Sonntag, 25. Januar 2015

Die Sehnsucht nach dem Teufel - Sonntagsgedanken 5/2015

Es ist Sonntagmorgen. Der Himmel ist grau. Anders als unter der Woche im Schwarzwald habe ich hier in Stuttgart zwei bepelzte Kobolde, die mich absolut im Griff haben. Vor allem Soleil meint zur Zeit mich im Zweistundentakt wecken zu müssen.
Jetzt ist es kurz vor acht, der Tag dämmert grau, das Wetter ist sonntäglich bäh, eigentlich ruft alles in meinem nicht belebten Umfeld: *Geh wieder ins Bett!*. Ist nicht. Die Wohnung räumt sich weder von alleine auf, noch putzt sich die Katzentoilette selbst.
Aber das ist und soll auch nicht das Thema der Sonntagsgedanken sein. Heute geht es wieder oder noch einmal, und bestimmt auch nicht zum letzten Mal, um Verschwörungstheorien.
Theorien an für sich sind nichts schlimmes. Im Gegenteil. Ohne Theorien keine Weiterentwicklung.
Weder verwerflich noch verdammungswürdig.

Also warum *rege*ich mich immer so darüber auf? Ich rege mich nicht auf, aber ich setze mich damit auseinander, schüttle manchmal den Kopf und setze mich in der Zwischenzeit mit dem Warum auseinander.
Weder bin ich eine Sozialwissenschaftlerin noch ein Psychologe. Was ich schreibe sind nur Beobachtungen und Schlussfolgerungen.
Anscheinend kann ein Großteil der Menschen, mit denen ich in irgendeiner Form in Kontakt komme, nicht ohne Feindbild leben.
In Zeiten des Glaubensverlusts – muss anscheinend eine Ersatzteufel her, das Böse muss definiert werden, man braucht ein Feindbild.
So bevor jetzt jemand sagt, dass mein Feindbild die VTs wäre, ne so ist es nicht. Und natürlich kann auch meine Gedankengang ein Irrläufer sein.
Wie ich auf die Gedanken komme, dass manche sich einen *Teufel* basteln?
Na ja, als die Charlie Hebdo Redaktion, die Polizisten und die jüdischen Geiseln Opfer von ein paar radikalisierten jungen Männern des islamischen Glaubens, wurden wurde am nächsten Tag schon folgendes gemutmaßt:
  • 1)      Inside Job: entweder CIA oder irgend ein anderer Geheimdienst hat das angezettelt, um Stimmung zu machen
  • 2)      Die Rothschilds habe im Dezember diese zeitung gekauft, und haben die Redakteure geopfert, um Stimmung gegen ihren Ersatzfeind Islam zu machen
  • 3)      Es ging um eine Aktion, um die Auflage zu steigern.

Was läuft bei denen im Kopf falsch? Schon bei 9/11 gab es unzählige Stimmen, dass es wohl ein Insidejob war. Man faselte etwas von einer Weltverschwörung der Zionisten, dass vorher alle jüdischen Mitarbeiter aus den Twin Towers evakuiert wurden.
Das ist Antisemitismus pur.
Erinnert mich doch sehr stark an das Gedankengut von Nazis.
Ganz abartig finde ich den Gedanken, dass man seine eigenen Leute für eine höhere Auflage opfert. Wie ticken den Menschen, die so etwas annehmen? Oder bin ich naiv?

Es geht auch in anderen Bereichen genauso ab:
  • 1)      Ebola
  • 2)      HIV
  • 3)      Impfen

Vorneweg: ich halte dummes drauflos Impfen auch nicht als sinnführend. Aber auch hier werden Profiteure gesucht.
Ganz vorne mit dabei:

Die USA.
Die Pharmaindustrie.

Die nutzen das Impfen, die Seuchen als Druckmittel, als Mittel, um die dritte Welt Bevölkerung auszurotten und/oder sie weiter in der Abhängigkeit der Industrienationen zu halten.
Das Böse bekommt ein Gesicht verpasst. Es sind die modernen Teufel der Nichtgläubigen.
Denn es darf nicht sein, dass es natürliche Vorgänge sein können (HIV, Ebola), den *Mutter Natur* kann doch nichts veranlassen, was so *böse* ist. Wenn ich jetzt anfange von Mutation zu schreiben, von der Evolution, dann steigt ihr mir aus.....


Blindes Vertrauen ist genauso *bescheiden* wie grundsätzliches Mißstrauen.
Skepsis in beide Richtung ist nie verkehrt.

Think about it.

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