nichts. Und tatsächlich brachte ich die Willensstärke auf mich mit AWL (allgemeine Wirtschaftslehre) auseinanderzusetzen. Immerhin drei Stunden. Aber heute muss ich mich noch mal auf den Hosenboden setzen. Wir schreiben morgen eine Klausur. Montags. Wenn man uns das Wochenende versauen möchte, dann setzt man montags eine Klausur an. Unglücklich an der Sache: Wir hatten die Ausbilderin das letzte Mal Ende September. Etwas unglücklich, aber überlebbar.

Wenn ich jetzt schreiben würde, dass ich manche Kommentare unter den Veröffentlichungen von online-Zeitungen lese, dann weiß ich, dass es eine mehr als unglückliche Zeit ist, in der Neid, Angst und Vorurteile gegen die Humanität anbranden.
Für mich stellt sich nicht die Frage, ob es schon immer so war. Ich lebe im Jetzt und das Jetzt interessiert mich. Das Gestern ist „nur“ wichtig, um daraus zu lernen und Kausalitäten zu erkennen.
Es herrschen „Meinungen“, aber Meinungen sind selten mit Fakten unterlegt.
Wenn Menschen mit dem „Argument“: „Das ist nicht normal, das ist nicht natürlich“ ihre Meinung begründen wollen, mit Quellenangaben  wie: „Das habe ich aber so gehört! Das war schon immer so!“, um sich werfen, dann steige ich innerlich auf die Barrikaden und mein Blutdruck steigt trotz Betablocker in astronomische Höhen.
Auch die Reaktion auf eine passende Antwort ist oft interessant: „Du kannst andere Meinungen nicht stehen lassen!“. Ja, wenn ich wissenschaftliche Gründe habe, diese Meinung zu widerlegen, nun ja, dann halte ich nicht die Klappe.
Was ist denn schon normal? (Das *natürlich* spare ich dann mal aus, denn alles was geschieht ist *natürlich*, sonst würde es nicht geschehen.)

Normal ist das, was sich innerhalb unserer Normen abspielt. Aber wer legt diese Normen fest?
Das Umfeld in dem wir leben.
Dieses Umfeld wird gebildet aus Religion, Gesetze, Erfahrungen aus dem Zusammenleben und Ängsten vor dem Unbekannten.
Ein gutes Beispiel dafür ist die „Normalität“ der Lustknaben in der Antike. Heute wird dies als Verbrechen angesehen. Ich schreibe dies komplett ohne Wertung, denn wenn ich es nach meinem Befinden bewerten würde, wäre ich vollkommen in der Neuzeit.
Aber hier fängt das Problem unserer „Zivilisation“ an. Muss das, was nicht der Norm der Mehrheit entspricht abnorm sein, oder gar ein Verbrechen?
Bevor jetzt irgendwer auf die Idee kommt, dass ich Sexualstraftaten in irgendeiner Form verteidigen möchte: NEIN! AUF GAR KEINEN FALL!
Es folgt auch keine Aber. Was gegen den Willen eines Lebewesens geschieht ist in meinen Augen nicht akzeptabel.
Und hiermit bin ich bei einem der vielen Dilemmas in dem unsere, ach so zivilisierte Gesellschaft steckt: Der eine möchte überleben, riskiert es auf einem überfüllten, führerlosen Schiff, in den Tod zu schippern, landet vor einer Mauer und die Menschen dahinter rufen:
*Du bist nicht politisch verfolgt? Du flüchtest vor dem Hunger? Also bist du aus wirtschaftlichen Gründen geflüchtet? Dann musst du zurück!*
Frage: Ist es nicht egal, womit ich einen Menschen zum Tod verurteile? Durch einen Krieg, eine Hungersnot?
Ein anderes Beispiel. Homosexualität. Ist sie gegen die Norm? Oder widernatürlich? Wenn man sich ein klein wenig im Tierreich umsieht, dann geht es hier um: Lust.
Erst Religionen legten fest, dass Sexualität nur in  Verbindung mit – ähm – Nachwuchs verbunden sein sollte, muss.
Ist das so? Ist es tatsächlich die Norm, also normal, nur nach Geschlecht  lieben zu können?
wenn man diesen Gedanken weiterdenkt kommt man wieder zu den Moralvorstellungen, die durch Religionen geprägt sind. Und durch Meinungen. Aber Meinungen werden selten durch Fakten begründet.
Das Letztere sieht man sehr schön an der Phänomen PEGIDA. Gegen alle Fakten werden Ängste beschworen, die mir den Magen umdrehen.
Lösungen? Ihr fragt mich nach Lösungen.

Dazu habe ich nur zwei Dinge zu sagen:
1.       Toleranz und/oder Akzeptanz des Anderen, solange dieser meine/eure Lebensweise akzeptiert oder toleriert – in einem Umfeld in dem niemand zu Schaden kommt. Dies erreicht man durch Erziehung und Bildung.
2.       Keine Toleranz denen gegenüber die Intolerant sind und dies mit Gewalt und Terror durchsetzen wollen.

Think about it 

Samstag, 17. Januar 2015

Happy Birthday Kokelores

Gestern bekam ich etwas ganz Süßes geschenkt. Obwohl ich keinen Geburtstag hatte:
passt ja zum Blog - schließlich heißt er Kokelores Kunst; Kitsch und Katzen

Burzeltag. Jubiläum. Ehrentag. Festtag.
Mann oh Mann, ich habe den Geburtstag meines Blogs vergessen, aber mich hat ja eine andere Bloggerin daran erinnert. Danke Sabine J
2 Jahre ist er jetzt alt hat drei PCs bzw. Laptops, einen Lektor und jede Menge *netzfreier* Zeit überstanden. Die Artikel wurden in Stuttgart, Bad Sooden –Allendorf (Nordhessen! Im Zonenrandgebiet! Im Irgendwo im Nirgendwo geschrieben!) und Schömberg im Schwarz bald geschrieben und online gestellt. Angefangen habe ich auf XP, dann auf der einfachen Windows 7 Version und Open Office, in der Zwischenzeit arbeite ich mit Windows Office Professional.
Ich arbeite, statt auf die verklebte Tastatur meines Laptops einzuhämmern, mit einer externen Funktastatur und einer Maus. (Meine Wohnung ist dank meiner Kater Mäusefrei.)
Freute ich mich, wenn ich am Anfang 10 Blogaufrufe am Tag hatte, und über 1000 Aufrufe im Monat, wenn ich jeden Tag einen Artikel on stellte so habe ich heute den x-fachen Erfolg mit wesentlich weniger Artikeln.
Planung? Awo! Zwar versuche ich sonntags immer ein ernsthaftes Thema unter der Rubrik *Sontags Gedanken* zu verfassen, aber ansonsten habe ich keinen Plan und genieß es auch planlos zu schreiben: Ich unterwerfe mich da ganz „der Lust“. Habe ich keine, dann gibt es auch keinen Artikel. Aber manchmal haut es einfach zeitlich nicht hin.
Oder ein Thema das mich beschäftigt ist zu privat oder zu aufwühlend.
Ich mag mich nicht festlegen. Also blogge ich weiter über Katzen, Kultur, Politik, Essen uns. Usf..
Verantwortung trage ich nur für mich selbst. Ich gehe ausschließlich mit meiner persönlichen Meinung ins Netz und lebe auch damit, dafür angefeindet zu werden. Ja, ich bekomme auch Zustimmung, aber auch berechtigte Kredit und/oder Anregungen.
Geldverdienen? Why not. Aber nicht um jeden Preis. Wenn mir ein Kampagne in die Finger kommt, die mir gefällt -  dann super. Ansonsten bleibt es dabei: mein Blog entspricht einem Onlinetagebuch, hier lasse ich Menschen von überall in meinen Kopf eintreten. Manche Türen sind offen, andere bleiben geschlossen. Ihr lasst ja auch nicht jeden in euer Schlafzimmer – außer ihr habt eben diesen Fetisch.


Danke, dass ihr mein Geschwurbsel lest. In diesem Sinne:

Happy Birthday Kokelores!

Donnerstag, 15. Januar 2015

Sturm im Wasserglas



Ne, echt, oder?
Nachdem ich wieder Luft bekam – ich kringelte mich vor Lachen, weil eine Xyz-Prominente bei “taff“/Pro7 theatralisch gestand: „Ich bin Nasenspray abhängig!“, selbst der Rüpel-Rapper Bushido soll mit derselben Schlagzeile schon in der Presse gewesen –setzte ich mich ans Laptop und fing an zu schreiben.
Nasenspray abhängig? Oh my God! Aufhänger war, dass die Schauspielerin die Penny in der Big Bang Theory darstellt, in einer amerikanischen Talkshow sich als Nasenspray abhängig outete. Und das erst nach einer OP wieder okay sei. Die OP hatte allerdings eine andere Ursache.
Ich saß fassungslos vor dem Fernseher. Normalerweise gucke ich kein taff/Prominent oder wie die ganzen B-Promi Sendungen heißen. Aber Nasenspray abhängig?
Als Allergiker bin ich es gewohnt mit verstopfter Nase zu leben. Und nur im äußersten Notfall oder bei einer akuten Erkältung nehme ich Nasenspray.
Als ich den Bericht gesehen habe, und die übertriebene Angstmacherei vor Nasenspray, dachte ich auch etwas wütend: *Wie bescheuert ist das denn?*
Momentan nutze ich auch wieder Nasenspray – nach 14 Tage *dichter* Nase hatte ich selbige gestrichen voll. Abends bevor ich ins Bett gehe spraye ich ( EINMAL!) und habe bis am nächsten Abend Ruhe. Nach zehn Tagen ist Schluss. So wie es die freundliche Apothekerin sagte.
Nasenspray abhängig?
Bushido?

Wie wäre es mal, dem Apotheker zu glauben und das Zeug nicht länger als zehn Tage zu nehmen, bzw sich auf Alternativen zu stürzen:
Meerwasserspray, Nasenspülungen?

They made my day!

Montag, 12. Januar 2015

Mein Bett? Dein Bett? Unser Bett-Zeug....

Jepp. Aber nicht nur auf die Matratze und den Lattenrost kommt es an, auch die Farben und die Muster, das Material der Bettwäsche.
Manche mögen es hell, manche mögen es dunkel, gestreift, kariert, getupft, Streublümchen, Eulen, Comic-Helden.
Fotodruck, Biber, Flanell, Jersey, Satin, und und und…
Ich mag es eher klassisch und meine Katzen geben die Farben vor. Wer wie ich einen grauen und einen weiß-roten Haustiger hat ist gut beraten seine Heimtextilien darauf abzustimmen. Auch bei der Kleidung. Wenn mich Menschen zum ersten Mal begegnen werde ich oft gefragt: *Hast du Katzen?*, dann möchte ich manchmal antworten: *Nein, ich haare selbst so!*
Aber wie sagen wir Katzensklaven: Ohne Katzenhaare sind wir nicht angezogen!



Wie man sich bettet so liegt man! Jawohl. Und wenn man dann wie ich an den Wochenenden auf einer Bettcouch schläft, möchte man auch nicht gerade, dass das Bettzeugs sich mit dem Rest des Zimmers beißt. Ja, schon gut, ich kann es nicht leugnen: Ich komme aus der Design Ecke. Als ich dann die ersten Bilder von meiner Pelztiere in, auf und unter der neuen Bettwäsche postete, bekam ich prompt zur Antwort, ich sei etwas dekadent, mir die Katzen nach der Bettwäschenfarbe auszusuchen.
Ich musste wirklich lachen.



Aber wieso jetzt Bettwäsche kaufen? Nun, nach Weihnachten ist die Zeit zuzuschlagen, vor allem wenn man wie ich komplett auf gedeckte Farben steht. Und ich habe das absolute Schnäppchen gemacht: Bei Otto (ja, den Ottoversand gibt es noch) entdeckte ich schlichte, aber sehr schöne Bettwäsche von H.I.S., 9,99 pro Set. Mit Porto waren es dann 35€ für drei Sets, eines habe ich mit in den Schwarzwald genommen und zwei blieben zuhause.
Montags bestellt, Mittwochs kam das Päckchen, ausgepackt, gewaschen, getrocknet, sofort das Bettzeug damit bezogen und dann lagen auch schon meine Stinkepupser selig in der selbigen.


Als Katzenbesitzer bin ich es gewohnt in meinem Bett keinen Platz zu haben, denn: lieber unbequem schlafen als die Katze wecken .... aber wenigstens in schöner Bettwäsche - und unter der Woche gehört das Bett so oder so ihnen, aber dann ist natürlich das Bett meiner Mitbewohnerin interessanter - da liegt ja dann auch jemand drin.


Sonntag, 11. Januar 2015

Sonntagsgedanken 2/2015 - Die Welt verpasst

Zufrieden bin ich. In vielen Bereichen meines Lebens. Vielleicht weil ich die Dinge jetzt so nehme wie sie kommen und nicht mehr damit hadere, dass dies nicht immer das ist, was ich mir gewünscht oder/und erhofft habe. Und: Ich lache viel über mich und meine Schusseligkeit, meine Katzen. Auch beobachte ich mehr ohne gleich zu senfen (Das Wort ist eine Schöpfung von Sabine vom Liebstöckelschuh, abgeleitet von: Seinen Senf dazu zu geben.). Stattdessen mache mich mir ein Bild und revidiere es sobald neue Faktoren zusammen kommen.
Das Jahr fing sehr ruhig an und kaum war es da verabschiedeten sich der Festnetzanschluss und das Internet. Ich kenne das kleine gelbe Warndreieck mit dem eingefügten Ausrufezeichen zu gut. Für eine Bloggerin nicht gut. Verbindung zu Router stand, der Router hatte aber keine Verbindung zum Internet. D ich meinen Provider kenne, dachte ich zuerst an eine kurzzeitige Störung und ging mit einem Buch ins Bett – ohne Internet habe ich auch kein TV.
Am nächste  Tag immer noch nichts. Abends versuchte ich es dann per Handy über die Hotline – 2x30 Minuten. Nun, es war Samstagabend und wahrscheinlich hing halb Baden Württemberg am Hörer.
Statt mich aufzuregen legte ich auf und zeichnete bei einem Glas Rotwein, die Katzen waren ganz begeistert.
Tag 3: Morgens um acht rufen nicht so viele bei der Hotline an. Ohne Wartezeit dran! Na super. Alles klar nach 3 Minuten: „Wahrscheinlich haben sie in 24 Stunden wieder Internet, maximal 48 Stunden.“
Das war Sonntagmorgen um neun Uhr, ich fand mich schon damit ab, dass es keine Sonntagsgedanken geben würde, also wurden die Feiertagsgedanken geplant.
Statt zu surfen bewegte ich den Putzlappen und räumte auf, bespasste meine Kater länger als sonst, was wahre Begeisterungsstürme hervorrief.
Dienstagmorgen, die Fingerknöchel geschmeidig gemacht, PC hochgefahren, dumm aus der Wäsche gucken waren eins: 
Kein Internet. Wieder ans Telefon. Wieder eine nette Stimme aus dem Nirgendwo. Und ein fröhliches:*Haben Sie keine SMS bekommen?*, ich: *Doch, Sonntagabend, dass die Techniker am Problem dran sind.* *Sonst keine Nachricht?*, ich: *Nein, sonst keine Nachricht.* *Oh, das tut mir leid Frau K.! Der Verteiler bei Ihnen im Keller ist kaputt, ein Nachbar von Ihnen hat vor Ihnen die Störung gemeldet, es tut mir leid, dass man Sie nicht informiert hat.*
Ich musst lachen. *Schon gut, ist ja gerade auch schwierig zwischen den ganzen Feiertagen.*
Ich fuhr den PC wieder runter und genoss meinen letzten Ferientag
Zurück im Internat hatte ich ganze 24 Stunden Netz, dann brach es auch dort zusammen. Allerdings nur für 12 Stunden. Unsere Internat eigene IT Abteilung ist super schnell und fit.
Nach drei Tage schon wieder in Stuttgart hatte ich auch hier wieder Netz, hatte aber die Ladegeräte für mein Laptop und mein Handy im Schwarzwald liegen lassen.
Ich stand mitten im Wohnzimmer und lachte so schallend, dass meine beiden Pelztiere erschrocken flüchteten.
Alles hat meistens auch eine gute Seite. Diese hier zeigte mir, wie gelassen ich geworden bin. Mein Handy schaltete ich einfach aus – das Festnetz funktioniert ja auch wieder, und für den Laptop besorgte ich mir ein Ladekabel. Jetzt habe ich eines in Stuttgart und eines in Schömberg. Also kann ich gerne jetzt auch schusselig sein. Man muss sich nur zu helfen wissen.
Was hat dieses Thema in den Sonntagsgedanken zu suchen?
Nun, es ist die Erklärung,
1.       dass es die ersten 2015 sind und, dass man flexibel bleiben sollte.
2.       Technik ist schön, aber wenn sie nicht überlebenswichtig, einfach als das gesehen werden sollte was sie ist: Erleichterung, Bereicherung, aber eben kein Muss.
3.       Und, dass man, wenn man so etwas gelassen nimmt, einfach seine Nerven schont
4.       Man endlich sich die Zeit für das Buch nimmt, das schon ungeduldig auf einen wartet.

In meinem Fall sperrte es auch noch das Geschehen auf dieser Welt aus. Und dafür sollte man manchmal wirklich dankbar sein.

Donnerstag, 8. Januar 2015

Je suis Charlie! Wider die Angst!


Was mich wirklich berührt ist die Welle der Solidarität den Opfern gegenüber, Grenzübergreifend, unabhängig von der Nationalität, der Hautfarbe, der Religion.

Für mich bedeutet es:
Ihr werdet uns nicht am Lachen hindern, ihr nicht und niemand sonst!
Es kann nicht sein, dass es immer wieder Grüppchen gibt, die meinen ihre Lebensweise den anderen aufdrücken zu müssen. Egal ob es von religiösen Fanatikern geschieht oder von politisch Verblendeten.
Liberté!
Freiheit!
Freedom!

Ihr macht uns nicht mundtot.
Und ihr hindert uns nicht am zeichnen und schreiben.
Ihr nicht.

Mut ist nicht keine Angst zu haben, Mut ist die Angst zu besiegen. Und Lachen hilft dabei. Darum lacht! Lächelt. Lasst euch von diesen Mördern nicht das stehlen was diese Welt liebenswert macht.
Liebt und lacht.


Your hate is no solution


Ich bin so müde ob des Hasses, der Anwürfe.
Ich bin so traurig ob der Toten.
Ich bin so fassungslos ob der Meinungsmache und der Vorurteile.

In Dresden, im Tal der Ahnungslosen, formiert sich Widerstand. Gegen alles mögliche und gegen:
  • die Lügenpresse
  • die Volksverräter
  • die Politiker
  • andere Religionen
  • Zuwanderer
Alles unter dem Schlagwort: Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes. Gegen diese Ansammlung unzufriedener und murrender, ach doch nur so besorgte Bürger, versammelten sich in mehreren deutsche Städten Menschen, die für einen menschlichen Umgang mit Menschen aus anderen Kulturen plädieren, die für ein offenes Deutschland mit Herz für notleidende Menschen werben.
In diesen Konflikt knallten Schüsse. Nicht in Deutschland. In Frankreich. Es traf eine Zeitungsredaktion und über zehn Menschen mussten ihr Leben lassen.
Fassungslos war ich. Wieder einmal hat es Karikaturisten getroffen.
Ein Anschlag auf die Meinungsfreiheit.
Drei Verrückte stürmten die Redaktion uns schossen wild um sich.
Fast noch fassungsloser machte mich das was folgt:
Eine Verurteilung der Religion der Täter.
Es waren Moslems.

Hat man bei dem durchgeknallten Norweger, der Kinder erschoss, weil sie einer Partei angehörten die ihm nicht lag, auch nur einmal nach der Religion gefragt? 
Es sind nicht die Religionen die töten. Es sind Menschen. Menschen die ihre Religion so interpretieren. Es ist der Hass in ihnen, der jedes Mitgefühl ausschaltet.
Hass erzeugt Gegenhass.
Hass kann man nicht verbieten. Aber man kann ihn besiegen. Aber das dauert. Es fordert Geduld, Toleranz wo es nötig ist, Bildung von Werten, Fähigkeiten und Empathie.
Und Nächstenliebe.
Hass ist nie die Lösung.

Aber ich bin kein Traumtänzer und auch verspüre den Wunsch mich zu schützen. Trotzdem: ich habe keine Angst. 
Wütend bin ich! Über die Ignoranz gegenüber Problemen, die zu dem geführt haben was wir heute haben: Einen Stellvertreterkrieg auf Kosten Unschuldiger.



Donnerstag, 1. Januar 2015

Prosit Neujahr

Ich liebe Feuerwerk-
Am liebsten mit klassischer Musik und organisiert. Dann zahle ich auch gerne.

Gestern Nacht aber brach vor meinem Fenster die Hölle aus. Mein roter Kater Soleil, schlich mit durchgebogenen Rücken durch die Wohnung, die Augen weit aufgerissen, die Ohren gespitzt. Ich pflückte ihn vom Boden, packte ihn in eine Kuscheldecke und summte beruhigend. Wie sehr er mir vertraut! Er entspannte sich zusehend und kuschelte sich an mich. Sein Bruder Grey nahm es gelassen.
Sehr bewusst blieb ich bei diesem Jahreswechsel zu Hause, schlug Einladungen dankend aus, überlegte aber nach Mitternacht noch in die Imme, die coole Kneipe ums Eck zu gehen und dort mit Freunden das neue Jahr zu feiern.
Das Getöse vor dem Fenster schien kein  Ende zu nehmen. Ich sah kein Feuerwerk. Ich hörte aber:
Schüsse, Granateneinschläge, Gewehrsalven und ab und zu detonierte eine Bombe.
Die Feierlaune war mit einem Schlag weg. Sie war eh nicht sehr ausgeprägt dieses Jahr. Aber jetzt war sie ganz weg.
Zu sehr musste ich an die Tiere denken, die nicht wussten wie ihnen geschieht- aber das war nur der Anfang. Die Geräuschkulisse erinnert mich an Krieg. An Krieg? Ich habe nie einen Krieg erlebt. Ich genieße die Gnade des Geburtsstandorts Deutschland. Ich genieße die Gnade der späten Geburt. Ich lebe in ziemlicher Sicherheit, für mein Leben, im sozialen Netz.
Bilder von Kriegsschauplätzen geistern mir durch den Kopf. Großäugige Kinder in Ruinen.
Es fällt mir schon länger auf, dass wieder das Heldentum im Krieg in den Kinos Einzug gehalten haben. Jetzt kommt ein neuer Film mit Brat Pitt in die Kinos. Helden, Blut und Ehre. Heldentum.
Blut und Ehre. Todesmutig.
Heldentum?
Wo ist das Heldentum, wenn ein halb zerfetzter Soldat nach seiner Mutter schreit?

Eine Freundin fällt mir ein, die von den Neujahrsnächten erzählt – die sie in der Notaufnahme der Ambulanz eines Krankenhauses verbracht hatte. Mancher konnte nach der Nacht nur noch bis 5 an den Fingern abzählen.
Mir selbst wurde das rechte Trommelfell zerrissen, weil ein Kumpel meinte mit einer selbst gebastelten Abschussvorrichtung einen Donnerschlag neben meine Kopf zünden zu müssen. Ich war 18, hatte drei Tage Tinitus und einen Hörverlust von 40% auf diesem Ohr.
Danke auch.

Auf der Straße vor meinem Fenster klingen nur noch einzelne Schüsse. Dann Lachen im Treppenhaus. Keine zwei Minuten später schwere Bässe, die aus dem vierten Stock zu mir heruntersteigen.
Soleil liegt entspannt neben mir, sein Köpfchen liegt auf meinem Bein, aber er zittert noch. Wenn ich mit ihm spreche hebt er den Kopf und sieht mir in die Augen, er haart als würde es Frühling werden.
Sein Bruder Grey gesellt sich zu uns und schmust mich an.
Eine Detonation zerreißt die Nacht vor dem Haus in 1000 Stücke. Mir werden nadelspitze Krallen in den Speck gejagt, aber ich halt den Krallenbesitzer sanft fest.
Ich bleibe zuhause. Meine Freunde kann ich auch noch die kommende Woche küssen. Ich kuschle mich mit den Katzen in die Decken, Soleil liegt unter der Decke an den Bauch geschmiegt, Grey in der Armbeuge und versucht sich unter mein Kinn zu drücken. Wir verschlafen den Rest der Nacht.
Heute ist nichts anders. Ein eher grauer Morgen. Ausgeschlafen und entspannt bin ich, es ist jetzt kurz vor neun,
am 01.01.2015.
Happy New Year.

Ich wünsche mir Frieden.